Rosenschere – Ein kleiner Kaufratgeber

Mit einer hochwertigen Rosenschere schneiden Sie Rosensträucher besonders schonend. Es gibt verschiedene Arten und viele bedeutsame Eigenschaften. Worauf Sie beim Kauf genau achten müssen, um die beste Rosenschere für Ihren Bedarf zu finden, erfahren Sie in unserem Ratgeber. Außerdem präsentieren wir Ihnen drei Modelle, die bei Amazon-Rezensenten besonders beliebt sind.

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Eine Rosenschere muss scharf und sauber sein

Unsere Empfehlungen

Typ Bypass
Material Carbonstahl/Aluminium
Antihaftbeschichtung ja
Haltefunktion ja
Gewicht 460 g

Der „Rosenkavalier“ von Garten Primus ist nicht nur namentlich, sondern auch funktional kreativ umgesetzt. Er fungiert im wahrsten Sinne als verlängerter Arm beim Schneiden von Rosensträuchern. Durch die Verlängerung zwischen dem ergonomischen Einhandgriff und der Bypass-Klinge können Sie Ihre Rosen ohne Verletzungsrisiko schneiden. Das Modell durchtrennt Schnittgut mit einer Dicke von bis zu einem Zentimeter. Fast alle Amazon-Rezensenten sind überzeugt von der Rosenschere. Sie beschreiben sie als „gut gearbeitet, ordentlich scharf und in der Handhabung sehr toll“.

Typ Bypass
Material Carbonstahl/Kunststoff
Antihaftbeschichtung ja
Haltefunktion unbekannt
Gewicht 180 g

Bei der Rosenschere von Original LÖWE beeindruckt ebenfalls die hohe Material- und Verarbeitungsqualität. Zudem ist das Modell erstaunlich leichtgewichtig. Jedoch kommt diese Ausführung nur für Rechtshänder infrage. Von der Schnittleistung zeigen sich die Rezensenten bei Amazon nahezu ausnahmslos begeistert.

Typ Bypass
Material Edelstahl/Kunststoff
Antihaftbeschichtung ja
Haltefunktion unbekannt
Gewicht 192 g

Die Rosenschere von GRÜNTEK ist unser Preisleistungssieger. Trotz ihres extrem günstigen Preises gilt sie als top verarbeitet und leistungsstark. Wenn bei weit über 1000 Bewertungen bei Amazon mehr als 90 Prozent der User vier oder fünf Sterne vergeben (Stand Oktober 2020), dann kann man sich seiner Sache doch ziemlich sicher sein.

Kaufkriterien

Antrieb

Die meisten Rosenscheren werden manuell betrieben. Es gibt allerdings auch motorisierte Modelle mit elektrischem Antrieb via Stromkabel oder wiederaufladbarem Akku. Die Elektro-Varianten erleichtern die Arbeit, sind jedoch sowohl in der Anschaffung als auch hinsichtlich der Folgekosten teurer.

Hinweis: Wir konzentrieren uns in diesem Beitrag auf manuelle Rosenscheren.

Typ

Für den Rosenschnitt sollten Sie bevorzugt zu einer Bypass-Schere greifen. Da deren Klingen beim Schneiden aneinander vorbei gleiten, quetschen sie das Gewebe nicht – dies ist bei den empfindlichen Rosensträuchern extrem wichtig.

Ausnahme: Haben Sie es mit einem alten, wuchtig-kräftigen Rosenstrauch zu tun, können Sie im Bedarfsfall eine Amboss-Schere einsetzen, um auch mit sehr starken Ästen fertigzuwerden und die betagten Rosen bis ins alte Holz zurückzuschneiden.

Für frische, gesunde Triebe kommt eine Amboss-Schere allerdings NICHT infrage!

Eignung

Damit Sie längerfristig gut ausgerüstet sind, sollte die Rosenschere Triebe mit einem Durchmesser von einem Zentimeter problemlos durchtrennen. Mehr ist natürlich immer gut. Der Zentimeter bildet das Minimum, um Abgeblühtes ausputzen, überlange Triebe einkürzen und laufend frische Rosen für Ihre Vasen schneiden zu können.

Auch die Rosenart spielt eine Rolle bezüglich der Frage, welche Rosenschere wirklich optimal geeignet ist. Wir fassen Ihnen die wesentlichsten Aspekte zusammen:

  • bei Bodendecker- und kleineren Beetrosen reicht eine kleine Rebschere aus
  • für Kletterrosen braucht es eine große, robuste und kraftvolle Schere
  • bei sehr stacheligen Kletterern empfiehlt sich eine Schere mit Teleskopstiel (verhindert blutige Kratzer an Ihren Armen)

Material

Die Klingen sollten aus gehärtetem Stahl gefertigt und sehr scharf sein. Wie Sie sicherlich wissen, beschreiben alle Hersteller ihre Scheren als scharf. Befassen Sie sich mit den Berichten anderer Anwender und versuchen sich auf diese Weise ein etwas objektiveres Bild zu machen. Doch am Ende kommt es doch meist auf einen eigenen praktischen Test an, denn auch die Meinungen und Empfindungen verschiedener Gärtner können stark auseinandergehen.

Tipps

Stellen Sie sicher, dass sich die Klingen mühelos nachschärfen lassen. Nur so ist eine längere Lebensdauer gewährleistet, denn auch die beste Rosenschere wird nach und nach stumpf, sodass sie früher oder später einen neuen Feinschliff benötigt. Können Sie die Klingen beziehungsweise den gesamten Schneidkopf ausbauen, haben Sie relativ leichtes Spiel. Dies ist bei Rosenscheren übrigens auch ein Kriterium für höchste Qualität.

