Rasenkantenschneider Test 2020: Die besten Modelle im Vergleich

Mit einem Rasenkantenschneider erzielen Sie saubere und somit ästhetisch ansprechende Rasenabschlüsse, was für einen schönen Garten elementar ist. Es gibt viele verschiedene Arten von Rasenkantenschneidern mit unterschiedlichen Antrieben. Wir stellen Ihnen die abwechslungsreichen Varianten vor und erklären, worauf Sie bei der Anschaffung achten sollten.

rasenkantenschneider
Vor allem an problematischen Stellen ist der Rasenkantenschneider sehr nützlich

Arten von Rasenkantenschneidern

Grob differenziert man hand- und motorbetriebene Rasenkantenschneider. Diese beiden Hauptgruppen lassen sich jeweils noch einmal in mehrere Unterarten unterteilen.

Lesen Sie auch

Handbetriebene Rasenkantenschneider im Überblick:

  • Rollbarer Rasenkantenschneider
  • Rasenkantenstecher
  • Handgrasschere ohne Akku und Stiel
  • Handgrasschere ohne Akku, aber mit Stiel
  • Handgrasschere mit Akku

Motorbetriebene Rasenkantenschneider im Überblick:

  • strombetriebener Rasenkantenschneider
  • benzinbetriebener Rasenkantenschneider
  • Rasenkantentrimmer

Im Folgenden stellen wir Ihnen die acht Varianten von Kantenschneidern etwas näher vor.

Rollbarer Rasenkantenschneider im Test

Der rollbare Rasenkantenschneider gehört zu den Produkten mit einfachster Handhabung zu einem günstigen Preis. Er setzt sich aus zwei Teilen zusammen: einem langen Stiel und einem “Korb” mit gezacktem Messer. Dieser Korb ist so angebracht, dass er sich ganz locker an der Rasenkante entlangrollen lässt. Während Sie das mechanische Gerät also vor sich her schieben, schneidet es die lästigen Grasbüschel ab.

Nachteilig ist, dass Sie bei einem solchen Modell im Normalfall keine Möglichkeit haben, eine bestimmte Schnitthöhe einzustellen. Das heißt, Sie können die Grashalme nur zur Gänze wegschneiden und müssen für ein gleichmäßiges Ergebnis hochkonzentriert zu Werke gehen.

Die Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile
  • Sehr simple Anwendung
  • Rückenschonend
  • Lärmfrei
  • Umweltfreundlich
  • Kein Wartungsaufwand
  • Einfache Reinigung
  • Preisgünstig
Nachteile
  • Keine spezifische Schnitthöhe einstellbar
  • Hohe Konzentration erforderlich

Rasenkantenstecher im Test

Beim Rasenkantenstecher könnte man bei kurzem Hinschauen erst einmal meinen, es handle sich um einen Spaten. Tatsächlich sieht das Gerät sehr ähnlich aus. Es setzt sich aus einem stabilen Stiel mit festem Griff und einem scharfen Halbkreis zusammen. Letzterer dient dazu, die Rasenkante abzustechen.

Ähnlich wie der rollbare Rasenkantenschneider ist der Stecher günstig zu haben, jedoch besteht bei der Arbeit mit dem Gerät immer das Risiko, nicht nur die Rasenkante, sondern auch Wurzeln von Blumen und anderen Pflanzen abzustechen. Somit gilt es hier behutsam und vorsichtig zu agieren, um keine Wurzelschäden zu verursachen, die zum Absterben der Pflanzen führen könnten.

Bedenken Sie auch, dass mit einem Stecher generell absolute Präzision vonnöten ist, um die Rasenkante nicht krumm und schief abzustechen, sodass der Rasen danach schlechter aussieht als vorher. Und: Das Abstechen verlangt gehörige Muskelkraft. Sie müssen Ihr gesamtes Körpergewicht auf den Stecher einwirken lassen – und das ist anstrengend!

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Die Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile
  • Lärmfrei
  • Umweltfreundlich
  • Kein Wartungsaufwand
  • Einfache Reinigung
  • Preisgünstig
Nachteile
  • Anstrengend
  • Präzises Arbeiten erforderlich (für harmonischen Schnitt)
  • Wurzelschäden möglich

Handgrasschere ohne Akku und Stiel im Test

Die klassische Handgrasschere ohne Akku und Stiel ist etwas für traditionsbewusste Hobbygärtner, die sich für keine Gartentätigkeit zu schade sind. Gemeinhin kommt eine solche Schere mit einer in jede Richtung drehbaren Klinge daher. Diese Drehbarkeit sorgt dafür, dass sowohl Rechts- als auch Linkshänder ohne Einschränkung mit dem Gerät arbeiten können.

