Gewächshausplatten – Ein kleiner Kaufratgeber

Die Wahl der Gewächshausplatten hängt von zahlreichen Faktoren ab. Je nachdem, was genau Sie in Ihrem Gewächshaus kultivieren möchten, ist eine Glas- oder stattdessen eine Kunststoffeindeckung besser geeignet. In unserem Ratgeber erfahren Sie, worauf es beim Kauf zu achten gilt und welche Gewächshausplatten besonders zu empfehlen sind.

gewaechshausplatten
Gewächshausplatten sind meistens Hohlkammerstegplatten

Unsere Empfehlungen

Typ Hohlkammerstegplatten
Material Polycarbonat
Stärke 4 mm
Maße (LxB) 121 x 60.5 cm
Flächengewicht 700 g/m²
Anzahl 14

Die transparenten Hohlkammerstegplatten von KESSER(R) erfreuen sich bei vielen Amazon-Rezensenten großen Zuspruchs. Mit den Standardmaßen sind sie ideale Ersatzplatten – eignen sich aber ebenso zum DIY-Bau eines komplett neuen Gewächshauses oder auch eines Frühbeets. Käufer loben die hochwertige Verarbeitung der Platten und die absolut einwandfreie Lieferung. Diese soll sowohl zeitlich als auch qualitativ überzeugen. Zudem scheint das Zuschneiden der Platten mit einem Cuttermesser oder einer Stichsäge kein Problem darzustellen.

Typ Hohlkammerstegplatten
Material Polycarbonat
Stärke 4 mm
Maße (LxB) 121 x 60.5 cm
Flächengewicht 700 g/m²
Anzahl 14

Faktisch haben die Hohlkammerstegplatten von wolketon dieselben Grundmerkmale wie der Sieger in unserem analysierenden Vergleich auf Basis der Rezensionen bei Amazon. Auch zu diesen Modellen äußern sich die Kunden des Versandhändlers sehr positiv. Die Platten machen eingebaut offenbar einen sehr stabilen Eindruck. Außerdem scheinen der individuelle Zuschnitt und Einbau relativ leicht von der Hand zu gehen.

Typ Hohlkammerstegplatten
Material Polycarbonat
Stärke 4 mm
Maße (LxB) 121 x 60.5 cm
Flächengewicht 700 g/m²
Anzahl 14

Wie die Gewächshausplatten von wolketon werden auch die Hohlkammerstegplatten von Hengda insbesondere für das ausgezeichnete Preisleistungsverhältnis gelobt. Zu den Vorteilen gehört die eindeutige Kennzeichnung der Außen- und Innenseiten (blau-weiße Seiten gehören nach außen, rein-weiße Seiten nach innen) – sie erleichtert den Einbau der Platten in Eigenregie. Zusammengefasst handelt es sich um eine günstige Variante für die Ausbesserung oder Neuerrichtung des Gewächshauses.

Kaufkriterien

Typ/Material

Glasplatten: Gewächshausplatten aus Glas sind die Klassiker. Sie kommen bereits seit der Antike zum Einsatz. Heutzutage spielen Sie allerdings eine eher untergeordnete Rolle, da im Vergleich zu den anderen Materialien die Nachteile überwiegen. Herkömmliche Glasplatten sind zwar pflegeleicht, dafür aber auch schwer und wenig bruchsicher sowie schlecht isolierend. Sie lassen sich einzig durch erfahrene Profis einigermaßen stabil zu einem Gewächshaus verarbeiten. Selbst talentierte Heimwerker stoßen hier oft an ihre Grenzen.

Isolierglas: Isolierglas setzt sich aus zwei parallel in einem Rahmen laufenden Scheiben zusammen – mit einer Schicht Kohlenstoffdioxid dazwischen. Dadurch isoliert das spezielle Glas ähnlich gut wie Kunststoff, jedoch zum Preis eines extrem hohen Gewichts, das die Verarbeitung zu einer echten Herkulesaufgabe macht.

ESG-Platten: ESG-Platten (ESG = Einscheiben-Sicherheitsglas) bestehen zwar ebenfalls aus Glas, allerdings aus einer besonders hochwertigen Variante davon. Die Platten haben eine Dicke von mindestens drei Millimetern und gelten als extrem bruchsicher, generell stabil und langlebig. Überdies gehen sie mit einer hohen Lichtdurchlässigkeit von 85 bis 95 Prozent einher. Diese Vorteile machen sich im Preis bemerkbar: Gewächshausplatten aus ESG sind relativ teuer.

Nörpelglas: Nörpelglas ist auf einer Seite strukturiert. Diese Eigenschaft unterscheidet es von anderen Glasarten für Gewächshausplatten. Zwar können Sie durch diese Platten nicht klar hindurchsehen; das Sonnenlicht bahnt sich aber dennoch seinen Weg ins Innere. Dabei werden die Strahlen durch die Glasstruktur sogar so gebrochen, dass sich für die Pflanzen hervorragende Lichtverhältnisse ergeben. Optisch büßt ein Gewächshaus aus Nörpelglas an Eleganz ein. Außerdem ist es schmutzanfälliger.

Doppelstegplatten: Doppelstegplatten, die inzwischen klar am häufigsten verwendete Eindeckung zum Bau eines Gewächshauses, bestehen aus Kunststoff, genauer gesagt aus Polymethylmethacrylat (Plexiglas). Sie haben eine ähnlich hohe Lichtdurchlässigkeit wie Glasplatten, isolieren jedoch bedeutend besser. Weitere Vorteile: Die Stegplatten sind unempfindlich gegenüber Kratzern, sehr leichtgewichtig und günstig in der Anschaffung. Außerdem vergilben sie auch nach mehreren Jahren Einsatzzeit nicht. Nachteilig ist allein die im Vergleich zu anderen Kunststoffplatten und ESG-Platten höhere Wetteranfälligkeit.

