Jetpumpe – Ein kleiner Kaufratgeber

Eine Jetpumpe befördert das Wasser in Ihrem Garten besonders verschleißarm und fast komplett wartungsfrei von A nach B. Wie die Strahlpumpe genau funktioniert, worauf es beim Kauf zu achten gilt und welche Modelle zu empfehlen sind, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

jetpumpe
Mit einer Jetpumpe gibt es keine Problem mehr mit Wasserdruck

Unsere Empfehlungen

Fördermenge 5.000 l/h
Förderdruck 5 bar
Ansaughöhe 8 m
Selbstansaugend? ja
Motorleistung 1.200 W

Die Jetpumpe von Einhell gehört zu den Bestsellern und bestbewerteten Gartenpumpen bei Amazon. Rezensenten loben das hervorragende Preisleistungsverhältnis. Die Pumpe soll sehr gut verarbeitet sein und ihren Job absolut erfüllen. Einzig der Förderdruck scheint in der Praxis nicht ganz der Angabe des Herstellers zu entsprechen, sondern maximal 4,5 bar herzugeben.

Fördermenge 3.300 l/h
Förderdruck 4,6 bar
Ansaughöhe 9 m
Selbstansaugend? ja
Motorleistung 800 W

Bei der edlen Jetpumpe von T.I.P., die wie das Einhell-Modell selbstansaugend ist, fallen die Motorleistung, die Fördermenge und der Förderdruck etwas niedriger aus als beim Sieger in unserem Vergleichstest. Dafür punktet das Gerät mit einer um einen Meter größeren Ansaughöhe. Die Amazon-Rezensenten beschreiben die Pumpe als „gut und günstig“.

Fördermenge 3.300 l/h
Förderdruck 4,2 bar
Ansaughöhe 7 m
Selbstansaugend? nein
Motorleistung 1.000 W

Die Gartenpumpe von TROTEC weist ähnliche Merkmale auf wie das Modell von T.I.P. – die Fördermenge ist identisch, die anderen Werte liegen meist minimal darunter. Nur die Motorleistung präsentiert sich um 100 Watt stärker. Laut Kundenmeinungen ist der Wasserdruck in Ordnung, auch die Lautstärke scheint vergleichsweise niedrig zu sein. Das spricht eindeutig für den Kauf dieser Ausführung.

Kaufkriterien

Fördermenge

Die Fördermenge gibt in Litern pro Stunde (l/h) an, wie hoch die maximale Pumpkapazität ist – sprich wieviel Wasser die Pumpe pro Stunde befördern kann. Bei den meisten Jetpumpen beträgt die Fördermenge zwischen 2.500 und 6.000 Litern. Ein hoher Wert ist grundsätzlich von Vorteil – und besonders wichtig, wenn Sie sehr große Wassermengen befördern müssen oder wollen (etwa beim Abpumpen des Wassers aus einem Pool).

Förderhöhe/Förderdruck

Die Förderhöhe ist gleichbedeutend mit dem Förderdruck – nur dass die Höhe in Metern und der Druck in bar angegeben wird. Es geht um die Distanz, die das Wasser ausgehend von der Jetpumpe bis zum Austritt aus dem Schlauch maximal zurücklegen kann. Muss das Wasser auf dem Weg zum Verbraucher (Gartensprenger) viele Meter überwinden, ist ein hoher Förderdruck elementar. Jetpumpen können das Wasser bis zu 60 Meter hoch/weit (Förderdruck von sechs bar) pumpen.

Ansaughöhe

Jetpumpen verstehen sich oft als selbstansaugende Pumpen. Die Ansaughöhe bezieht sich sowohl bei selbstansaugenden als auch nicht selbstansaugenden Ausführungen darauf, aus welcher Tiefe beziehungsweise Entfernung die Pumpe das Wasser über den gekoppelten Schlauch aus dem jeweiligen „Behälter“ (Regentonne, Zisterne, Gartenbrunnen et cetera) ansaugen kann. Bei den meisten Pumpen beträgt die Ansaughöhe sieben bis neun Meter. Das sollte im Normalfall auch vollkommen ausreichen.

Motorleistung

Fakt ist: Die Förderhöhe- und -menge hängen nicht unwesentlich von der Motorleistung ab. Um auch bei einer größeren Förderhöhe noch eine gute Fördermenge sicherzustellen, bedarf es zwingend einer hohen Motorleistung. Deshalb sollten Sie dieses Kriterium bei Ihrem individuellen Vergleich nicht außer Acht lassen. Beim Großteil der Jetpumpen liegt die Nennleistung zwischen 400 und 1.300 Watt.

Wassertemperatur

Werfen Sie vor dem Kauf oder spätestens vor dem ersten Betrieb der Pumpe auch einen Blick auf die maximale Wassertemperatur, die der Jetpumpe noch gut bekommt. Oftmals beträgt sie um die 35 Grad Celsius.

Material

Jetpumpen bestehen vornehmlich aus Kunststoff und Metall, manchmal mit Anteilen aus Stahl. Lesen Sie sich Kundenrezensionen und ehrliche Testberichte durch, um sich schon vor dem Kauf einen Eindruck über die Verarbeitungsqualität, Robustheit und Stabilität zu verschaffen. Ein Zeichen für hohe Qualität ist übrigens eine rostfreie Edelstahlwelle.

