Kleine Gärten
Regenmulde am Reihenhaus
Lege Trittplatten so, dass Terrasse und Garten auch bei zeitweiser Feuchte verbunden bleiben.

GARTENSTILE
Regen wird zum Gartenerlebnis
Sanft gelenkt, lebendig bepflanzt
Eine sanfte Pflanzmulde nimmt Regen zeitweise auf und macht seinen Weg im Garten sichtbar.
Regengarten-Ideen entdecken01 / INSPIRATION
Entdecke Pflanzmulden und Regenwege für unterschiedliche Gartensituationen.
Ein Regengarten ist eine bepflanzte, meist flache Vertiefung für zeitweise gesammelten Niederschlag. Form, Zulauf und Bepflanzung richtest du nach Standort, Boden und Feuchteverlauf aus.
Kleine Gärten
Lege Trittplatten so, dass Terrasse und Garten auch bei zeitweiser Feuchte verbunden bleiben.
Größere Gärten
Lass die Rinne als ruhige Linie vom Fallrohr bis zur bepflanzten Senke sichtbar werden.
Terrassen
Ordne Sitzplatz, Regenbeete und vertikales Grün klar, damit der kleine Hof ruhig wirkt.
Pflanzen
Beziehe vorhandenes Grün ein und prüfe den verfügbaren Wurzelraum vor jeder Veränderung.
Terrassen
Rahme gerade Terrassenkanten mit lockeren Gräsergruppen und einer sanft geschwungenen Mulde.
Elemente
Wiederhole wenige Pflanzgruppen entlang der Mulde, statt den schmalen Raum kleinteilig zu füllen.
Pflanzen
Führe den Weg klar über die zeitweise feuchte Zone und kläre die Verkehrssicherheit fachlich.
Kleine Gärten
Nutze dunklen Naturstein als ruhigen Kontrast zu Klinker und frisch wirkendem Grün.
Elemente
Lass Lage, Erdarbeiten und Entwässerung am Gefälle vor der Ausführung fachlich beurteilen.
Terrassen
Halte Sitzfläche und Pflanzrinne klar getrennt und wähle Gehölze nach Endgröße und Wurzelraum.
Pflanzen
Setze Blutweiderich nur in sonnige, zeitweise feuchte Bereiche und wähle Seggen passend zum Standort.
Pflanzen
Lass geeignete Gräser über den Winter stehen, damit die Muldenform auch ohne Blüten lesbar bleibt.
02 / STIL VERSTEHEN & UMSETZEN
Beginne mit dem Relief und führe danach Regenweg, Pflanzinseln und Materialien zu einem ruhigen Gesamtbild zusammen.

Die Senke wirkt weich, selbstverständlich und eng mit dem vorhandenen Garten verbunden.
Markiere zuerst eine breite, flache Muldenform mit sanften Bögen. Richte ihre Lage nach dem fachlich geprüften Zulauf, Boden und Feuchteverlauf aus. Verbinde die Ränder optisch mit bestehenden Beeten, statt eine isolierte Beckenform zu zeichnen.

Der Weg des Regens wird als leise Bewegung durch den Garten erkennbar.
Lege eine sichtbare Linie aus Kies oder Naturstein zwischen Auslass und Mulde an. Lass Anschluss, Gefälle, Versickerung und Überlauf fachlich bestimmen. Halte die Führung klar und vermeide unnötige Verzweigungen.

Wiederkehrendes Grün gibt der wechselnden Feuchte einen ruhigen Rahmen.
Ordne wenige standortgerechte Gräser- und Staudengruppen mehrfach entlang der Feuchtezonen an. Setze höhere Blütenakzente sparsam dazwischen. Prüfe für jede Gruppe Licht, Boden, Feuchteverlauf und Wurzelraum.

Stein, Kies und Pflanzen wirken zurückhaltend, wertig und dauerhaft zusammengehörig.
Begrenze dich auf wenige Materialien und wiederhole sie an Rinne, Kante und Trittplatten. Kombiniere dunklen Naturstein mit feinen Halmen und frischem Grün. Plane klare, gut erreichbare Übergänge für ein gepflegtes Gesamtbild.
Für ein sonniges, zeitweise feuchtes Beispielbeet von insgesamt 2 m² kannst du Blutweiderich, Rasen-Schmiele und standortgerechte Blütenstauden als gemeinsame Mischung vorsehen. Für dauerhaft frischere bis nasse 2 m² kombinierst du Sumpfdotterblume und passend ausgewählte Seggen. Die Stückzahl legst du nach Auswahl und Wuchsform fest. Ein kompaktes Gehölz erhält eine passende Einzelposition.

