Pflanzenstütze – Ein kleiner Kaufratgeber

Viele Nutz- und Zierpflanzen benötigen eine stabile Wachstumshilfe, an welcher sie sich stützen und an der sie entlang ranken können. Dieser feste Halt ist wichtig, wenn schwere Blüten oder dünne Triebe sonst zu brechen drohen. Eine Pflanzenstütze ist daher im Garten sowie im Gewächshaus unverzichtbar. Welche Arten von Pflanzenstützen gibt es? Und welche erfüllen ihren Zweck besonders gut?

pflanzenstuetze
Bambusstäbe sehen hübsch aus

Unsere Empfehlungen

Material Bambus
Länge 90 Zentimeter
Dicke 6 Millimeter
Menge 100 Stück

Diese Pflanzstäbe aus naturbelassenem Bambus lassen sich auf vielerlei Weise als Pflanzenstütze verwenden: Sowohl als Tomatenstab, als Rankhilfe für Rosen oder Stütze für große Orchideen als auch zum Basteln von individuellen Rankgittern und anderen Rankhilfen. Die Packung enthält 100 Stück Bambusstäbe, die jeweils 90 Zentimeter lang sind. Das Material ist zu 100 Prozent kompostierbar und damit sehr umweltfreundlich. Dafür allerdings ist es zumindest im Außenbereich nicht besonders lange haltbar und muss nach einer Saison ausgetauscht werden. Befestigungsmaterial ist in der Lieferung inbegriffen.

Material kunststoffummanteltes Metall
Länge 120 Zentimeter
Dicke 11 Millimeter
Menge 10 Stück

Wenn Sie größeren Wert auf Dauerhaftigkeit legen, so sind diese kunststoffummantelten Pflanzstäbe die passende Wahl. Sie bestehen aus Metall und sind daher besonders stabil, die Kunststoffbeschichtung sorgt für die notwendige Witterungsbeständigkeit. Damit die Stäbe im Garten nicht so auffallen, sind sie in einer grünen Farbe gehalten. Die Riffelung am Pflanzstab sorgt für den nötigen Halt des Befestigungsmaterials, so können Bindebänder oder Clips nicht ins Rutschen geraten. Die Novatool Pflanzenstützen sind zudem in unterschiedlichen Längen (90, 120 oder 150 Zentimeter), verschiedenen Dicken (9, 11 oder 16 Millimeter) sowie in mehreren Abpackungen erhältlich. So eignen sie sich für eine breite Range an unterschiedlichsten Nutz- und Zierpflanzen.

Material kunststoffbeschichteter Stahl
Länge 40 Zentimeter
Dicke k. A.
Menge 6 Stück

Suchen Sie eher eine Pflanzenstütze für Ihre Zimmerpflanzen, z. B. für blühende Orchideen? Dann ist dieses Modell mit ca. 5,8 Zentimeter im Durchmesser breitem Ring die passende Wahl. Der Ring sitzt im oberen Bereich des Pflanzstabs und hält die Pflanze praktisch fest, weiteres Befestigungsmaterial ist nicht notwendig. Da die Stützen aus kunststoffummanteltem Stahl bestehen und damit sehr witterungsbeständig sind, lassen sie sich auch im Freien einsetzen – etwa zum Stützen von Rosen, Lilien, Schwertlilien, Pfingstrosen und anderen Pflanzen mit schmalen Stielen. Der Vorteil dieser Ringstütze besteht darin, dass sie der Pflanze maximale Unterstützung bei gleichzeitig größtmöglicher Freiheit gibt. Diese ist für ein gesundes und ungehindertes Wachstum unverzichtbar. Nachteil ist jedoch, dass die Pflanzstützen mit einer Länge von nur 40 Zentimetern recht kurz sind und sich daher nur für ebenfalls eher niedrige Gewächse eignen.

Kaufkriterien

Art und Form

Pflanzstab: Klassischerweise werden Pflanzstäbe als Pflanzenstütze verwendet. Diese sind gerade gehalten, in verschiedenen Größen und Dicken erhältlich und werden einfach neben dem Haupttrieb in die Erde gesteckt. Anschließend bindet man die Pflanze locker am Stab fest, so dass sie den notwendigen Halt findet. Pflanzstäbe sind vielseitig einsetzbar und eignen sich für viele Pflanzen.

Spiralstab: Spiralstäbe werden gern zum Stützen von Tomatenpflanzen genutzt. Stecken Sie den Stab neben dem Haupttrieb in die Erde und winden Sie die Tomate um die Spirale herum. Für einen optimalen Halt sollte der Stab zudem an der Überdachung befestigt werden, damit er gerade steht. Zu diesem Zweck haben Spiralstäbe in der Regel ein kleines Loch am oberen Ende.

Staudenhalter: Bei einem Staudenhalter handelt es sich nicht um einen einzelnen Stab, sondern um eine meist halbrunde oder runde Pflanzenstütze, die Stauden oder Sträucher am Auseinanderfallen hindern soll.

Kokosstab: Kokosstäbe werden bei kletternden Zimmerpflanzen (z. B. Monstera, Efeutute oder Schefflera) verwendet. Es handelt sich um dicke Stäbe, meist aus Kunststoff oder Holz, die mit einer dicken Kokosfaserschicht umwickelt sind.

