Akku-Schneefräse – Ein kleiner Kaufratgeber

Der nächste Winter kommt bestimmt – und mit ihm jede Menge Schnee, der dann mühsam mit Schneeschippe und Muskelkraft beseitigt werden muss. Wenn Sie nicht nur ein kleines Stück Gehweg vor dem Haus zu beräumen haben, kann sich die Anschaffung einer Schneefräse lohnen. Hier fliegt der Schnee im Handumdrehen zur Seite, sodass Wege und Flächen wieder begehbar sind.

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Anstrengendes Schneeschieben ade! - Mit einer Schneefräse wird das Schneeschieben zum Kinderspiel

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Frässystem einstufig
Räumbreite 51 Zentimeter
Einzugshöhe 30 Zentimeter
Akku nicht enthalten

Diese einstufige Akku-Schneefräse nimmt den Schnee in einem Arbeitsschritt auf und führt ihn anschließend sofort über den Auswurfkanal ab. Damit Sie auch in der Dunkelheit Schnee räumen können, ist das Gerät mit praktischen LED-Lampen ausgestattet. Die vergleichsweise große Räumbreite von 51 Zentimetern erlaubt das rasche Beräumen von Gehwegen und anderen befestigten Flächen, die Einzugshöhe liegt bei 30 Zentimetern. Diese Schneefräse hat zudem ein recht geringes Eigengewicht, sodass es sich gut handhaben lässt. Laut Herstellerbeschreibung können Sie es sogar auf dem Balkon oder dem Dach einsetzen. Allerdings sind weder Akku noch Ladegerät im Preis inbegriffen, sodass Sie beides separat erwerben müssen.

Frässystem einstufig
Räumbreite 51 Zentimeter
Einzugshöhe 25 Zentimeter
Akku 80 Volt

Ebenfalls leicht und gut zu handhaben ist diese Schneefräse des Herstellers Greenworks. Der leider nicht mitgelieferte und deshalb separat zu bestellende Akku bietet eine Laufzeit von bis zu 40 Minuten, was für kleinere Flächen und Wege vollkommen ausreichend ist. Der bürstenlose Motor punktet mit einem hohen Drehmoment sowie sowohl einer geringen Vibration als auch einer vergleichsweise geringen Geräuschentwicklung. Der robuste Spezialkunststoff der Fräse ist weich genug, damit empfindliche Bodenbeläge nicht zerkratzt oder anderweitig beschädigt werden.

Frässystem einstufig
Räumbreite 30 Zentimeter
Einzugshöhe 12 Zentimeter
Akku 18 Volt

Besonders klein, leicht und wendig ist diese Schneefräse, die sich für schmale Gehwege und kleine Flächen gut eignet. Setzen Sie sie bei wenig Neuschnee ein, größere Mengen bewältigt das Gerät nicht. Die Wurfrichtung lässt sich per Bedienhebel in drei Positionen einstellen, sodass Sie den Schnee wahlweise nach links, rechts oder auch geradeaus befördern können. Bei diesem Modell ist der Akku mitsamt Schnellladegerät in der Lieferung inbegriffen.

Kaufkriterien

Antrieb

Grundsätzlich unterscheidet man drei verschiedene Antriebsarten bei Schneefräsen. Bei den häufig als Akku-Schneefräsen angebotenen einstufigen Modellen findet sich meist ein Bohrantrieb. Hier bohrt sich ein Schleuderrad in den Schnee,nimmt diesen auf und schleudert ihn heraus. Die zweistufigen Fräsen hingegen arbeiten mit einem Rad- oder einem Raupenantrieb, wobei sich letztere auf nahezu allen Untergründen einsetzen lassen – selbst auf vereisten Böden. Außerdem lösen Raupenfräsen Vereistes besser vom Boden, sind dafür aber auch weniger wendig und schwieriger in der Handhabung.

Arbeitsbreite

Auch die Arbeitsbreite bzw. Räumbreite ist ein wichtiges Kaufkriterium. Je kleiner eine Schneefräse ist, desto geringer ist auch ihre Räumbreite. Das bedeutet, dass Sie öfter mit der Maschine hin- und herfahren müssen. Allerdings auch, dass diese Modelle sich besser an engen oder schmalen Stellen (wie etwa Gehwegen) einsetzen lassen. Auch die Arbeitshöhe ist hierbei von Interesse, denn ist diese zu hoch, müssen Sie gegebenenfalls dieselbe Stelle öfter abfahren. Größere Schneefräsen bieten oft sowohl eine größere Arbeitsbreite als auch eine bessere Arbeitshöhe.

Frässystem

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen einstufigen und zweistufigen Schneefräsen, wobei Akku-Schneefräsen in der Regel nur einstufig sind. Einstufige Modelle eignen sich sehr gut für ebene, kleine Flächen (z. B. Auffahrten, Gehwege) und verharschten Schnee. Sie sind leicht, gut zu handhaben und günstig in der Anschaffung. In zweistufigen Fräsen ist hingegen meist ein Benzinmotor verbaut, da diese Geräte zum Beräumen größerer Flächen sowie bei sehr viel Schnee und Eis verwendet werden.

Lautstärke

Bedenken Sie beim Kauf einer Schneefräse auch, dass Sie diese in Wohngebieten wohl eher nicht spätabends oder frühmorgens einsetzen können – die Geräte sind mit durchschnittlich 90 Dezibel nämlich sehr laut, was die vielleicht schon oder noch schlafenden Nachbarn gewiss verärgern dürfte. Zum Vergleich – die übliche Zimmerlautstärke bewegt sich im Bereich zwischen 30 und 40 Dezibel. Achten Sie daher darauf, um des nachbarschaftlichen Friedens willen, ein möglichst leises Gerät auszuwählen und dieses nicht unbedingt innerhalb der Ruhezeiten einzusetzen.

