Phosphordünger – Ein kleiner Kaufratgeber

Phosphor gehört, neben Stickstoff und Kalium, zu den drei Hauptnährstoffen von Pflanzen und ist in jedem NPK-Dünger enthalten. Insbesondere Blüh- und Nutzpflanzen haben einen höheren Bedarf an Phosphor, weshalb für diese Arten ein Phosphordünger sinnvoll sein kann. Reine Phosphordünger sind allerdings im Haus- und Hobbygarten wenig ratsam, besser ist es, stattdessen auf phosphorbetonte Mehrkomponentendünger zurückzugreifen.

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Phosphor gehört zu den Hauptnährstoffen von Pflanzen

Unsere Empfehlungen

Menge / Abpackung 10 Kilogramm
Ausreichend für ca. 100 Quadratmeter
Düngerart mineralisch
Düngerform fest, Granulat
Phosphor-Anteil 10 Prozent
Weitere Nährstoffe Kalium 15 Prozent, Magnesium 5 Prozent, Schwefel 12 Prozent
Preis/m² ca. {PREIS/100} EUR

Wer Gemüse und Obst anbaut, hofft auf eine reiche Ernte mit aromatischen Tomaten, Gurken, Kartoffeln und was der Nutzgarten sonst noch so hergibt. Für die Verwendung im Nutzgarten gedacht ist der Dehner Phosphatkalidünger, dessen starke Betonung für die Blüten- und Fruchtentwicklung so wichtige Nährstoffe wie Phosphor, Kalium, Magnesium und Schwefel Ihre Obstgehölze und Gemüsepflanzen mit allem versorgt, was sie für ein kräftiges Wachstum und eine gesunde Fruchtentwicklung brauchen. Der Dünger ist fein granuliert mit einer Körnung von drei bis fünf Millimetern, die sich leicht dosieren und ausbringen lässt. Damit die Pflanzen gleichmäßig versorgt werden, beinhaltet das Produkt zudem eine Langzeitwirkung zwischen sechs bis acht Wochen.

Menge / Abpackung 250 Milliliter
Ausreichend für 150 Liter fertigen Dünger
Düngerart mineralisch
Düngerform flüssig
Phosphor-Anteil 20 Prozent
Weitere Nährstoffe k. A.
Preis/m² ca. {PREIS/150} EUR

Der Green24 Profi Phosphatdünger enthält 20 Prozent Phosphat und kann, da es sich um ein flüssiges Spezialkonzentrat handelt, sowohl zur Wurzel- als auch zur Blattdüngung verwendet werden. Die Flasche enthält 250 Milliliter Konzentrat, welches noch mit Wasser verdünnt werden muss und so 150 Liter fertigen Flüssigdünger ergibt. Die Nährstoffe sind für die Pflanzen sehr schnell verfügbar, allerdings hat das Produkt keine Langzeitwirkung. Für eine ausgewogene Nährstoffversorgung können Sie den P20-Phosphatdünger mit weiteren Einkomponentendüngern des Herstellers mischen (z. B. N20, K20, F05 oder M10) und sich so Ihren eigenen Flüssigdünger zusammenstellen.

Menge / Abpackung 1 Liter
Ausreichend für 400 Liter fertigen Flüssigdünger
Düngerart mineralisch
Düngerform flüssig
Phosphor-Anteil 7,2 Prozent
Weitere Nährstoffe Kalium 5 Prozent
Preis/m² ca. {PREIS/400} EUR

Dieser Phosphor-Kaliumdünger ist die ideale Ergänzung zu einem Blütedünger (z. B. für den Blüh Complex desselben Herstellers) und soll die Blütenbildung verstärken. Damit düngen Sie insbesondere stark blühende Zierpflanzen, etwa Rosen oder Blauregen, bedarfsgerecht, können das Produkt aber auch bei einem vorliegenden Mangel an Phosphor oder Kalium einsetzen. Bei diesem Dünger handelt es sich ebenfalls um ein Konzentrat, dass Sie vor der Anwendung mit Wasser verdünnen müssen. Auf 10 Litern Wasser genügt gemäß Herstellerangaben eine Menge von 25 Millilitern, sodass Sie mit dem Kauf der 1-Liter Flasche letztendlich 400 Liter fertigen Flüssigdünger erhalten.

