Mulchfolie – Ein kleiner Kaufratgeber

Wohin Sie im Garten auch sehen, überall sprießen bunte Blumen, üppige Stauden, knackiges Gemüse und jede Menge Unkraut. Da heißt es: Jäten, jäten und jäten, damit Ihnen das wuchernde Beikraut nicht alsbald über den Kopf wuchert. Mit einer Mulchfolie - auch als Unkrautfolie bezeichnet - wäre das nicht passiert, denn diese hält den unerwünschten Bewuchs zuverlässig fern. Lesen Sie im folgenden Ratgeber, wie Sie die Unkrautfolie richtig einsetzen, worauf Sie beim Kauf achten sollten und welche Hersteller empfehlenswert sind.

mulchfolie
Mulchfolie verhindert Unkrautwachstum

Unsere Empfehlungen

Material Polypropylen
Breite 1,2 Meter
Ausreichend für 30 Quadratmeter
Grammatur 150 Gramm je Quadratmeter
Gewicht ca. 4,5 Kilogramm
Besonderheiten UV-stabil, verrottungsfest, inkl. 10 Erdanker
Preis/m² ca. {PREIS/30} EUR

Diese schwarze Unkrautfolie aus reißfestem, verrottungsfestem sowie frost- und hagelbeständigem Polyprophylen lässt sich leicht verlegen: Einfach mit einer Schere auf die gewünschte Größe zuschneiden und mit einer Überlappung zwischen zehn und 15 Zentimetern auf dem Beet verlegen. Um Stauden, Sträucher oder Nutzpflanzen ins Gartenbeet zu setzen, schneiden Sie kreuzweise Einschnitte in die Mulchfolie. Das Unkraut hat keine Chance, entzieht die Folie ihm doch das Licht und stoppt so das Wachstum. Damit Sie Ihre Zier- und Nutzpflanzen angemessen versorgen können, ist sie allerdings wasser- sowie auch luftdurchlässig. Die Mulchfolie eignet sich für den Terrassen- und Wegebau, für den Steingarten, für Blumen- und Staudenrabatten sowie für Gemüsebeete. Die Folie verrottet nicht und kann mehrmals verwendet werden.

Material schwarzes Kunststoffvlies
Maße 1,6 x 30 Meter
Ausreichend für 48 Quadratmeter
Grammatur 50 Gramm je Quadratmeter
Gewicht ca. 2,4 Kilogramm
Besonderheiten reißfest, verrottungsfest. UV-stabil
Preis/m² ca. {PREIS/48} EUR

Auch dieses Vlies ist verrottungsfest, reißfest, UV-stabil und kann viele Jahre im Beet verbleiben. Es ist einfach zu verlegen: Einfach auf die gewünschte Größe zuschneiden, im Beet auslegen, Folie mit Kreuzschnitten für die Pflanzungen versehen, Pflanzen hineinsetzen und anschließend Folie mit Mulch,(239,00€ bei Amazon*) Muttererde oder Pflanzerde bedecken. Unkraut kann nun nicht mehr wachsen, sodass Sie weniger Arbeit mit Jäten haben. Gegenüber Wasser und flüssigem Dünger ist die Mulchfolie durchlässig, somit können Sie Ihre Zier- und Nutzpflanzen wie gewohnt versorgen.

Ein weiterer Vorteil des Vlieses besteht in der schwarzen Farbe: Diese speichert Wärme, sodass Ihre Pflanzen besser vor Kälte geschützt sind. Mulchfolie können Sie für alle Zier- und Nutzpflanzen verwenden, lediglich zur Stabilisierung von Böschungen etc. ist sie nicht geeignet. Übrigens erhalten Sie keine Rolle – wie auf dem Produktbild abgebildet – sondern eine in der gewünschten Größe zugeschnittene und gefaltete Matte.

Material aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, erdölfrei
Maße 5 x 1,6 Meter
Ausreichend für 8 Quadratmeter
Grammatur 50 Gramm je Quadratmeter
Gewicht ca. 1,3 Kilogramm
Besonderheiten Öko-Qualität
Preis/m² ca. {PREIS/8} EUR

Wenn Sie sich keine Plastikfolie ins Gartenbeet legen möchten, die Sie irgendwann fachgerecht entsorgen müssten, ist diese kompostierbare Mulchfolie die richtige Wahl. Diese Öko-Mulchfolie besteht aus dem Bio-„Kunststoff“ PLA, der aus Maisstärke gewonnen wird und unter industriellen Bedingungen (d. h. bei Temperaturen von mehr als 70 Grad Celsius) kompostiert werden kann. Das nachhaltige, erdölfreie Produkt wird ebenso verlegt wie Kunststoff-Vliese und besitzt eine ähnliche Lebensdauer im Gartenbeet.

Kaufkriterien

Material

Mulchfolie bestehen zumeist aus Kunststoffen wie Polypropylen, Polyester oder Polyamid. Diese synthetischen Stoffe haben den Vorteil, dass sie reißfest, verrottungsfest und damit sehr lange haltbar sind. Allerdings werden sie aus Erdöl hergestellt und sind daher ökologisch bedenklich – ganz abgesehen davon, dass Sie sie nach einigen Jahren fachgerecht entsorgen müssen. Wer das nicht möchte, greift zu kompostierbaren Materialien, beispielsweise auf der Basis von Maisstärke. Derartige Mulchfolien schonen Ressourcen, da sie aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt werden und zudem einfach entsorgt werden können – sie werden kompostiert und so in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt.