Antihaftbeschichtung

Eine antihaftbeschichtete Klinge hat den Vorteil, dass die Rosenschere trotz des beim Schneiden frischer Triebe austretenden Pflanzensaftes nicht verklebt. Ansonsten würde dies das Schneiden mühsamer machen und die Arbeit verlangsamen. Die Beschichtung verhindert also, dass sich der klebrige Pflanzensaft an der Klinge festsetzt.

Tipps

Alternativ oder ergänzend zur Antihaftbeschichtung weisen manche Rosenscheren auch eine sogenannte Saftrille in der Gegenklinge auf. Diese lässt den Pflanzensaft abrinnen und bewirkt im Endeffekt dasselbe wie die Beschichtung.

Feder

Versuchen Sie vor dem Kauf Ihrer Rosenschere herauszufinden, ob Ihr bevorzugtes Modell über eine qualitativ hochwertige Feder verfügt, die sich bei Bedarf austauschen lässt. Dazu lesen Sie sich am besten Rezensionen anderer Kunden sowie ehrliche Testberichte durch, sofern verfügbar.

Griff

Ein ergonomisch geformter Griff ist elementar, um auch bei längeren Gartenarbeiten mit der Rosenschere unangenehmen Ermüdungserscheinungen oder noch schlimmeren Folgen (Sehnenscheidenentzündung, Karpaltunnelsyndrom) vorzubeugen. Hier einige Merkmale von ergonomischen Rosenscheren im Überblick:

  • leicht abwärts geneigte Schneidblätter helfen, die Verdrehung des Handgelenks beim Schneiden auszugleichen
  • wellenförmig abgerundeter Griff gewährleistet eine optimale Druckverteilung in der Handinnenfläche

Eine gute Griffergonomie sorgt für eine exzellente Kraftübertragung. Diese entlastet die schneidende Hand und minimiert etwaige Beschwerden oder verhindert sie ganz.

Tipps

Wenn Sie Linkshänder sind, müssen Sie bei der Auswahl Ihrer Rosenschere nach einem Modell Ausschau halten, das (auch) darauf ausgerichtet ist. Das kann mitunter ein schwieriges Unterfangen sein, da die meisten Hersteller ihre Scheren für Rechtshänder konzipieren – aufgrund deren Dominanz in der Bevölkerung. Manche Rosenscheren sind zumindest für den beidhändigen Gebrauch gemacht. Seltener stoßen Sie auf Exemplare, die allein Linkshänder nutzen können.

Haltefunktion

Gilt es sehr stachelige Rosen und/oder über Kopf zu schneiden, tun Sie sich mit einer Rosenschere mit Haltefunktion einen großen Gefallen. Ein kleines Klemmstück an der Klinge sorgt dafür, dass der Trieb beim Zusammendrücken der Schere festgehalten wird, solange Sie den Griff nicht lockern. So landet das Schnittgut, wo Sie es haben möchten.

Stiel

Kultivieren Sie dornenreiche Kletterrosen in luftigen Höhen, sollten Sie eine Rosenschere mit teleskopierbarem Stiel kaufen. Manche Ausführungen sind über zwei Meter lang, sodass Sie bei der Arbeit vielleicht sogar ohne Leiter auskommen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Rosenschere?

Rosen brauchen einen regelmäßigen, jährlichen Rückschnitt, um ihre Blühfreudigkeit zu erhalten. Eine Rosenschere ist durch ihren Aufbau das optimale Werkzeug für diese Pflegemaßnahme. Mit ihr schneiden Sie Ihre Rosensträucher präzise und schonend.

Was ist der Unterschied zwischen Rosenschere und Gartenschere?

Häufig werden die Begriffe mehr oder weniger synonym verwendet. Es gibt jedoch durchaus einen Unterschied zwischen einer herkömmlichen Gartenschere und einer spezifischen Rosenschere: Letztere ist im Prinzip nichts anderes als eine Rebenschere – also ein Werkzeug aus dem Weinbau.

Sie erkennen diesen Typus an einem kleinen, unauffälligen Merkmal: Am Ursprung der Klinge, also dort, wo die größte Hebelkraft wirkt, weist die Schere eine halbrunde Aussparung auf. Diese ist dazu vorgesehen, die Drähte zu durchtrennen, an denen die Triebe der Weinstöcke aufgehängt sind. Bei den Rosen sind sozusagen die Dornen die Drähte. Die Bezeichnung Rosenschere hat sich durchgesetzt. Sie können das Werkzeug letztlich zum Schneiden verschiedener stacheliger Pflanzen verwenden.

Welche Marken bieten gute Rosenscheren?

Beliebte Marken für hochwertige Rosenscheren sind unter anderen Gardena, Fiskars, Felco, WOLF-Garten und Garten Primus.

Wo kaufe ich eine Rosenschere am besten?

Rosenscheren stehen Ihnen im Baumarkt – etwa OBI, toom, Hellweg, hagebaumarkt, Bauhaus oder Hornbach – sowie bei Amazon zur Wahl. Saisonal sind auch im Discounter (Aldi, Lidl) brauchbare Modelle erhältlich, etwa von der Lidl-Eigenmarke Florabest.

Wie kann ich meine Rosenschere schärfen?

Damit sie dauerhaft funktionsstark bleibt, müssen Sie die Klingen Ihrer Rosenschere hin und wieder schleifen .

Wie das Schärfen genau funktioniert, sehen Sie hier:

Youtube

Zubehör

Schleifstein

Mit einem Schleifstein können Sie die Klingen Ihrer Rosenschere nachschärfen.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: VH-studio/Shutterstock

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