Hortensiendünger – Ein kleiner Kaufratgeber

Hortensien gehören zu den beliebtesten Gartenpflanzen. So herrlich die großen Blüten anzuschauen sind, so empfindlich sind die Sträucher auch - insbesondere, was ihren Nährstoffbedarf betrifft. Ein spezieller Hortensiendünger hilft dabei, die Pflanzen mit dem passenden Nährstoffmix zu versorgen. Wir haben uns für Sie umgeschaut, welche Produkte besonders empfehlenswert sind und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

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Wer die Hortensien mit allen Nährstoffen versorgt, die sie brauchen, kann sich an ausdauernder Blütenpracht erfreuen

Unsere Empfehlungen

Menge / Abpackung 1,5 Kilogramm
Düngerart organisch-mineralisch
Düngerform fest, gekörnt
Inhaltsstoffe pflanzliche Stoffe, Kieserit, Eisensulfat, Rohphosphat
NPK-Zusammensetzung 5+2+7,5
Nebennährstoffe Schwefel (3,7 %), Magnesium (2 %) und Eisen (1%)
Langzeitwirkung ja, 3 Monate

Der Plantura Bio-Hortensiendünger enthält keinerlei tierische Inhaltsstoffe, sondern setzt sich zu 82 Prozent aus pflanzlichen Stoffen aus der Lebens-, Genuss- und Futtermittelindustrie (u. a. Sojamehl und Kakaoschalen) und mineralischen Bestandteilen wie Kieserit, Eisensulfat und Rohphosphor zusammen. Der Hersteller verzichtet völlig auf die Verwendung gentechnisch veränderter Zutaten. Damit eignet sich das Produkt für eine natürliche Gartenbewirtschaftung, zudem ist es für die ökologische Landwirtschaft zugelassen. Gemäß Herstellerangaben eignet sich der Hortensiendünger für alle Hortensienarten. Des Weiteren ist das Granulat aufgrund seiner biologischen Zusammensetzung für Haus- und Gartentiere ungefährlich.

Menge / Abpackung 1 Liter
Düngerart mineralisch
Düngerform flüssig
Inhaltsstoffe keine organischen Stoffe enthalten
NPK-Zusammensetzung 7+3+6
Nebennährstoffe enthält extra Eisen
Langzeitwirkung nein

Der Spezial-Flüssigdünger des Herstellers Compo eignet sich sowohl für in Kübeln als auch in den Garten ausgepflanzte Hortensien aller Arten und Sorten. Des Weiteren können Sie das Produkt für andere Moorbeetpflanzen wie Rhododendren, Azaleen, Kamelien, Heidelbeeren oder auch Magnolien verwenden. Die enthaltenen Nährstoffe sind sofort für die Pflanzen verfügbar. Allerdings gibt es keine Langzeitwirkung, weshalb eine wöchentliche Düngung – bei einem vorliegenden Eisenmangel (erkennbar an sehr hellen Laubblättern) sogar alle drei bis fünf Tage – während der Hauptwachstumsperiode zwischen April und August sinnvoll ist.

Menge / Abpackung 2 Kilogramm
Düngerart organisch-mineralisch
Düngerform fest, gekörnt
Inhaltsstoffe tierische Nebenprodukte wie Hühnerdung, NPK-Mineraldünger, pflanzliche Stoffe, Regenwurmhumus, Mykorrhiza-Pilze
NPK-Zusammensetzung 10+4+7
Nebennährstoffe Schwefel (6 %), Magnesium (0,8 %)
Langzeitwirkung ja, 3 Monate

Der organisch-mineralische Hortensiendünger von Dehner enthält zu einem großen Teil natürlichen Hühnerdung, der mit pflanzlichen Stoffen aus der Lebens-, Genuss- und Futtermittelherstellung sowie schnell wirkenden, mineralischen NPK-Bestandteilen vermischt wurde. Weitere Bestandteile sind Regenwurmhumus und Mykorrhiza-Pilze, die sich positiv auf das mikrobielle Bodenleben auswirken und die Humusbildung unterstützen sollen. In ihren Amazon-Kundenbewertungen zeigen sich die Anwender sehr positiv gegenüber dem Produkt eingestellt. Mehrere Kunden berichteten, sie hätten selbst ältere, stark vernachlässigte Hortensien retten können. Natürlich eignet sich auch dieser Hortensiendünger für weitere Moorbeetpflanzen, die ähnliche Ansprüche wie die beliebten Blütensträucher haben.

