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Schermäuse sind sehr geruchsempfindlich

Schermaus im Garten bekämpfen – so gelingt es ohne Gift

Die Schermaus richtet im Garten erheblichen Schaden an, denn sie untertunnelt Beete, um die Wurzeln von Zier- und Nutzpflanzen abzunagen. Diesem Treiben will selbst der umweltbewusste Gärtner einen Riegel vorschieben. Zum Tode verurteilt er die Schädlinge dennoch nicht. Lesen Sie hier, wie Sie die gefräßigen Wühler giftfrei bekämpfen.

Mit Gas ins Exil schicken – so gelingt es

Im ökologisch bewirtschafteten Garten wenden sich die Menschen zusehends ab vom Einsatz giftiger Substanzen. Das gilt für den Pflanzenschutz und die Schädlingsbekämpfung gleichermaßen. Dieser Trend bewog die Industrie zur gezielten Entwicklung giftfreier Methoden, um die ungebetenen Gäste zu vergrämen, statt sie zu töten. Mit dem innovativen Wühlmaus-Gas auf der Basis von pflanzlichem Lavadinöl bestehen gute Aussichten, dass die Nager das Weite suchen. So geht es:

  • Die Gas-Kartusche öffnen und in den Schermaus-Gang schieben
  • Die Zündschnur entzünden
  • Sogleich den Gang verschließen, damit das Gas nicht entweicht

Infolge der Rauchentwicklung legt sich der für die Wühlmäuse unangenehme Geruch auf die Wände der Gänge. Daraufhin verlassen die Tiere Ihren Garten, um sich nach anderen Nahrungsquellen umzusehen.

Mit Gerüchen zum Teufel jagen – Tipps & Tricks

In eine ähnliche Richtung, wie Wühlmaus-Gas, zielen bewährte Hausmittel für die Bekämpfung ab. Die folgenden Gerüche vertreiben die Schermaus auf Nimmerwiedersehen:

  • Jauche aus Fichten- und Thujazweigen in die Gänge schütten
  • Tücher mit Terpentin oder Essigessenz tränken und in die Gänge stopfen
  • Tier- und Menschenhaare mit Walnussblättern mischen und hineinlegen

Das Nonplusultra in der Vergrämung von Schermäusen ist Buttersäure. Wer schon einmal von Lausbuben mit einer Stinkbombe traktiert wurde, kennt den infernalischen Geruch. Da bei der Anwendung äußerste Vorsicht geboten ist, um nicht selbst Opfer dieser Strategie zu werden, empfehlen wir die Anwendung von Buttersäure nur im äußersten Notfall.

Tipps

Die Erdbauten von Schermäusen und den streng geschützten Maulwürfen sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Mithilfe der Verwühlmethode stellen Sie fest, wer da wirklich den Garten untergräbt. Zu diesem Zweck graben Sie den verdächtigen Gang an verschiedenen Stellen auf. Sind die Löcher innerhalb von 6 Stunden wieder verschlossen, haben Sie es mit einer Schermaus zu tun. Ein Maulwurf schließt die Löcher überhaupt nicht oder erst nach einigen Tagen.

Artikelbild: MAC1/Shutterstock

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