Pflanzenlampe – Ein kleiner Kaufratgeber

Mit einer passenden Pflanzenlampe bringen Sie auch anspruchsvolle exotische Pflanzen gesund durch die dunkle Jahreszeit. Verschiedene Gewächse benötigen die künstliche Lichtzufuhr, um weiterhin die für sie lebenswichtige Photosynthese betreiben zu können. Wir liefern Ihnen konkrete Empfehlungen zu wertigen Pflanzenlampen ebenso wie viele grundlegende Tipps zum Kauf des erhellenden Hilfsmittels für Pflanzen(freunde).

pflanzenlampe
Pflanzenlampen versorgen Pflanzen im Haus mit dem notwendigen Licht

Unsere Empfehlungen

Vollspektrum ja
Beleuchtungsstärke über 13.000 lm
Lebensdauer mind. 50.000 h
Montage Decke

Dass wir die Niello COB in unserem Vergleich als beste LED-Pflanzenlampe (42,99€ bei Amazon*) vorstellen, liegt an den positiven Bewertungen bei Amazon, den sehr guten Grundeigenschaften und der Tatsache, dass sie trotz relativ ähnlicher Merkmale günstiger ist als das Modell von Spider Farmer. Viele Käufer beschreiben die Lampe als extrem effizient und erschwinglich.

Vollspektrum ja
Beleuchtungsstärke über 16.000 lm
Lebensdauer mind. 50.000 h
Montage Decke

Amazon-Rezensenten loben die sehr gute Verarbeitung und zeigen sich von der Funktionsstärke beeindruckt. Letzteres gilt offenbar auch für die Pflanzen, die den Erfahrungsberichten zufolge durch das helle, angenehme Licht bestens wachsen. Zudem soll die Pflanzenlampe im Betrieb leise sein.

Vollspektrum ja
Beleuchtungsstärke über 3.500 lm
Lebensdauer mind. 50.000 h
Montage Decke

Die LED-Pflanzenlampe von Roleadro ist unser Vergleichssieger in puncto Preisleistungsverhältnis. Sie bildet das mit Abstand günstigste Modell unter unseren Empfehlungen, weiß den Großteil der Amazon-Kunden, die sich die Lampe kauften, aber dennoch restlos zu überzeugen. Ein Zitat, das den Grundtenor der Rezensenten gut widerspiegelt: „Die Pflanzen haben sich super entwickelt.“

Kaufkriterien

Leuchtenart

Da LED-Pflanzenlampen im Gegensatz zu herkömmlichen Leuchtstoffröhren nicht warm werden, können Sie sie in relativ geringem Abstand über Ihren Pflanzen anbringen (aber nicht zu nah – Lichtverbrennung bei zu hoher Photonenzahl!).

Des Weiteren ist wissenswert, dass LED-Pflanzenlampen im Vergleich zu normalen Leuchten weitaus weniger Energie verbrauchen und eine längere Lebensdauer haben. Somit sollten Sie LED-Pflanzenlampen klar bevorzugen.

Vollspektrum

Auch wenn für das Wachstum von Pflanzen kurzwelliges (blaues) und langwelliges (rotes) Licht am wichtigsten sind, profitieren sie bei spezifischen Prozessen von weißem, grünem und gelbem Licht. Aus diesem Grund ist es alles andere als verkehrt, eine Vollspektrum-Pflanzenlampe zu kaufen, die nicht „nur“ die blauen und roten Wellenlängen abdeckt.

Farbtemperatur des Lichts

Je nach anvisiertem Einsatzzweck der Pflanzenlampe gilt es die Farbtemperatur des Lichts entsprechend zu beachten und ein passendes Modell zu wählen:

  • Keim- und Wuchsphase: bläulicheres Spektrum, 6.500 Kelvin
  • Blütephase: rötlicheres Spektrum, 2.700 bis 3.000 Kelvin
  • in allen Wachstumsphasen geeignet: 3.500 Kelvin

Tipps

Bestenfalls lässt sich die Temperatur nach Bedarf variieren (Dimmbarkeit).

Beleuchtungsstärke

Die Beleuchtungsstärke wird in Lumen angegeben. Je höher der Wert ist, desto intensiver strahlt das Licht auf die Pflanzen.