Material

Metall: Pflanzenstützen aus Metall sind besonders robust und langlebig, zudem sind sie sehr belastbar und stützen auch große Pflanzen. Achten Sie jedoch darauf, dass das Material feuerverzinkt ist oder mit einer Kunststoffschicht ummantelt. Anderenfalls fängt es schnell an zu rosten.

Holz: Holz ist ein natürlicher und stabiler Werkstoff, der mit einer schützenden Lasur auch ausreichend witterungsbeständig ist. Als Pflanzenstütze eignet sich Weide sehr gut, da diese die notwendige Flexibilität besitzt und sich gut verarbeiten lässt.

Kunststoff: Diese Pflanzenstützen sind in der Anschaffung günstig, zudem witterungsbeständig und robust. Allerdings eignen sie sich nicht für größere und / oder schwerere Pflanzen, da dem Material die notwendige Stabilität fehlt.

Bambus: Bambus ist ein natürliches, nachwachsendes Material, welches sich – sofern unbehandelt – zu 100 Prozent kompostieren lässt. Bambusstäbe werden meist nur eine Saison lang verwendet und anschließend ersetzt.

Fiberglas: Auch Fiberglas ist ein gut geeignetes Material für Pflanzenstützen, ist es doch sehr robust, belastbar und witterungsbeständig. Es wird gelegentlich als Glasfaser bezeichnet.

Größe

Hinsichtlich der Länge und Dicke der Pflanzenstützen gibt es sehr unterschiedliche Modelle, schließlich wachsen nicht alle Pflanzenarten gleich. Stabtomaten etwa brauchen einen bis zu zwei Meter hohen Stab, während viele Zimmerpflanzen mit einer Stütze von 40 bis 50 Zentimetern Höhe zufrieden sind. Auch die unterschiedliche Dicke der Pflanzstäbe ist abhängig von der Pflanzenart. Schauen Sie vorher, wie hoch Ihre Pflanze werden soll und wählen Sie die Pflanzenstütze entsprechend aus. Manche Modelle – etwa halbrunde Staudenhalter – lassen sich mit der Zeit dem Wachstum anpassen. Andere (wie zum Beispiel Kokosstäbe) sind sogar erweiterbar, indem mehrere dieser Stäbe aufeinander gesteckt werden können.

Häufig gestellte Fragen

Wozu braucht man eine Pflanzenstütze?

Pflanzenstützen sind für viele Jungpflanzen wichtig, damit diese sich kräftig entwickeln und gerade wachsen können – das gilt etwa für viele Gehölze und Hochstämmchen. Auch manche Stauden neigen zum Auseinanderfallen, was durch einen Staudenhalter verhindert wird. Arten mit schweren Blüten, etwa Pfingstrosen, benötigen eine Stütze, damit die Triebe nicht abknicken. Kletterpflanzen, wie Tomaten, Gurken, Erbsen oder Bohnen, benötigen ebenso eine geeignete Pflanzenstütze.

Welche Alternativen gibt es zur Pflanzenstütze?

Anstatt eines Pflanzstabes können Sie auch einen Stauden- bzw. Strauchhalter verwenden, ein Rankgitter (welches sich etwa bestens aus Bambusstäben basteln lässt) oder ein Spalier. Ein Spalier ist beispielsweise für Spalierobst unverzichtbar, da dieses mit Stütze nicht nur in der gewünschten Form wächst, sondern auch mehr Früchte ansetzt.

Welche Möglichkeiten habe ich, Tomaten oder Gurken anzubinden?

Tomaten und Gurken können Sie nicht nur an Stäben anbinden, sondern stattdessen zwischen Boden und Überdachung eine feste Schnur spannen. An dieser werden die Pflanzen entlanggeleitet, allerdings müssen Sie sie regelmäßig drumherum winden. Am besten eignen sich für diesen Zweck natürliche Materialien wie z. B. Bast- oder Juteschnüre, da sie mehr „Grip“ haben als Kunststoffschnüre.

Was kosten gute Pflanzenstützen?

Gute Pflanzstützen sind nicht teuer. Stäbe aus Bambus oder Kunststoff erhalten Sie oft im Set mit 10, 50 oder gar 100 Stück, die zusammen etwa zehn bis 20 Euro kosten. Das Befestigungsmaterial ist oftmals im Preis inbegriffen. Metallstäbe sind etwas teurer, ebenso Strauch- bzw. Staudenhalter. Da diese sich aber viele Jahre lang verwenden lassen, amortisiert sich die Anschaffung schnell.

Zubehör

Pflanzenhalter

Nun ist es mit der Pflanzenstütze allein nicht getan, denn irgendwie muss die Pflanze auch daran befestigt werden. Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten, beispielsweise mit Pflanzenclips, Bindeband oder Bindedraht, Juteband oder anderen Bändern aus weichen, nachgiebigen Materialien und vieles mehr. Die Anbindung sollte der Pflanze Sicherheit geben, ihr aber zugleich ausreichend Raum fürs Wachstum lassen.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Paul Maguire/Shutterstock

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