Kaufkriterien

Düngerform

Feste Dünger: Feste Düngemittel sind zumeist ist staubarmer Granulatform erhältlich und vielseitig einsetzbar. Sie können das Düngegranulat beim Einpflanzen direkt als Startdüngung in das Pflanzloch geben, bei etablierten Pflanzen leicht in die Erde einarbeiten (kräftig gießen nicht vergessen!) oder auch in Wasser auflösen und wie Flüssigdünger verwenden.

Flüssigdünger: Flüssige Hortensiendünger sind leicht zu dosieren, dringen zudem schnell zu den Wurzeln vor und die darin enthaltenen Nährstoffe sind für die Pflanzen sofort verfügbar. Viele Flüssigdünger besitzen jedoch keine Langzeitwirkung und müssen daher regelmäßig (in der Regel einmal pro Woche) verabreicht werden.

Düngerart

Organische Dünger: Wer seinen Garten naturnah bewirtschaften möchte, greift bevorzugt auf organische Hortensiendünger zurück. Diese bestehen aus pflanzlichen und / oder tierischen Stoffen, die sich langsam im Boden zersetzen und die Nährstoffe nach und nach an die Pflanzen abgeben. Organische Dünger haben den Vorteil, dass sie das mikrobielle Bodenleben und damit die natürliche Humusbildung fördern. Sie haben eine natürliche Langzeitwirkung und müssen daher nur zwei bis drei Mal im Jahr verabreicht werden.

Mineralische Dünger: Rein mineralische Hortensiendünger wiederum enthalten keinerlei organische Bestandteile. Diese Dünger versorgen die Pflanzen mit einem sofort wirksamen Nährstoffmix, verfügen jedoch in der Regel über keinerlei Langzeitwirkung und müssen daher regelmäßig verabreicht werden. Zudem haben sie keinerlei positiven Einfluss auf das Bodenleben.

Organisch-mineralische Dünger: Organisch-mineralische Hortensiendünger wiederum enthalten sowohl organische als auch mineralische Bestandteile, weshalb sie die Vorteile beider Düngerarten in sich vereinen und die jeweiligen Nachteile dafür reduzieren. Organisch-mineralische Düngemittel versorgen die Hortensien mit sofort als auch mit langsam wirkenden Nährstoffen und verfügen somit über eine natürliche Langzeitwirkung.

Inhaltsstoffe

Beim Kauf von organischen bzw. organisch-mineralischen Düngemitteln sollte man die Liste der Inhaltsstoffe genau lesen: Wer beispielsweise Wert auf einen tierfreien Hortensiendünger legt, sollte Produkte mit Inhaltsbezeichnungen wie „tierische Stoffe aus der Lebens-, Genuss- und Futtermittelindustrie“ meiden. Dabei handelt es sich in der Regel um Schlachtabfälle. Grundsätzlich ist an deren Verwendung nichts Verwerfliches, allerdings nehmen einige Gartenbesitzer davon lieber Abstand. Unter „tierischen Nebenprodukten“ verstehen die Hersteller jedoch Stallmist, beispielsweise Hühnerdung.

NPK-Zusammensetzung und weitere Nährstoffe

Hortensiendünger sind in erster Linie NPK-Volldünger, die die drei Hauptnährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium in unterschiedlicher Zusammensetzung enthalten. Dabei sollte der Anteil an Stickstoff und Kalium deutlich höher als der von Phosphor sein, zudem sind bestimmte Spurenelemente – vor allem Magnesium – unverzichtbar. Hortensien neigen zudem schnell zu einem Eisenmangel, der sich an blassen, gelblich verfärbten Blättern zeigt. Hier hilft ein eisenhaltiger Hortensiendünger.

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Häufig gestellte Fragen

Braucht man unbedingt einen speziellen Hortensiendünger?

