Mulchmäher – Ein kleiner Kaufratgeber

Mit einem Mulchmäher erledigen Sie quasi zwei Gartenarbeiten auf einmal: Sie kürzen Ihren Rasen und düngen ihn gleichzeitig auch - und zwar auf besonders natürliche und umweltfreundliche Weise. Welche Modelle zu empfehlen sind und worauf Sie beim Kauf eines Mulchmähers prinzipiell achten sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

mulchmaeher
Ein Mulchmäher ist ein sehr praktisches Gerät

Unsere Empfehlungen

Antrieb Benzin (Kraftstoff)
Schnittbreite 48 cm
Schnitthöhe 25-70 mm
Gewicht 24,3 kg
Reiner Mulchmäher ja

Das Modell von DOLMAR ist aus drei Gründen unser Mulchmäher-Testsieger: Bei ihm handelt es sich um einen der relativ wenigen „echten“ Mulchmäher auf dem Markt – also ein Gerät, das der Hersteller in allen Details auf perfektes Mulchen hin optimiert hat; darüber hinaus erweist sich der Mulchmäher als sehr leistungsstark; und die Rezensenten bei Amazon zeigen sich von diesem Modell begeistert. Sie loben den einfachen Aufbau, die hohe Qualität der Metallteile und die überzeugenden Mulchergebnisse. Wer einen wertigen Mulchmäher für größere Rasenflächen benötigt, trifft mit der Ausführung von DOLMAR eine hervorragende Wahl.

Antrieb Akku
Schnittbreite 46 cm
Schnitthöhe 25-75 mm
Gewicht 23,1 kg
Reiner Mulchmäher nein

Das akkubetriebene Gartengerät von IKRA versteht sich als kombinierter Rasen- und Mulchmäher. Diese Multifunktionalität kommt gut an, zumal sowohl das klassische Rasenmähen als auch das Mulchmähen beeindruckende Ergebnisse liefern sollen – laut Amazon-Rezensenten. Als Vorzüge nennen die Käufer den Doppel-Akku, der längeres Mähen am Stück ermöglicht, und den komfortablen Radantrieb. Letzterer kann jedoch offenbar dazu führen, dass der Akku schneller schlapp macht.

Antrieb Elektro
Schnittbreite 40 cm
Schnitthöhe 28-68 mm
Gewicht 19,2 kg
Reiner Mulchmäher nein

Auch beim AL-KO Rasen- und Mulchmäher sind die praktischen Erfahrungen der Amazon-Kunden größtenteils sehr positiv. Gerade das wunderbar funktionierende Mulchmähen heben viele Käufer explizit hervor. Die Produktmerkmale und Berichte der Rezensenten zusammengenommen, ist dieses Gerät unserer Ansicht nach ein würdiger Preisleistungssieger und ideal für Hobbygärtner, die eine kleine Grünoase mulchmähen wollen, ohne dafür allzu tief ins Portemonnaie greifen zu müssen.

Kaufkriterien

Antrieb

Elektro: Elektrisch betriebene Mulchmäher sind einfach zu bedienen und relativ leise im Betrieb. Überdies hält sich der Wartungsaufwand in Grenzen. Lästig ist nur, dass eine Stromquelle benötigt wird – sprich eine gut positionierte Steckdose – und Sie ständig Gefahr laufen, über das Stromkabel zu stolpern oder zu fahren. Das Kabel begrenzt auch die Reichweite, weshalb ein Elektro-Mulchmäher bloß in kleineren Gärten Sinn macht.

Akku: Im Gegensatz zu Elektro-Modellen mit Kabel bieten Ihnen Akku-Mulchmäher volle Bewegungsfreiheit. Allerdings müssen Sie den Akku regelmäßig aufladen. Da dessen Kapazität meist nicht für mehr als 30 bis 45 Minuten reicht, sollten Sie entweder immer einen Zweit- beziehungsweise Ersatzakku parat haben oder nur kleinere Rasenflächen bearbeiten.