Obwohl man “gut” hier schon relativieren sollte. Mit einer Handgrasschere müssen Sie buchstäblich auf die Knie gehen oder gebückt schneiden. Beides ist nicht besonders rückenschonend, im Gegenteil. Entscheiden Sie sich besser nur für eine manuell anzuwendende Grasschere, wenn das Rasenkantenschneiden in Ihrem Garten eher selten anfällt. Und: Schneiden Sie knieend, nicht stehend-gebückt, ansonsten bekommen Sie mit großer Wahrscheinlichkeit keine Harmonie in Ihren Schnitt.

Die Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile
  • Traditionell
  • Klein und handlich
  • Lärmfrei
  • Umweltfreundlich
  • Kein Wartungsaufwand
  • Einfache Reinigung
  • Preisgünstig
Nachteile
  • Rückenbelastend
  • Präzises Arbeiten erforderlich (für harmonischen Schnitt)

Handgrasschere ohne Akku, aber mit Stiel im Test

Neben den traditionellen Grasscheren gibt es auch innovative Lösungen mit Stiel. Dabei ist an der Schere einfach ein 70 bis 90 Zentimeter langer Stiel befestigt, sodass Sie die Grasbüschel am Rasenabschluss aufrecht stehend schneiden können. Dies kommt natürlich dem Rücken zugute. Allerdings schränkt es Ihr Präzisionsgefühl doch etwas ein, wenn Sie nicht direkt an der Schere dran sind, sondern sie quasi von oben dirigieren.

Die Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile
  • Rückenschonend
  • Klein und Handlich
  • Lärmfrei
  • Umweltfreundlich
  • Kein Wartungsaufwand
  • Einfache Reinigung
  • Preisgünstig
Nachteile
  • Präzises Arbeiten erforderlich (für harmonischen Schnitt)
  • Eingeschränktes Präzisionsgefühl durch Abstand zur Schere

Handgrasschere mit Akku im Test

Die akkubetriebene Rasenkantenschere funktioniert im Grunde genommen wie eine normale Heckenschere.(22,00€ bei Amazon*) Sie verfügt über einen Komfort-Handgriff, sowie scharfe Schneidblätter, die schnell an- beziehungsweise übereinander vibrieren. Durch langsames Fortbewegen der Handgrasschere mit Akku kürzen Sie das Gras auf die gewünschte Länge.

Akku-Rasenscheren sind meist “nur” mit einem 3,6-Volt-Akku ausgestattet. Dadurch halten sich die Antriebskraft und maximale Betriebszeit in Grenzen. Voll aufgeladen schafft der Akku durchschnittlich eine Betriebsdauer von 30 bis 45 Minuten. Das Aufladen am Ladegerät dauert etwa drei bis fünf Stunden. Durch die reduzierte Leistung ist auch die Schnittgeschwindigkeit relativ langsam – und damit Ihre Geduld gefragt.

Wir empfehlen akkubetriebene Rasenscheren für Einsatzgebiete mit kleineren Rasenflächen. Des Weiteren sollten Sie mit dem Rasenmäher möglichst bis auf acht Millimeter an die Kante herankommen. Ansonsten müssen Sie mit dem Rasenschneider zweimal Hand anlegen.

Vorteilhaft ist, dass Handgrasscheren mit Akku häufig mit verschiedenen Schneidmesser-Aufsätzen geliefert werden, sodass sie flexibel einsetzbar sind. Das bedeutet, Sie können eine Akku-Rasenschere gemeinhin auch zum Kürzen kleiner Hecken und Sträucher verwenden.

Überdies beschert Ihnen ein akkubetriebenes Schneidegerät volle Bewegungsfreiheit – ganz ohne Kabelsalat, der bei strombetriebenen Ausführungen ja doch gegeben ist. Mit einer Akku-Handgrasschere gelangen Sie problemlos überall hin – und können nicht stolpern, zumindest nicht über ein nerviges Kabel.

