Heckenschneider – Ein kleiner Kaufratgeber

Hecken sind eine natürliche, ökologisch sinnvolle und vor allem attraktive Möglichkeit, das Grundstück und einzelne Gartenräume einzugrenzen. Allerdings müssen viele Heckengehölze regelmäßig geschnitten werden, damit sie das gewünschte dichte Wachstum zeigen. Zudem sind so manche Sträucher in ihrer Wuchsfreudigkeit einzugrenzen, damit sie Ihnen nicht über den Kopf wuchern. Mit einem Heckenschneider gelingt dies problemlos. In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen verschiedene Heckenscheren vor und erklären, worauf Sie beim Kauf achten sollten.

heckenschneider
Mit einem Teleskop-Heckenschneider lassen sich auch höhere Hecken problemlos schneiden

Unsere Empfehlungen

Antriebsart manuell
Messerlänge 25 Zentimeter
Gesamtlänge 65 Zentimeter
Gewicht 1150 Gramm
Material gehärteter Stahl

Manuelle Heckenschneider sind gut geeignet, um Buchsbäume und andere Formgehölze zu schneiden sowie um einzelne Gehölze oder kleinere Hecken zurückzutrimmen. Dieses Modell des Markenherstellers Gardena verfügt über zwei breite Klingen aus gehärtetem Stahl, die mit einem Wellenschliff versehen sind. Dieser hat den Vorteil, dass beim Schneiden auch härtere Äste besser gegriffen werden und nicht so schnell herausrutschen. Des Weiteren verfügt dieses Modell über einen integrierten Astabschneider, mit dem sich auch dickere Äste gut einkürzen lassen. Die Griffe bestehen aus leichtem, aber stabilem Aluminium und sind für die bessere Haptik mit Weichkunststoff überzogen. So liegt der Heckenschneider gut in der Hand.

Antriebsart Akku
Messerlänge 43 Zentimeter
Gesamtlänge Reichweite bis 2,6 Meter
Gewicht 3,6 Kilogramm
Material k. A.

Soll dagegen eine lange und hohe Hecke getrimmt werden, so ist eine Akku-betriebene Heckenschere sinnvoller. Schließlich kostet diese Arbeit sehr viel Muskelkraft, zudem geht es mit einer Akku-Heckenschere einfach schneller. Dieses Modell von Bosch besitzt zudem einen höhenverstellbaren Teleskopstiel mit integriertem Schwenkkopf, der den Einsatz einer Leiter selbst bei hohen Hecken unnötig macht – mit diesem Teleskop-Heckenschneider haben Sie eine Reichweite von bis zu 2,6 Meter und können die Hecke sowohl von den Seiten als auch mühelos oben schneiden. Der leistungsstarke 18-V-Lithium-Ionen-Akku mitsamt Ladegerät ist in der Lieferung mit inbegriffen und ermöglicht ein kontinuierliches Arbeiten bis zu 2,5 Stunden lang.

Antriebsart Akku
Messerlänge 50 Zentimeter
Gesamtlänge ca. 100 Zentimeter
Gewicht ca. 2,4 Kilogramm
Material k. A.

Ist die Hecke zwar lang, aber nicht besonders hoch, so empfiehlt sich eine Akku-Heckenschere ohne Teleskop. Diese kann zudem für den Formschnitt einzelner Gehölze eingesetzt werden. Dieses Modell von Bosch eignet sich laut Herstellerbeschreibung perfekt für mittelgroße Hecken und schneidet Äste mit einer Dicke von bis zu 25 Millimetern sauber und präzise durch. Die Schärfe der Sägemesser ist durch den Laserstrahlschnitt sowie den Diamantenschliff gesichert. Das Anti-Blockier-System sorgt für ein kontinuierliches Arbeiten ohne Unterbrechungen, die Quick-Cut-Technologie für ein effizientes und schnelles Heckenschneiden. In der Lieferung inbegriffen ist ein 18-Volt Lithium-Ionen Akku mitsamt Ladegerät.

