Honigschleuder – Ein kleiner Kaufratgeber

Mit einer Honigschleuder gewinnen Sie den leckeren Honig aus den Waben. Welches Modell perfekt zu Ihnen passt, hängt in erster Linie davon ab, ob Sie Hobby- oder Profi-Imker sind und mit wie vielen Bienenvölkern Sie in Ihrem Garten arbeiten. Unser Kaufratgeber hilft Ihnen, die beste Honigschleuder für Ihren Bedarf zu finden.

honigschleuder
Die Auswahl an Honigschleudern ist groß, die Preisspanne auch

Unsere Empfehlungen

Betriebsart manuell
Anordnung Waben tangential
Anzahl Waben 4
Material Edelstahl rostfrei
Deckel transparent ja (Plexiglas)
Füße ja (2 gebogene)

Ausschlaggebend für die enorme Beliebtheit dieser Honigschleuder ist das ausgezeichnete Preisleistungsverhältnis. Amazon-Rezensenten beschreiben den Testsieger unseres Vergleichs als handlich sowie schnell und einfach zu reinigen. Überdies geben Käufer an, das Material habe sie absolut überzeugt, es erweise sich als robust, stabil und langlebig. Für wenige Bienenstöcke sei das Modell eine hervorragende Wahl, so die Kernaussage.

Betriebsart manuell
Anordnung Waben tangential
Anzahl Waben 4
Material Edelstahl rostfrei
Deckel transparent ja (Kunststoff)
Füße ja (3 gebogene)

Die Wiltec Honigschleuder soll den Käufern bei Amazon zufolge gut verarbeitet sein und ihren Job tadellos erfüllen. Nur die Stabilität wird teilweise ein wenig bemängelt. Ein Rezensent empfiehlt, den Extraktor auf eine günstige Europalette zu schrauben, um die nötige Standfestigkeit zu gewährleisten. Die Handhabung, Bedienung und Reinigung werden durchweg gelobt.

Betriebsart manuell
Anordnung Waben tangential
Anzahl Waben 3
Material Edelstahl rostfrei
Deckel transparent ja (Plexiglas)
Füße ja (3 gebogene)

Für Hobby-Imker sei die Honigschleuder von Kwasyo eine gute Wahl. Sie lasse sich sehr unkompliziert bedienen und ebenso simpel reinigen – ohne unnötigen Aufwand. Wenn Kritik zu lesen ist, bezieht sich diese meist darauf, dass die Tangentialschleuder schon beschädigt, dreckig oder anderweitig mangelhaft geliefert wurde.

Kaufkriterien

Betriebsart

Manuell: Der Imker bedient die Honigschleuder mittels Handbetrieb. Er befördert die Waben in den Kessel, schließt den Deckel und dreht dann an einer außenliegenden Kurbel. Das manuelle Schleudern ist natürlich viel anstrengender und zeitintensiver als das elektrische Ernten des Honigs, dafür aber auch traditioneller und authentischer. Weitere Vorteile sind die simple Handhabung und der günstigere Anschaffungspreis.

Elektrisch: Die Honigschleuder arbeitet elektrisch – ein Motor treibt sie an. Somit hat der Imker hier nur die Aufgabe, die Schleuder ein- und auszuschalten. Einige Modelle verfügen über eine praktische Zeitschaltuhr und manche auch über mehrere Schleuderprogramme und Drehgeschwindigkeiten, sodass Sie das Schleudern individuell anpassen können. Um schnell größere Mengen an Honig zu gewinnen, ist eine elektrische Honigschleuder die einzig sinnvolle Lösung, auch wenn sie sowohl in der Anschaffung als auch hinsichtlich der Folgekosten (Strom) teurer ist.

Anzahl der Waben

Hobby-Imker und Anfänger mit wenigen Bienenvölkern benötigen nicht allzu viele Wabenplätze. Eine Honigschleuder mit drei, vier oder sechs Waben reicht absolut aus. Profi-Imker und fortgeschrittene, ambitionierte Hobby-Imker mit mehreren Bienenvölkern sollten hingegen auf eine Honigschleuder mit mindestens acht Waben setzen.

Anordnung der Waben

Tangential: Bei einer Tangentialschleuder folgen die Waben einer tangentialen Anordnung. Das bedeutet, die Innenseiten der Waben zeigen nach außen. So kann der Extraktor immer nur eine Seite der Wabe entleeren. Sie müssen die Waben wiederholt händisch wenden, um den gesamten Honig zu ernten. Tangentialschleudern gibt es in manueller und elektrischer Form (meist werden sie aber manuell betrieben). Sie bieten weniger Platz als Radialschleudern, lassen sich dafür aber einfacher reinigen. Darüber hinaus brechen die Waben nicht so leicht.

Radial: Bei einer Radialschleuder (auch Selbstwendeschleuder) folgen die Waben des Wabenkorbs einer radialen Anordnung. Das bedeutet, die Wabenrahmen zeigen nach außen und die Waben sind hintereinander in einem Kreis im Honigextraktor befestigt. Eine Radialschleuder wird im Normalfall elektrisch betrieben und bietet gemeinhin viel Platz, sodass Sie eine größere Anzahl an Waben gleichzeitig schleudern können. Überdies müssen Sie die Waben nicht manuell wenden. Die Schleuder ändert selbst die Richtung, um den Honig aus beiden Wabenseiten herauszuschleudern.

Vorsicht: Wichtig ist, die Schleuder nicht zu schnell laufen zu lassen. Ansonsten drohen die Waben vom Honig durch die Zentrifugalkraft erdrückt und beschädigt zu werden.

