Gartentipp: So finden Sie die richtige Rosenschere

Ursprünglich kam die Rosenschere im Weinbau zum Einsatz. Für professionelles Arbeiten war es wichtig, dass die Schere gut in der Hand lag und absolut scharf schnitt. Nur so war sichergestellt, dass in die empfindlichen Reben keine Krankheitserreger eindringen konnten. Da beim Rosenstock genau auf die gleichen Dinge geachtet werden muss, mutierte die Rebenschere zu einer der beliebtesten Gartenscheren.

Rosen schneiden Schere
Die Rosenschere sollte immer gut geschärft sein

Wie sieht eine gute Rosenschere aus?

Da dieses Werkzeug so gefragt ist, werden inzwischen auch Gartenscheren (20,81€ bei Amazon*) unter diesem Namen angeboten, die gar keine “echte” Rosenschere sind. Wichtigstes Merkmal der Rosenschere ist der Bypass-Mechanismus. Er funktioniert folgendermaßen:

  • Zwei scharfe Klingen gleiten aneinander vorbei.
  • Durch Pressen trennen sie den Trieb, ohne ihn dabei zu quetschen.
  • Ist der Ast zu dick, bleiben deshalb beide Schneiden stecken.

Lesen Sie auch

Eine Rosenschere verfügt am Klingenansatz über eine halbrunde Aussparung, die dort sitzt, wo die Klingen die größte Hebelkraft haben. Auch harte Äste, die in diese gelegt werden, lassen sich so mühelos durchtrennen.

Rosenscheren sind so geformt, dass sie passgenau in der Hand liegen, was ein ermüdungsfreies Arbeiten über viele Stunden hinweg ermöglicht.

Was kostet eine gute Rosenschere?

Scheren vom Wühltisch leisten leider nur selten gute Arbeit. Schlimmstenfalls können sie sogar gefährlich werden. Nicht selten brechen die Griffe beim beherzten Zugreifen, springen Federn heraus oder die Verschraubung gibt beim Schnitt durch einen stärkeren Trieb nach.

Andererseits müssen qualitativ hochwertige Scheren kein Vermögen kosten. Achten Sie beim Kauf auf:

  • Leichte und stabile Griffe.
  • Wichtig ist die ergonomische Form, die zu Ihrer Hand passt.
  • Die Griffe sollten von einem angenehm zu greifenden Kunststoff ummantelt sein.
  • Klinge und Gegenklinge bestehen aus gehärtetem Stahl und können bei Bedarf nachgeschärft werden.
  • Der Schneidekopf kann justiert werden.
  • Vorteilhaft ist ein Schmierbolzen, mit dem sich der Schneidkopf auch in zusammengebautem Zustand ölen lässt.

Tipps

Es lohnt sich durchaus, in eine teure Rosenschere zu investieren. Da bei diesen Modellen Verschleißteile meist ausgetauscht werden können, müssen Sie sich nicht von einem lieb gewordenen Werkzeug trennen, nur weil beispielsweise ein Teil Schneidekopfs kaputt gegangen ist.

Text: Michaela Kaiser

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.