Rasensamen – Ein kleiner Kaufratgeber

Mit dem richtigen Rasensamen wird Ihr Garten bald saftig grün leuchten. Beim Kauf der Mischung gilt es mehrere Kriterien zu beachten, allen voran die Qualität des Saatguts - denn diesbezüglich kann einiges schief gehen. Informieren Sie sich in unserem Ratgeber, um den besten Rasensamen für Ihren Bedarf zu ermitteln!

rasensamen
Guter Rasensamen hat eine hohe Keimrate

Unsere Empfehlungen

RSM-Qualität ja
Rasentyp Gebrauchsrasen
Standort Sonne, Schatten, alle Böden
Füllmenge 4 kg
Fläche 200 m2
Preis/m2 ca. {PREIS/200} EUR

Die meisten Rezensenten bei Amazon sind vom Premium-Rasensamen von WOLF-Garten absolut begeistert. Viele sprechen von einem schönen, gleichmäßigen Wuchs – bereits nach wenigen Tagen sichtbar. Bei den Kritikern, die der Mischung minderwertige Qualität nachsagen und offenbar schlechtes Rasenwachstum beobachteten, dürfte das Problem oftmals eine falsche beziehungsweise unzureichende Bewässerung gewesen sein. Einige Käufer der Rasensaat weisen explizit darauf hin, wie wichtig das Wässern ist, um letztlich ein Top-Ergebnis zu erzielen. Praktischerweise harmoniert der Rasensamen mit jedem beliebigen Standort. Er gedeiht in sonnigen wie schattigen Lagen sowie auf allen Böden.

RSM-Qualität ja
Rasentyp Gebrauchsrasen
Standort Trockenlagen
Füllmenge 10 kg
Fläche 400 m2
Preis/m2 ca. {PREIS/400} EUR

Der Classic Line Gebrauchsrasen richtet sich an anspruchsvolle Hobby- und Profigärtner. Wer eine erstklassige, strapazierfähige Gebrauchsrasenmischung für einen sehr trockenen Boden sucht, dürfte mit diesem Rasensamen eine gute Wahl treffen. Praktisch ist zudem die üppige Füllmenge von zehn Kilogramm, mit der bis zu 400 Quadratmeter frischen grünen Rasens erwach(s)en können.

RSM-Qualität ja
Rasentyp Spiel- und Gebrauchsrasen
Standort Sonne, Schatten, alle Böden
Füllmenge 4 kg
Fläche 200 m2
Preis/m2 ca. {PREIS/200} EUR

Wir beziehungsweise die Rezensenten bei Amazon küren die COMPO Rasensaat Spiel und Sport zum Preisleistungssieger. Trotz RSM-Qualität ist der Rasensamen relativ günstig. Er scheint auf allen Böden, bei ganz unterschiedlichen Voraussetzungen (von den besten bis hin zu den schlechtesten) gut und gleichmäßig anzuwachsen – und das auch noch schnell. Dass nicht alle Samen aufgehen, ist normal und kein ernstzunehmender Kritikpunkt.

Kaufkriterien

RSM-Qualität

Der Verkauf von Rasensamen ist in Deutschland leider nicht durch gesetzliche Standards geregelt. Im Grunde kann jeder Hersteller seine Produkte als die besten Rasensamen mit hervorragender Zusammensetzung bewerben, selbst wenn dies gar nicht der Wahrheit entspricht. Kurzum haben Sie bei einigen Mischungen keine Garantie, dass auch wirklich das drin ist, was draufsteht.

Seien Sie vor allem bei Billigsaat aus dem Baumarkt vorsichtig. Oft bestehen die extrem günstigen Mischungen zu weiten Teilen aus Grassorten, die im Gartenrasen nichts zu suchen haben. Es handelt sich meist um eigentlich für Weidetiere gezüchtetes Futtergras. Dieses hat zwar den vermeintlichen Vorteil, schnell einen grünen Rasen zu bescheren – jedoch auf Kosten der Nachhaltigkeit.

