Motorschubkarre – Ein kleiner Kaufratgeber

Mit einer Motorschubkarre fallen Ihnen Transportarbeiten im Garten um einiges leichter. Im Gegensatz zu einer manuellen Schubkarre bewegt sich die akku- oder benzinbetriebene Ausführung von selbst - Sie haben nur die Aufgabe, sie zu starten und zu lenken. Worauf Sie beim Kauf einer Motorschubkarre achten sollten und welche Modelle besonders zu empfehlen sind, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

motorschubkarre
Mit einer Motorschubkarre lassen sich auch schwere Lasten einfach transportieren

Unsere Empfehlungen

Art Benzinmotor
Motorleistung 4,8 kW (6,5 PS)
Allradantrieb ja
Gänge 3 V, 1 R
Tragkraft 300 kg

Diese benzinbetriebene Motorschubkarre ist für anspruchsvolle Gärtner buchstäblich „DENQBAR“. Sie begeistert mit erstklassigen Eigenschaften und überzeugt auch die Käufer bei Amazon. Das Gerät wird als „für jede Arbeit zu gebrauchen“ und „top“ beschrieben.

Art Benzinmotor
Motorleistung 4,1 kW (5,5 PS)
Allradantrieb ja
Gänge 3 V, 1 R
Tragkraft 300 kg

Der Mini-Dumper von HECHT hat ähnliche Charakteristika wie der Testsieger in unserem Vergleich auf Basis der Kundenrezensionen bei Amazon. Einzig die Motorleistung ist einen Tick niedriger, was sich aber nicht groß auswirkt. Die Meinungen der Kunden sind sehr positiv. Ein User bezeichnet die Motorschubkarre als „einfach empfehlenswert“.

Art Benzinmotor
Motorleistung 4,8 kW (6,5 PS)
Allradantrieb ja
Gänge 3 V, 1 R
Tragkraft 300 kg

Die Motorschubkarre von Zipper weist identische Leistungsdaten auf wie der erstplatzierte Mini-Dumper. Sie liegt nur aufgrund des etwas höheren Preises auf dem dritten Rang. Ansonsten gibt es wenig zu bemängeln. Die Rezensenten bei Amazon loben die hohe Qualität und nennen die Schubkarre teilweise „ein Arbeitstier für den privaten Einsatz“.

Kaufkriterien

Arten

Elektro-/Akkuschubkarre: Wenn von einer Elektroschubkarre die Rede ist, handelt es sich logischerweise um eine akkubetriebene Schubkarre, denn mit einem Stromkabel würde die Nutzung des Geräts doch ziemlich utopisch. Der Vorteil der Elektroschubkarre liegt in der im Vergleich zur benzinbetriebenen Ausführung geringen Lärmentwicklung. Darüber hinaus hält der Akku je nach Modell immerhin bis zu sechs Stunden durch – und benötigt dann wiederum vier bis fünf Stunden, bis er neu geladen ist.

Benzinbetriebene Schubkarre: Der „Akku“ der benzinbetriebenen Schubkarre ist der Treibstoff, den es in den dafür vorgesehenen Tank einzufüllen gilt. Im Betrieb stößt das Gerät CO2 aus und schadet damit der Umwelt. Dafür ist die Schubkarre mit Benzinmotor aber leistungsstärker als eine Elektroschubkarre. Sie hält vollgetankt normalerweise deutlich länger durch und kann gemeinhin auch mit höheren Lasten beladen werden. Ein wesentlicher Nachteil ist die Lautstärke im Betrieb. Tragen Sie einen Gehörschutz!

Raupe: Die sogenannte Raupe ist eine Spezialform der Motorschubkarre. Sie wird vornehmlich im professionellen Bereich eingesetzt, kann sich aber definitiv auch in großen Privatgärten bezahlt machen. Mit einer Raupenschubkarre meistern Sie Steigungen von bis zu 63 Prozent – je nach Modell. Des Weiteren erlaubt die Raupe auch bei Schnee sichere Transportarbeiten im Garten. Manche Ausführungen sind mit einem Schneeschild als Zubehör erhältlich.

Spezifische Merkmale je nach Art

Je nachdem, welche Art von Motorschubkarre Sie bevorzugen, sollten Sie spezifische Merkmale genauer unter die Lupe nehmen. Wir fassen Ihnen kurz zusammen, worauf es bei den drei Haupttypen ankommt.

Elektro-/Akkuschubkarre:

  • Akkutyp (Lithium-Ionen-Akku wählen!)
  • Akkukapazität (möglichst lange Laufzeit)
  • Aufladedauer des Akkus (je kürzer, desto besser)

Schubkarre mit Benzinmotor:

  • Motorleistung
  • Fassungsvermögen des Tanks (beeinflusst, wie oft/schnell Sie Treibstoff nachfüllen müssen)
  • Lautstärke (jedes Dezibel weniger zählt – vor allem für Ihre Nachbarn)
  • Allradantrieb (vorteilhaft, besseres Fahrverhalten)

Raupe:

  • Motorleistung
  • Qualität/Stabilität des Raupenfahrwerks
  • Steigfähigkeit

Gangschaltung

Je mehr Gänge vorhanden sind, desto besser ist die Übersetzung der Motorschubkarre. Zwei (Elektroschubkarre) bis drei (Benzin- und Raupenschubkarre) Vorwärtsgänge sollten es sein – und auch ein Rückwärtsgang muss natürlich vorhanden sein.

Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeiten von Motorschubkarren sind prinzipiell an Gehgeschwindigkeiten angepasst. Bei Elektroschubkarren beträgt das Tempo vorwärts in der Regel maximal 7 km/h, bei benzinbetriebenen Modellen können es bis zu 16 km/h sein.

Der Rückwärtsgang dient nur als Rangierhilfe, deshalb ist die Geschwindigkeit bei ihm generell sehr niedrig und erreicht meist nicht mehr als 3,5 km/h.

Hinweis: Bedenken Sie, dass Schubkarren mit Raupenfahrwerk grundsätzlich langsamer sind als Modelle mit Radantrieb.

Bremsen

Achten Sie darauf, dass Ihre ausgewählte Motorschubkarre mit funktionstüchtigen Bremsen (Vorder- und Hinterradbremse, Feststellbremse) ausgerüstet ist, damit Sie das Gerät stets unter Kontrolle behalten.

Steigungswinkel

Werfen Sie auch einen Blick auf den maximalen Steigungswinkel und überschreiten Sie die Angabe niemals, wenn Sie mit Ihrer Motorschubkarre in Hanglagen tätig sind. Ansonsten könnte die Schubkarre kippen und Sie schwer verletzen. Um ganz auf Nummer Sicher zu gehen, empfehlen wir Ihnen sogar, den vom Hersteller angegebenen Wert stets noch ein Stück weit zu unterschreiten.

Tragkraft

Je nachdem, was Sie mit der Motorschubkarre transportieren wollen, sollte die Tragkraft ausreichend hoch sein. Top-Geräte halten 300 bis 500 Kilogramm aus.

Ladefläche

Mulde: Möchten Sie loses Material wie Erde oder Sand befördern, ist eine Wanne (Muldenaufsatz) optimal.

Dumper: Benötigen Sie mehr Ladevolumen und wünschen eine Kippfunktion, treffen Sie mit einem Dumper die richtige Wahl.

Pritsche: Für den Transport sperriger Gegenstände ist eine Pritsche perfekt. Mit ihrer Flachheit macht sie das Gartengerät zu einem Hybrid aus Schub- und Sackkarre.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Motorschubkarre?

Bei einer Motorschubkarre handelt es sich um eine Schubkarre, die motorisch betrieben wird. Das heißt, der Gärtner muss die schwere Karre nicht selbst vorwärtsbewegen, sondern braucht sie lediglich zu führen – das Fahren erledigt der verbaute Motor (Elektro-/Akku- oder Verbrennungsmotor). Ihre Vorteile spielt die motorisierte Karre insbesondere am Hang oder beim Transport extrem schwerer Güter aus.

Wie funktioniert eine Motorschubkarre?

In einer Motorschubkarre ist immer ein Motor verbaut, den je nach Typ der Akku oder Treibstoff speist. Sobald Sie den Motor einschalten, bewegt sich das Gerät von selbst mit einer bestimmten Geschwindigkeit. Sie haben dann lediglich die Aufgabe, die Karre über die Griffe zu führen/lenken.

Hier sehen Sie eine Motorschubkarre im Einsatz:

Youtube

Welche Marken bieten gute Motorschubkarren?

Zu den bekanntesten und beliebtesten Marken für Motorschubkarren gehören etwa Güde, Honda, Makita, DENQBAR, HECHT, Zipper, Bravo, Carry, Jansen, Weber und Scheppach.

Wo kaufe ich eine Motorschubkarre am besten?

Motorschubkarren stehen Ihnen in gut sortierten Baumärkten wie OBI, toom, Bauhaus oder Hornbach normalerweise zur Verfügung. Die größte Auswahl genießen Sie jedoch bei Amazon.

Tipps

Wenn Sie die Motorschubkarre nur einmalig benötigen, ist es gemeinhin sinnvoller, sie im Baumarkt Ihres Vertrauens zu leihen, sofern die Möglichkeit besteht. Aber: Bei allzu hohen Gebühren für die Miete und keinem Platzmangel in Ihrem Geräteschuppen kann es schon wieder lohnender sein, doch ein eigenes Gerät zu kaufen.

Wie viel kostet eine Motorschubkarre?

Das preisliche Spektrum ist sehr groß. Elektroschubkarren sind bereits ab etwa 300 Euro erhältlich. Für besonders hochwertige Akkumodelle, benzinbetriebene Ausführungen und Raupen bezahlen Sie normalerweise 1000 Euro aufwärts.

Kann ich eine Motorschubkarre selber bauen?

Mit dem nötigen Know-how, den erforderlichen Bestandteilen und einer professionellen Bauanleitung ist es durchaus möglich, eine Eigenbau-Motorschubkarre zu kreieren. Als Einstieg können Sie versuchen, eine Schubkarre ohne Motor zu bauen .

Meine Motorschubkarre ist defekt. Was tun?

Wenn Sie einen Defekt bei Ihrer Motorschubkarre feststellen, dürfen Sie das Gerät unter keinen Umständen mehr verwenden. Es besteht Lebensgefahr. Versuchen Sie auch nicht, die Karre in Eigenregie zu reparieren – außer, Sie sind vom Fach. Lassen Sie die Motorschubkarre von einem Profi checken und gegebenenfalls reparieren. Sollten Ersatzteile notwendig werden, empfiehlt es sich, diese vom Hersteller der Schubkarre zu beziehen, um uneingeschränkte Kompatibilität sicherzustellen.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Artush/Shutterstock

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