Tipps

Praktischerweise gibt es akkubetriebene Handgrasscheren zum Teil auch mit Teleskopstiel – für alle, die lieber aufrecht stehend schneiden wollen, selbst wenn es manchmal auf Kosten der Präzision geht.

Die Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile
  • Klein und handlich
  • Kein Kabelsalat
  • Volle Bewegungsfreiheit
  • Multifunktional einsetzbar
  • Auch mit Teleskopstiel erhältlich
  • Geringer Wartungsaufwand
  • Geräuscharm
Nachteile
  • Meist kurzer Akkubetrieb
  • Niedrige Drehzahl und geringe Leistung (im Vergleich zu motorbetriebenen Geräten)
  • Langsame Schnittgeschwindigkeit
  • Oftmals geringe Schnittbreite

Strombetriebener Rasenkantenschneider im Test

Dieser strombetriebene Rasenkantenschneider mit Führungsschiene sieht ein bisschen wie ein Rasenmäher im Kleinformat aus. Seine Vorteile liegen auf der Hand: Dank der Versorgung mit Strom aus der Steckdose ist er ausdauernd, sodass Sie sich beim Schneiden nicht unbedingt hetzen müssen (was bei Akku-Modellen schon der Fall sein kann).

Aber: Das Stromkabel wird schnell zur Stolperfalle, wenn Sie unkonzentriert sind. Zudem muss für einen Elektro-Rasenkantenschneider erst einmal ein gut erreichbarer Stromanschluss vorhanden sein (oder eventuell sogar mehrere, je nachdem, welche/wie viele Kanten bearbeitet werden wollen). Somit empfiehlt sich ein strombetriebener Schneider mehr für kleinere oder maximal mittelgroße Flächen.

Vorteilhaft ist, dass Sie die Schnittbreite und -höhe meist individuell anpassen können – durch entsprechende Verstellbarkeitsfunktionen (mit Stufen oder stufenlos). Das Grasschneiden selbst gestaltet sich komfortabel, da Sie das Gerät nur an der Kante entlangschieben. Den Rest erledigen die scharfen Messer des Rasenkantenschneiders. Jedoch kann der Schneider ziemlich laut werden und viel Platz im Schuppen wegnehmen.

Die Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile
  • Ausdauernd
  • Leistungsstark
  • Verstellbare Schnittbreite und -höhe
  • Komfortabel anzuwenden
Nachteile
  • Kabel als Stolperfalle
  • Zugängliche Steckdose(n) erforderlich
  • Verbraucht viel Strom
  • Lärmintensiv
  • Sperrig (Lagerung)

Benzinbetriebener Rasenkantenschneider im Test

Der benzinbetriebene Rasenkantenschneider ist für Gärtner mit einem größeren Rasen meist das Gerät der Wahl. Dies liegt in erster Linie an der hohen Reichweite. Für den Kantenschneider benötigen Sie keinerlei Anschlüsse, er funktioniert kabelunabhängig. Überdies hält er je nach Tankvolumen mehrere Stunden durch, ehe Nachschub nötig wird.

Leistungstechnisch weiß der Benzin-Rasenkantenschneider zu überzeugen, zumindest wenn es sich um ein qualitativ hochwertiges Gerät handelt. Er führt zu einem akkuraten Schnitt mit einer einheitlichen Schnitthöhe, die Sie über Stufen selbst definieren können.

Wie bei Elektro-Modellen ist das Arbeiten überaus angenehm. Sie müssen den Schneider nur mit seinen Rädern an der Kante entlangschieben. Aber: Auch hier ist die intensive Lautstärke von teilweise mehr als 100 Dezibel ein Nachteil. Zudem beansprucht ein Benzin-Schneider oft viel Stauraum im Schuppen.

Die Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile
  • Hohe Reichweite durch Verbrennungsmotor
  • Hohe Leistungsfähigkeit (hohe Drehzahl)
  • Akkurater Schnitt mit einheitlicher Schnitthöhe
  • Ergonomisches Arbeiten
Nachteile
  • Sehr laut
  • Sperrig (Lagerung)
  • Umweltbelastend

Rasenkantentrimmer im Test

Rasenkantentrimmer unterscheiden sich eigentlich nur durch das andere Schneidelement von klassischen Rasenkantenschneidern. Während Letztere mit Messerklingen arbeiten, weisen Trimmer einen Faden samt Fadenspule aus Kunststoff auf. Es gibt sie akku-, strom- und auch benzinbetrieben, sodass Sie antriebstechnisch freie Wahl haben.

