Mit diesen Tipps zur Pflege fühlt sich der Kap Sonnentau wohl

Der Kap Sonnentau gehört zu den fleischfressenden Pflanzen und gilt unter den verschiedenen Sonnentau-Arten als besonders robust und pflegeleicht. Er ist daher durchaus gut als pflanzlicher "Fliegenfänger" für Innenräume geeignet.

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Der Kap Sonnentau steht gern hell

Was ist beim Gießen des Kap Sonnentaus zu beachten?

Der Kap Sonnentau mag es wie andere Sonnentau-Arten (und im Gegensatz zu sehr vielen anderen Pflanzen) dauerfeucht, daher sollten Sie das Substrat im Topf möglichst niemals ganz austrocknen lassen. Beachten Sie aber unbedingt, dass der Sonnentau kein kalkreiches Wasser verträgt. Sie sollten ihn daher möglichst kalkfrei mit Regenwasser oder mit destilliertem Wasser gießen. Während der lichtreichen Wachstumsphase von März bis Oktober sollte je nach Standort und Topfgröße mindestens alle drei Tage gegossen werden, während der Winterruhe können Gießintervall und -menge etwas zurückgefahren werden.

Wann und wie kann ein Kap Sonnentau umgetopft werden?

Damit sich die beim Umtopfen möglicherweise verletzten Wurzeln des Kap Sonnentaus wieder gut erholen können, sollten Sie diese Pflanze idealerweise nur im Februar und damit kurz vor dem Neuaustrieb umtopfen. Verwenden Sie dabei ein kalkfreies Substrat mit Torfanteil.

Sollte der Kap Sonnentau geschnitten werden?

Aufgrund seines ohnehin kompakten Wachstums braucht der Kap Sonnentau nicht geschnitten zu werden. Sollten die oberirdischen Pflanzenteile aufgrund von Pflegefehlern einmal verwelken, so sollten Sie diese zeitnah in Bodennähe abschneiden. Beim Kap Sonnentau besteht in diesem Fall (und bei Behebung der etwaigen Standortprobleme) eine gar nicht so geringe Chance, dass die Pflanze aus dem unterirdischen Teil heraus neu austreiben kann. Überprüfen Sie allerdings in diesem Fall die folgenden Standortfaktoren:

  • Lichteinfall
  • Temperatur
  • Wassermenge und -beschaffenheit
  • verwendetes Substrat

Gibt es Pilze oder Schädlinge, die dem Kap Sonnentau gefährlich werden können?

Außer den mit den üblichen Mitteln zu bekämpfenden Blattläusen sind keine Schädlinge bekannt, die dem Kap Sonnentau besonders gefährlich werden könnten. Im Gegenteil: Die wenigen im Zimmer vorhandenen Insekten wie beispielsweise Fliegen bleiben in der Regel ohnehin irgendwann auf den klebrigen Blättern der Pflanze hängen und dienen ihr als Nährstoffquelle.

Wie kann man den Kap Sonnentau vor Krankheiten schützen?

Meistens sind es nicht Krankheiten, sondern vielmehr Pflegefehler, die zu Problemen beim Kap Sonnentau führen. Durch eine gute Belüftung kann außerdem verhindert werden, dass sich auf dem feuchten Pflanzsubstrat für die Pflanzen gefährlicher Schimmel bildet.

Welcher Dünger eignet sich für den Kap Sonnentau?

Insbesondere bei der Verwendung speziell angemischter Karnivoren-Erde benötigt der Kap Sonnentau keine zusätzliche Düngung. Düngergaben können den meisten fleischfressenden Pflanzen sogar ziemlich schaden, da diese mit ihrer besonderen Lebensweise speziell an nährstoffarme Böden angepasst sind.

Unter welchen Bedingungen kommt der Kap Sonnentau unbeschadet durch den Winter?

Das optimale Winterquartier für den Kap Sonnentau ist ein möglichst heller Raum mit einer gleichmäßigen Temperatur von etwa 10 Grad Celsius. Während der Winterruhe sollte der Kap Sonnentau trotzdem genügend Licht bekommen. Bei Bedarf können Sie mit einer Tageslichtlampe bzw. Pflanzenlichtlampe aus dem Fachhandel nachhelfen.

Tipps

Die Blüten des Kap Sonnentaus sollten spätestens nach der Samenbildung mitsamt den Stängeln bodennah abgeschnitten werden, damit es im gleichen Jahr zu keiner weiteren Blütenbildung kommt. So spart die Pflanze Wachstumsenergie, die dann in die Weiterentwicklung der bei dieser Sonnentau-Art bis zu etwa 20 cm langen Blätter gesteckt werden kann.

Text: Alexander Hallsteiner
Artikelbild: arsami/Shutterstock

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