Benzin: Benzin-Mulchmäher sind in puncto Leistung unschlagbar. Deshalb empfehlen sie sich vor allem für große Flächen ab 700 Quadratmetern. Nachteile sind die hohe Lautstärke (Gehörschutz tragen!) und die erforderliche Wartung der für den Betrieb wichtigsten Teile (Ölstand kontrollieren, Öl wechseln, Zündkerzen reinigen, Benzin ablassen). Zudem schadet der benzinbetriebene Mulchmäher der Umwelt mehr als die beiden anderen Varianten.

Schnittbreite

Grundsätzlich gilt: Je größer die Schnittbreite des Mulchmähers ist, desto schneller sind Sie mit dem Mähen fertig. Dennoch raten wir Ihnen, gut zu überlegen, ob Sie wirklich eine ausgeprägte Arbeitsbreite bevorzugen sollten.

  • Mulchmäher mit großer Schnittbreite haben auf Rasenflächen mit engen, verwinkelten Abschnitten Probleme. Beispielsweise empfiehlt sich für einen Rasen mit mehreren Hecken und Bäumen definitiv eine geringere Schnittbreite.
  • Im Falle einer Rasenfläche, die weitestgehend frei von Hindernissen ist, sparen Sie sich mit einer großen Schnittbreite häufiges Hin- und Herfahren.

Bei den meisten Mulchmähern liegt die Schnittbreite irgendwo zwischen 30 und 50 Zentimetern.

Schnitthöhe

Wählen Sie einen Mulchmäher, dessen Schnitthöhe Sie stufenlos verstellen können – und zwar innerhalb einer möglichst üppigen Spanne.

Tipps

Hochgras sollten Sie zu Beginn in mehreren Etappen (nicht auf einmal!) auf eine Höhe von drei bis vier Zentimeter bringen. Danach ist wichtig, das Gras nicht mehr so hoch wachsen zu lassen (bis maximal sechs Zentimeter), um die Halme bei den folgenden Mäheinheiten jeweils nur um ein Drittel kürzen zu müssen.

Gewicht

Im ersten Moment würde man meinen, dass Mulchmäher mit geringem Gewicht besser wären. Doch das Gegenteil ist der Fall. Zwar sind leichte Mäher kompakter und müheloser zu verstauen, dafür allerdings auch weitaus weniger stabil. Die Fliegengewichte unter den Mulchmähern (um die zehn Kilogramm) liegen oft nicht allzu gut auf dem Boden, was den Geradeauslauf massiv stören kann. Somit ist ein schwererer Mulchmäher in der Regel die wertigere Wahl.

Extras und Zubehör

Praktische Extras und nützliches Zubehör für einen Mulchmäher im Überblick:

  • Radantrieb (Motor treibt auch die Räder an und erleichtert das Mähen – ideal bei einem schwereren Gerät oder wenn Sie in Hanglage mulchmähen wollen)
  • anbringbarer Fangkorb (um bei Bedarf auch klassisch mähen zu können)

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Mulchmäher?

Äußerlich sieht der Mulchmäher genauso aus wie ein normaler Rasenmäher. Allerdings wird das gehäckselte Gras beim Mulchmäher nicht in einem Korb aufgefangen. Stattdessen fällt das Häckselgut auf den Rasen zurück und dient als Düngemittel. Der Mulch (239,00€ bei Amazon*) verrottet und schließt den Nährstoffkreislauf des Bodens auf natürliche Weise, was Letzteren weniger auslaugt.

Übrigens: Während die Messer normaler Rasenmäher gerade sind, präsentieren sich die Messer von Mulchmähern gekröpft, wodurch es im Inneren des Geräts zu einer Verwirbelung des Grases kommt. Dies wiederum macht das Schnittgut feiner.

Welche Vor- und Nachteile hat das Mulchmähen?