Gilt es in Ihrem Garten größere Rasenflächen mit eher unregelmäßig verlaufenden Kanten zu schneiden, ist der Kauf eines Rasenkantentrimmers eine sinnvolle Entscheidung. Das Gerät lässt sich flexibel einsetzen. Je nach Leistung können Sie mit ihm sogar dickeres Unkraut oder kleinere Sträucher von der Rasenkante entfernen.

Wie normale Elektro- und Benzin-Rasenkantenschneider führen Sie den Trimmer einfach an der Rasenkante entlang. Im Idealfall bringt das Gerät ein Führungsrad mit. Dies erleichtert Ihnen, die Kante gleichmäßig zu stutzen. Leider ist die Lärmbelastung bei Rasentrimmern oft so hoch wie bei den anderen motorbetriebenen Kantenschneidern.

Hinweis: Der Faden verbraucht sich relativ rasch, sodass Sie bald Ersatz kaufen und einspannen müssen. Demnach ist der Rasentrimmer (46,29€ bei Amazon*) wartungsaufwändiger als andere Geräte. Dies erklärt auch, weshalb er in der Regel weniger kostet als ein Elektro- oder Benzin-Kantenschneider mit Messerklingen.

Die Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile
  • Sehr leistungsstark
  • Einfach anzuwenden
  • Ideal bei unregelmäßigen Rasenkanten
  • Vergleichsweise preiswert
Nachteile
  • Relativ wartungsaufwändig (Fadenspule)
  • Oft sehr laut (motorbetrieben)
  • Hoher Stromverbrauch (Elektro-Trimmer)
  • Umweltbelastend (Benzin-Trimmer)

tipp: Neben Rasenkantenschneidern, die nur für diesen Einsatzbereich vorgesehen sind, gibt es im Handel auch Multifunktionsgeräte, die beispielsweise einen Rasenmäher und einen Kantenschneider in sich vereinen. Praktisch, aber kostspielig!

Weitere Kaufkriterien

Um den richtigen Rasenkantenschneider für Ihren Bedarf zu ermitteln, sollten Sie sich über einige Kriterien Gedanken machen und diese beim Test und Vergleich verschiedener Modelle einbeziehen. Die wesentlichsten Punkte sind:

  • Antriebsart
  • Schneidesystem
  • Leistung
  • Schnittbreite
  • Schnitthöhe
  • Lautstärke
  • Ergonomie
  • Wartungsaufwand
  • Qualität
  • Ausstattung

Details und Entscheidungshilfen zu den Kaufkriterien liefern Ihnen die nächsten Absätze.

Antriebsart

Die Antriebsart ist das wichtigste Kriterium. Diesem Punkt sollten Sie sich zuerst widmen. Letztlich hängt es von der Größe Ihres Gartens ab, welche Variante sich am besten eignet. Für eine kleine Rasenfläche ist eine Handgrasschere mit oder ohne Akku ausreichend. Alternativ kommt in diesem Fall auch ein elektrischer Rasenkantenschneider oder Rasentrimmer infrage – vorausgesetzt, Sie verfügen über gut zugängliche Steckdosen, um alle Rasenkanten erreichen zu können. Große Grünoasen verlangen mehr Leistung, deshalb empfiehlt sich dafür der Kauf eines Rasenkantenschneiders oder Rasentrimmers mit Benzinmotor.

Schneidesystem

Was das Schneidesystem betrifft, wird zwischen Geräten mit Schneidmessern (klassische Rasenkantenschneider) und Modellen mit Fadenspule (Rasentrimmer) unterschieden. Beide gehen mit sehr guten Schnittergebnissen einher. Die Fadenspule benötigt mehr Energie und ist verschleißanfälliger als die Schneidmesser, dafür aber auch preiswerter.

Leistung

Leistungsmerkmale sind relevant, wenn Sie dazu tendieren, einen motorbetriebenen Rasenkantenschneider zu kaufen. Achten Sie auf die Drehzahlen. Möchten Sie mit dem Gerät nicht nur mittelhohes Gras, sondern auch Unkraut und andere dickere Materialien am Rasenabschluss kürzen, ist eine hohe Drehzahl von etwa 9000 Umdrehungen pro Minute bedeutsam. Ansonsten kommen Sie auch mit einem Rasenkantenschneider aus, dessen Drehzahl (deutlich) darunter liegt und der dadurch logischerweise Energie spart.

