Kaliumdünger – Ein kleiner Kaufratgeber

Kalium gehört neben Stickstoff und Phosphor zu den drei Hauptnährstoffen von Pflanzen. Manche Pflanzenarten brauchen für ein gesundes und kräftiges Wachstum besonders viel Kalium, weshalb sie mit einem speziellen Kaliumdünger versorgt werden sollten. Dabei haben Sie die Wahl zwischen so genannten Einzelnährstoffdüngern oder kaliumbetonten Universaldüngern. Lesen Sie, wann der Einsatz welchen Kaliumdüngers sinnvoll ist und was Sie bei einer Anwendung beachten sollten.

kaliumduenger
Einige Pflanzen brauchen besonders viel Kalium

Unsere Empfehlungen

Menge / Abpackung 25 Kilogramm
Ausreichend für ca. 250 Quadratmeter
Kaliumanteil 30 Prozent
Weitere Nährstoffe Schwefel 42,5 Prozent, Magnesium 10 Prozent
Preis/kg ca. {PREIS/25} EUR

Patentkali gehört zu den beliebtesten Kaliumdüngern. Das Produkt enthält neben einem hohen Anteil an Kalium auch Schwefel und Magnesium. Patentkali wird als staubarmes und leicht auszubringendes Granulat angeboten, welches einfach ausgestreut und anschließend kräftig gewässert wird – die Düngerkörnchen lösen sich bei Kontakt mit Wasser allmählich auf und sickern anschließend in den Boden ein. Dieses Produkt benötigt gemäß Kundenrezensionen einige Tage, bis es sich vollständig gelöst hat. Patentkali ist vielseitig anwendbar, eignet sich für alle Bodenarten und Pflanzenstandorte. Zudem ist es für die Verwendung im ökologischen Landbau zugelassen.

Menge / Abpackung 10 Kilogramm
Ausreichend für ca. 100 Quadratmeter
Kaliumanteil 15 Prozent
Weitere Nährstoffe Phosphat 10 Prozent, Schwefel 12 Prozent, Magnesium 5 Prozent
Preis/kg ca. {PREIS/10} EUR

Dieser Kaliumdünger von Dehner enthält neben einem hohen Anteil an Kalium zudem Phosphat, Schwefel und Magnesium. Das Produkt ist in staubarmer Granulatform erhältlich, die Sie einfach auf die zu düngende Fläche aufbringen – zehn Kilogramm reichen, je nach Bodenzusammensetzung und Bepflanzung, für rund 100 Quadratmeter. Der Vorteil dieses Kaliumdüngers liegt in der integrierten Langzeitwirkung, wobei ein Teil des enthaltenen Rohphosphats sofort von den Pflanzen aufgenommen und verwertet werden kann. Das Produkt eignet sich vor allem für die Düngung von Nutzpflanzen, vornehmlich von starkzehrenden Gemüsepflanzen sowie Obst- und Beerengehölzen.

Menge / Abpackung 5 Kilogramm
Ausreichend für ca. 100 Quadratmeter
Kaliumanteil 30 Prozent
Weitere Nährstoffe Schwefel 17 Prozent, Magnesium 10 Prozent
Preis/kg ca. {PREIS/5} EUR

Auch dieser Kaliumdünger des Herstellers Beckmann enthält zusätzlich hohe Anteile an Schwefel und Magnesium und stellt daher einen wertvollen mineralischen Dünger für viele Nutz- und Zierpflanzen dar. Das staubarme Granulat ist chloridarm und eignet sich besonders für chloridempfindliche Pflanzenarten, zu denen neben vielen Obst- und Gemüsepflanzen auch Sonnenblumen, Weinreben und Hopfen gehören. Der Kaliumdünger stärkt die Pflanzen und macht sie unempfindlicher gegenüber verschiedenen Krankheitserregern. Zudem steigert die Anwendung die Ausbildung von Blüten sowie Früchten und erhöht somit den Ertrag. Das Produkt eignet sich zudem für die Behandlung eines bereits vorliegenden Kaliummangels.

