Langzeitdünger – Ein kleiner Kaufratgeber

Ganz gleich, ob im Garten oder im Kübel: Pflanzen brauchen - wie alle Lebewesen - zum Wachsen und Gedeihen Nahrung. Damit Ihre Rosen also schön blühen, der Rasen grün bleibt und Sie auf eine reiche Ernte im Gemüsebeet hoffen können, müssen Sie düngen. Mit einem Langzeitdünger sind Ihre Pflanzen für mindestens drei Monate bestens versorgt. Doch welche Dünger mit Langzeitwirkung sind wirklich empfehlenswert?

langzeitduenger
Organischer Dünger ist der beste Langzeitdünger

Unsere Empfehlungen

Menge / Abpackung 2 Kilogramm
Geeignet für alle Gartenpflanzen
Düngerart organisch
Düngeform Pellets
NPK-Zusammensetzung 5+4+6
Inhaltsstoffe 50 % Schafwolle, Fleischknochenmehl, pflanzliche Stoffe
Preis/kg ca. {PREIS/2} EUR

Organische Dünger besitzen eine natürliche Langzeitwirkung, da die enthaltenen Nährstoffe erst durch den Zersetzungsprozess freigesetzt werden. So versorgt dieser aus rein organischen Inhaltsstoffen bestehende, für den ökologischen Landbau zugelassene Langzeitdünger alle Garten- und auch starkzehrende Kübelpflanzen (z. B. Geranien, Petunien etc.) bis zu fünf Monate mit allen notwendigen Nährstoffen. Hauptbestandteil des Düngermittels ist Schafwolle, aber auch Fleischknochenmehl sowie pflanzliche Stoffe aus der Lebens-, Genuss- und Futtermittelindustrie sind enthalten. Sie können den Compo Bio Universal Langzeitdünger für alle Gemüsepflanzen, Obstgehölze und Zierpflanzen verwenden. Die praktische Pelletform erlaubt eine einfache Dosierung und Anwendung.

Menge / Abpackung 1,5 Kilogramm
Geeignet für für alle Garten- und Zimmerpflanzen
Düngerart organisch-mineralisch
Düngeform gekörnt
NPK-Zusammensetzung 6+3+4
Inhaltsstoffe rein pflanzlich plus Rohphosphat
Preis/kg ca. {PREIS/1,5} EUR

Wenn Sie Wert auf einen aus tierfreien Ausgangsstoffen hergestellten Langzeitdünger legen, dann sind Sie mit dem Bio Universaldünger von Plantura gut beraten: Dieser besteht aus rein pflanzlichen Stoffen aus der Lebens-, Genuss- und Futtermittelherstellung, zusätzlich ist mineralisches Rohphosphat enthalten – Phosphat ist wichtig für eine üppige Blütenbildung sowie für ein starkes Wurzelwerk. Der hohe Kaliumanteil sorgt dafür, dass Gemüse, Obst und Kräuter gesund bleiben und schmecken. Doch nicht nur für Nutzpflanzen eignet sich das Granulat, auch viele Zierpflanzen profitieren von der Düngung: Ob Blumen, Stauden, Gehölze oder Zimmerpflanzen: Das für Kinder und Haustiere völlig ungefährliche Produkt versorgt alle Pflanzen mit den notwendigen Nährstoffen.

Menge / Abpackung 5 Kilogramm
Geeignet für für alle Nutz- und Zierpflanzen
Düngerart organisch
Düngeform gekörnt
NPK-Zusammensetzung 4+2+2
Inhaltsstoffe Hühnerdung, pflanzliche Stoffe, Mykorrhiza-Pilze, Regenwurmhumus
Preis/kg ca. {PREIS/5} EUR

