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Einladender Regengarten mit Pflanzmulde, Kiesrinne und Trittplatten nach einem Regenschauer

GARTENSTILE

Regengarten gestalten

Regen wird zum Gartenerlebnis
Sanft gelenkt, lebendig bepflanzt

Eine sanfte Pflanzmulde nimmt Regen zeitweise auf und macht seinen Weg im Garten sichtbar.

Regengarten-Ideen entdecken

01 / INSPIRATION

Zwölf Ideen für deinen Regengarten

Entdecke Pflanzmulden und Regenwege für unterschiedliche Gartensituationen.

Ein Regengarten ist eine bepflanzte, meist flache Vertiefung für zeitweise gesammelten Niederschlag. Form, Zulauf und Bepflanzung richtest du nach Standort, Boden und Feuchteverlauf aus.

02 / STIL VERSTEHEN & UMSETZEN

So entsteht der ruhige Regengarten-Look

Beginne mit dem Relief und führe danach Regenweg, Pflanzinseln und Materialien zu einem ruhigen Gesamtbild zusammen.

  1. Sanft geformtes Muldenrelief mit breiten Bögen im bestehenden Garten
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    Sanfte Muldenreliefs

    Die Senke wirkt weich, selbstverständlich und eng mit dem vorhandenen Garten verbunden.

    So setzt du es um

    Markiere zuerst eine breite, flache Muldenform mit sanften Bögen. Richte ihre Lage nach dem fachlich geprüften Zulauf, Boden und Feuchteverlauf aus. Verbinde die Ränder optisch mit bestehenden Beeten, statt eine isolierte Beckenform zu zeichnen.

  2. Sichtbarer Regenweg aus Kies und Naturstein zwischen Haus und Pflanzmulde
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    Sichtbare Regenwege

    Der Weg des Regens wird als leise Bewegung durch den Garten erkennbar.

    So setzt du es um

    Lege eine sichtbare Linie aus Kies oder Naturstein zwischen Auslass und Mulde an. Lass Anschluss, Gefälle, Versickerung und Überlauf fachlich bestimmen. Halte die Führung klar und vermeide unnötige Verzweigungen.

  3. Wiederkehrende Inseln aus Gräsern und Blütenstauden entlang einer Mulde
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    Wiederkehrende Pflanzinseln

    Wiederkehrendes Grün gibt der wechselnden Feuchte einen ruhigen Rahmen.

    So setzt du es um

    Ordne wenige standortgerechte Gräser- und Staudengruppen mehrfach entlang der Feuchtezonen an. Setze höhere Blütenakzente sparsam dazwischen. Prüfe für jede Gruppe Licht, Boden, Feuchteverlauf und Wurzelraum.

  4. Dunkler Naturstein, feiner Kies und Gräser als ruhiger Materialkontrast
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    Ruhige Materialkontraste

    Stein, Kies und Pflanzen wirken zurückhaltend, wertig und dauerhaft zusammengehörig.

    So setzt du es um

    Begrenze dich auf wenige Materialien und wiederhole sie an Rinne, Kante und Trittplatten. Kombiniere dunklen Naturstein mit feinen Halmen und frischem Grün. Plane klare, gut erreichbare Übergänge für ein gepflegtes Gesamtbild.

Pflanzen für wechselnde Feuchte

Für ein sonniges, zeitweise feuchtes Beispielbeet von insgesamt 2 m² kannst du Blutweiderich, Rasen-Schmiele und standortgerechte Blütenstauden als gemeinsame Mischung vorsehen. Für dauerhaft frischere bis nasse 2 m² kombinierst du Sumpfdotterblume und passend ausgewählte Seggen. Die Stückzahl legst du nach Auswahl und Wuchsform fest. Ein kompaktes Gehölz erhält eine passende Einzelposition.