Vorteile:

+ kein Schnittgut zu entsorgen
+ langsame, kontinuierliche Abgabe von Nährstoffen an den Boden
+ Artenzusammensetzung des grünen Gartenteppichs bleibt erhalten
+ begünstigt Ansiedlung von Regenwürmern
+ weniger Düngemittel erforderlich
+ besonders umweltfreundlich

Nachteile:

  • für perfekte Ergebnisse ist ein trockener und kurzer (max. 6 cm) Rasen elementar
  • häufigeres Mähen nötig
  • falsch eingearbeiteter Mulch führt zu Flächenbildung, Fäulnis und Schneckenbefall

Was ist besser: Rasenmäher oder Mulchmäher?

Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Je nachdem, ob Sie Ihren Rasen einfach nur kürzen oder darüber hinaus auch gleich noch natürlich düngen wollen, brauchen Sie einen herkömmlichen Rasenmäher oder einen Mulchmäher. Welche Variante besser ist, hängt also vom gewünschten Einsatz beziehungsweise Effekt ab.

Tipps

Manchmal besteht auch die Möglichkeit, einen Mulchmäher mit einem Fangkorb nachzurüsten und je nach Bedarf klassisch oder doch mulchend zu mähen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Rasenmäher mit Mulchfunktion (Mulch-Kit). Die letztgenannten Ausführungen sind sogar in der Überzahl – verglichen mit „echten“ Mulchmähern.

Spannend: Diverse Studien, unter anderem eine der Universität für Bodenkultur in Wien, haben bewiesen, dass Mulchmähen einen schöneren Rasen erwirkt als das Mähen mit einem herkömmlichen Rasenmäher gepaart mit einer separaten Düngemittelgabe.

Welche Marken bieten gute Mulchmäher?

Viele bekannte Marken führen solide bis erstklassige Mulchmäher in ihrem Sortiment. Hier einige Hersteller im Überblick:

  • Husqvarna
  • John Deere
  • SABO
  • Stihl
  • VIKING
  • AS-Motor
  • Honda
  • STIGA
  • Makita
  • DOLMAR
  • Toro
  • AL-KO
  • FUXTEC
  • WOLF-Garten
  • KLIPPO
  • MTD
  • Bosch
  • GARDENA
  • Kubota
  • Einhell
  • Güde

Wie viel kostet ein Mulchmäher?

Mulchmäher und kombinierte Rasen-/Mulchmäher kosten je nach Qualität und Hersteller meist zwischen 80 und 500 Euro. Neben den „gewöhnlichen“ Mulchmähern stehen auch Mähroboter zur Wahl, die Ihnen das Mähen und Mulchen komplett abnehmen. Für den maschinellen Hilfsarbeiter fallen jedoch normalerweise mindestens 800 Euro an.

Tipps

Bei OBI und in einigen anderen Baumärkten stehen Mulchmäher teilweise nicht nur zum Kauf, sondern auch zur Leihe zur Verfügung. Wenn Sie das Gartengerät selten benötigen, kann es sich mitunter lohnen, es vorübergehend gegen Gebühr zu mieten. Möchten Sie doch einen Mulchmäher kaufen, aber möglichst Geld sparen, empfehlen wir Ihnen, den für Ihren Bedarf besten Mulchmäher gebraucht zu bestellen.

Gibt es einen Mulchmäher-Test der Stiftung Warentest?

Nein, die Stiftung Warentest hat sich der Frage, welcher Mulchmäher der beste ist, bisher noch nicht gewidmet. Es gibt lediglich diverse Tests zu Rasenmähern, die teilweise mit einer Mulchfunktion ausgestattet sind. Der letzte dieser Vergleiche wurde im März 2019 veröffentlicht.

Zubehör

Harke

Arbeiten Sie das auf den Rasen geworfene Schnittgut hinterher mit einer Harke ein, um eine gefährliche Flächenbildung und damit einhergehend Fäulnis zu verhindern.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: ungvar/Shutterstock

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.