Kaufkriterien

Art des Kaliumdüngers

Es gibt verschiedene Arten von Kaliumdüngern. Je nach Art variiert der Kaliumanteil, zudem sind unterschiedliche weitere Nährstoffe – etwa Magnesium und Schwefel – zugesetzt. Andere Produkte sind hingegen keine reinen Kaliumdünger, sondern kaliumbetonte Mehrkomponentendünger. Hier stellen wir Ihnen die wichtigsten Arten für den Gebrauch im Nutz- und Ziergarten kurz vor.

Patentkali: Patentkali – auch als Kalimagnesia bezeichnet – enthält neben Kalium außerdem Magnesium und Schwefel. Dieser Kaliumdünger ist gut wasserlöslich, sodass die Nährstoffe für die Pflanzen schnell verfügbar sind. In der Regel gewinnt man Patentkali aus dem in der Natur vorkommenden Mineral Kieserit, weswegen es sich um ein natürliches Produkt handelt. Patentkali ist chloridarm bzw. chloridfrei und eignet sich daher auch für diesbezüglich empfindliche Gartenpflanzen wie beispielsweise Rhododendron.

Thomaskali: Thomas- oder Phosphorkali besteht aus den Hauptbestandteilen Kalium und Phosphor, zudem ist Magnesium enthalten. Dieser Kaliumdünger weist eine körnige Struktur auf, die sich leicht im Garten ausbringen lässt. Thomaskali fällt als Nebenprodukt bei der Erzeugung von Stahl oder Eisen an. Manchmal wird der Dünger auch als Thomasmehl bezeichnet.

Kaliumsulfat: Kaliumsulfat hat einen sehr hohen Anteil von Kalium sowie einen ähnlich hohen an Schwefel. Es handelt sich um ein fein bis grob gekörntes, weißes Salz, welches sich sehr gut zur flüssigen Düngung eignet. Da Kaliumsulfat, chemisch gesehen das Kaliumsalz der Schwefelsäure, zudem chloridarm ist, können Sie damit diesbezüglich empfindliche Pflanzen – etwa Himbeeren oder Brombeeren – düngen.

Kalium-Herbstdünger: Neben den vorgestellten Kaliumdüngern gibt es eine Reihe an Herbstdüngern, bei denen es sich zumeist um mehr oder weniger stark kaliumbetonte Mehrkomponentendünger handelt. Die starke Kaliumbetonung bei im Herbst verabreichten Düngern erklärt sich aus der Frostschutzwirkung des Kaliums, welches die Pflanzen im Winter vor Schäden bewahrt.

Kalium-Rasendünger: Auch bei kaliumbetonten Rasendüngern handelt es sich um spezielle Herbstdünger, die auf den Bedarf der Rasengräser abgestimmt sind und die Grünfläche vor Frostschäden im Winter schützen sollen.

Düngerform

Fester Dünger/ Granulat: Kaliumdünger sind zumeist in Granulatform erhältlich, die sich besonders leicht ausbringen lässt. Das Düngegranulat wird einfach auf die vorgesehene Fläche ausgestreut – dabei sollten Sie sich unbedingt an die Herstellerangaben zur Dosierung halten, denn eine Überdüngung kann gravierende Folgen haben – und löst sich nach mehrmaliger kräftiger Wässerung langsam auf.

Flüssigdünger: Die Anwendung eines flüssigen Kaliumdüngers ist dann sinnvoll, wenn der Nährstoff möglichst schnell für die Pflanzen verfügbar sein soll oder muss. Flüssigdünger wird zusammen mit dem Gießwasser verabreicht und sickert sofort zu den Wurzeln ein.

Körnung

Düngegranulat ist in verschiedenen Körnungen erhältlich. Kaliumdünger können Sie also von feiner bis hin zu grober Körnung wählen, wobei neben dem vorgesehenen Anwendungsbereich auch andere Faktoren bei der Wahl eine Rolle spielen. Je feiner die Körnung ist, desto schneller löst sie sich auf und sickert in den Boden ein – desto eher staubt sie aber auch und fliegt mit dem Wind davon.

