Orchideendünger – Ein kleiner Kaufratgeber

Welcher Orchideendünger ist der beste für Ihren Bedarf? Mit unserem ausführlichen Ratgeber möchten wir Ihnen bei der Beantwortung dieser Frage helfen. Wir gehen den wichtigsten Kaufkriterien auf den Grund, liefern einige grundlegende Hinweise zur Anwendung und Dosierung des Düngemittels und stellen Ihnen drei empfehlenswerte Orchideendünger kurz vor - Produkte, die sich bei den Amazon-Rezensenten großen Zuspruchs erfreuen und unseres Erachtens gut sind.

orchideenduenger
Flüssigdünger ist ganz einfach anzuwenden

Unsere Empfehlungen

Art mineralisch
Typ Flüssigdünger
Zusammensetzung NPK 3-4-5 + Spurennährstoffe
Inhalt 500 ml
Preis/l ca. {PREIS/0,5} EUR

Die Rezensenten bei Amazon sind begeistert von diesem Orchideendünger. Er soll einfach anzuwenden sein und die Orchideen so richtig zum Leben erwecken. Wunderschöne und extrem viele Blüten scheinen der Anwendung des Mittels von Keyzers zu folgen. Da ist der relativ hohe Preis absolut gerechtfertigt.

Art organisch-mineralisch
Typ Flüssigdünger
Zusammensetzung NPK 5-3-5 + Spurennährstoffe
Inhalt 500 ml
Preis/l ca. {PREIS/0,5} EUR

Der Orchideendünger von Kölle’s Beste! ist ein echter Preishit. Trotz der guten Qualität kostet er sehr wenig. Die Zusammensetzung gestaltet sich ähnlich wie beim Sieger in unserem vergleichenden Test und die Wirkung gilt ebenfalls als überzeugend.

Art mineralisch
Typ Flüssigdünger
Zusammensetzung NPK 3×0,1 + Spurennährstoffe
Inhalt 1000 ml
Preis/l ca. {PREIS/1} EUR

Der Clou beim Compo Orchideenwasser ist, dass es Ihnen das separate Gießen erspart. Anders ausgedrückt fungiert das Produkt als kalkarmes Gießwasser und Orchideendünger in einem. Praktisch! Die Kunden bei Amazon äußern sich größtenteils lobend.

Kaufkriterien

Art

Orchideen benötigen lediglich geringe Mengen an Nährstoffen, dies aber kontinuierlich. Deshalb ist organischer Dünger hier weniger geeignet – er braucht stets eine Weile, bis er den Pflanzen die Nährstoffe verfügbar macht. Während dieser Zeit wären die Orchideen nicht versorgt, was ihnen schaden würde. Abgesehen davon ist organischer Dünger auf Erde und Wasser angewiesen, um sich auflösen zu können. Die Orchidee hat jedoch nur grobe Hackschnitzel als Erde und bekommt Wasser idealerweise bloß alle zwei Wochen stoßweise. Folglich kann sich organischer Dünger nicht richtig zersetzen.

Greifen Sie in diesem Fall also besser auf mineralischen Dünger zurück. Da die tropischen Orchideen nicht zum Verzehr geeignet sind, brauchen Sie sich bezüglich Bio-Qualität ausnahmsweise keine Gedanken zu machen. Mineralischer Dünger wird künstlich aus diversen Salzen, Nährstoffen und Spurenelementen hergestellt.

Tipps

Wenn Sie aus Prinzip doch lieber auf einen natürlichen Orchideendünger setzen wollen, sollten Sie sich für ein Produkt entscheiden, das Kleinstorganismen enthält. Diese helfen nämlich bei der Zersetzung und forcieren demnach eine schnelle(re) Wirkung des Düngemittels.

Zusammensetzung

Orchideen brauchen viele verschiedene Nährstoffe – aber alle nur in dezentem Maße:

  • Stickstoff
  • Phosphor
  • Kalium
  • Kalzium
  • Magnesium
  • Zink
  • Mangan
  • Eisen
  • und andere

In den meisten Allround-Zimmerpflanzendüngern sind Stickstoff, Phosphor und Kalium überpräsent – aus Sicht der Orchidee. Sie reagiert äußerst empfindlich auf eine allzu hohe Salzkonzentration und kränkelt dann genauso wie bei einem Nährstoffmangel.

Gute Orchideendünger beinhalten also von allen Stoffen ein bisschen, aber nicht zu viel.

Typ

Flüssigdünger: Orchideendünger weisen meist eine flüssige Konsistenz auf. Die Gabe des Flüssigdüngers erfolgt vorzugsweise mit dem Tauchen der Orchidee im Wasser (dem empfohlenen Gießvorgang bei dieser Pflanze). Alle zwei Gieß- beziehungsweise Tauchvorgänge sollten Sie das Wasser mit dem Dünger anreichern. Der grundlegende Vorgang bleibt derselbe: Den Orchideentopf tauchen, ein paar Minuten warten, dann das Wasser abkippen. So versorgen Sie die Orchidee mit ausreichend Nährstoffen. Wichtig ist hier, die Düngung weder zu vergessen noch zu oft anzuwenden.

Düngerstäbchen: Düngerstäbchen sind eine solide und aufwandsarme Alternative für vergessliche Orchideenkultivierer. Einmal ins Substrat gesteckt, halten sie sich häufig wochen- oder sogar monatelang. Die festen Dünger zersetzen sich nach und nach und sind perfekt an die Ansprüche der Pflanzen angepasst. Was die benötigte Anzahl der Düngerstäbchen im Substrat angeht, folgen Sie am besten den Angaben des jeweiligen Herstellers. Die Stäbchen sind auch praktisch, wenn Sie im Urlaub weilen.