Kaufkriterien

Verwendungszweck

Es gibt unzählige Varianten von Heckenschneidern. Für welche Sie sich entscheiden, hängt im Wesentlichen davon ab, was genau Sie damit schneiden wollen. Heckenschneider eignen sich für den Schnitt von Formgehölzen (wie Buchsbaum) ebenso wie zum Trimmen von kleinen, niedrigen, mittelgroßen oder langen und hohen Hecken. Dabei sollten Sie beachten, dass die meisten Modelle Äste und Zweige bis zu einem Durchmesser von – je nach Modell – nur wenigen Zentimetern kappen können. Heckenschneider sind eher für dünnes als dickes Holz geeignet.

Antriebsart

Manueller Heckenschneider: Manuelle bzw. mechanische Heckenschneider eignen sich sehr gut für kleinere Sträucher und Hecken, zudem sind sie perfekt für einen Formschnitt. Mit einem solchen Werkzeug können Sie sehr präzise und saubere Schnitte setzen, zudem ist es leise und benötigt weder Strom noch Benzin.

Akku-Heckenschneider: Sind dagegen längere Hecken zu beschneiden, könnte die Anschaffung einer Akku-Heckenschere sinnvoll sein. Mit dieser ersparen Sie sie viel mühsame Arbeit und kommen zudem schnell voran. Außerdem haben Akku-Heckenschere kein Kabel, das Sie wesentlich durchschneiden könnten und welches Sie beim Arbeiten behindert. Dafür hält der Akku nur für ein bis 2,5, Stunden durch und muss anschließend wieder aufgeladen oder ausgetauscht werden.

Elektro-Heckenschneider: Elektro-Heckenschneider brauchen für ihren Betrieb einen Stromanschluss. Jedoch können Sie die fehlende Steckdose im Garten mit einer Verlängerung kompensieren, müssen beim Schneiden jedoch das Kabel im Blick behalten. Elektro-Modelle eignen sich sehr gut für den Schnitt von langen Hecken und dicken Ästen, die von Akku-betriebenen Modellen nicht bewältigt werden können.

Benzin-Heckenschneider: Benzinbetriebene Heckenscheren sind die beste Wahl für weitläufige Hecken, zudem schneiden sie altes Gehölz mit dicken Ästen am besten. Allerdings ist mit diesen Modellen ein filigranes Arbeiten nicht möglich, zudem sind sie sehr laut. Dafür sind Sie unabhängig von Muskelkraft, immer wieder aufzuladenden Akkus und Stromkabeln.

Teleskopfunktion

Teleskop-Heckenschneider sind mit einem verlängerbaren Stiel ausgestattet und ermöglichen den Schnitt von hohen Hecken, ohne dass Sie dafür auf eine Leiter steigen müssen. Es gibt unterschiedliche Modelle sowohl mit mechanischem als auch mit motorisiertem Antrieb, der mit Akku, Strom oder auch Benzin funktioniert. Achten Sie beim Kauf darauf, dass das favorisierte Modell auch die benötigte Länge aufbringt. Besonders praktisch sind zudem bewegliche Teleskopstiele, die sich in verschiedenen Winkeln einstellen lassen.

Messerlänge / Schnittlänge

Insbesondere wenn Sie motorisierte Heckenschneider kaufen, achten Sie auf die Angaben zur Schnittlänge. Viele Anwender verwechseln die Schwertlänge mit der eigentlichen Schnittlänge. Beide Angaben sind nicht identisch, denn das Schneideschwert ist grundsätzlich länger als die eigentliche Schnittlänge. Daher ist die für Sie kaufrelevante Information nicht die Länge des Schwertes, sondern die Frage, wie lang ein Schnitt ausgeführt werden kann.

Messerart

Wellenschliff / Gerader Schliff: Manuelle Heckenschneider können Klingen mit geradem Schnitt oder mit Wellenschnitt aufweisen. Ein Wellenschnitt hat den Vorteil, dass das Werkzeug auch harte Äste besser packen und festhalten kann. Dafür hinterlassen Klingen mit einem geraden Schliff sauberere Schnittkanten und lassen sich auch leichter schärfen.

