Regenfass – Ein kleiner Kaufratgeber

Mit einem Regenfass sammeln Sie sparsam und umweltschonend Gießwasser - ein Geschenk der Natur, das buchstäblich vom Himmel fällt. Worauf Sie beim Kauf einer Regentonne grundsätzlich achten sollten und welche Ausführungen besonders zu empfehlen sind, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

regenfass
Regenfässer gibt es in vielen verschiedenen Farben und Stilen

Unsere Empfehlungen

Material Eiche massiv
Optik rustikal, Weinfass
Fassungsvermögen 225 l
Gewicht ca. 60 kg
Hahn inkl. ja
Deckel inkl. ja

Das beste Regenfass in unserem Vergleich besteht aus massivem Eichenholz. Schon ob seiner umwerfenden Optik verdient es den ersten Platz. Amazon-Rezensenten loben in ihren Bewertungen neben den visuellen Vorzügen auch die enorme Stabilität des Fasses sowie den gut sitzenden Deckel. Praktisch: Das Modell wird mit Wasserhahn geliefert.

Material Kunststoff
Optik Sandstein
Fassungsvermögen 330 l
Gewicht ca. 15 kg
Hahn inkl. ja
Deckel inkl. ja

Zwar ist der Märchenbrunnen von AMUR aus Kunststoff gefertigt, doch die Tonne sieht einem Fass aus echtem Sandstein täuschend ähnlich. Das finden auch die Käufer dieses Modells bei Amazon. Zudem zeigen sich die Rezensenten von der Standfestigkeit und einfachen Reinigung begeistert. Diese Ausführung umfasst neben einem Wasserhahn praktischerweise auch einen Fallrohrfilter als Zubehör.

Material Kunststoff
Optik schlicht, grün
Fassungsvermögen 500 l
Gewicht ca. 13 kg
Hahn inkl. ja
Deckel inkl. ja

Die klassisch-schlichte Regentonne von Ondis24 ist der Preisleistungssieger – zu diesem Resultat kommen wir durch die Meinungen der Käufer des Fasses bei Amazon und die produktspezifischen Eigenschaften. Sie hat ein großes Fassungsvermögen, steht stabil und erfüllt ihren Zweck einwandfrei – all das für verhältnismäßig wenig Geld. Optisch präsentiert sie sich relativ unauffällig. Das Regenfass wird mit einem Auslaufhahn geliefert.

Kaufkriterien

Material

Kunststoff: Der Großteil der im Handel erhältlichen Regenfässer ist aus Kunststoff, genauer gesagt aus lebensmittelechtem und damit ungiftigem Polyethylen, gefertigt. Zu den Vorteilen von Kunststofftonnen zählen das leichte Gewicht und die gute Transportierbarkeit. Zudem erweisen sie sich als pflegeleicht. Nur im Winter gilt es zwingend das Wasser aus dem Fass zu entleeren. Andernfalls gefriert es bei Frost und bringt die Tonne zum Platzen. Visuell lassen viele Regenfässer aus Kunststoff etwas zu wünschen übrig. Sie sind in der Regel schlicht und funktional designt – es sei denn, Sie wählen eine Ausführung in Holz- oder Steinoptik.

Holz: Ein Regenfass aus Holz begeistert durch seine stilvolle Erscheinung. Optisch hat diese Variante gegenüber den Kunststofffässern also klar die Nase vorn. Die meisten Holztonnen bestehen aus Eiche-, Lärchen- oder Kastanienholz. Mitunter müssen Sie das Holzfass imprägnieren, um sicherzustellen, dass es von außen regelmäßige Nässe verträgt. Innen weist ein hölzernes Regenfass gemeinhin eine Folieneinlage auf. Ansonsten wäre es logischerweise nicht als Wassersammelstelle geeignet (Stichwort Fäulnis).

Tipps

Damit sich unter dem hölzernen Regenfass keine Fäulnis bildet, sollten Sie eine Kiesschicht unterhalb des Fassbodens einrichten. So gewährleisten Sie die nötige Belüftung.

Metall: Auch Regentonnen aus Metall stehen Ihnen zur Wahl. Diese zeichnen sich in erster Linie durch ihre enorme Robustheit und hohe Stabilität aus. Um qualitativ zu überzeugen, muss ein metallenes Regenfass pulverbeschichtet, feuerverzinkt und mit Kunststoff ausgekleidet sein. Aber: Metallfässer sind normalerweise nicht mit einem Auslaufhahn ausrüstbar. Sie eignen sich nur zum Sammeln des Regenwassers. Um dieses zum Gießen zu entnehmen, müssen Sie stets Ihre Gießkanne hineinhalten.

Form/Optik/Design

Es gibt klassisch-schlichte Regenfässer, die ausschließlich praktisch-funktionalen Zwecken dienen. Daneben hält der Handel aber auch einige Modelle bereit, die überdies dekorativ wirken und Ihren Garten somit auch optisch bereichern.

Schlichte Tonnen sind meist modern in Anthrazit oder einem dunklen Grün gestaltet. Sie können rund oder auch rechteckig geformt sein.

Dekorative Regenfässer erscheinen beispielsweise in antik anmutender Amphoren-, edler Fels- oder rustikaler Weinfass-Optik.

Tipps

Manche Regenfässer sind sogar bepflanzbar und so ein absoluter Eyecatcher im Garten.