Übrigens: Andere feste Düngemittel, beispielsweise Streukügelchen, sind vollkommen ungeeignet, wenn Sie das Tauchen als Gießmethode praktizieren. Zwar lösen sie sich im Wasser sofort auf, doch dann sacken sie nach unten ab und bleiben für die Orchidee unerreichbar am Topfboden.

Düngerspray: Der Handel hält auch Düngersprays bereit, die Sie auf die Blätter der Orchidee sprühen müssen. Aber: Die Blätter können nur einen kleinen Teil der Nährstoffe aufnehmen (den großen Rest erledigen die Wurzeln). Deshalb sollte dies keinesfalls die einzige Darreichungsform sein. Prinzipiell empfehlen sich Düngersprays mehr für Profi-Züchter.

Dosierbarkeit

Ob bei Orchideendüngern oder anderen Düngemitteln: Die Dosierbarkeit ist oftmals ein kritischer Punkt. Praktisch und problemlos anzuwenden sind die Düngerstäbchen. Doch gerade bei Flüssigdüngern lassen die (nicht vorhandenen) „Ideen“ der Hersteller teilweise sehr zu wünschen übrig. Prüfen Sie vor dem Kauf anhand der Herstellerbeschreibungen und insbesondere der Kundenrezensionen, ob Sie den Dünger gut dosieren können.

Zudem ist es natürlich von Vorteil, wenn der Dünger besonders niedrig dosiert werden muss, Stichwort Ergiebigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Orchideendünger?

Bei einem Orchideendünger handelt es sich um ein Düngemittel, das speziell auf die Bedürfnisse der beliebten exotischen Pflanzenschönheit Rücksicht nimmt. Das bedeutet, der Dünger ist so zusammengesetzt, dass er den vergleichsweise geringen Nährstoffbedarf der Orchidee (Schwachzehrer) optimal abdeckt. Mit herkömmlichen Düngern besteht die Gefahr einer falschen Düngung beziehungsweise Überdüngung, die der Pflanze schadet. Deshalb ist es sinnvoll, für Orchideen nur hochwertigen Orchideendünger zu verwenden.

Wie wende ich Orchideendünger richtig an?

Dies hängt hauptsächlich davon ab, welchen Düngertyp Sie einsetzen.

  • Flüssigdünger: Gabe über das Gieß-/Tauchwasser, alle zwei Gießvorgänge
  • Düngerstäbchen: Gabe durch Stecken der Stäbchen ins Substrat , Austausch alle paar Wochen/Monate (Herstellerhinweise beachten!)
  • Düngerspray: Gabe durch Sprühen des Düngers auf die Blätter (und Wurzeln)

In puncto Dosierung halten Sie sich einfach an die Herstellerangaben. In der Regel reicht sogar etwas weniger Dünger aus. Grundsätzlich gilt: besser zu wenig als zu viel.

Achtung: Düngen Sie nur während der Wachstumsperiode. Beginnen Sie im Frühjahr, sobald sich die ersten Blättertriebe und Knospen ankündigen. Beenden Sie die Düngung, wenn die Blüten nach dem Sommer abfallen.

Tipps

Wirft die Orchidee mitten im Sommer ihre Blüten ab, können Sie noch bis Ende September weiterdüngen – eventuell schafft die Pflanze eine zweite Blüte.

Hier ein interessantes Video zur richtigen Pflege von Orchideen:

Youtube

Welche Marken bieten guten Orchideendünger?

Zu den beliebtesten Marken für qualitativ überzeugende Orchideendünger gehören zum Beispiel Compo, Dehner, Neudorff, Chrysal und Greenworld.

Wo kaufe ich Orchideendünger am besten?

Orchideendünger finden Sie fast überall, ob im Baumarkt (OBI, Bauhaus et cetera), im Gartenfachcenter, in der Drogerie (DM, Rossmann) oder saisonal im Supermarkt oder Discounter (Rewe, Lidl, Aldi). Die größte Auswahl bietet Ihnen Amazon.

Kann ich Orchideendünger auch für andere Pflanzen verwenden?

Jein. Für Pflanzen, die ähnlichen Ursprungs sind wie Orchideen und einen vergleichbaren Nährstoffbedarf haben, können Sie ruhig Orchideendünger verwenden. Bei Pflanzen mit ganz anderem Profil sollten Sie jedoch einen darauf abgestimmten Dünger einsetzen.

Kann ich Orchideendünger selbst herstellen?

Ja, es gibt Hausmittel, mit denen Sie Orchideendünger auch selber machen können. Hier einige Inspirationen im Überblick:

  • Bittersalz (liefert Magnesium)
  • Melasse (Kalium)
  • Kartoffel- oder Reiswasser (Kalium, Kalzium, Vitamin B)
  • Schwarzteebeutel (Stickstoff)
  • Eichenblätter (Stickstoff)
  • Eierschalen (Proteine, Kalium, Kalzium)

Da es bezüglich der Dosierung allerdings mehr auf ein Probieren hinausläuft und nicht sichergestellt werden kann, dass diese Hausmittel Ihre Orchideen wirklich gut versorgen, raten wir von der DIY-Düngerzubereitung ab. Außerdem ist der Aufwand gemeinhin sehr viel höher als bei einer kontinuierlichen Düngung mit einem speziellen Orchideendünger aus dem Handel.

Text: Gartenjournal.net

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