Hohlkammerplatten: Hohlkammerplatten sind ebenfalls aus Kunststoff gefertigt, aber aus Polycarbonat. Sie sehen im Grunde genauso aus wie Doppelstegplatten und werden auch identisch verarbeitet – doch die Eigenschaften unterscheiden sich. Das Gewächshaus aus Polycarbonat kann vergilben, wenn Sie es nicht regelmäßig reinigen. Zudem sind HKP kratzanfälliger und teurer als DSP. Vorteilhaft ist die hohe Witterungsbeständigkeit. Was die Transparenz beziehungsweise Lichtdurchlässigkeit und das Gewicht betrifft, wissen Hohlkammerstegplatten dank ähnlicher Werte so zu überzeugen wie Doppelstegplatten.

Isolierung (k-Wert)/Temperaturbeständigkeit

Kunststoffplatten isolieren besser als Glasplatten und sind dadurch temperaturbeständiger. Dies liegt daran, dass sie eine Luftschicht einschließen. Die Folge sind langanhaltend gleichbleibende Temperaturen, die wiederum optimierte Wachstumsbedingungen im Gewächshaus schaffen. Je niedriger der k-Wert (Isolationswert), desto besser die Isolierung. Kunststoffplatten gibt es in Stärken zwischen vier und 16 Millimetern. Je dicker sie sind, desto besser isolieren sie. Aber: Zum Teil leidet die Lichtdurchlässigkeit unter einer hohen Isolierung (Stichwort Dreifachstegplatten statt Doppelstegplatten).

Lichtdurchlässigkeit

In puncto Lichtdurchlässigkeit haben Glasplatten die Nase vorn. Sie lassen Sonnenstrahlen fast ungebremst eindringen. Deshalb kann das Gewächshaus im Sommer zur Mittagszeit zum Hitzekessel werden. Dies ist natürlich nicht unbedingt von Vorteil. Kunststoffplatten sind ebenfalls gut lichtdurchlässig – und durch die wesentlich höhere Isolierleistung in der Regel die bessere Wahl.

Gewicht

Kunststoff wiegt prinzipiell weniger als Glas. Diese Regel gilt logischerweise auch in Bezug auf Gewächshausplatten. Wenn Sie das Gewicht der Platten bewerten, müssen Sie wieder den k-Wert einbeziehen: Bei einem identischen oder ähnlichen Isolierwert ist Kunststoff auf derselben Fläche fünfmal leichter als Glas. Beispiel: Hohlkammerplatten mit einem k-Wert von 3 wiegen etwa vier bis fünf Kilogramm pro Quadratmeter; Glas erreicht unter diesen Voraussetzungen satte 20 Kilogramm pro Quadratmeter.

Beständigkeit

UV-Beständigkeit: Wichtig ist, dass die Gewächshausplatten UV-beständig sind, damit sie nicht mit der Zeit vergilben und spröde werden. Dies hätte ansonsten eine geringere Lichtdurchlässigkeit zur Folge, was den Pflanzen schaden würde. Normale Glas-, ESG- und Hohlkammerplatten schneiden hier sehr gut ab.

Bruchsicherheit: Kunststoff ist grundsätzlich bruchsicherer als Glas. Überdies herrscht bei einem zersplitterten Glasdach eine wesentlich höhere Verletzungsgefahr als bei einem zerbrochenen Kunststoffdach.

Pflegeaufwand

Eine Glaseindeckung punktet mit ihrer enormen Pflegeleichtigkeit. Von glatten Glasplatten können Sie groben Schmutz einfach mit Ihrem Gartenschlauch abspülen. An den etwas sensibleren, bruchgefährdeten Stellen genügt es, kurz mit einem weichen Schwamm und Spülmittelwasser drüberzuwischen. Überhaupt ist vor allem glattes Glas kaum anfällig, Schmutz anzusetzen. Kunststoffplatten verlangen eine regelmäßige intensive Reinigung, damit die Lichtdurchlässigkeit konstant hoch bleibt.

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Häufig gestellte Fragen

Was sind Gewächshausplatten?

Bei Gewächshausplatten handelt es sich um jene Elemente, aus denen ein Gewächshaus im Wesentlichen besteht. Sie müssen robust und lichtdurchlässig sein sowie je nach anvisierter Nutzung (Pflanzen) auch noch andere Kriterien erfüllen, etwa eine gewisse Isolierleistung mitbringen. Die Platten sind entweder aus Glas oder Kunststoff hergestellt.

Wo kaufe ich Gewächshausplatten am besten?

Gewächshausplatten stehen Ihnen in gut sortierten Baumärkten und Gartenfachcentern zur Verfügung – on- und offline. Darüber hinaus finden Sie bei Amazon mehrere geeignete Sets mit Platten, die auf eine bestimmte Größe zugeschnitten und zur Sanierung oder zum Eigenbau eines Gewächshauses vorgesehen sind.

Wieviel kosten Gewächshausplatten?

Viele Hersteller bieten ihre Gewächshausplatten in 14er-Sets an. Diese kosten je nach Marke, Material und Qualität üblicherweise zwischen 60 und 70 Euro.

Kann ich Gewächshausplatten selber zuschneiden?

Bei Kunststoffplatten ist der DIY-Zuschnitt mit einer Stichsäge normalerweise problemlos möglich. Auch können Sie diese Platten als geübter Heimwerker gut selbst verbauen. Anders sieht die Sache bei Glasplatten aus. Deren Verarbeitung zu einem Gewächshaus sollten Sie Profis überlassen.

Text: Gartenjournal.net

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