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Kaffee verliert im Tiefkühlfach weniger Aroma

Kaffee einfrieren – Anleitung zu langanhaltendem Genuss

Für viele Menschen ist Kaffee weit mehr als nur ein buchstäblich aufmunternder Teil des täglichen Frühstücks. Liebhaber des Getränks empfinden ihn als Lebenselixier - und sind bestrebt, das köstliche (leider schnell vergängliche...) Aroma möglichst lange zu erhalten. In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich, Kaffee einzufrieren. Wie Sie vorgehen müssen, erfahren Sie in unserem Ratgeber!

Weshalb kann es sinnvoll sein, Kaffee einzufrieren?

Kaffee hat von Natur aus ein sehr flüchtiges Aroma. Schon allein beim Umfüllen mehrerer Kaffeebohnen aus der Packung in die Mühle geht ein Teil des wohlig-warmen Geruchs und Geschmacks unwiederbringlich verloren. Anhand dieses Beispiels können Sie sich sicher vorstellen, was passiert, wenn Sie eine geöffnete Kaffeepackung längere Zeit lagern. Dieses Szenario gilt es zu vermeiden. Das bedeutet konkret, dass Sie den Kaffee entweder

  • binnen weniger Wochen aufbrauchen oder
  • einfrieren sollten.

Frieren Sie Ihren Kaffee richtig ein, schützen Sie das Aroma der Bohnen. So können Sie auch einige Wochen oder gar Monate später noch aromatischen Kaffee vom Feinsten genießen.

Kurzum: Möchten Sie Kaffee über mehrere Wochen lagern und dabei einem übermäßigen Verlust des Aromas vorbeugen, sollten Sie die Bohnen einfrieren.

Kaffee richtig einfrieren – so geht’s Schritt für Schritt

  1. Teilen Sie Ihre Kaffeebohnen in kleinere Portionen auf – etwa zwei bis drei Tagesrationen.
  2. Geben Sie jede Portion in einen kleinen Gefrierbeutel.
  3. Vakuumisieren Sie sämtliche Gefrierbeutel. Dazu brauchen Sie ein Vakuumiergerät. Alternativ können Sie die Luft mit dem Mund heraussaugen. Kraftvoll „ziehen“!
  4. Verschließen Sie die Gefrierbeutel fest – also absolut luftdicht.
  5. Stecken Sie die Beutel mit den Kaffeebohnen in den Gefrierschrank.

Wichtig: Frieren Sie einzig Kaffeebohnen ein. Gemahlener Kaffee ist nicht dafür geeignet – aus folgendem Grund: Jede einzelne Kaffeebohne enthält Fette sowie Feuchtigkeit. Wird sie gemahlen, tritt ein Großteil davon aus und verflüchtigt sich. Somit ist Pulverkaffee bereits erheblich feuchter, als es ganze Kaffeebohnen sind. Dies beschleunigt den Aromaverlust.

Was gilt es beim Auftauen/Verarbeiten zu beachten?

Mindestens ebenso bedeutsam, wenn nicht noch entscheidender als das Einfrieren, ist das Auftauen beziehungsweise Weiterverarbeiten der eingefrorenen Kaffeebohnen.

Eingefrorenen Kaffee auftauen lassen

  1. Lassen Sie die Kaffeebohnen in ihrem luftdicht verschlossenen Gefrierbeutel auftauen. So vermeiden Sie eine Sauerstoffzufuhr, was dafür sorgt, dass die gefürchtete Kondensierungsreaktion (Schwitzwasser führt Verlust des intensiven Kaffeearomas herbei) ausbleibt.
  2. Nehmen Sie die Kaffeebohnen aus dem Gefrierbeutel, wenn sie Raumtemperatur erreicht haben.
  3. Mahlen Sie die Bohnen wie gewohnt und genießen Sie köstlichen Kaffee.

Eingefrorene Bohnen direkt verarbeiten

Alternativ besteht die Möglichkeit, die gefrorenen Bohnen aus dem Gefrierbeutel zu holen und direkt zu mahlen. Kaffeebohnen weisen einen relativ geringen Feuchtigkeitsgehalt auf, deshalb gibt es bei dieser Vorgehensweise keine Probleme in Bezug auf Kondenswasser.

Tipps

Diese Vorgehensweise soll sich sogar positiv auf den Geschmack auswirken, da die Bohnen dabei keiner Erwärmung ausgesetzt sind. Letztere lässt nämlich stets einen Teil des Aromas verfliegen.

Wichtig: Nehmen Sie immer nur so viele Gefrierbeutel mit Kaffeebohnen aus dem Schrank, wie Sie am gleichen Tag verwerten wollen/können. Einmal aufgetaute Kaffeebohnen sollten Sie nicht noch einmal einfrieren. Große Temperaturunterschiede erzeugen Feuchtigkeit, die dem Kaffee schadet.

Text: Gartenjournal.net Artikelbild: M. Unal Ozmen/Shutterstock

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  1. palmfarn
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