Rasenaktivator – Ein kleiner Kaufratgeber

Wenn Sie sich trotz regelmäßiger Pflege ständig mit braunen Flecken im Rasen, mit wucherndem Unkraut und dichtem Moosbewuchs herumärgern, dann könnte dies an einem ausgelaugten Boden liegen. Ein spezieller Rasenaktivator oder Bodenaktivator schafft hier Abhilfe. Warum das Produkt Boden und Rasen auf die Sprünge hilft und worauf Sie bei Kauf und Anwendung achten müssen, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

rasenaktivator
Probleme mit kaputtem Rasen? Rasenaktivator kann Abhilfe schaffen!

Unsere Empfehlungen

Menge / Abpackung 25 Kilogramm
Ausreichend für bis zu 250 Quadratmeter
Form Granulat
Inhaltsstoffe rein natürliche Inhaltsstoffe, organisch und mineralisch
Enthaltene Nährstoffe Haupt- und Nebennährstoffe, Spurenelemente
Anwendungszeitraum ganzjährig
Preis/m² ca. {PREIS/250} EUR

Der Bodenaktivator von Oscorna ist bereits seit Jahren unangefochtener Vergleichssieger. Das Produkt kann sowohl bei der Neuanlage einer Rasenfläche als auch zur Bodenverbesserung bei bestehenden Rasen eingesetzt werden. Darüber hinaus eignet sich der Oscorna Bodenaktivator auch für andere Gartenbereiche, etwa fürs Gemüsebeet oder die Zierrabatten. Mit dem Bodenaktivator wirken Sie einem Abbau der Humusschicht entgegen, beheben einen Mangel an verschiedenen Haupt- und Nebennährstoffen, setzen einen zu niedrigen pH-Wert hinauf oder lockern verdichteten Boden auf – alles Ursachen, die das Wachstum von Unkraut und Moos im Rasen begünstigen.

Menge / Abpackung 10,5 Kilogramm
Ausreichend für bis zu 140 Quadratmeter
Form Granulat
Inhaltsstoffe organisch-mineralisch, größenteils pflanzlichen Ursprungs, tierfrei
Enthaltene Nährstoffe NPK-Dünger mit Schwefel und Magnesium
Anwendungszeitraum Februar bis November
Preis/m² ca. {PREIS/140} EUR

Der Plantura Bodenaktivator in Bio-Qualität besteht aus rein pflanzlichen Rohstoffen, kommt völlig ohne tierische Stoffe aus und eignet sich somit für Anwender, die auf tierfreie Produkte großen Wert legen. Auch sonst handelt es sich um ein tierfreundliches Produkt, das für sämtliche Haus- und Gartenbewohner ungiftig und damit ungefährlich ist. Das NPK-Verhältnis beträgt 4+1+2,8 plus einem Anteil von zwei Prozent an hochwertigem Magnesium. Die zusätzlich enthaltenen Mykorrhiza-Pilze sollen die Bodenfruchtbarkeit ebenfalls verbessern. Der Bodenaktivator von Plantura eignet sich sowohl für den Rasen als auch für Nutz- und Zierpflanzen sowie für Stauden und Gehölze.

Menge / Abpackung 10 Kilogramm
Ausreichend für 133 Quadratmeter
Form Granulat
Inhaltsstoffe rein natürliche Inhaltsstoffe
Enthaltene Nährstoffe k. A.
Anwendungszeitraum März bis Oktober
Preis/m² ca. {PREIS/133} EUR

Speziell für Rasenflächen – insbesondere für die Neuanlage sowie für Rollrasen – konzipiert ist dieser Bodenaktivator von Compo Bio. Auch dieser basiert aus ausschließlich natürlichen Inhaltsstoffen, sodass er weder für Menschen noch für Haustiere (oder andere tierische Gartenbewohner) gefährlich ist. Das Produkt ist aufgrund seiner Zusammensetzung zudem für den ökologischen Gartenbau geeignet – das freut jeden, dem die naturnahe Bewirtschaftung des Gartens am Herzen liegt. Die optimierte Nährstoffmischung hilft dabei, ausgelaugte Böden aufzufrischen, die organischen Bestandteile verbessern die Bodenstruktur und regen bodenlebende Organismen dazu an, neuen Humus zu produzieren.

Kaufkriterien

Inhaltsstoffe

Jeder Bodenaktivator ist auch ein NPK-Dünger, da er alle wichtigen Hauptnährstoffe, daneben meist auch Mineralstoffe und Spurenelemente enthält. Viele dieser Produkte enthalten vor allem Phosphat, Kalium und Kalk, also Nährstoffe und Bodenhilfsstoffe, die für die Pflanzenernährung besonders wichtig sind. Vor allem Kalk ist bei vielen Rasen ein Problem, da ein Mooswachstum vornehmlich auf zu sauren Böden stattfindet. Ergo soll der Rasenaktivator nicht nur das Bodenleben ankurbeln, sondern auch den pH-Wert stabilisieren.

Zusammensetzung

Bodenaktivatoren sind zumeist in Granulatform erhältlich, weshalb sie besonders leicht zu dosieren, leicht auszubringen (z. B. mit einem Streuwagen) sowie auch auf großen Rasenflächen anwendbar sind. Daneben gibt es auch flüssige, hochkonzentrierte Produkte, die Sie mit dem Gießwasser verdünnen und anschließend mit der Gießkanne verteilen. Diese Methode ist jedoch nur auf kleinen Flächen oder auf Nutz- oder Zierbeeten sinnvoll. Wer möchte schon gern mehrere hundert Quadratmeter Rasenfläche mit der Gießkanne wässern?