Material

Bezüglich Material gibt es keine zwei Meinungen: Wählen Sie eine Honigschleuder aus rostfreiem Edelstahl. Letzteres ist das mit Abstand beste Material für diese Zwecke. Es rostet nicht, präsentiert sich sehr robust, überzeugt durch seine Langlebigkeit und ermöglicht überdies eine einfache Reinigung.

Manche Honigschleudern sind aus Weißblech oder Aluminium gefertigt. Diese Modelle gelten jedoch als vergleichsweise minderwertig.

Ein durchsichtiger Deckel aus Plexiglas bietet den Vorteil, dass Sie von oben beobachten können, ob das Schleudern einwandfrei funktioniert.

Häufig gestellte Fragen

Wie funktioniert eine Honigschleuder?

Eine Honigschleuder, auch Honigextraktor genannt, setzt sich aus

  • einer zylinderförmigen Trommel (Kessel),
  • einem Wabenkorb, der fest mit einer Drehachse und dem jeweiligen Antrieb verbunden ist,
  • einem Auslaufhahn (Ventil) sowie
  • einem Deckel

zusammen.

Nachdem Ihre Bienen die Waben fleißig mit Honig gefüllt haben, entnehmen Sie ebendiese Waben aus dem Bienenstock, öffnen sie mit einem Spachtel („Entdeckeln“) und spannen sie schließlich in die Honigschleuder ein.

Daraufhin starten Sie den manuellen oder elektrischen Schleudervorgang, bei dem sich der Wabenkorb je nach Extraktor entweder vertikal oder horizontal dreht und die gelbgoldene Flüssigkeit dank der physikalischen Fliehkräfte aus den Waben herausschleudert.

Eine wertige Honigschleuder arbeitet nur so schnell, dass die Waben intakt bleiben. Der Honig wird an die Wände des Kessels gespritzt, um sich dann am Boden zu sammeln. Durch ein einfaches Ventil entnehmen Sie das süße Gut.

Wer benötigt eine Honigschleuder?

Jeder Imker – ob hobbymäßig oder professionell – benötigt eine Honigschleuder, um den Honig aus den Waben zu gewinnen. Eine Alternative zu diesem elementaren Hilfsmittel existiert nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Warm- und Kaltschleudern?

Die Temperatur im Bienenstock liegt konstant bei etwa 35 Grad Celsius. Um sicherzustellen, dass sich der Honig möglichst leicht herausschleudern lässt, sollten Sie die Waben direkt nach der Entnahme aus dem Stock und dem Öffnen mittels Spachtel in den Extraktor setzen und umgehend schleudern. Dann ist vom Warmschleudern die Rede – es bringt die größere Ausbeute und die höhere Honigqualität.

Wenn Sie den Honig zeitversetzt aus den Waben schleudern, wird dies als Kaltschleudern bezeichnet. Die Temperatur beträgt dann zwischen 24 und 28 Grad Celsius.

Welche Hersteller bieten hochwertige Honigschleudern?

Zu den bekanntesten Herstellern und Marken von Honigschleudern gehören

  • Logar
  • Nisala
  • Siegerland
  • Graze
  • Dadant
  • CFM
  • Lyson
  • Imgut

Wie viel kostet eine Honigschleuder?

Manuelle Honigschleudern kosten gemeinhin zwischen 180 und 300 Euro. Für elektrische Ausführungen bezahlen Sie normalerweise 280 bis 500 Euro – je nach Hersteller, Qualität und spezifischen Merkmalen (Wabenanzahl et cetera). Es gibt auch Ausführungen jenseits der 1000-Euro-Grenze.

Tipps

Bei Amazon können Sie Honigschleudern namhafter Marken zum Teil gebraucht kaufen und so mitunter viel Geld sparen. Manche Imker, die auf ein anderes Modell umgestiegen sind, verkaufen ihre älteren Ausführungen über den Marketplace. Auch bei eBay finden Sie gebrauchte Honigschleudern. In vereinzelten Baumärkten lassen sich Extraktoren mieten – überdenkenswert, wenn Sie nur ganz selten (einmalig) selber Honig ernten wollen.

Kann ich eine Honigschleuder selber bauen?

Ja, aber nur, wenn Sie viel handwerkliches Geschick und Erfahrung in puncto Schweißen mitbringen. Beachten Sie auch, dass es meist nicht bedeutend günstiger ist, eine Honigschleuder selber zu bauen. Überlegen Sie sich gut, ob Sie das wirklich tun wollen. Wenn ja, orientieren Sie sich zum Beispiel an der folgenden Bauanleitung:

Wie reinige ich eine Honigschleuder?

Damit der Honig rein und genießbar bleibt, gilt es die Honigschleuder regelmäßig, also nach jedem Einsatz, zu reinigen. Sie können warmes oder kaltes Wasser verwenden. Versuchen Sie außerdem, ohne Spülmittel und sonstige Chemikalien auszukommen. Das Video zeigt Ihnen, wie’s geht:

Zubehör

Wabenkörbe

Zusätzliche Wabenkörbe können als Ersatz oder bei gewünschten Wechseln zwischen radial und tangential nützlich sein.

Tipps

Damit die Waben im Korb drehbar sind, brauchen Sie einen Schleuderkorb ohne durchgehende Mittelachse.

Ob Wabenkörbe oder andere Ersatzteile: Kaufen Sie möglichst Ausführungen, die vom Hersteller Ihrer Honigschleuder stammen.

Gummifüße

Wenn die Honigschleuder nicht schon welche mitbringt, sorgen separat erhältliche, an den Beinenden des Extraktors montierbare Gummifüße für mehr Stabilität und Standfestigkeit beim Schleudern.

Bodenheizung

Mit einer Bodenheizung wird der Honig flüssiger. In der Folge lässt er sich leichter gewinnen. Das Zubehör empfiehlt sich vor allem für größere Honigschleudern.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: GerryP/Shutterstock

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