Aparter Blickfang: Bonsai des Chinesischen Pfefferbaums

Für das Erziehen des Bonsais wird nicht der Echte Pfeffer verwendet - dieser ist als eher strauchähnliche Kletterpflanze nicht als Bonsai geeignet - sondern der chinesische Pfefferbaum. Alternativ können Sie auch den Brasilianischen sowie den Peruanischen Pfefferbaum zum Bonsai erziehen, allerdings brauchen diese beiden Arten deutlich mehr Wärme als ihr Namensvetter aus China.

Pfefferbaum Bonsai
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Botanische Charakteristika

Der chinesische Pfefferbaum, botanisch Zanthoxylum piperitum, wird auch als Szechuanpfeffer oder Anispfeffer bezeichnet. Ihre Heimat hat die Pflanze in Südchina, womit sie ebenfalls zu den Tropengewächsen gehört und am besten in einem Gewächshaus oder Wintergarten aufgehoben ist. Trotz der Namensähnlichkeit ist der Pfefferbaum nicht mit dem Echten Pfeffer (Piper nigrum) verwandt, sondern zählt stattdessen zur Familie der Rautengewächse und steht somit den Zitrusgewächsen botanisch deutlich näher. Seine Früchte, Blüten und Blätter finden sowohl in der japanischen als auch der chinesischen Küche Verwendung. Es handelt sich um eine strauchartig wachsende Pflanze, die – unbeschnitten – bis zu zwei Meter hoch werden kann. Zudem entwickelt Zanthoxylum piperitum starke Dornen.

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Standort

Der Chinesische Pfefferbaum stammt aus den Tropen und braucht daher einen warmen und halbschattigen Standort. Volle Sonne behagt dem Gewächs meistens nicht. Die Pflanze sollte in der Wohnung oder im Gewächshaus gehalten werden, kann über den Sommer jedoch auch ins Freie. Dabei sollte die Temperatur nicht weniger als 5 °C betragen.

Düngen und Gießen

Als Tropenpflanze hat der Chinesische Pfefferbaum einen sehr hohen Wasserbedarf. Damit sich die Luftfeuchtigkeit kurzzeitig erhöht, überbrausen Sie die Pflanze aus einer Gießkanne. Zum Gießen kann sowohl Leitungs- als auch Regenwasser verwendet werden. Die Erde sollte stets feucht sein, aber nicht triefend nass. Die Düngung erfolgt während der Wachstumsperiode mit einem organischen Flüssigdünger. Lediglich im Winter sowie direkt nach dem Umtopfen ist ein Düngen nicht notwendig.

Schneiden und Drahten

Natürlich bleibt ein Bonsaibaum nicht von Natur aus klein, weshalb er regelmäßig beschnitten werden sollte. Beim Chinesischen Pfefferbaum erfolgt zwischen Mai bis September jeweils alle vier Wochen ein solcher formender Schnitt. Doch nicht nur Triebe, Äste und Zweige müssen zurückgeschnitten werden, auch die Wurzeln. Der Wurzelschnitt erfolgt im Zuge des Umtopfens alle zwei Jahre. Die gewünschte Form erhält das Bäumchen durch das Drahten, wobei die Äste und Zweige mit Hilfe von umwickeltem Aluminiumdraht in die geforderte Richtung gebracht werden.

Überwinterung

Da der Chinesische Pfefferbaum naturgemäß keinen Frost verträgt, sollte er unbedingt in der Wohnung bzw. im Gewächshaus überwintern. Möglich sind sowohl eine Überwinterung unter Kalthausbedingungen bei etwa 12 °C als auch ein Verbleiben im geheizten Wohnzimmer. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass, je wärmer das Bäumchen steht, es umso mehr Licht braucht. Warm überwinterte Pfefferbaumbonsais sollten ergo besser mit einer Pflanzenlampe (99,89€ bei Amazon*) bestrahlt werden.

Tipps & Tricks

Sie können Ihren Chinesischen Pfefferbaum auch selbst aus Samen heranziehen und ihn von Anfang an entsprechend erziehen. Der Kauf von speziellen Bonsai-Samen ist allerdings nicht notwendig.

IJA

Text: Ines Jachomowski

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