Auch Dehner verzichtet in seinem Bio Dünger auf tierische Ausgangsstoffe und setzt stattdessen auf wertvollen Hühnerdung, der mit pflanzlichen Stoffe und bodenlebenden Mikroorganismen aus Regenwurmhumus und Mykorrhiza-Pilzen vermischt wurde. Der NPK-Dünger ist vielseitig für Garten- und auch Kübelpflanzen einsetzbar, düngt sowohl Gemüse- und Obstgewächse als auch zahlreiche Zierpflanzen. Zudem enthält der Naturdünger einen hohen Anteil an Humus und anderen organischen Stoffen, die das Bodenleben im Garten anregen und so selbst ausgeläugte Gartenböden mit der Zeit regenerieren. Die Langzeitwirkung ist allerdings nicht so lang wie bei anderen Langzeitdüngern: Eine Nachdüngung ist bereits vier Wochen nach der Pflanzung und danach nochmals acht Wochen später angezeigt.

Kaufkkriterien

Anwendungsbereich

Je nach Zusammensetzung und den jeweiligen Anteilen der Hauptnährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium unterscheidet man verschiedene Langzeitdünger. Die hier vorgestellten Düngemittel sind so genannte Universaldünger, die sich für alle Pflanzen verwenden lassen. Bei anderen Langzeitdüngern hingegen handelt es sich um Spezialdünger, die etwa für Gemüse und Obst, für den Rasen, für Stauden, Gehölze oder auch Zimmerpflanzen genutzt werden. Diese Arten weisen andere Nährstoffzusammensetzungen auf, die sich nach dem Bedarf der Pflanzenarten richten.

Düngeform

Fester Langzeitdünger: Feste Dünger sind entweder gekörnt oder in Pelletsform erhältlich. Sie sind einfach zu dosieren und werden zumeist verwendet, indem Sie das Düngemittel leicht in die Erde innerhalb des Wurzelbereichs der zu düngenden Pflanze einarbeiten und sie anschließend kräftig gießen. Feste Dünger lassen sich in der Regel jedoch auch in Wasser auflösen und wie ein Flüssigdünger verwenden.

Flüssigdünger: Flüssige Langzeitdünger nutzt man vor allem für Zimmer- und andere Kübelpflanzen. Es handelt sich um hochkonzentrierte Düngemittel, die mit dem Gießwasser erst verdünnt und anschließend ausgebracht werden.

Düngeart

Organische Dünger: Rein organische Langzeitdünger bestehen zu 100 Prozent aus natürlichen, organischen Inhaltsstoffen. Diesen wohnt eine natürliche Langzeitwirkung inne, da sich der Dünger erst zersetzen muss und so nach und nach die enthaltenen Nährstoffe freigibt. Nachteil ist allerdings, dass die kurzfristige Behandlung von Mangelerscheinungen nicht möglich ist.

Organisch-mineralische Dünger: Dieses Manko gleichen organisch-mineralische Dünger aus, da hier einige Nährstoffe aus mineralischen Anteilen gewonnen werden und deshalb sofort für die Pflanzen verfügbar sind.

NPK-Zusammensetzung

Unter der Abkürzung „NPK“ verbergen sich die drei Hauptnährstoffe für Pflanzen: Stickstoff, Phosphor und Kalium. Wie viel von jedem in einem Langzeitdünger steckt, hängt vor allem vom Anwendungsbereich ab. Jede Pflanzengruppe bzw. -art hat ihre spezifischen Bedürfnisse. So brauchen Blühpflanzen beispielsweise einen höheren Anteil an Phosphor, da dieser die Blüte anregt. Gemüsepflanzen wiederum haben einen höheren Bedarf an Stickstoff und Kalium – ersteres sorgt für ein kräftiges Wachstum, während letzteres für schmackhafte Früchte sorgt.

Inhaltsstoffe

Bei Düngern mit organischen Anteilen empfiehlt sich ein genauerer Blick auf die Zutatenliste, denn viele herkömmliche organische Düngemittel werden tatsächlich aus Schlachtabfällen – etwa Knochen- und Hornmehl, Fleischknochenmehl, Haar- und Federmehl etc. – hergestellt. Daran ist grundsätzlich nichts verkehrt, stecken doch in diesen Stoffen viele wertvolle Nährstoffe, die so im Kreislauf erhalten bleiben und nicht sinnlos entsorgt werden. So mancher legt jedoch Wert auf tierfreie Produkte: In diesem Fall sollten Sie auf Zusätze wie „rein pflanzlich“ etc. verstärkt achten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Langzeitdünger?