Einfach / Doppelt gegenläufig: Bei einfach gegenläufigen Klingen bewegt sich nur eine und führt den Schnitt aus, während die andere starr bleibt. Bei doppelt gegenläufigen Messern hingegen bewegen sich beide, was in der Regel zu einem saubereren und leichteren Schnitt führt.

Gewicht

Auch das Gewicht des Heckenschneiders ist ein wichtiges Kaufkriterium, schließlich müssen Sie es über längere Zeit nicht nur halten, sondern auch führen können. Ist das Gerät zu schwer, führt dies unweigerlich zu Ermüdungserscheinungen. Grundsätzlich sind mechanische Heckenschneider besonders leicht, verlangen dafür allerdings einen ganz anderen Kraftaufwand. Akku-betriebene Geräte sind in der Regel etwas schwerer als Elektro-Modelle. Benzin-Heckenscheren sind jedoch deutlich schwerer und können durchaus fünf bis sechs Kilogramm auf die Waage bringen – ohne das Benzin, dass Sie natürlich auch noch einfüllen müssen.

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Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine gute Heckenschere?

Wie viel Sie für Ihren Heckenschneider ausgeben, hängt vor allem von der Art des Antriebs ab. Gute manuelle Heckenschneider sind schon für Preise ab ca. 20 EUR erhältlich, während Sie für ein elektrisch betriebenes Modell mit etwa 50 EUR aufwärts rechnen müssen. Akku-Heckenschneider inklusive Akku und Ladegerät kosten mindestens das Doppelte. Besonders kostenintensiv sind hochwertige Benzinscheren, für die Sie mindestens 150 EUR einplanen müssen.

Wann darf man Hecken beschneiden?

Gemäß der Regelung des § 39 Abs. 5 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) sind Schnittmaßnahmen, die über schonende Pflege- und Formschnitte hinausgehen, im Zeitraum zwischen 01. März und 30. September untersagt. Damit sollen brütende Vögel geschützt werden. Zudem sollten Schnittmaßnahmen nur außerhalb der Ruhezeiten durchgeführt werden, sofern damit Lärm verbunden ist. Das bedeutet, Sie dürfen motorisierte Heckenschere nur montags bis samstags zwischen sieben und 20 Uhr verwenden – und müssen in der Mittagszeit zwischen 13 und 15 Uhr eine Pause einlegen.

Welche Sicherheitsmaßnahmen muss man beim Schneiden mit einem Heckenschneider beachten?

Bei Schnittarbeiten insbesondere mit motorisierten Heckenschneidern sollten Sie aus Sicherheitsgründen immer eine Schutzbrille sowie Handschuhe tragen, um Ihre Augen und Ihre Hände vor spitzen Splittern und Astteilen zu schützen. Bei besonders lauten Modellen (v. a. bei Benzinscheren) ist zudem ein Gehörschutz sinnvoll. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Ihre motorbetriebene Heckenschere über eine Zweihand-Schaltung verfügt, um eine versehentliche Inbetriebnahme zu verhindern.

Welche Markenhersteller bieten gute Heckenschneider an?

Heckenschneider erhalten Sie von allen bekannten Markenherstellern. An großes Angebot an Heckenscheren von manuell über Akku und mit Elektro-Antrieb bietet der Gartengerätehersteller Gardena. Gute mechanische Heckenschneider erhalten Sie aber auch von Fiskars oder Grüntek. Hochwertige Werkzeughersteller wie Bosch, Black & Decker, Makita oder DeWalt haben auch verschiedene akku- und elektrobetriebene Heckenschneider im Angebot. Benzinbetriebene Modelle erhalten Sie zudem von Marken wie Stihl oder Einhell.

Zubehör

Strauchschere

Im Vergleich zu einem Heckenschneider hat eine Strauchschere eine viel kleinere Schnittlänge und eignet sich daher sehr gut für präzise Schnitte. Aus diesem Grund werden Strauchscheren gern für Formschnitte eingesetzt, bei denen es auf Genauigkeit ankommt. Auch, wenn es um das Schneiden von feinen Gehölzen, Sträuchern und Gräsern geht, sind Strauchscheren die richtige Wahl.

Text: Ines Jachomowski

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