Blühender Blutweiderich mit aufrechten violetten Blütenständen

Sonnige Übergangszone

Blutweiderich

Lythrum salicaria

Pflanzinfos
Rolle
Blutweiderich setzt aufrechte Blütenakzente in sonnigen, zeitweise feuchten Bereichen.
Menge & Verteilung
Als kleine Akzentgruppe locker im gemeinsamen 2-m²-Beet verteilen. Die Stückzahl legst du nach Wuchsform und verfügbarem Platz fest.
Kombinieren
Mit Rasen-Schmiele und standortgerechten Blütenstauden kombinieren, wenn Licht, Boden und Feuchteverlauf für alle passen.
Rasen-Schmiele mit dichtem Horst und feinen Blütenrispen

Frisch bis feucht

Rasen-Schmiele

Deschampsia cespitosa

Pflanzinfos
Rolle
Die Rasen-Schmiele bringt eine ruhige, wiederkehrende Gräserstruktur in frische bis feuchte Pflanzungen.
Menge & Verteilung
Als wiederkehrenden Strukturanteil in ungleich großen Gruppen im gemeinsamen 2-m²-Beet verteilen; die Stückzahl an Wuchsform und Platz anpassen.
Kombinieren
Zusammen mit Blutweiderich und passenden Blütenstauden für die sonnige Übergangszone verwenden.
Sumpfdotterblume mit gelben Blüten in einem feuchten Gartenbereich

Frischere bis nasse Zone

Sumpfdotterblume

Caltha palustris

Pflanzinfos
Rolle
Die Sumpfdotterblume ist für dauerhaft frischere bis nasse Teilbereiche vorgesehen und setzt dort einen ruhigen Pflanzakzent.
Menge & Verteilung
Als zusammenhängende Gruppe im gemeinsamen, dauerhaft frischeren bis nassen 2-m²-Beet vorsehen; die Stückzahl an den verfügbaren Platz anpassen.
Kombinieren
Mit Seggen kombinieren, die für Licht, Bodenfeuchte, Wuchsform und verfügbaren Wurzelraum ausgewählt sind.
Grüne Seggen als dichte, fein strukturierte Pflanzengruppe

Standortgerecht auswählen

Seggen

Carex spp.

Pflanzinfos
Rolle
Passend ausgewählte Seggen geben frischeren bis nassen Bereichen eine geschlossene, ruhige Textur.
Menge & Verteilung
Als verbindende Matrix im gemeinsamen 2-m²-Beet verteilen; Stückzahl und Dichte erst nach Wahl einer passenden Segge, ihrer Wuchsform und dem Wurzelraum festlegen.
Kombinieren
Mit Sumpfdotterblumen verbinden, sofern die gewählte Segge denselben Licht- und Feuchtebereich verträgt.
Standortgerecht ausgewählte Blütenstauden in einer zeitweise feuchten Übergangszone

Zeitweise feuchter Rand

Blütenstauden für die Übergangszone

Auswahl nach Standort

Pflanzinfos
Rolle
Standortgerechte Blütenstauden lockern die Übergangszone auf und können über verschiedene Jahreszeiten Blüten anbieten.
Menge & Verteilung
In lockeren Gruppen im gemeinsamen 2-m²-Beet verteilen; Stückzahl und Verteilung erst nach standortgerechter Pflanzenauswahl und Wuchsform bestimmen.
Kombinieren
Zwischen Blutweiderich und Rasen-Schmiele wiederholen, damit Blüten und Gräser als zusammengehörige Inseln erscheinen.
Kompakt wachsendes Gehölz an einer passenden Einzelposition im Pflanzbeet

Einzelposition mit Wurzelraum

Kompakte Gehölze

Auswahl nach Standort

Pflanzinfos
Rolle
Ein standortgerecht ausgewähltes, kompakt bleibendes Gehölz kann einer größeren Pflanzung Halt und Tiefe geben.
Menge & Verteilung
Ein Gehölz als passende Einzelposition vorsehen; Sorte und Wuchsgröße nach Endgröße, Wurzelraum, Feuchteverlauf und Gebäudeabstand wählen.
Kombinieren
Mit niedrigerer Randpflanzung verbinden, ohne Wurzelraum oder Zugang zu Zulauf und Überlauf einzuengen.