Kaufkriterien

Anwendungsbereich

Zusammen mit Stickstoff und Kalium gehört Phosphor zu den drei Hauptnährstoffen, die für das gesunde Wachstum jeder Pflanze unverzichtbar und deswegen in jedem NPK- oder Volldünger enthalten sind. Insbesondere Blüh- und Nutzpflanzen haben einen hohen Bedarf an diesem Nährstoff, weshalb der Phosphoranteil in Düngemitteln für Blüten- oder Gemüsepflanzen sowie für Obstgehölze grundsätzlich etwas höher ist. Nicht jeder phosphorbasierte Dünger eignet sich für Gemüse und Obst, wählen Sie daher ein Produkt, weshalb explizit für diese Anwendung gedacht ist.

Düngerform

Fester Dünger: Feste Phosphordünger sind zumeist in Granulatform erhältlich. Granulierte Dünger haben den Vorteil, dass sie sofort ausgebracht und nicht erst verdünnt werden müssen. Die Dosierung gestaltet sich über die bei vielen Produkten mitgelieferte Dosierhilfe einfach, zudem muss das Granulat lediglich in den Wurzelbereich der Pflanze leicht eingearbeitet und anschließend kräftig gegossen werden. Düngergranulat spitzt und staubt zudem nicht, was ebenfalls ein praktischer Vorteil ist.

Flüssigdünger: Bei flüssigen Phosphordüngern wiederum handelt es sich um Konzentrate, die vor einer Anwendung erst mit Wasser verdünnt werden müssen. Aus diesem Grund erhalten Sie aus einer 1-Liter Flasche mehrere hundert Liter fertigen Flüssigdünger. Flüssige Phosphordünger können Sie zudem sowohl zur Wurzel- als auch zur Blattdüngung verwenden, zudem erledigen Sie das Düngen und Gießen mit nur einem Arbeitsgang. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Nährstoffe den Pflanzen schneller zur Verfügung stehen.

Phosphorart

Es gibt verschiedene Arten von Phosphor, die für Düngemittel verwendet werden. Zumeist wird der benötigte Rohphosphor aus Jahrmillionen Jahre alten Ablagerungen von Meeresbewohnern (z. B. Muscheln, Schnecken, Algen) gewonnen, außerdem aus dem Kot von Seevögeln. Seevogelkot wiederum ist auch unter der Bezeichnung Guano (4,90€ bei Amazon*) bekannt. Thomasmehl wiederum entsteht als Abfallprodukt in der Verhüttung von Eisenerz. Dieses wird gern als preislich günstige Alternative als Düngemittel verwendet, ist aber hochgradig mit Schwermetallen belastet.

Phosphoranteil

Der Phosphoranteil ist von Produkt zu Produkt sehr unterschiedlich: Superphosphat etwa enthält 18 Prozent des Nährstoffs, Phosphatkali zwischen 8 und 15 Prozent, Thomasmehl 8 Prozent und so genannte P 20 Flüssig-Phosphatdünger ganze 20 Prozent. Letztere empfehlen sich lediglich zur Anwendung bei Phosphormangel, der durch eine Bodenprobe festgestellt werden kann. Ansonsten sind zur Anwendung im Gemüse- und Obstgarten NPK-Dünger mit einem etwas höheren Phosphoranteil zwischen 7 und 10 Prozent vollkommen ausreichend.

Weitere enthaltene Nährstoffe

Reine Phosphordünger gibt es nur sehr wenige, da der Nährstoff fast ausschließlich in Mehrkomponentendüngern verwendet wird. Das ist schon allein deshalb sinnvoll, da Pflanzen eben nicht nur Phosphor brauchen und ein Phosphormangel zudem nur sehr selten auftritt. Stattdessen bieten sich für den Blüh- und Nutzgarten phosphorbasierte Mehrkomponentendünger (vor allem PK-Dünger) oder entsprechende Volldünger an. Wichtig sind in Verbindung mit Phosphor die Nährstoffe Stickstoff (N), Kalium (K), Schwefel (S) und Magnesium (Mg).