Form

Der Rasenaktivator enthält zwar einen Nährstoffcocktail, soll aber weniger die Pflanzen, sondern vielmehr die Mikrolebewesen im Boden ernähren. Das gelingt allerdings nur mit rein natürlichen Inhaltsstoffen pflanzlicher, tierischer und / oder mineralischer Herkunft. Aus diesem Grund sollte ein Bodenaktivator aus rein natürlichen Stoffen zusammengesetzt sein, da die Verwendung von Chemie das Bodenleben eher zerstört als fördert. Förderliche Inhaltsstoffe sind beispielsweise Kompost, Humus (z. B. Regenwurm-Humus), Urgesteinsmehl, Gartenkalk (9,70€ bei Amazon*) oder auch Mykorrhiza-Pilze.

Anwendungszeitraum

Je nach Zusammensetzung und Verwendungszweck eignet sich der Rasenaktivator eher für eine Anwendung im Frühjahr oder im Herbst. Für eine Neupflanzung, Neuaussaat oder Neuanlage sollten Sie das Produkt im Frühjahr ausbringen: Eine eventuell notwendige Kalkung sollte dabei schon im Herbst des Vorjahres erfolgt sein. Bei bestehenden Flächen empfiehlt sich hingegen eine Anwendung im Herbst, damit der Bodenaktivator über die Herbst- und Wintermonate hindurch wirksam werden und der Rasen im Frühjahr neu durchtreiben kann.

Menge

Die handelsübliche Abpackung variiert je nach Hersteller und Marke. So erhalten Sie den Rasenaktivator in kleinen Mengen von fünf oder auch zehn Kilogramm, aber auch in größeren Säcken von 25 oder gar 50 Kilogramm Gewicht. Dabei lassen sich insbesondere Granulate jahrelang lagern, sofern sie kühl und trocken aufbewahrt werden. Flüssigen Bodenaktivator gibt es in Flaschen zu 250, 500 oder 1000 Millilitern Inhalt, wobei es sich darum stets um zu verdünnende Konzentrate handelt.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Bodenaktivator?

Wenn statt Gräsern vor allem Unkraut und Moos auf dem Rasen wächst, dann kann die Ursache in einem entkräfteten, ausgelaugten Boden liegen. Wie die Pflanzen selbst muss auch das mikrobielle Bodenleben sorgsam gehegt und gepflegt werden, was Sie am besten mit einem speziellen Rasenaktivator bewerkstelligen. Dabei handelt es sich um einen organischen Spezialdünger.

Wie funktioniert der Bodenaktivator?

Wer chemische Düngemittel verwendet, versorgt zwar seine Pflanzen mit Nährstoffen, vernachlässigt aber die Mikroorganismen im Boden. Diese verhungern buchstäblich, zumal gerade Rasen regelmäßig gemäht werden und die organische Masse daher dem Kreislauf entzogen wird. Mit dem Rasenaktivator füttern Sie also die bodenlebenden Mikroorganismen, die wiederum die Humusbildung und damit Fruchtbarkeit, Wasserspeicherfähigkeit und Lockerheit des Bodens allmählich erhöhen.

Welche Hersteller bieten Bodenaktivatoren an?

Hochwertige Produkte bieten renommierte Markenhersteller wie Oscorna, Compo, Neudorff oder auch Beckmann an. Darüber hinaus sind Bodenaktivatoren auch von anderen Herstellern (z. B. Cuxin) erhältlich sowie als Eigenmarken von Discountern und Gartenfachmärkten wie etwa Aldi oder Lidl. Achten Sie vor allem bei den günstigen No-Name Produkten darauf, dass die Inhaltsstoffe vollständig natürlichen Ursprungs sind.

Wie wendet man den Bodenaktivator an?

Wie Sie den Rasenaktivator anwenden, hängt einerseits von seiner Form, andererseits aber auch von Verwendungszweck ab. Bei einer Neuaussaat oder Neuanlage heben Sie sowohl das Granulat als auch die fertige Düngerlösung mit dem Pflanzaushub unter bzw. geben es ins Pflanzloch. Bei bestehenden Rasen verteilen Sie das Granulat gleichmäßig auf der Fläche und wässern diese anschließend kräftig.

Wie oft sollte man den Bodenaktivator ausbringen?

In der Regel sollte der Bodenaktivator einmal jährlich – entweder im Frühjahr oder im Herbst – ausgebracht werden. Schließlich ist das Mittel nicht zur Pflanzenernährung gedacht, weshalb Sie zusätzlich düngen müssen. Übrigens können Sie bei der Neuanlage eines Rasens das Saatgut und das Granulat gleichzeitig ausbringen – im Gegensatz zum Düngen und Kalken sind hier keine besonderen Zeitabstände zu beachten.

Kann man einen Bodenaktivator auch selbst herstellen?

Im Prinzip wirken alle organischen Düngemittel wie Kompost, gut verrotteter Stallmist von Geflügel, Pferd oder Rind sowie selbst angesetzte Pflanzenjauchen (z. B. Brennnessel, Beinwell, Ackerschachtelhalm, Wermut, Rainfarn) wie ein natürlicher Bodenaktivator. So können Sie ermüdete Rasenflächen etwa mit Kompost düngen. Verdünnte Pflanzenjauchen hingegen sind auf größeren Rasen eher unpraktisch auszubringen, eignen sich aber gut für kleine Flächen oder Gartenbeete.

Zubehör

Streuwagen

Mit einem Streuwagen können Sie gekörnten Rasenaktivator gleichmäßig über die ganze Rasenfläche verteilen und so verhindern, dass an manchen Stellen mehr Dünger ankommt als an anderen – oder Sie gar gewisse Ecken vergessen. Neben Bodenaktivatoren kann der Streuwagen auch für anderes, gekörntes Streugut – etwa Saatgut, Sand oder Kalk – verwendet werden.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Mabeline72/Shutterstock

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