Elemente, die den Regenweg lesbar machen

Die besten Elemente verbinden Funktion und Gartenbild: Eine flache Mulde fügt sich ins Gelände, eine sichtbare Rinne erzählt vom Regen, und wiederkehrende Pflanzen beruhigen die Fläche. Vor Erdarbeiten klärst du Zulauf, Versickerungsfähigkeit, Überlauf sowie Abstände zu Gebäuden, Leitungen und Grenzen fachlich und örtlich.

Gesamtansicht eines Regengartens mit Mulde, Zulaufrinne, Fallrohr-Auslass, Trittplatten, Pflanzgruppen und Überlaufpunkt
Flache organisch geformte Pflanzmulde mit sanftem Rand

01 / 06 · Relief

Flache, organisch geformte Pflanzmulde

Weiche Vertiefung im Bestand

Eine flache, organische Form lässt die zeitweise wasserführende Zone wie einen selbstverständlichen Teil des Gartens erscheinen.

Forme breite, sanfte Bögen und binde die Muldenkante an vorhandene Wege und Pflanzflächen an.

02 / 06 · Zulauf

Mit Kies oder Naturstein sichtbar geführte Zulaufrinne

Der Regen bleibt sichtbar

Kies oder Naturstein zeichnet den Weg des Wassers nach und setzt zwischen Pflanzen eine ruhige mineralische Linie.

Führe die Rinne klar zur Mulde und lass Gefälle, Unterbau und Anschluss fachlich bestimmen.

03 / 06 · Anschluss

Fallrohr-Auslass mit Spritzschutz als fachlich zu klärendes Detail

Ruhiger Übergang am Haus

Ein geordneter Auslass kann den Übergang zwischen Fallrohr, Spritzschutz und Garten gestalterisch beruhigen.

Lass Fallrohranschluss, Spritzschutz, Gebäudeabstand und Entwässerung fachlich klären.

04 / 06 · Querung

Trittplatten über einer zeitweise feuchten Zone

Leichter Weg über die Senke

Wenige Trittplatten geben der feuchten Zone einen klaren Rhythmus und halten die Gartenverbindung optisch offen.

Ordne die Platten als eindeutige Linie an und kläre Tragfähigkeit sowie Verkehrssicherheit.

05 / 06 · Pflanzbild

Wiederkehrende Gruppen aus Gräsern und Blütenstauden

Ein Rhythmus aus Grün und Blüten

Wiederkehrende Gräser und Stauden verbinden einzelne Feuchtezonen zu einem ruhigen, zusammengehörigen Pflanzbild.

Wiederhole wenige standortgerechte Gruppen und halte ihre Flächen für die Pflege erreichbar.

06 / 06 · Überlauf

Sichtbarer Überlaufpunkt als fachlich zu klärende Planungsfrage

Ablesbarer Abschluss des Systems

Ein sichtbar integrierter Überlaufpunkt kann als bewusster Abschluss des Regenwegs statt als Fremdkörper erscheinen.

Lass Lage, Ziel, Kapazität und örtliche Anforderungen des Überlaufs fachlich festlegen.

Stimmungen zwischen Regen und Trockenheit

Ein Regengarten verändert seinen Ausdruck mit Wetter und Jahreszeit. Nach Regen glänzen Stein und Blätter; später tragen Gräser, klare Kanten und wiederkehrende Strukturen das Bild. So bleibt die Mulde als gestalteter Gartenraum erkennbar.

Spiegelnde Wasserstellen, dunkler Stein und frisches Grün nach Regen

Nach dem Regen

Nach Regen: spiegelnde Flächen, dunkler Stein und frisch wirkendes Grün

Glanz, Tiefe und frisches Grün

Spiegelnde Stellen und dunkler Stein geben dem Garten kurzzeitig mehr Tiefe, während benetzte Blätter besonders frisch wirken.