Zubehör

Zudem sollten Sie bedenken, dass bei einer solchen Maschine das ein oder andere Verschleißteil immer mal wieder kaputt geht und es daher sinnvoll ist, wenn der Hersteller Ersatzteile anbietet. So brauchen Sie diese nur auszutauschen und können das Gerät anschließend weiternutzen. Viele Markenhersteller bieten mittlerweile eine Garantie, dass diese Ersatzteile über mehrere Jahre hinweg käuflich sind – bei No-Name Produkten ist das nicht der Fall. Hier haben Sie im Falle des Falles eine kaputte Schneefräse, die sich nicht mehr reparieren lässt.

Preis

Natürlich ist auch der Preis ein relevantes Kaufkriterium. Wer gibt schon gern mehr Geld aus als er eigentlich müsste? Daher ist ein Preisvergleich vor der Kaufentscheidung sinnvoll, wobei Sie allerdings nur tatsächlich miteinander vergleichbare Produkte gegenüber stellen sollten – nur allein auf den Preis gesehen, gewinnt das No-Name Produkt im Vergleich zum Markenprodukt natürlich immer. Doch Vorsicht: Wer billig kauft, kauft oft zweimal! Nehmen Sie lieber gleich zu Beginn etwas mehr Geld in die Hand und erfreuen Sie sich lange an einer dauerhaft funktionierenden Maschine.

Häufig gestellte Fragen

Sind Schneepflug und Schneefräse dasselbe?

Nein, hierbei handelt es sich um unterschiedliche Maschinen. Ein Schneepflug (bei dem es sich auch um einen Schild vorm Rasentraktor handeln kann) schiebt den Schnee lediglich zur Seite, die Schneefräse schleudert – je nach Modell durchaus mehrere Meter weit. Deshalb wird das Gerät auch als Schneeschleuder bezeichnet. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Fräse kompakter und damit leichter zu handhaben ist.

Was muss man bei der Verwendung einer Schneefräse beachten?

Damit die Schneefräse richtig arbeiten kann, sollte der Untergrund eben und fest sein. Optimal ist so ein Gerät also auf gepflasterten oder anderweitig befestigten Böden. Außerdem sollten keinerlei Fremdbestandteile, etwa Steine oder Äste, hineingeraten, da diese den Schleudermechanismus verstopfen oder gar beschädigen können. Zudem ist die Schneefräse sorgsam gemäß den Herstellerangaben zu warten und zu pflegen.

Lohnt sich die Anschaffung einer Schneefräse?

Die Anschaffung einer Schneefräse lohnt sich in Regionen, in denen im Winter regelmäßig zwischen 15 bis 30 Zentimeter Schnee fallen. Hier kommt das Gerät häufig zum Einsatz, zumal es optimalerweise nur bei Neuschnee arbeiten sollte. In Norddeutschland, wo häufige und regelmäßige Schneefälle eher die Ausnahme sind, steht die Schneeschleuder wahrscheinlich meist nur unnütz herum.

Welche Hersteller bieten hochwertige Schneefräsen an?

Bei einem teuren Gerät wie der Schneeschleuder ist es sinnvoll, auf einen bewährten Markenhersteller zu setzen. Dieser ist zwar meist teurer als No-Name Produkte, dafür allerdings kaufen Sie haltbare Qualität und ärgern sich nicht mit einem Gerät herum, welches schon nach wenigen Einsätzen den Geist aufgibt. Empfehlenswert in diesem Segment sind beispielsweise Honda, Bruder, Einhell, Fuxtec, Güde, Greenworks, Hecht, Holzinger, Husqvarna, John Deere, Kärcher, Stihl, Wolf-Garten oder Yamaha.

Welches Modell ist für die Benutzung in der Stadt empfehlenswert?

Da innerhalb einer Stadt meist weniger Schnee fällt als draußen auf dem Dorf oder gar auf dem Einsiedlerhof, genügt hier ein kleineres Modell. Eine Schneefräse mit Akku ist hier in der Regel vollkommen ausreichend, wohingegen auf dem Land eher zu einer benzinbetriebenen Schneefräse gegriffen werden sollte. Aber dort muss auch deutlich mehr Schnee geräumt werden, da wäre der Akku schon weit vorher leer.

Wie reinigt man die Schneefräse richtig?

Auch wenn die Schneefräse für den Einsatz bei Nässe und Schnee konzipiert ist, muss sie doch außerhalb der Räumarbeiten vor diesen Wetterbedingungen geschützt werden. Anderenfalls treten mit der Zeit Schäden an der Maschine auf, die sich durch eine Reinigung nach jedem Einsatz und ein Unterstellen an einem trockenen Ort (z. B. der Garage) vermeiden lassen. Zudem sollte die Schneefräse im Frühjahr einer besonders gründlichen Reinigung unterzogen werden, sodass etwa auch Salzrückstände entfernt werden.

Zubehör

Ersatzakku

Wenn der Akku der Schneefräse vor den Schneemassen kapituliert, ist ein Ersatzakku sinnvoll. Dann können Sie nach dem Tausch gleich weiterarbeiten ohne erst darauf warten zu müssen, dass der Akku wiederaufgeladen ist. Achten Sie bei Kauf darauf, dass der Akku zur Schneefräse passt – viele Hersteller haben eigene Akkus, die auch nur zu bestimmten Modellen passen.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Astrid Gast/Shutterstock

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