Zum Kriterium der Leistung gehört auch das Durchhaltevermögen. Ein strombetriebener Rasenkantenschneider läuft ohne Begrenzung, so lange Sie ihn benötigen. Er ist optimal, wenn Sie zum Kantenschneiden länger als etwa 30 bis 45 Minuten brauchen. Ansonsten reicht ein akkubetriebenes Modell aus. Bei großen Rasenflächen mit hinter Büschen oder Bäumen versteckten Kanten ist ein Rasenkantentrimmer mit Benzinmotor sinnvoll. Mit einem entsprechenden Gerät sind Sie frei beweglich. Der Tank reicht gemeinhin ein bis zwei Stunden.

Schnittbreite

Rasenkantenschneider haben unterschiedliche Schnittbreiten. Während die Breite bei kleineren Akku-Rasenscheren etwa acht bis zehn Zentimeter beträgt, sind es bei Rasenkantenschneidern sowie Rasentrimmern mit Elektro- oder Benzinmotor oftmals 20 bis 30 Zentimeter. Um herauszufinden, welche Schnittbreite für Ihre Voraussetzungen optimal ist, messen Sie einfach kurz nach, wie dicht Sie mit Ihrem Rasenmäher an die Rasenkanten herankommen.

Schnitthöhe

Insbesondere an Wegen und Blumenbeetgrenzen sind gleichmäßig hohe Rasenkanten wesentlich für eine harmonische Optik. Bei Rasenkantenschneidern, die Sie auf dem Gartenboden entlangrollen, können Sie die Schnitthöhe bzw. Schnitttiefe praktischerweise entweder über vordefinierte Schnittstufen oder (seltener) auch stufenlos einstellen. Rasentrimmer ohne Führungsrad sind diesbezüglich weniger komfortabel – hier müssen Sie sich auf Ihr Augenmaß verlassen und das Gerät konzentriert an der jeweiligen Kante entlangführen, damit Ihnen eine einheitliche Halmlänge gelingt.

Lautstärke

Grundsätzlich gilt: Je mehr Leistung im Rasenkantenschneider steckt, desto lauter ist er. Elektrische Modelle belästigen Sie im Betrieb häufig mit 100 Dezibel oder noch mehr. Vorteilhaft ist es natürlich, wenn die Lautstärke geringer ausfällt. Diesen Pluspunkt bieten Ausführungen mit Akku sowie natürlich alle handbetriebenen Schneider.

Ergonomie

Damit Sie es beim Rasenkantenschneiden nicht im Rücken bekommen, sollten Sie eine Variante kaufen, die in puncto Ergonomie überzeugt. Achten Sie auf ein Modell mit verstellbarer Teleskopstange, die Sie präzise an Ihre Körpergröße anpassen können. Darüber hinaus ist ein ergonomisch geformtes Handstück bedeutsam, das sicher in der Hand liegt, sich gut bedienen lässt und die Gelenke schont. Praktisch platzsparend sind Rasenkantenschneider mit einklappbarem Bügelgriff. Reine Handgrasscheren schneiden beim Kriterium der Ergonomie nicht gut ab. Mit diesen Geräten müssen Sie meist knieend und/oder gebückt arbeiten, was den Rücken stark belastet. Außerdem: je leichter das Gewicht Ihres Gartengerätes, desto weniger mühselig ist die Arbeit.

Wartungsaufwand

Der Faden eines Trimmers nutzt sich relativ schnell ab und muss dann ausgetauscht werden. Für einen Ersatzfaden legen Sie etwa zehn bis 20 Euro hin. Ehe ein Austausch erforderlich wird, müssen Sie die Fadenspule häufig nachziehen. Dafür ist jedoch kein Nachschärfen erforderlich. Diese Maßnahme fällt bei Geräten mit Schneidklingen regelmäßig an. Logischerweise kürzen Rasenkantenschneider mit Messern die Rasenabschlüsse nur zuverlässig, wenn die Schneiden nicht stumpf sind. Bei einem besonders harten Einsatz können die an sich robusten Klingen auch abbrechen.

Qualität

Um einen qualitativ hochwertigen Rasenkantenschneider zu kaufen, sollten Sie sich möglichst für ein Modell einer namhaften Marke entscheiden. Zudem lohnt es sich, die Bewertungen anderer Käufer zu lesen.