Fassungsvermögen

Je größer Ihr Garten ist beziehungsweise je mehr Gießwasser Sie benötigen, desto höher sollte das Fassungsvermögen des Regenfasses sein. Unsere Empfehlungen:

  • unter 100 l für den Balkon oder die Terrasse
  • 100 bis 200 l für einen kleinen Garten
  • 300 bis 500 l für einen mittelgroßen Garten
  • 600 bis 1.000 l für einen großen Garten
  • über 1.000 l für einen Nutzgarten oder landwirtschaftlichen Betrieb

Tipps

Für Nutzgärten und landwirtschaftliche Betriebe sind auch unterirdische Erdtanks (Zisternen) sinnvoll.

Lieferumfang

Ein Regenfass mit geringem Durchmesser sollte mit einem Auslaufhahn geliefert werden. Meist passt eine Gießkanne zum Abfüllen des Wassers nicht in eine kleine Tonne. Dann muss es durch einen Hahn abfließen können.

Tipps

Je nachdem, auf welcher Höhe der „Zapfhahn“ angebracht ist, empfehlen wir, das Regenfass auf einen stabilen Sockel zu stellen. Dann lässt sich die Gießkanne bequemer befüllen.

Darüber hinaus sollte das Regenfass über einen fest verschließbaren Deckel verfügen. Dieser hält Laub und Schmutz aus der Tonne fern und beugt der Algenbildung vor, da die Sonne nicht direkt auf das gesammelte Regenwasser einstrahlen kann. Zudem schützt ein Deckel Kleinkinder und Haustiere vor Unfällen und möglichem Ertrinken.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Regenfass?

Ein Regenfass, auch Regentonne, Regenwassertank oder Gartentank genannt, ist ein mehr oder weniger großer Bottich, in dem Sie Regenwasser auffangen und speichern können. Meist liegt das Fassungsvermögen zwischen 100 und 500 Litern. Es gibt aber auch noch kleinere oder größere Regenfässer. Darüber hinaus unterscheiden sich die verschiedenen Regentonnen (169,95€ bei Amazon*) bezüglich

  • ihrer Form (z.B. rund, eckig),
  • ihrem Material (z.B. Kunststoff, Holz),
  • ihrem Design (z.B. Amphore, Fels) und
  • ihrem Zubehör (z.B. mit Hahn, Deckel).

Welchen Nutzen hat ein Regenfass im Garten?

Wenn Sie Regenwasser sammeln, um Ihre Pflanzen zu gießen, sparen Sie Trinkwasser und damit Kosten. Gleichzeitig schonen Sie die Umwelt.

Laut Stiftung Warentest vertragen Pflanzen Regenwasser besser, da es im Gegensatz zu Leitungswasser weniger kalkhaltig (weicher) ist und keine keimtötenden Substanzen enthält.

Wie kommt der Regen in das Fass?

Sie haben zwei Möglichkeiten:

  • Schließen Sie Ihr neues Regenfass an das Fallrohr der Dachrinne an. Dann fließt das Regenwasser zielgerichtet in die Tonne.
  • Nehmen Sie bei Regen den Deckel des Fasses ab, sodass die Tropfen direkt in das Fass fallen.

Wie kann ich das Regenfass überwintern?

Die meisten Regenfässer sind frostsicher. Winterfeste Tonnen können Sie ruhig draußen stehen lassen – mit Deckel. Vor dem ersten Frost müssen Sie den Tank jedoch unbedingt entleeren. Ansonsten droht das Fass zu platzen, da Wasser sich im gefrorenen Zustand ausweitet.

Ausnahme: Regenfässer aus echtem Holz mit einem Einsatz aus trinkwasserechter Folie halten auch durchgefrorenem Wasser stand.

Welche Marken bieten gute Regenfässer?

Hier eine Auswahl von Herstellern, die solide bis sehr hochwertige Regenfässer fertigen:

  • Beckmann
  • Temesso
  • AMUR
  • Ondis24
  • Gardena
  • GARANTIA (bekanntes Modell: Barrica)

Regentonnen können Sie unter anderem bei folgenden Händlern neu kaufen oder auch günstig(er) gebraucht bestellen:

  • Amazon
  • OBI
  • Bauhaus
  • Hornbach
  • Hagebaumarkt
  • toom

Wie viel kostet ein Regenfass?

Die meisten Regenfässer kosten zwischen 50 und 100 Euro. Für besonders hochwertige, große oder anderweitig spezielle Modelle von renommierten Marken müssen Sie mit 150 Euro aufwärts rechnen. Demgegenüber sind kleinere Ausführungen teilweise schon ab ungefähr 20 Euro zu haben.

Zubehör

Füllautomat

Möchten Sie Ihr Regenfass mit der Regenrinne verknüpfen, ist ein Füllautomat ein sehr nützliches Zubehör. Ein solcher Fallrohrfilter mit Sieb lässt sich einfach an der Regenrinne anbringen. Er verhindert, dass Laub mit ins Regenfass fließt. Zudem dient der Füllautomat als Überlaufstopp – er sorgt also dafür, dass kein Wasser mehr in die Tonne läuft, sobald Letztere bis oben hin voll ist.

Sockel

Wenn Sie sich entscheiden, Ihr Regenfass mit einem Auslaufhahn zu verwenden, ist ein Sockel beim Abfüllen des Wassers hilfreich, da die Tonne dann etwas höher steht und Sie besser an den Hahn herankommen. Achten Sie darauf, dass der Sockel ausreichend Höhe und Stabilität für Ihr Regenfass mitbringt. Er muss das Gewicht der Tonne inklusive Regenwasser aushalten.

Pumpe

Um das gesammelte Regenwasser halb- oder vollautomatisch aus dem Fass im Garten zu verteilen, können Sie die Tonne über eine Pumpe mit dem Gartenschlauch oder einem Rasensprenger (15,59€ bei Amazon*) beziehungsweise einer Bewässerungsanlage verbinden.

Text: Gartenjournal.net

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