Energieeffizienz

Bevorzugen Sie eine möglichst energieeffiziente Pflanzenlampe, um Strom zu sparen und die Lebensdauer der Leuchte zu erhöhen. Damit tun Sie auch der Umwelt einen Gefallen. Mit LED-Pflanzenlampen machen Sie alles richtig.

Lebensdauer

Die ausgewählte Pflanzenlampe sollte eine Lebensdauer von mindestens 50.000 Stunden haben. Je höher, desto besser.

Anbringung/Montage

Deckenmontage: Eine Pflanzenlampe zur Deckenmontage wird gemeinhin mit Metallseilen und einem Haken geliefert. Letzteren befestigen Sie belastbar an der Decke. Daraufhin hängen Sie die Lampe mithilfe der Metallseile auf.

Vorteile
  • je nach Wachstumsfortschritt der Pflanzen lässt sich die Lampe recht einfach in puncto Höhe justieren
Nachteile
  • aufwändige Montage mit Deckenbohrung

Wandmontage: Bei einer Pflanzenlampe zur Wandmontage müssen Sie meist nur die mitgelieferte Montagehalterung in der gewünschten Höhe an der Wand anschrauben.

Vorteile
  • relativ einfache Montage ohne Deckenbohrung
Nachteile
  • Justieren der Höhe nur schwer möglich

Zum Klemmen: Eine klemmbare Pflanzenlampe klemmen Sie an eine Tisch- oder Regalkante. Oft verfügt ein solches Modell auch über einen verstellbaren Hals, den Sie bedarfsgemäß ausrichten können.

Vorteile
  • simple Montage
Nachteile
  • beleuchtete Fläche häufig sehr klein (nur für eine einzelne Pflanze)

Tipp: Es gibt auch Klemm-Pflanzenlampen mit mehreren Strahlern, sodass Sie etwa drei Pflanzen auf einmal beleuchten können.

Lampenfassung: Vielleicht besitzen Sie bereits eine Lampenfassung, in die Sie ein passendes Pflanzenlicht eindrehen können. Achten Sie beim Kauf des Lichts darauf, dass dieses mit der Fassung harmoniert (beispielsweise E27).

Qualität

An dieser Stelle unser Appell: Wählen Sie möglichst Pflanzenlampen vertrauenswürdiger Hersteller. Es gibt auch Firmen, die CE-Prüfzeichen und andere Siegel fälschen. Darüber hinaus sollten Sie bei den meisten Lampen davon ausgehen, dass die angegebenen Leistungsdaten nicht der (praktischen) Realität entsprechen. Kriterien wie die Beleuchtungsstärke et cetera sind in den Wertangaben mitunter deutlich überzogen.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Pflanzenlampe?

Pflanzenlampen sind spezielle Lichtquellen, die empfindlichen Gewächsen die Helligkeit spenden, die diese brauchen, um nicht einzugehen, sondern prächtig zu gedeihen. In dunklen Räumen versorgen die Lampen die Zimmerpflanzen mit genügend künstlichem Licht für die wichtige Photosynthese. Überdies erleichtern Pflanzenleuchten vielen nicht winterharten Gartenpflanzen das gesunde Überwintern.

Interessant: Pflanzen verwerten für die angesprochene Photosythese fast ausschließlich blaues und rotes Licht. Aus diesem Grund enthalten die meisten LED-Pflanzenlampen hauptsächlich blaue und rote Leuchtdioden sowie weißes Licht als Basis.

  • kurzwelliges blaues Licht forciert das Stengel- und Blattwachstum
  • langwelliges rotes Licht fördert das Blütenwachstum
  • weißes Licht unterstützt das Wurzelwachstum

Das Licht einer Pflanzenlampe ist gemeinhin dem Spektrum des natürlichen Sonnenlichts nachempfunden.

Unser Tipp für ambitionierte Hobby- und Profigärtner: Wenn Sie das Wachstum einer Pflanze gezielt mit rotem Licht fördern wollen, sollten Sie nach einer Wachstumslampe Ausschau halten. Klassische Pflanzenlampen haben nicht immer auch einen expliziten Blütephasemodus.

Welche Pflanzen profitieren von einer Pflanzenlampe?