Ausstattung

Rasenkantenschneider werden in der Regel mit diversem Zubehör geliefert. Vor allem verschiedene Griffe und Aufsätze gehören normalerweise fest zum Lieferumfang. Teilweise erhalten Sie Modelle sogar mit einem Ersatzakku oder einer zweiten Fadenspule. Wir empfehlen Ihnen, die Ausstattungen der Sie interessierenden Rasenkantenschneider zu vergleichen und im Zweifel eine Ausführung zu wählen, die dahingehend überzeugt. Sehr wichtig: Muss der Rasenkantenschneider vor dem ersten Betrieb selbst montiert werden, sollte das dafür benötigte Werkzeug beiliegen.

Hier eine Übersicht zu potenziellen Ausstattungselementen bei Rasenkantenschneidern:

  • Ersatzakku (Akku-Rasenschere)
  • zweite Fadenspule (Rasentrimmer)
  • Griffe
  • Ersatzklingen
  • Schutzaufsatz
  • Tragegurte (Benzin-Trimmer)

Welche Marken gibt es?

Angesichts der Vielzahl an Hersteller, die inzwischen Rasenkantenschneider produzieren, verliert man schnell den Überblick, welche Geräte tatsächlich hochwertig und welche eher zu vernachlässigen sind. Hier einige Marken im Überblick, denen Sie vertrauen können:

  • WOLF-Garten
  • Gardena
  • Bosch
  • Einhell
  • Güde
  • MTD
  • Black+Decker
  • Fiskars
  • Makita
  • Texas

Wie pflege ich einen Rasenkantenschneider?

Reinigen Sie Ihre Rasenkantenschere nach jeder Anwendung. Bei leicht feuchtem Rasen setzt sich an der Unterseite des Geräts oft eine Rasenschicht ab. Diese entfernen Sie am besten mit einer festen Bürste. Wenn Sie vorsichtig agieren, können Sie alternativ einen Spachtel verwenden.

Auch Schrauben und Gelenke gilt es regelmäßig zu säubern sowie zu ölen. Führen Sie diese Maßnahmen konsequent durch, haben Sie länger Freude an und mit Ihrem Gerät.

Tipps

Bewahren Sie den Akku eines akkubetriebenen Rasenkantenschneiders im Winter an einem frostfreien Ort (keine Minusgrade) auf. Überdies raten wir Ihnen, den Akku immer nur bis etwa 80 oder 85 Prozent aufzuladen. So verlängern Sie dessen Lebensdauer.

Bei einem Benzin-Rasenkantenschneider müssen Sie zwingend darauf achten, den richtigen Treibstoff zu nutzen. Die meisten Modelle verlangen ein Benzingemisch mit geeignetem 2-Takt-Motoröl – in einem bestimmten Verhältnis. Genaue Angaben finden Sie jeweils in der Gebrauchsanweisung des Geräts.

Vor jeder Inbetriebnahme Ihres Rasenkantenschneiders sollten Sie kontrollieren, ob alle Anschlüsse fest sitzen und die Schutzvorrichtungen stabil montiert sind.

Welches Zubehör gibt es?

Für einen Rasenkantenschneider kann mit der Zeit einiges an Zubehör nötig werden. Welches genau, hängt immer von der Art des Geräts ab. Manche Utensilien sind mitunter bereits im Lieferumfang enthalten, sodass Sie sie nicht extra dazukaufen müssen. Andere besitzen Sie vielleicht schon für sonstige Gartenarbeiten.

Hier eine Übersicht zu praktischem und früher oder später erforderlichem Zubehör:

  • Sichtschutz
  • Gehörschutz
  • Gartenhandschuhe
  • Sicherheitsschuhe
  • Schutzaufsatz
  • Griff
  • Tragegurte (Benzin-Trimmer)
  • Schneidmesser
  • Ersatzklingen
  • Faden(spule)
  • Pflegeöl für Schneidmesser
  • Ersatzakku
  • Benzinkanister
  • 2-Takt-Motoröl (benzinbetriebene Rasenkantenschneider)

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Rasenkantenschneider?

