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Sind im Teich zu viele Nährstoffe, können sich Grünalgen bilden

Was tun, wenn Grünalgen den Gartenteich belagern?

Damit sich Grünalgen im Gartenteich nicht übermäßig ausbreiten, gibt es natürliche Gegenspieler, die Sie rasch von der Plage befreien. Darüber hinaus lässt sich das Nachwachsen der Algen mit einer gründlichen Teichsäuberung sowie dem Ausdünnen besonders stark wachsender Wasserpflanzen gut eindämmen.

Erste Regel: Vertrauen in die Natur bewahren und abwarten! Der Grünschimmer zwischen den Seerosen ist völlig ungefährlich, entspricht aber dennoch nicht der traumhaften Idylle, die man als stolzer Gartenteichbesitzer im Hinterkopf hat. Eine besonders kluge Idee wäre es, Wasserflöhe zu kaufen, die, nach einigen Tagen im Teich eingesetzt, Blau- oder Grünalgen emsig in Schach halten. Die Daphnien, wie diese für Menschen völlig ungefährlichen Bachflohkrebse auch genannt werden, gibt es als Lebendfutter im Fachhandel.

Phosphate im Wasser befördern die Algenbildung

Ob Ihr Teichwasser unter einem Nährstoffüberschuss leidet und damit zu phosphatreich ist, lässt sich mit einem Testset aus der Apotheke sehr schnell klären. Der Idealwert liegt unterhalb von 0,035 mg/l, steigt er an, begünstigt er das Entstehen von Grünalgen massiv und Ihr Einsatz ist gefordert. Weitere negative Faktoren sind saisonal die hohen Wassertemperaturen im Becken sowie eine besonders intensive Sonneneinstrahlung, die für eine verstärkte Bildung von Grünalgen im Wasserteich sorgen. Zu den weiteren Verursachern steigender Phosphat- und (damit auch) Nährstoffwerte zählen:

  • starke Regenfälle (pH-Werte verändern sich);
  • Einwirkung von verstreutem Pflanzen- und Rasendünger;
  • verschlammter Teichboden durch Futterreste, Fischkot und abgestorbene Pflanzenteile usw.

Erste Hilfe bei Grünalgen im Gartenteich

Sollte der Algenbefall auch nach mehreren Wochen nicht von allein zurückgehen, müsste über eine grundlegende Renovierung des Teichbodens und der Uferbereiche nachgedacht werden. Das bedeutet, dass die sogenannte Mulmschicht im Wasserbecken möglicherweise zusammen mit der Teicherde entfernt wird. Nachdem die Wasserpflanzen kräftig zurückgeschnitten bzw. geteilt wurden, setzt man sie besser nicht mehr in Erde, sondern auf Substrat und mithilfe von Pflanzkörben in die einzelnen Teichzonen.

Natürliche Algenbekämpfer nutzen

Froschbiss, Krebsscheren, Wasserlinsen und andere Schwimmpflanzen helfen auch natürliche Art, den Algen die Nährstoffe zu entziehen. Daher sollte wenigstens ein Drittel der Teichfläche bewachsen sein. In der Praxis haben sich auch kleine Springbrunnen und Kaskaden bewährt, die für eine ständige Bewegung des Wassers sorgen und die Bildung von Grünalgen im Gartenteich wesentlich verringern.

Tipps

Ein positiver Effekt zur Regulierung des pH-Wertes wird erreicht, wenn ein stärkerer Eichenast in das Teichwasser gelegt wird. Durch die freigesetzte Gerbsäure verschlechtern sich die Überlebensbedingungen für Grünalgen erheblich. Vor der eintretenden Zersetzung muss das Holz jedoch wieder raus aus dem Teich.

Artikelbild: Ivan Popovych/Shutterstock

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