Menge / Abpackung

Ob Sie sich für einen Sack mit 50, 25 oder 5 Kilogramm Kaliumdünger entscheiden, hängt davon ab, wie groß die damit zu düngende Fläche ist. Grundsätzlich können Sie mit zehn Kilogramm Dünger etwa 100 Quadratmeter Garten versorgen, wobei es sich bei dieser Angabe natürlich um einen Schätzwert handelt. Dieser kann höher oder auch niedriger ausfallen, je nachdem, welche Pflanzen Sie düngen wollen – manche Arten brauchen mehr Kalium als andere. Für Rasen sollten Sie etwa 50 bis 70 Gramm je Quadratmeter einplanen.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist Kalium?

Kalium ist ein natürlicher chemischer Stoff, der in jedem Boden vorkommt – allerdings meist in gebundener Form, weshalb er für Pflanzen nur eingeschränkt verfügbar ist. Auch in Pflanzen ist Kalium von Natur aus vorhanden, verbraucht sich jedoch mit dem Alter und dem Wachstum der Pflanze und kann von dieser nicht neu gebildet werden.

Wofür braucht man einen speziellen Kaliumdünger?

Wenn sich der natürliche Kaliumspeicher in den Pflanzen leert, sterben ältere Blätter und Triebe schließlich ab. Eine zusätzliche Versorgung mit dem Nährstoff sorgt also dafür, dass die Pflanzen gesund und kräftig bleiben, besser wachsen und sich zudem gegen Krankheiten und Schädlinge wehren können.

In welchen Gartenbereichen ist die Anwendung von Kaliumdünger sinnvoll?

Besonders häufig wird Kaliumdünger für die Herbstdüngung von Rasenflächen verwendet. Aber auch im Nutz- und Ziergarten ist die Anwendung sinnvoll, etwa, um Sträucher und andere Gehölze winterfest zu machen. Schließlich benötigen insbesondere verholzende Gewächse viel Kalium, ebenso wie manche Nutzpflanzen. Letztere sollen mit der Gabe von Kalium vor Krankheiten wie der Blütenendfäule geschützt werden, zudem steigert eine Kaliumdüngung den Ertrag.

Welche Arten von Kaliumdünger gibt es?

Reine Kalium-Einkomponentendünger sind kaum erhältlich, zumeist handelt es sich bei den Kaliumdüngern um Mischungen aus zwei oder drei Nährelementen bzw. um einen Mehrkomponentendünger mit Kaliumbetonung. Zudem können dem Düngemittel zusätzliche Inhaltsstoffe zugegeben sein, beispielsweise Unkraut- und Moosvernichtungsmittel. Letztere sind für die Düngung von Rasenflächen gedacht.

Woran erkennt man einen Kaliummangel?

Ein Kaliummangel zeigt sich vor allem bei älteren Pflanzen sowie auf sandigen bzw. kalkreichen Böden. Betroffene Pflanzen sind gegenüber Krankheiten und Schädlingen sehr anfällig, wachsen schlecht und alte Triebe sterben plötzlich ab. Bei Obstgehölzen haben reifen Früchte nicht das gewünschte Aroma, zudem tritt die Blütenendfäule gehäuft auf. Blätter vergilben und weisen typischerweise einen braunen, nekrösen Blattrand auf.

Kann zu viel Kalium auch schädlich sein?

Halten Sie sich unbedingt an die Düngeempfehlungen des Herstellers, da eine Überdüngung mit Kalium den Boden übersäuern kann. In der Folge nehmen die Pflanzen andere wichtige Nährstoffe nicht mehr in ausreichender Menge auf, zudem führt ein Kaliumüberschuss zu Schäden an den Wurzeln und kann schließlich den Tod der Pflanze verursachen.

Text: Ines Jachomowski

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