Robinie als Bonsai- fernöstliches Flair für Ihren Garten

Große Laubbäume bei geringem Wachstum als Bonsai zu halten, wird immer moderner. Möchten Sie es einmal mit einer Robinie versuchen? Zwar gilt die optimale Eignung für die japanische Wuchsform bei der dieser Pflanze als umstritten, da sie lange Federblätter besitzt, dennoch ist es die Mühe auf jeden Fall wert. Probieren Sie es aus. Die folgende Anleitung gibt Ihnen nützliche Hilfestellung.

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Auch die Robinie lässt sich als Bonsai erziehen

Den Bonsai in Form bringen

Hinsichtlich der bereits angesprochenen Schwierigkeit, die langen Federblätter zu binden, dürfen Sie ihre Robinie auch als Bonsai nicht zu klein halten. Eine Höhe von einem Meter ist empfehlenswert. Dann ergeben die Fächerblätter wieder ein stimmiges Gesamtbild. Geeignete Gestaltungsformen für die Robinie sind

  • die Kaskade
  • die Halbkaskade
  • oder der Mehrfachstamm

Robinie zum Bonsai schneiden

Ein geringer, formgebender Schnitt ist das ganz Jahr über möglich. Den hauptsächlichen Radikalschnitt sollten Sie dennoch erst im Herbst vornehmen. Zu diesem Zeitpunkt stellt die Robinie die Produktion neuer Triebe ein. Somit tritt bei Schnittverletzungen weniger Saft aus den Zweigen aus. Eine Robinie bildet bis zu 23 Fiedern an einem Blatt. Schneiden Sie diese ruhig auf drei bis vier Fiedern zurück. Darüber hinaus neigt der Laubbaum zur Bildung von Wurzelausläufern. Für die Bonsai Haltung sind diese uninteressant und sollten unmittelbar an der Basis entfernt werden.

Vorsicht beim Drahten

Bei regelmäßigem Rückschnitt ist das formgebende Drahten bei der Robinie eigentlich nicht notwendig. Möchten Sie diese Maßnahme trotzdem anwenden, beginnen Sie damit am besten im Juni. Allerdings müssen Sie den Draht nach spätestens einem Jahr wieder entfernen, damit er nicht ins Holz einwächst. Gehen Sie dabei sehr vorsichtig vor. Die Triebe der Robinie sind extrem bruchempfindlich.

Weitere Pflege Tipps

Platzieren Sie Ihre Bonsai Robinie an einem sonnigen Standort. Starkem Wind sollten Sie den Laubbaum nicht aussetzen. Auch das regelmäßige Gießen sowie eine Düngergabe in jeder zweiten Woche gehören zur Pflege dazu. Optimalerweise reichern Sie das Substrat mit Bonsaieinheitserde an.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Bernd Schmidt/Shutterstock

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