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Der Silberahorn ist gut winterhart

Silber-Ahorn Steckbrief – Quelle des Ahornsirups

Silber-Ahorn bereichert den Garten als ein Fest für die Sinne. Neben seinen mannigfaltigen optischen Attributen beschert uns die seltene Ahorn-Art mit ihrem Pflanzensaft einen süßen Gaumenschmaus in Form von Ahornsirup. Dieser Steckbrief lädt Sie ein, die nordamerikanische Charaktergestalt näher kennenzulernen.

Steckbrief Silber-Ahorn – botanische Systematik und Eigenschaften kurz gefasst

Trotz seiner Qualitäten als Bienenweide und einer zuverlässigen Winterhärte ist Silber-Ahorn in Europa selten anzutreffen. Daher ist der schmucke Laubbaum interessant für Gärtner mit einem Faible für Raritäten. Der folgende Steckbrief bündelt die wichtigsten Attribute:

  • Bezeichnung der Art: Silber-Ahorn (Acer saccharinum)
  • Laubabwerfender Baum mit ausladender Krone aus überhängenden Zweigen
  • Herkunftsgebiet: östliches Nordamerika
  • Wuchshöhe: 15 bis 25 m, selten bis 36 m
  • Jahreszuwachs: 35 bis 50 cm pro Jahr in den ersten 25 bis 30 Jahren
  • Blatt: 5-lappig, tief eingeschnitten, oberseits hellgrün, unterseits silbrig behaart
  • Blüte: grün (männlich), rot (weiblich) mit hohem Nektargehalt
  • Blütezeit: Februar und März vor dem Blattaustrieb
  • Früchte: geflügelte Nüsschen, spitzwinklig, 3-5 cm lang
  • Wurzelwachstum: Flachwurzler mit weitreichenden Hauptwurzeln
  • Winterhärte: bis – 32 Grad Celsius
  • Nutzung in Europa: Park- und Straßenbaum
  • Standort: sonnig bis halbschattig, windgeschützt

In seiner nordamerikanischen Heimat wird der Silber-Ahorn vornehmlich für die Gewinnung des Pflanzensaftes angebaut, um daraus Ahornsirup herzustellen.

Ahornsirup selber machen – geht das?

Ab einem Alter von 40 Jahren macht sich Ihr Silber-Ahorn als Lieferant für zuckersüßen Sirup nützlich. Um an den Pflanzensaft zu gelangen, bietet der Fachhandel spezielle Zapfhähne mit Auffangbehältern an. Erntezeit ist im zeitigen Frühjahr, wenn die nächtlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt pendeln und es am Tag bereits angenehm warm wird.

Auf der Südseite des Stamms bohren Sie in Höhe von 30 bis 100 cm ein Loch in die Rinde, passend zur Größe des Zapfhahns. Als Faustregel gilt, dass ein Silber-Ahorn bis zum Ende der Saison 40 l Pflanzensaft abgibt, woraus sich 1 l Ahornsirup zubereiten lässt.

Tipps

Wenn es die Flächengröße erlaubt, darf ein Silber-Ahorn im naturnahen Garten nicht fehlen. Bereits Ende Februar/Anfang März legt die Krone ihr Blütenkleid an und liefert Bienen, Hummeln sowie weiteren Insekten ein üppiges Nektarbuffet. Vergesellschaftet mit Bergahorn (Acer pseudoplatanus), Spitzahorn (Acer platanoides) und Feldahorn (Acer campestre), leistet die Ahorn-Gruppe einen wichtigen Beitrag zum Überleben der stark bedrohten Bestäuber.

Text: Paula Jansen Artikelbild: simona pavan/Shutterstock

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