Wirkung & Nutzen

Die sichtbare Veränderung macht den Regenweg erlebbar und lässt die Pflanzmulde lebendig statt rein technisch erscheinen.

Ruhige Gräserstruktur in einer trockeneren Phase des Regengartens

Trockene Phase

In trockeneren Phasen: ruhige Gräserstruktur statt technischer Beckenwirkung

Leise Struktur ohne Wasserbild

Feine Halme und wiederkehrende Pflanzinseln halten den Garten ruhig, wenn in der Mulde keine Wasserfläche sichtbar ist.

Wirkung & Nutzen

Die Gräserstruktur gibt der Senke auch zwischen Regenereignissen einen klaren gestalterischen Zusammenhang.

Klare Beetkante neben Gräsern und jahreszeitlichen Samenständen

Pflegebild

Pflegebild: klare Kanten, erreichbare Flächen und bewusst zugelassene jahreszeitliche Veränderung

Geordnet und jahreszeitlich lebendig

Klare Kanten treffen auf Halme, Samenstände und wechselnde Blühaspekte – kontrolliert, aber nicht starr.

Wirkung & Nutzen

Gut erreichbare Flächen können Pflegearbeiten erleichtern; sichtbare Jahreszeiten bewahren zugleich den natürlichen Charakter.

GUT ZU WISSEN

Fragen aus der
Gartenpraxis.

Wer sollte die Eignung meines Grundstücks prüfen?

Wende dich vor der Ausführung an eine örtlich geeignete Fachperson. Zu prüfen sind insbesondere Boden und Versickerungsfähigkeit, Gelände, Zulauf, Überlauf sowie Abstände zu Gebäuden, Leitungen und Grundstücksgrenzen. Zusätzlich können kommunale Satzungen oder Genehmigungsfragen relevant sein.

Was kläre ich vor dem Anschluss eines Fallrohrs?

Kläre Anschluss, Spritzschutz, Wasserführung, Überlauf und Abstand zum Gebäude als zusammenhängende Entwässerungsfrage. Auch Leitungen und örtliche Vorgaben gehören in diese Prüfung. Erst danach lässt sich der Auslass passend in Rinne und Pflanzung einordnen.

Wie gehe ich mit einem Garten am Gefälle um?

Lass Gelände, Erdarbeiten, Entwässerung und Standsicherheit fachlich beurteilen, bevor du die Lage der Mulde festlegst. Gestalterisch kann eine quer zum sichtbaren Gefälle angeordnete Pflanzfläche Ruhe schaffen; ihre technische Eignung ergibt sich daraus jedoch nicht automatisch.

Was ist bei Kindern und häufig genutzten Wegen wichtig?

Plane Wege eindeutig und halte zeitweise wasserführende Bereiche gut erkennbar. Trittplatten, offene Senken und Anschlüsse müssen zur Nutzung des Gartens passen; Tragfähigkeit und Verkehrssicherheit lässt du vor der Ausführung fachlich klären.

Wie beziehe ich vorhandene Gehölze ein?

Prüfe Endgröße, bestehenden Wurzelraum, Feuchteverlauf und die Nähe zu Bauwerken. Lege Mulde, Rinne und Erdarbeiten so fest, dass vorhandene Wurzeln fachlich berücksichtigt werden. Neue kompakte Gehölze wählst du nach Sorte und tatsächlicher Wuchsgröße aus.

Wie halte ich die spätere Pflege überschaubar?

Plane klare Kanten und gut erreichbare Pflanzflächen. Wiederhole wenige, standortgerechte Gruppen, statt viele Einzelarten zu verteilen. Das kann Schneiden, Jäten und Kontrollgänge erleichtern; regelmäßige Pflege bleibt für ein dauerhaft ruhiges Pflanzbild notwendig.

Ruhiger Sitzplatz neben einem bepflanzten Regengarten in der Abendstimmung

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Mach den Regenweg zum stillen Lieblingsplatz

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