Sonstige Eigenschaften

Selbstansaugend: Ist die Jetpumpe selbstansaugend, kann sie sich selbsttätig entlüften. Es bedeutet NICHT, dass Sie den Pumpenraum vorab nicht mit Wasser befüllen müssten.

Druckschalter: Eine Jetpumpe mit Druckschalter lässt sich individuell einstellen und in der Folge automatisch betreiben. Sie schaltet sich dann selbständig ein und aus.

Motorschutzschalter: Ein thermischer Motorschutzschalter schützt die Jetpumpe vor dem Heißlaufen.

Rückschlagventil: Ein Rückschlagventil sorgt dafür, dass im Schlauch ein konstanter Wasserstand herrscht – es beugt rücklaufendem Wasser vor.

Schutz vor Trockenlauf: Ein Trockenlaufschutz stellt sicher, dass die Jetpumpe nicht trockenlaufen kann.

Schutzklasse: Da die Jetpumpe outdoor zum Einsatz kommen soll, muss sie auch eine entsprechende Schutzklasse aufweisen (IP X4 ist in Ordnung).

Lautstärke: Im Idealfall hält sich die Lautstärke im Betrieb in Grenzen, um Nachbarn nicht zu verärgern.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Jetpumpe?

Bei einer Jetpumpe handelt es sich um eine Gartenpumpe, die hydraulisch mit Turbinen arbeitet und deshalb auch Turbinenpumpe genannt wird. Ein anderer häufig verwendeter Terminus ist Strahlpumpe (‚Jet‘ bedeutet übersetzt so viel wie „Strahl“). Grundsätzlich eignen sich Jetpumpen zum Befördern von Wasser – beispielsweise von der Regentonne zum Gartensprenger.

Wie funktioniert eine Jetpumpe?

Ein Elektromotor treibt ein kleines Laufrad an. Letzteres ist über ein Düsensystem mit dem Pumpenraum verbunden. In der verengten Saugleitung entsteht ein Unterdruck, der dafür sorgt, dass die Pumpe das Fördermedium über einen seitlichen Stutzen ansaugt. An diesen Stutzen ist ein Schlauch gekoppelt, der vom „Wasserbehälter“ (Regentonne et cetera) ausgeht. Unter Druck tritt das Wasser dann aus dem oberen Druckstutzen aus und fließt über den dort angeschlossenen Schlauch zum Verbraucher (Gartensprenger et cetera).

Welche Vor- und Nachteile hat eine Jetpumpe?

Eine Jetpumpe hat wenige bewegliche Teile, deshalb ist der Verschleiß gering – und die Lebensdauer des Geräts hoch. Zudem müssen Sie eine Jetpumpe kaum warten – sie kann sich häufig selbständig entlüften. Drei Nachteile gibt es: Die Jetpumpe ist relativ groß und laut. Außerdem gilt es den Pumpenraum vor jeder Benutzung mit Wasser zu befüllen, damit die Pumpe ihre Arbeit überhaupt initiieren kann.

Was unterscheidet die Jetpumpe von der Kreiselpumpe?

Jet- und Kreiselpumpen sind unterschiedlich aufgebaut und folgen zudem verschiedenen physikalischen Gesetzen. Im Gegensatz zur Jetpumpe, die auf der Wirkungsweise des sogenannten Impulsaustauschs beruht, funktioniert die Kreiselpumpe nach dem Prinzip der Flieh- beziehungsweise – fachsprachlich – Zentrifugalkraft. Jetpumpen sind häufiger selbstansaugend als Kreiselpumpen.

Welche Marken bieten gute Jetpumpen?

Bekannte und beliebte Marken, die hochwertige Jetpumpen herstellen, sind etwa T.I.P. und Einhell. Als Teil eines Hauswasserwerks gibt es die Pumpen auch noch von zahlreichen anderen namhaften Firmen, beispielsweise Gardena, Hecht und Güde. Bei Amazon haben Sie eine große Auswahl und profitieren vom bequemen Bestell- und Rückgabeprozedere. Alternativ werden Sie in großen Gartenfachcentern und Baumärkten fündig.

Wieviel kostet eine Jetpumpe?

Je nach Hersteller, Qualität und Funktionsmerkmalen kosten Jetpumpen in den meisten Fällen zwischen 60 und 200 Euro. Vereinzelt stoßen Sie auch auf Modelle für nur 50 oder mehr als 200 Euro. Grundsätzlich sollten Sie beim Vergleich darauf achten, ob Sie es bei der jeweiligen Pumpe tatsächlich mit einer „Jet“-Ausführung zu tun haben.

Zubehör

Saugschlauch

Um eine Jetpumpe verwenden zu können, benötigen Sie auch einen Saugschlauch. Dieser sollte möglichst hochwertig sein und einen zur Pumpe passenden Durchmesser haben – häufig beträgt er ½, ¾ oder 1 Zoll. Entscheidend ist hier der Innendurchmesser. Notfalls gibt es auch Adapter, die Schlauch und Pumpe kompatibel machen.

Vorfilter

Ein Vorfilter ist ein praktisches Zubehör für die Jetpumpe. Er wird zwischen den seitlichen Stutzen der Pumpe und den Saugschlauch gesteckt und fungiert damit als Bindeglied. Der Sinn eines Vorfilters besteht darin, gröberen Schmutz aus dem Regenwasser abzufangen, ehe dieser in den Pumpenraum gelangt und dort Verstopfungen verursacht.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: smileimage9/Shutterstock

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