Genau wie Menschen regelmäßig essen müssen, brauchen Pflanzen eine geregelte Versorgung mit Nährstoffen. Das gilt besonders für Kübelpflanzen, da diese sich in ihrem beengten Umfeld nicht selbst versorgen können. Ein Langzeitdünger – auch als Depotdünger oder Dauerdünger bezeichnet – ist ein Düngemittel, das die Nährstoffe über einen längeren Zeitraum nach und nach abgibt. Das hat den Vorteil, dass Sie nicht wöchentlich düngen müssen.

Wann sollte man Langzeitdünger am besten ausbringen?

Wann Sie den Langzeitdünger ausbringen, hängt von der Dauer der Düngewirkung ab. Manche Sorten brauchen nur einmal jährlich ausgebracht werden, andere sollten Sie Ihren Pflanzen zwei oder sogar drei Mal pro Saison verabreichen. Die erste Düngung erfolgt immer im Frühjahr, meist zwischen März und April. Bei Bedarf erfolgt eine zweite Gabe im Juni, eine dritte im zeitigen Herbst. Eine Ausnahme bildet so genannter Herbstdünger, den Sie ausschließlich im Herbst ausbringen.

Welcher Langzeitdünger eignet sich am besten für meinen Rasen?

Welcher Langzeitdünger sich am besten für Ihren Rasen eignet, hängt von der Zusammensetzung der Gräser ab (Zierrasen oder Spielrasen?), der Bodenzusammensetzung sowie vom Bewuchs ab (viel Moos und / oder Unkraut)? Für letzteres gibt es spezielle Langzeitdünger mit integriertem Unkraut- und / oder Moosvernichtungsmittel. Ansonsten hilft es, zunächst einmal eine Bodenanalyse durchführen zu lassen und zu schauen, welche Nährstoffe Ihrem Rasen nun fehlen. Ansprechend passen Sie dann die Düngung an.

Wie lange hält so ein Langzeitdünger vor?

Es gibt unterschiedliche Arten von Langzeitdüngern, deren Düngerwirkung verschieden lange wirksam ist. Manche Sorten müssen nur einmal pro Saison – meist im Frühjahr oder, sofern es sich um einen Herbstdünger handelt, auch im Herbst – oder aber zwei bis drei Mal verabreicht werden. Viele dieser Dünger haben eine Langzeitwirkung zwischen drei und fünf Monaten, manche halten allerdings auch nur vier bis acht Wochen vor.

Welche Hersteller bieten Langzeitdünger an?

Grundsätzlich machen Sie mit bewährten Markenprodukten wie Compo, Compo Bio, Plantura, Substral, Dehner oder Wolf Garten nichts verkehrt: Diese Hersteller bieten bewährte Düngemittel in großer Auswahl, mit denen Ihre Pflanzen gut versorgt sind. Daneben können Sie sich Ihren Langzeitdünger natürlich auch selbst zusammenstellen, beispielsweise aus Hornspänen,(24,99€ bei Amazon*) Kompost, gut abgelagertem Stallmist oder selbst hergestellter Pflanzenjauche. Nachteil hierbei ist allerdings, dass Sie die genaue Nährstoffzusammensetzung nicht kennen und diese auch schwankt.

Zubehör

Hornspäne

Hornspäne (24,99€ bei Amazon*) sind ein natürlicher, rein organischer Langzeitdünger mit hohem Stickstoffgehalt. Dabei handelt es sich um die zerkleinerten Hufe oder Klauen zumeist von Rindern, die ja hauptsächlich aus Horn bestehen. Hornspäne versorgen die Pflanzen mit wertvollen Nährstoffen und regen zudem das Bodenleben an – wer organische Düngemittel verwendet, verbessert so auch die Humusbildung im Garten.

Text: Ines Jachomowski

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.