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Rasenkantenschneider helfen dabei, Rasenkanten auf die gewünschte Höhe zu stutzen

Ein Rasenkantenschneider ist ein praktisches Gartengerät, mit dem Sie Rasenabschlüsse und Kanten an Beeten schneiden können – also jene Bereiche, an die Sie mit Ihrem Rasenmäher schlecht bis gar nicht herankommen. Durch die Maßnahme sorgen Sie für eine rundum schöne, saubere Optik Ihres Rasens und damit Ihrer gesamten Grünoase. Das Spektrum an Modellen reicht von kleinen Handgrasscheren bis hin zu großen, rasenmäherähnlichen Ausführungen mit Verbrennungsmotor, die Sie stehend an der jeweiligen Rasenkante entlangschieben.

Wie funktioniert ein Rasenkantenschneider?

Bei spatenähnlichen Kantenstechern sowie mechanischen Rasenkantenschneidern (rollbar, Handgrasscheren ohne Akku) ist es Ihre eigene Kraft, die für den Antrieb sorgt. Unter Zuhilfenahme des jeweiligen Schneideelements beseitigen Sie die störenden Grasbüschel.

Handelt es sich hingegen um akku-, strom- oder benzinbetriebene Rasenkantenschneider beziehungsweise Rasentrimmer, bringt der spezifische Antrieb das vorhandene Schneideelement (Messer oder Faden) zum Vibrieren und/oder Rotieren, sodass Sie gemeinhin nur noch die Aufgabe haben, das Gerät gleichmäßig an der Rasenkante entlangzuführen. Das Schneiden erledigt der Rasenkantenschneider.

Wieviel kostet ein Rasenkantenschneider?

Je nach Art, Funktionsumfang, Qualität und Hersteller kosten Rasenkantenschneider im Normalfall zwischen zehn (Handgrasschere) und 600 Euro (benzinbetriebene Geräte, Multifunktionsgeräte). Vereinzelte Profi-Kantenschneider schlagen sogar mit vierstelligen Beträgen zu Buche.

Welche Sicherheitsaspekte sind beim Rasenkantenschneiden zu beachten?

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Beim Rasentrimmer ist Schutzkleidung zu tragen

Unabhängig davon, mit welchem Rasenkantenschneider Sie agieren: Tragen Sie unbedingt eine Schutzbrille, um Ihre Augen vor eventuell herumfliegenden Grasbüscheln und anderem Grünzeug zu schützen. Bei motorbetriebenen Geräten brauchen Sie überdies einen Gehörschutz, um Schädigungen des empfindlichen Hörorgans zu vermeiden (und um die Schimpftiraden Ihrer Nachbarn nicht zu hören…). Auch Gartenhandschuhe und Sicherheitsschuhe sind bei motorisierten Rasenkantenschneidern zu empfehlen.

Grundsätzlich sollten Sie sich an die Anweisungen in der Gebrauchsanleitung Ihres Geräts halten. Dass Sie vor Reinigungs- und Wartungsarbeiten bei strombetriebenen Schneidern immer erst den Netzstecker ziehen müssen, versteht sich von selbst. Auch wenn Sie bemerken, dass Ihr Rasenkantenschneider nicht rund läuft, sollten Sie ihn ausschalten sowie gegebenenfalls ausstecken. Nehmen Sie Reparaturen nie eigenmächtig vor, sondern lassen diese von einem Fachmann durchführen.

Wie nutze ich den Rasenkantenschneider richtig?

Schneiden Sie die Rasenkanten immer VOR dem eigentlichen Rasenmähen. Die abgetrennten Grashalme landen auf der noch ungemähten Rasenfläche. Mit dem Mäher saugen Sie den Schnitt gleich mit auf. Würden Sie erst mähen und dann die Kanten schneiden, müssten Sie zuletzt erneut mähen, um das Resultat des Kantenschnitts aufzulesen. Sinnlose Zusatzarbeit, die Sie sich wirklich ersparen können.

Bewegen Sie den Rasenkantenschneider gleichmäßig am Rasenabschluss entlang, um ein einheitliches Ergebnis zu erwirken.

Tipps

Wenn Sie ein Gerät mit verstellbarer Schnitthöhe verwenden, sollten Sie im ersten Arbeitsschritt stets eine höhere Stufe nehmen, um den Schneider nicht zu überlasten und seine Lebensdauer zu verlängern. Im zweiten Schritt stellen Sie dann Ihre gewünschte Schnitthöhe für den Rasenabschluss ein.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbilder: welcomia/Shutterstock, brizmaker/Shutterstock, tommaso79/Shutterstock

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