Eigenschaften

Ein gutes Mulchvlies ist luftdurchlässig, denn Pflanzen brauchen für ihr Wachstum ausreichend Sauerstoff – nur ein gut belüfteter Boden ist reich an Mikroorganismen, die wiederum für die Humusbildung und damit für die Pflanzengesundheit unverzichtbar sind. Auch sollten Unkrautfolien wasserdurchlässig sein, damit Sie Ihre Pflanzen ausreichend gießen und düngen können. Sehr engmaschige Vliese lassen nur wenig Wasser und Luft durch, zudem kann sich das Wasser hier stauen und zu Schimmelbildung führen. Pflanzen mit einem hohen Wasserbedarf sollten daher in ein Beet mit nicht allzu engmaschigen Folien gesetzt werden.

UV-Stabilität

Hingegen sollte das Mulchvlies nicht lichtdurchlässig sein, da dies das Wachstum der Unkräuter nur fördert – aus diesem Grund sind die meisten Unkrautfolien schwarz, da diese Farbe kein Licht durchlässt. Dafür speichert sie zusätzliche Wärme, die wiederum Ihren Zier- und Nutzpflanzen zugute kommt. Achten Sie zudem auf eine hohe UV-Stabilität, da UV-Licht die meisten Stoffe mürbe und brüchig werden lässt – anschließend müssten Sie die rasch unbrauchbar gewordene Folie ersetzen.

Grammatur / Flächengewicht

Die Grammatur bezeichnet das Flächen- bzw. Quadratmetergewicht eines Mulchvlieses. Viele Produkte werden mit einer Grammatur von 50, 100 oder 150 Gramm je Quadratmetern angeboten. Je höher der angegebene Wert, desto engmaschiger sind die Poren und desto dichter ist das Vlies. Das bedeutet, dass zwar weniger Unkraut hindurchkommt, aber auch, dass Wasser und Flüssigdünger ebenso gut abgewehrt werden. Daher sind Mulchfolien mit einem Flächengewicht von 50 Gramm je Quadratmeter in der Regel vollkommen ausreichend – es sei denn, der Unkrautdruck ist in Ihrem Garten extrem hoch. Dann sollten Sie ein engmaschigeres Produkt wählen.

Maße

Mulchvlies wird zumeist in Rollenform angeboten. Diese Rollen sind ein oder zwei Meter breit und mehrere Meter lang. Daneben gibt es noch die Möglichkeit, individuelle Größen zu bestellen. Diese Vliese erhalten Sie zumeist in Rechteckform gefaltet. Für wie viele Quadratmeter das Vlies ausreicht, ist in der Produktbeschreibung angegeben – doch Vorsicht: Bei der Berechnung des Bedarfs müssen Sie einplanen, dass das Vlies überlappend verlegt wird – zwischen 10 und 15 Zentimeter je Vliesstück und Seite gehen hierbei verloren.

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Häufig gestellte Fragen

Wann ist welche Grammatur sinnvoll?

Mulchfolie mit einer Grammatur von 50 Gramm je Quadratmeter eignet sich sehr gut für den Nutzgarten, weil sie viel Wasser und Luft durchlässt und viele Unkräuter gut abhält. Lediglich sehr hartnäckige Unkräuter wie z. B. Giersch lassen sich nicht beirren und wachsen einfach durch das Vlies durch. In stark unkrautgeplagten Gärten ist daher ein Vlies mit einer höheren Grammatur von 100 oder sogar 150 Gramm je Quadratmetern sinnvoll – allerdings lässt sich letzteres nicht mehr für den Nutzgarten verwenden, da es zu wenig Wasser durchlässt.

Welche Hersteller bieten Mulchfolie an?

Neben Gartenherstellern wie Gardenmate, GardenFlora und Aquagart gibt es einige spezialisierte Hersteller für Vliesstoffe. Hierzu gehören beispielsweise die polnische Firma Plant-Protex, die zu dem amerikanischen Konzern DuPont gehörende Marke Plantex sowie das deutsche Unternehmen AVO Vliesstoffe GmbH. Daneben gibt es noch zahlreiche andere Anbieter, etwa Bau- und Gartenfachmärkte, die ihre Eigenmarken anbieten.

Wie verlegt man Unkrautvlies im Garten richtig?

Vor dem Verlegen des Vlieses sollten Sie die Beetfläche sorgfältig einebnen, lockern und von spitzen Steinen sowie von Unkraut befreien. Verlegen Sie das Vlies stets so, dass sich die Seiten und Kanten um 10 bis 15 Zentimeter überlappen, damit wirklich kein Unkraut durch entstehende Ritzen durchkommt. Dabei können Sie die Folie mit einer einfachen Schere zuschneiden. Breiten Sie sie flach auf der Erde aus und bringen Sie an vorgesehenen Pflanzstellen kreuzförmige Einschnitte an. Hierhinein setzen Sie die gewünschten Zier- oder Nutzpflanzen, anschließend bedecken Sie die Folie mit Mulch, Erde oder Kieselsteinen. An den Seiten sollte sie zudem befestigt und so vor einem Verrutschen gesichert werden, beispielsweise mit Erdankern.

Welche Seite sollte beim Verlegen nach oben zeigen?

Viele Mulchvliese haben eine matte und eine glatte Seite. Das jedoch ist der Verarbeitung geschuldet und hat keinen Einfluss darauf, welche Seite oben liegen sollte – die gewünschten Eigenschaften treffen auf beide Seiten gleichermaßen zu. Daher ist es tatsächlich egal, welche Seite beim Verlegen nach oben zeigt.

Zubehör

Erdanker

Damit die Mulchfolie im Beet unverrückbar liegen bleibt – und nicht etwa auf (leicht) ansteigenden Flächen oder auf Böschungen mit der Zeit ins Rutschen kommt – sind Erdanker eine gute Möglichkeit, sie stabil und sicher im Boden zu befestigen.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Artalis/Shutterstock

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