Unkrautwuchs an der Grundstücksgrenze eindämmen und verhindern

Zwar hat jeder Gartenbesitzer das Recht, sein Grundstück nach eigenen Vorstellungen zu gestalten und, so er dies möchte, auch verwildern zu lassen. Allerdings müssen die Besitzer in vielen Gemeinden zumindest an den Gehwegen und Grundstücksgrenzen für Ordnung sorgen und das Unkraut vom Nachbarn fernhalten. Das beinhaltet, dass Beikräuter hier nicht überhandnehmen dürfen. Doch wie lässt sich Unkraut an der Grundstücksgrenze erfolgreich bekämpfen?

Grundstücksgrenze Pflege
Die Grundstücksgrenze ist frei von Unkraut zu halten

Wildwuchs jäten

Haben sich Brennnesseln, Winden und andere Beikräuter bereits an der Grundstücksgrenze angesiedelt, hilft es im ersten Schritt nur, diese mechanisch zu jäten. Schneiden Sie die Unkräuter zurück und graben Sie die Erde gründlich um. Entfernen Sie dabei alle Wurzelreste, da viele Wildkräuter auch aus kleinsten Wurzelstücken nachwachsen.

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Grundstücksgrenze mulchen oder mit einem Unkrautvlies versehen

Viele Samenunkräuter benötigen zur Keimung Licht. Dieses können Sie den Beikräutern durch eine Decke aus Pflanzenmaterial entziehen. Damit die Saat nicht ungewollt durch den Mulch (27,00€ bei Amazon*) hindurch wächst, sollten Sie folgendermaßen vorgehen:

  • Grundstücksgrenze hacken und Boden auflockern.
  • Unkraut mitsamt der Wurzel entfernen.
  • Grasschnitt, Rindenmulch oder ein anderes Mulchmaterial großzügig verteilen.
  • Ist der Unkrautwuchs sehr stark, können Sie unter der Mulchschicht ein spezielles Unkrautvlies (45,00€ bei Amazon*) verlegen.

Sollten dennoch einzelne Pflanzen durch die schützende Decke hindurchwachsen, lassen sich diese einfach auszupfen.

Bodendecker setzen

Ist die Grundstücksgrenze bereits unkrautfrei, können Bodendecker das Unkraut dauerhaft verdrängen und bieten gleichzeitig einen sehr ansprechenden Anblick.

Setzen Sie diese Pflanzen, die es für schattige und sonnige Lagen gibt, mit dem auf dem Pflanzenetikett angegebenen Abstand, bilden sie rasch dichte, grüne Teppiche. Da kein Licht mehr zum Boden durchdringt, geht die herangewehte Saat der Beikräuter nicht auf. Lästiges jäten entfällt nahezu vollständig.

Das Unkraut wächst vom Nachbargrundstück zu mir. Was kann ich tun?

Wie eingangs erläutert darf der Nachbar sein Grundstück so gestalten, wie er es für richtig hält. Durch ausuferndes Wurzelwerk und Samenflug siedeln sich nicht bekämpfte Beikräuter leider auch in Ihrem Garten an.

Um diese ungewollte „Verwucherung“ zu vermeiden hilft es meist nur, eine Rhizomsperre entlang des Gartenzauns zu vergraben. Dabei ist es wichtig, die Begrenzung fachgerecht anzulegen, damit die gewünschte Wirkung erzielt wird.

  • Verwenden Sie Rhizomsperren aus Hochdruck-Polyethylen, da Teichfolien und andere Materialien von wuchernden Unkräutern durchstoßen werden können.
  • Graben Sie diese mindestens 50, besser 65 Zentimeter tief in die Erde ein und lassen Sie die obere Kante einige Zentimeter über der Rasenkante stehen.
  • Möchten Sie auch an der Grundstücksgrenze gesetzte Zierpflanzen wie Bambus oder Essigbaum aus dem eigenen Garten halten, ist es von Vorteil, die Rhizomsperre leicht geneigt zu setzen. Dadurch werden die Wurzeln nach oben geleitet und davon abgehalten, einfach unter dem Kunststoff hindurchzuwachsen.

Tipps

Sind an der Grundstücksgrenze Platten verlegt, in deren Fugen sich unerwünschtes Grün breitmacht, können Sie die Beikräutern abflammen. Alternativ können Sie die Zwischenräume mit dem Fugenkratzer reinigen und erneut mit speziellem Fugensand gegen Unkraut einkehren.

Text: Michaela Kaiser

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