Natürlich braucht man spezielle Hortensiendünger nicht zwingend. Allerdings ist das Auftreten von Mangelerscheinungen und andere Probleme – etwa eine verminderte Blütenpracht – bei der Verwendung mit ungünstig zusammengesetzten Düngemitteln wahrscheinlicher, sodass Sie mit einer optimalen Nährstoffmischung besser fahren. Dies gilt vor allem für Topfhortensien, da diese auf eine externe Versorgung angewiesen sind.

Kann man den Hortensiendünger auch für andere Pflanzen verwenden?

Hortensiendünger eignen sich für alle Pflanzen, die einen ähnlichen Nährstoffbedarf aufweisen. Deshalb können Rhododendren, Azaleen, Kamelien, Heidelbeeren (Blaubeeren) und andere Moorbeetpflanzen mit diesem Dünger versorgt werden. Auch Magnolien – die ebenfalls einen eher sauren pH-Wert bevorzugen – profitieren von Hortensiendünger., sollten jedoch weniger stark damit versorgt werden. Hortensiendünger ist nicht universell einsetzbar.

Was kann ich noch zum Düngen von Hortensien verwenden?

Viele Hortensienliebhaber schwören darauf, die Blütensträucher mit getrocknetem Kaffeesatz zu düngen. Dieser wird leicht in den Boden eingearbeitet und setzt – da organisch – seine Nährstoffe allmählich frei. Kaffee versäuert den Boden und sorgt so für einen optimalen pH-Wert. Als alleiniger Dünger eignet er sich jedoch nicht, sodass Sie nicht gänzlich auf einen hochwertigen Hortensiendünger verzichten können.

Welche Hersteller bieten hochwertige Hortensiendünger an?

Es gibt eine große Auswahl an Hortensiendüngern, die manchmal auch unter den Bezeichnungen „Hortensien- und Rhododendrondünger“ oder „Moorbeetpflanzendünger“ verbergen. Die Zusammensetzung variiert je nach Hersteller. Besonders empfehlenswert sind die Produkte bekannter Marken wie Plantura, Compo, Dehner, Neudorff oder Oscorna. Aber auch Hersteller wie Green24 bieten hochwertige Spezialdünger für Hortensien an.

Kann ich die Hortensiendünger für alle Hortensienarten verwenden?

Hortensien sind in einer großen Vielfalt erhältlich. Die verschiedenen Arten und Sorten unterscheiden sich teils etwas in ihren Bedürfnissen, haben jedoch alle diese beiden Dinge gemeinsam: die Vorliebe für einen leicht sauren Boden sowie den Bedarf nach einer bestimmten Nährstoffzusammensetzung bei der Düngung. Deshalb können Sie Hortensiendünger grundsätzlich für alle Hortensienarten verwenden.

Wann sollte man Hortensien düngen?

Wann und wie oft Sie Ihre Hortensien düngen, hängt im Wesentlichen vom verwendeten Dünger ab. Auf jeden Fall ist im April eine Frühjahrsdüngung zum Start in die Wachstumssaison notwendig. Nutzen Sie einen Hortensiendünger mit Langzeitwirkung, so erfolgt die zweite Düngung im Juni. Eventuell können Sie Ende August / Anfang September ein drittes Mal düngen. Ansonsten muss wöchentlich gedüngt werden.

Zubehör

Hortensienblau / Dünger für blaue Hortensien

Besonders beliebt sind Hortensien mit blauen Blüten, die ihr attraktive Färbung jedoch nur bei einer bestimmten Düngung behalten. Wichtig ist hierbei ein saurer pH-Wert plus eine Düngung mit Aluminium und Eisen. Um die schöne blaue Färbung zu erzielen, düngen Sie Ihre Hortensien deshalb mit einem speziellen Blaudünger. Alternativ können Sie auch Alaun verwenden.

Hortensienerde

Damit der pH-Wert für Ihre Hortensien genau richtig ist, können Sie sowohl für Garten- als auch für Topfhortensien spezielles Pflanzsubstrat verwenden. Bei der Auspflanzung in den Garten vermischen Sie einfach den Aushub mit der Spezialerde. Neben der Hortensienerde eignet sich auch Rhododendronerde für die Blütensträucher – die Substrate sind ganz ähnlich zusammengesetzt.

Text: Ines Jachomowski

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