Pflanzenlampen empfehlen sich für zahlreiche Pflanzen, beispielsweise für die Palmlilie (Yucca). Das Agavengewächs gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen der Deutschen, wegen ihrer schönen Optik und ihrer Pflegeleichtigkeit. Aber: Bekommt die Palmlilie im Wohnzimmer zu wenig Licht (insbesondere in der düsteren Saison), verfärben sich ihre Blätter gelb und fallen ab. Um dies zu verhindern, ist der Einsatz einer Pflanzenlampe sinnvoll. Hier weitere lichthungrige Pflanzenarten im Überblick, die Sie mit künstlicher Lichtzufuhr glücklich machen können:

  • diverse Palmen
  • Hanf (sogenannte LED-Grow-Lampen eignen sich zur Anzucht)
  • Orangen-, Limonen- und Zitronenbaum
  • einige Bonsais
  • Pflanzen, die früh ausgesät werden wollen (etwa Chili, Paprika, Tomaten, Auberginen)

Wann ist eine Pflanzenlampe sinnvoll?

Im Wesentlichen gibt es drei Indikatoren, Pflanzenlampen einzusetzen:

  • lichthungrigen Zimmerpflanzen, vor allem solchen aus wärmeren Gefilden, im Winter künstliches Licht zuführen, da die Beleuchtungsdauer mit natürlichem Tageslicht in der kühlen Saison zu kurz ist
  • frostempfindliche Gartenpflanzen in einem künstlich beleuchteten Raum gut durch die kalte, dunkle Jahreszeit bringen
  • Anzucht von Gemüse verbessern (in der Keimphase ist eine ausreichende Belichtung essenziell; eine zu dunkle Umgebung führt dazu, dass die zarten Keime zu schnell in die Höhe wachsen, um sich sozusagen dem Licht entgegenzustrecken; durch das zu rasche Reifen bleiben die Triebe aber weich, blass und wenig tragfähig, sodass sie oft eingehen)

Wie setze ich eine Pflanzenlampe richtig ein?

Das Licht der Pflanzenlampe sollte direkt auf die lichtbedürftige(n) Pflanze(n) strahlen. Somit benötigen Sie je nach Anzahl der Gewächse, deren Schönheit Sie fördern oder erhalten möchten, nur eine oder mehrere Lampen mit künstlichem Pflanzenlicht.

Während der Keimphase brauchen viele Pflanzen ungefähr zwölf Stunden Licht am Tag. Ideal ist es, wenn Sie den Großteil der Zeit mit natürlichem Tageslicht abdecken können. Die restlichen – dunklen – Stunden gleichen Sie mit den Pflanzenlampen aus.

Achtung: Länger als 16 Stunden sollten Sie keine Pflanze künstlich beleuchten. Selbst die lichthungrigsten grünen Geschöpfe benötigen Ruhephasen in Dunkelheit.

Welche Marken bieten gute Pflanzenlampen?

Zahlreiche bekannte Marken fertigen Pflanzenlampen. Hier eine Auswahl:

  • OSRAM
  • Philips
  • TaoTronics
  • Mygdal
  • MEGAMAN
  • Lunartec

Wo kann ich Pflanzenlampen kaufen?

Pflanzenlampen finden Sie in jedem gut sortierten Baumarkt, etwa OBI, Bauhaus, toom, Hornbach und Dehner. Auch manch Einrichtungshaus hat solche Lampen im Angebot, beispielsweise Ikea. Die erste Anlaufstelle für die meisten Hobbygärtner ist und bleibt allerdings Amazon.

Wie viel kostet eine Pflanzenlampe?

Einfachste Pflanzenlampen sind tatsächlich schon ab etwa drei Euro erhältlich. Für eine höhere Qualität der Leuchten und spezielle Features wie die Einstellbarkeit verschiedener Lichtstufen müssen Sie aber auch nicht übermäßig tief ins Portemonnaie greifen. Gute Modelle gibt es ab etwa 25 bis 30 Euro. Wünschen Sie erstklassige Profi-Pflanzenlampen, legen Sie normalerweise mindestens 100 Euro hin.

Gibt es einen Pflanzenlampen-Test der Stiftung Warentest?

Nein, bislang hat die Stiftung Warentest noch keinen Pflanzenlampen-Vergleich vorgenommen.

Text: Gartenjournal.net

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