Rattenplage im Garten bekämpfen – Tipps für die richtige Strategie

Rattenplage im Garten ist ein gefürchtetes Schreckens-Szenario. Da die Schädlinge schlau und äußerst misstrauisch sind, gestaltet sich die Bekämpfung als schwierig. Eine Tolerierung kommt nicht in Betracht, da sich die Nagetiere explosionsartig vermehren, ins Haus eindringen und gefährliche Krankheiten übertragen. So bekämpfen Sie Ratten im Garten mit Erfolg.

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Mit einem Lebendkäfig lassen sich Ratten human einfangen

Vergrämen statt vergiften – Tipps & Tricks

Im naturnahen Garten ist die Anwendung von Gift verpönt, um damit Ratten, Wühlmäuse oder andere ungebetene Gäste zu töten. Statt dessen setzen umweltbewusste Hausgärtner auf gezielte Strategien, um die Schädlinge zu vertreiben. Im Fokus steht der empfindliche Geruchssinn der Nagetiere. Die folgenden Gerüche traktieren die feine Nase so intensiv, dass Ratten das Weite suchen:

  • Mit Terpentin oder Essigessenz getränkte Lappen in der Nähe vom Rattenbau auslegen
  • Scharfes Chilipulver auf den Laufwegen der Schädlinge ausstreuen
  • Benutztes Katzenstreu in Säckchen füllen und im Garten verteilen
  • Eisenvitriol ausstreuen (z. B. in gelöschtem Kalk enthalten)

Da sich Ratten an die Gerüche schnell gewöhnen, werden Vergrämungsmethoden im zeitnahen Wechsel angewendet.

Brei mit Gips verursacht qualvollen Tod

Weit verbreitet ist die Empfehlung, Babybrei mit Gips zu vermischen, um mit diesem Fraßköder eine Rattenplage im Garten zu bekämpfen. Leider wird dabei verschwiegen, dass die Tiere nach dem Verzehr unter starken, lang anhaltenden Verdauungsschmerzen leiden, bevor sie qualvoll sterben.

Lebendfallen statt brachialer Gewalt von Schlagfallen

Klassische Schlagfallen sind vielen Hausgärtnern zu brutal, um über diesen Weg eine Rattenplage zu bekämpfen. Im Gegensatz dazu sind Lebendfallen – neben den empfohlenen Vergrämungsmethoden – eine ebenso tierfreundliche, wie effektive Alternative. Die Drahtkästen werden mit einem Köder ausgestattet und im Garten aufgestellt. Es sollte allerdings im Vorfeld geklärt sein, was mit den eingefangenen Ratten anschließend geschehen soll.

Tipps

Hegen Sie den Verdacht, dass Ihr Garten von Ratten befallen ist? Dann halten Sie Ausschau nach deren Losung, um sich Gewissheit zu verschaffen. Wanderratten produzieren spindelförmigen, schwarzen Kot mit einer Länge von 2 bis 3 cm. Die Exkremente von Hausratten sind braun, schmal und bananenförmig mit einer Länge von 1 bis 2 cm. Im Gegensatz dazu sind die Hinterlassenschaften von Igeln bleistiftdick, gerade und spitz zulaufend, von Mardern 8 bis 10 cm lang und 1 bis 2 cm dick.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: ymgerman/Shutterstock

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