Typischer Verlauf mit Saatmischungen, die hauptsächlich Futtergrassorten enthalten:

  • Die Futtergras-Rasensamen wachsen rasch an. Aber: Dabei verdrängen sie die langsam gedeihenden Rasengräser.
  • Regelmäßiges Rasenmähen verträgt das Futtergras überhaupt nicht. Am Ende des Sommers zeigen sich große Löcher in der Grasnarbe.
  • In den Löchern siedeln sich mit Vorliebe Wildkräuter wie Löwenzahn an – die Sie dann womöglich nie wieder loswerden.

Wir empfehlen Ihnen ausdrücklich, ausnahmslos Rasensamen mit der Bezeichnung ‚RSM‘ zu kaufen. Das Kürzel steht für Regelsaatgutmischung. Produkte mit diesem „Zertifikat“ werden wiederholt von unabhängigen Labors getestet. Letztere prüfen nicht nur die einzelnen Grassorten, sondern analysieren die jeweilige Mischung im Ganzen. Demnach können Sie bei RSM-Packungen sicher sein, hochwertige Rasensamen zu erwerben.

Preis

Klingt unerfreulich, ist aber eine Tatsache: Beim Kauf von Rasensamen dürfen Sie niemals sparen – zumindest, wenn Sie sich einen schönen, langlebigen Rasen wünschen. Da die Gewinnung der Samen grundsätzlich einen hohen Aufwand für die Hersteller bedeutet, sind die Saatmischungen generell recht kostenintensiv. Für gute Rasensamen bezahlen Sie häufig den doppelten Betrag von minderwertigen Mischungen.

Kurzum: Rasensamen müssen teuer sein, ansonsten stimmt die Qualität nicht.

Rasentyp

Je nachdem, wie es um den Standort Ihres (zukünftigen) Rasens bestellt ist und welchen Zweck er erfüllen soll, stehen Ihnen verschiedene Saatmischungen für unterschiedliche Rasentypen zur Wahl:

Sonnige Rasenfläche? (Standard-)Gebrauchsrasen kaufen!
Rasen liegt relativ beschattet (Bäume, Häuser)? Schattenrasenmischung wählen!
Rasenfläche soll einiges aushalten können? Sport-/Spiel-/Strapazierrasenmischung!
Sie möchten einen dekorativen Rasen gestalten? Zierrasenmischung bestellen!

Hinweis: Während Gebrauchs-, Schatten- und Strapazierrasen weitestgehend pflegeleicht sind, beansprucht Sie ein Zierrasen sehr. Es gibt außerdem noch Blührasen; in diesen Mischungen finden sich auch Blumensamen.

Bodeneigenschaften

Neben der Frage, ob die Fläche in der Sonne oder eher im Schatten liegt, spielt in puncto Standort auch die Beschaffenheit des Bodens eine wesentliche Rolle für die Wahl der Rasensamenmischung. Ist der Untergrund eher lehmig oder sandig, eher trocken oder feucht? Für jede Variante sind geeignete Rasensamen erhältlich.

Häufig gestellte Fragen

Was zeichnet hochwertige Rasensamen aus?

Hochwertige Rasensamen sind trockenresistent, wachsen langsam und blühen spät. Die sogenannten Regelsaatgutmischungen – erkennbar an der RSM-Bezeichnung auf der Verpackung – erfüllen diese Merkmale in der Regel. Zwar kosten diese Rasensamen oft deutlich mehr als vorwiegend im Baumarkt angebotene Billigsaat, sind ihr Geld jedoch auch wert.

Tipps

Wenn Sie irgendwo von „schnell keimenden Rasensamen“ lesen, sollten Sie gleich prüfen, wie die jeweilige Mischung zusammengesetzt ist und ob sie den RSM-Vorgaben entspricht. Trifft Letzteres nicht zu, sehen Sie sich besser nach einem alternativen Saatgut um, denn schnellkeimend ohne RSM ist gemeinhin gleichbedeutend mit minderwertig.