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Häufig gestellte Fragen

Wie erkenne ich einen Phosphormangel?

Anzeichen für einen Phosphormangel können beispielsweise ein (stark) vermindertes Wachstum sein, eine geringe oder sogar ausbleibende Blütenfülle, fehlende Knospenbildung, Anfälligkeit der betreffenden Pflanze für Krankheiten und Schädlingsbefall. Allerdings können diese Symptome auch in anderen Ursachen begründet sein, weshalb ein Phosphormangel tatsächlich nur über eine Bodenanalyse festgestellt werden kann.

Weshalb ist Thomasmehl problematisch?

Thomasmehl, auch als Thomaskali bezeichnet, ist ein Abfallprodukt aus der Verhüttung von Eisenerz. Aufgrund dessen ist es stark mit Schwermetallen belastet, die bei einer Verwendung als Dünger in den Boden und damit gegebenenfalls auch ins Grundwasser bzw. ins Obst und Gemüse gelangen. Insbesondere Chrom stellt hierbei ein Problem dar.

Wann bringt man Phosphordünger aus?

Wann Sie Phosphordünger am besten ausbringen, hängt von der Phosphorart ab. Granulierte Düngemittel, die auf wasserlöslichen Phosphorarten basieren, sind schnell für die Pflanzen verfügbar und können deshalb im Frühjahr ausgestreut werden. Wurden bei der Herstellung jedoch vornehmlich Rohphosphate verwendet, so empfiehlt sich eine Ausbringung im Herbst. Flüssige Phosphatdünger hingegen können Sie während der gesamten Vegetationsperiode anwenden.

Braucht man überhaupt spezielle Phosphordünger im Garten?

Sofern der vermeintliche Phosphormangel (dessen Anzeichen an den Pflanzen viele andere Ursachen haben können) nicht durch eine professionelle Bodenprobe bestätigt wurde, ist die Düngung mit phosphorbasierten Düngern nicht notwendig. Dazu enthalten viele dieser Spezialdünger zu viele Schadstoffe bzw. belasten durch den Abbau die Umwelt, als dass Sie Ihrem Gartenboden und Ihren Pflanzen mit der Anwendung etwas Gutes tun.

Gibt es Alternativen zum künstlichen Phosphordünger?

Stattdessen ist es viel besser, für die Gartendüngung auf natürlich phosphorhaltige – und damit unproblematische – Quellen zurückzugreifen. Besonders wertvoll ist dabei Geflügelmist (z. B. Tauben- oder Hühnermist), der allerdings nur gut verrottet verwendet werden sollte. Auch anderer Stallmist, etwa vom Rind oder Pferd, ist reich an wertvollen Pflanzennährstoffen, ebenso wie Gartenkompost.

Zubehör

Hühnerdung-Pellets

Nun müssen Sie nicht unbedingt selbst Hühner halten, um die Vorteile von Hühnerdung nutzen zu können. Diesen Naturdünger gibt es auch bereits gut kompostiert in praktischer und leicht zu dosierender Pelletsform. Die Pellets streuen Sie einfach in den Wurzelbereich der zu düngenden Pflanzen, arbeiten sie leicht in die Erde ein und gießen anschließend kräftig.

pH-Bodentest

Bevor Sie einen Phosphordünger im Garten ausbringen, ist die Testung des pH-Werts sinnvoll. Phosphordünger ist für Pflanzen erst bei einem neutralen Säuregrad zwischen 6 und 7 verfügbar, bei einem sauren pH-Wert können die Pflanzen den Nährstoff hingegen nicht verwerten. Mit praktischen Teststäbchen testen Sie vor der Düngung den pH-Wert und können bei Bedarf anschließend kalken.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Fablok/Shutterstock

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