Säulenobst – mehrjährig oder nur ein Marketing-Gag?

Viele Menschen haben mit Säulenobst aus dem Versandhandel vermeintlich schlechte Erfahrungen gemacht, weil ihnen die Pflanzen innerhalb relativ kurzer Zeit eingegangen sind. Dabei liegen mögliche Probleme mit der Lebensdauer der Pflanzen in der Regel nicht in deren Genetik, sondern in verbreiteten Pflegefehlern begründet.

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Säulenobst kann genauso alt werden wie normales Obst

Säulenobst kann auch richtig alt werden

An einem geeigneten Standort im Garten oder neben einer sonnenverwöhnten Hauswand können verschiedene Sorten von Säulenobst durchaus beachtliche Höhen erreichen und über mehrere Jahrzehnte hinweg hohe Erträge liefern. Dazu ist allerdings auch eine gewisse Pflege nötig, die einen professionellen Schnitt und eine geeignete Düngung umfasst.

Mögliche Gründe für das Eingehen von Säulenobst

Oft werden Säulenobstbäumchen für die Kultur im Topf auf einem Balkon angeschafft. Hierbei lauern diverse Gefahren, die möglicherweise problematisch werden können:

  • zu viel Schatten
  • zu kleine Pflanzgefäße
  • schnelles Austrocknen der Pflanzenwurzeln in einem zu kleinen Topf
  • häufiges Umfallen der Pflanzen bei Wind
  • große Temperaturunterschiede
  • Probleme mit Frosttemperaturen: Pflanzenwurzeln sind der Winterkälte in einem Topf auf dem Balkon stärker ausgesetzt

Tipps

Prinzipiell sollte darauf geachtet werden, Säulenobst je nach Zeitpunkt des Erwerbs in einen deutlich größeren Pflanzkübel umzutopfen oder dieses ins Freilandbeet auszupflanzen. Bei entsprechender Düngung, Bewässerung und einem regelmäßigen Pflegeschnitt sollten Birnen, Kirschen oder Zwetschgen in Säulenform wie ihre größeren Verwandten problemlos mehrjährig zu kultivieren sein.

Text: Alexander Hallsteiner
Artikelbild: thekovtun/Shutterstock

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