In den meisten (guten) Saatgutmischungen kommen die folgenden Rasengräserarten in variierenden Anteilen zum Einsatz:

  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Rispengras (Poa)
  • Schwingel (Festuca)
  • Straußgras (Agrostis)

Wie lange ist Rasensamen haltbar?

Bei sachgerechter Lagerung (siehe Herstellerangaben) sind Rasensamen bis zu drei Jahre verwendbar. Aber: Je älter das Saatgut wird, desto mehr büßt es an Keimfähigkeit ein – nach drei Jahren sind es bis zu 70 Prozent!

Wie bringe ich Rasensamen richtig aus?

  • Rasensamen erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ausbringen, wenn die Temperaturen (Luft und Boden) konstant höher sind. Alternativ ist auch der frühe Herbst eine geeignete Zeit für die Aussaat.
  • Bei vorhandenem Rasenwuchs zunächst einen Tiefschnitt vornehmen sowie danach die Rasenfläche vertikutieren und von Unkraut befreien; auf einer unbewachsenen Fläche brauchen Sie lediglich den Boden umzugraben und gegebenenfalls mit einem Mittel zur Bodenverbesserung zu behandeln.
  • Störende Fremdkörper wie Äste, Wurzeln und Steine vor der Aussaat der Rasensamen entfernen.
  • Das Saatgut einmal kräftig durchmischen. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Größen entmischen sich die Samen in der Packung. Dies könnte später hässliche Löcher in der Grasnarbe zur Folge haben.
  • Starterdünger und Rasensamenmischung nacheinander gleichmäßig auf die vorbereitete Fläche gießen beziehungsweise streuen und etwa einen bis 1,5 Zentimeter tief in den Boden einarbeiten.
  • Rasenfläche gründlich angießen (einregnen lassen).
  • Während der Keimphase stetige Feuchtigkeit im Saatbeet sicherstellen. Es darf nie ganz austrocknen.

Hinweis: Was die Samenmenge, die einzelnen Schritte vor, bei und nach der Aussaat und die erwartete Keimzeit betrifft, orientieren Sie sich immer an den Herstellerangaben auf der Verpackung Ihrer Rasensamenmischung.

Dieses Video veranschaulicht das Ganze noch und gibt ergänzende Tipps sowie Hinweise zur richtigen Pflege des Rasens:

Youtube

Wie lange braucht der Rasensamen zum Keimen?

Bis Sie erste Ergebnisse sehen, dauert es circa sieben bis 20 Tage. Dies hängt von vielen Faktoren ab, etwa der Qualität der Rasensamen, dem Licht, der Bewässerung und der Bodenbeschaffenheit.

Und wenn der Rasensamen nicht keimt? Dies kann mehrere Ursachen haben:

  • Boden ist zu hart. Lockern Sie ihn auf und vermischen ihn mit Sand oder Muttererde!
  • Vögel haben den Samen herausgepickt. Schützen Sie die neue Ladung Rasensamen entweder mit Vogelscheuchen oder einem Netz vor tierischem Diebstahl.

Gibt es einen Rasensamen-Test der Stiftung Warentest?

Ja, den letzten großen Rasensamen-Vergleich hat die Stiftung Warentest im März 2019 veröffentlicht.

Zubehör

Streuwagen

Mit einem Streuwagen gelingt es Ihnen oft komfortabler, den Rasensamen gleichmäßig auszubringen.

Vertikutierer

Durch Anritzen der Grasnarbe Ihrer Rasenfläche mit einem Vertikutierer entfernen Sie Mulch und Moos, was wiederum die Bodenbelüftung fördert. Dies ist ein sehr wichtiger Schritt vor dem Aussäen und Nachsäen bei vorhandenem Rasenwuchs.

Text: Gartenjournal.net

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.