Die optimale Pflege für Säulenobst

Mit speziell gezüchteten Säulenobst-Sorten können sogar Hobbygärtner in einem kleinen Garten oder auf einem Balkon nennenswerte Erträge erzielen. Allerdings ist diese Art von Obst manchmal auch etwas empfindlich und benötigt regelmäßige Pflege, insbesondere bei einem Anbau im Topf.

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Säulenobst braucht vor allem regelmäßig einen Rückschnitt

Wie oft sollte Säulenobst gegossen werden?

An einem sonnigen Standort sollte natürlich insbesondere während und nach der Blütezeit darauf geachtet werden, dass Säulenobst-Bäumchen in ihren Pflanzgefäßen nicht austrocknen. Dafür sollte es aber ausreichend sein, etwa zwei Mal pro Woche kräftig zu gießen. Keinesfalls vergessen werden dürfen die Abzugslöcher an der Topfbasis, da Säulenobst durch Staunässe an den Wurzeln eingehen kann. Mitunter kann es zusätzlich sinnvoll sein, den Topf nicht in einen Untersetzer, sondern auf kleine Holzklötzchen zu stellen, um für etwas Abstand zum Boden zu sorgen. Im Garten ausgepflanztes Säulenobst benötigt wie andere Obstsorten auch nur direkt nach der Pflanzung oder in extremen Trockenphasen zusätzliche Bewässerung.

Muss Säulenobst oft umgetopft werden?

Ein häufiges Umtopfen ist beim Säulenobst nur notwendig, wenn relativ kleine Pflanzgefäße verwendet werden. Sofern Sie von vornherein auf Pflanzkübel mit mindestens 30 oder 40 Litern Volumen setzen, ist das Umtopfen nur etwa alle 5 Jahre erforderlich. Hierbei sollte dann vor allem das Substrat erneuert und mit reifem Kompost für die Langzeitdüngung angereichert werden.

Wann und wie wird Säulenobst geschnitten?

Grundsätzlich sollte Säulenobst nicht erst ab dem Erreichen einer gewünschten Maximalhöhe, sondern bereits ab einem jungen Alter jährlich geschnitten werden. Dabei unterscheidet man zwischen dem Sommerschnitt direkt nach der Ernte und dem Winterschnitt zur Zeit der Saftruhe. Schnittmaßnahmen sollten nicht nur auf einen Erhalt der säulenförmigen Wuchsform, sondern auch auf die Steigerung der Pflanzengesundheit durch ein nicht zu dichtes Blätterwerk abzielen.

Welche Schädlinge können für Säulenobst zum Problem werden?

Blattläuse können aufgrund der kompakten Wuchsform von Säulenobst oft leichter entdeckt werden als an großen Obstbäumen. Diese müssen aber nur aktiv bekämpft werden, wenn sie sich stark vermehren. Für diesen Fall gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • gezielt Nützlinge gegen die Blattläuse einsetzen
  • Blattläuse mit einem scharfen Wasserstrahl oder einer Reinigungslösung entfernen
  • befallene Triebe ggf. ausschneiden und entsorgen

Wie schützt man Säulenobst vor Krankheiten?

Säulenäpfel haben mitunter häufig mit Schorf und Mehltau zu kämpfen, während Säulenbirnen vom Birnengitterrost befallen werden. Sollen keine speziellen Spritzmittel gegen den Befall verwendet werden, so hilf nur ein frühzeitiges Erkennen und Ausschneiden befallener Stellen sowie die Auswahl mehltauresistenter Apfelsorten.

Was ist bei der Düngung von Säulenobst zu beachten?

Wird Säulenobst im Topf angebaut oder neu in den Garten gepflanzt, können reifer Kompost und Hornspäne für eine gewisse Langzeitdüngung sorgen. Darüber hinaus sollten die Pflanzen aber auch mit einem geeigneten Volldünger versorgt werden, um ein gesundes Pflanzenwachstum und einen guten Ertrag zu sichern. Allerdings sollte im Herbst nicht mehr gedüngt werden, damit sich die Pflanzen rechtzeitig auf die Winterruhe einstellen können.

Wie bringt man Säulenobst gut durch den Winter?

Sofern Säulenobst nicht zu knapp vor dem Wintereinbruch verpflanzt wird, ist es im Allgemeinen gut winterhart. Säulenpfirsiche und Säulenaprikosen sollten an sehr kalten Standorten mitunter in etwas Gartenvlies eingepackt werden, sollten im Frühjahr dann aber rechtzeitig für den Austrieb wieder ausgepackt werden. Generell sollten sonnige und gleichzeitig zugige Standorte vermieden werden, um ein Aufplatzen der Baumrinde infolge großerer Temperaturschwankungen zu verhindern.

Tipps

Selbst mit starker Düngung gelangen bei manchen Säulenobst-Sorten nicht alle der zahlreich angesetzten Früchte zur vollständigen Reife und einer entsprechenden Fruchtsüße. Auch wenn es wohl jeden Gärtner etwas schmerzt: Entfernen Sie nach der Blüte einen Teil der zu zahlreich angesetzten Früchte, um bei den restlichen Früchten eine gute Qualität zu erhalten.

Text: Alexander Hallsteiner
Artikelbild: thekovtun/Shutterstock

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