Schneiden, Gießen, Düngen und Co – die Pflege vom Sandkraut

Polsterbildend wächst das Sandkraut heran und erobert mit der Zeit ein immer größeres Territorium. Sein immergrünes Laubgewand legt sich fein über den Erdboden und über ihm türmen sich im Frühsommer hübsche weiße Blüten auf. Damit diese Pflanze viele Jahre lang gut aussieht, braucht sie etwas Pflege...

Arenaria Pflege
Sandkraut ist sehr pflegeleicht

Muss man das Sandkraut gießen oder verträgt es Trockenheit?

Insgesamt hat das Sandkraut einen geringen Wasserbedarf. Ist es einmal angewachsen, verträgt es Trockenzeiten ausgesprochen gut. Daher ist es auch so gut für Steingärten und anderen Trockenanlagen prädestiniert. Mit kalkhaltigem Gießwasser kann es sich anfreunden.

Dennoch ist für ein gutes Wachstum ein regelmäßiges Gießen zu empfehlen. Gießen Sie seltener, aber durchdringend, so dass die Pflanze ein tiefreichendes, feines Wurzelwerk ausbildet. Achten Sie darauf, dass es nicht zu stauender Nässe kommt. Diese verträgt das Sandkraut nicht.

Braucht das Sandkraut Dünger?

Zwangsläufig braucht Sandkraut im Freiland keinen Dünger. Es kommt gut mit mageren Böden zurecht. Wer jedoch auf eine reiche Blüte, die lange andauert, hofft, sollte diese Pflanze einmal im Jahr – am besten im Frühjahr – mit Kompost düngen. Steht das Sandkraut im Topf beispielsweise auf dem Balkon, sollte es alle 2 bis 4 Wochen sparsam mit Flüssigdünger versorgt werden.

Welche Rolle spielt das Schneiden dieser Pflanze?

Diese Pflanze sollte man schneiden, wenn sie zu ausufernd geworden ist. Auch alte, kranke und schwache Triebe sollten entfernt werden. Vorteilhaft ist es außerdem, wenn die verwelkten Blüten abgeschnitten werden. Manchmal kommt es in der Folge im Herbst zu einer Nachblüte.

Wie wird das Sandkraut geteilt und wann?

Das Teilen geht folgendermaßen:

  • alle 2 bis 3 Jahre
  • Grund: Verjüngung, Vermehrung
  • kurz vor dem Austrieb im Frühjahr oder im Herbst
  • Pflanze ausgraben
  • alte, tote Wurzeln abschneiden
  • schwache Triebe wegnehmen
  • Wurzelballen teilen
  • Teilstücke an neuen Standort pflanzen
  • Standort: sonnig, trocken

Ist eine Überwinterung notwendig?

Ob das Sandkraut im Steingarten, im Beet oder auf einem Hang oder einer Böschung steht – es braucht nicht überwintert zu werden. Es ist bis -20 °C winterhart. Lediglich bei Spätfrost im Frühjahr sollte es beispielsweise mit Reisig geschützt werden.

Tipps

Wird das Sandkraut jährlich umgetopft, braucht es nicht gedüngt zu werden.

Text: Anika Gütt

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