Sonnige Übergangszone
Lythrum salicaria

Frisch bis feucht
Deschampsia cespitosa

Frischere bis nasse Zone
Caltha palustris

Standortgerecht auswählen
Carex spp.

Zeitweise feuchter Rand
Auswahl nach Standort

Einzelposition mit Wurzelraum
Auswahl nach Standort
Die besten Elemente verbinden Funktion und Gartenbild: Eine flache Mulde fügt sich ins Gelände, eine sichtbare Rinne erzählt vom Regen, und wiederkehrende Pflanzen beruhigen die Fläche. Vor Erdarbeiten klärst du Zulauf, Versickerungsfähigkeit, Überlauf sowie Abstände zu Gebäuden, Leitungen und Grenzen fachlich und örtlich.


01 / 06 · Relief
Weiche Vertiefung im Bestand
Eine flache, organische Form lässt die zeitweise wasserführende Zone wie einen selbstverständlichen Teil des Gartens erscheinen.
Forme breite, sanfte Bögen und binde die Muldenkante an vorhandene Wege und Pflanzflächen an.
02 / 06 · Zulauf
Der Regen bleibt sichtbar
Kies oder Naturstein zeichnet den Weg des Wassers nach und setzt zwischen Pflanzen eine ruhige mineralische Linie.
Führe die Rinne klar zur Mulde und lass Gefälle, Unterbau und Anschluss fachlich bestimmen.
03 / 06 · Anschluss
Ruhiger Übergang am Haus
Ein geordneter Auslass kann den Übergang zwischen Fallrohr, Spritzschutz und Garten gestalterisch beruhigen.
Lass Fallrohranschluss, Spritzschutz, Gebäudeabstand und Entwässerung fachlich klären.
04 / 06 · Querung
Leichter Weg über die Senke
Wenige Trittplatten geben der feuchten Zone einen klaren Rhythmus und halten die Gartenverbindung optisch offen.
Ordne die Platten als eindeutige Linie an und kläre Tragfähigkeit sowie Verkehrssicherheit.
05 / 06 · Pflanzbild
Ein Rhythmus aus Grün und Blüten
Wiederkehrende Gräser und Stauden verbinden einzelne Feuchtezonen zu einem ruhigen, zusammengehörigen Pflanzbild.
Wiederhole wenige standortgerechte Gruppen und halte ihre Flächen für die Pflege erreichbar.
06 / 06 · Überlauf
Ablesbarer Abschluss des Systems
Ein sichtbar integrierter Überlaufpunkt kann als bewusster Abschluss des Regenwegs statt als Fremdkörper erscheinen.
Lass Lage, Ziel, Kapazität und örtliche Anforderungen des Überlaufs fachlich festlegen.
Ein Regengarten verändert seinen Ausdruck mit Wetter und Jahreszeit. Nach Regen glänzen Stein und Blätter; später tragen Gräser, klare Kanten und wiederkehrende Strukturen das Bild. So bleibt die Mulde als gestalteter Gartenraum erkennbar.

Nach dem Regen
Glanz, Tiefe und frisches Grün
Spiegelnde Stellen und dunkler Stein geben dem Garten kurzzeitig mehr Tiefe, während benetzte Blätter besonders frisch wirken.
Die sichtbare Veränderung macht den Regenweg erlebbar und lässt die Pflanzmulde lebendig statt rein technisch erscheinen.

Trockene Phase
Leise Struktur ohne Wasserbild
Feine Halme und wiederkehrende Pflanzinseln halten den Garten ruhig, wenn in der Mulde keine Wasserfläche sichtbar ist.
Die Gräserstruktur gibt der Senke auch zwischen Regenereignissen einen klaren gestalterischen Zusammenhang.

Pflegebild
Geordnet und jahreszeitlich lebendig
Klare Kanten treffen auf Halme, Samenstände und wechselnde Blühaspekte – kontrolliert, aber nicht starr.
Gut erreichbare Flächen können Pflegearbeiten erleichtern; sichtbare Jahreszeiten bewahren zugleich den natürlichen Charakter.
GUT ZU WISSEN
Wende dich vor der Ausführung an eine örtlich geeignete Fachperson. Zu prüfen sind insbesondere Boden und Versickerungsfähigkeit, Gelände, Zulauf, Überlauf sowie Abstände zu Gebäuden, Leitungen und Grundstücksgrenzen. Zusätzlich können kommunale Satzungen oder Genehmigungsfragen relevant sein.
Kläre Anschluss, Spritzschutz, Wasserführung, Überlauf und Abstand zum Gebäude als zusammenhängende Entwässerungsfrage. Auch Leitungen und örtliche Vorgaben gehören in diese Prüfung. Erst danach lässt sich der Auslass passend in Rinne und Pflanzung einordnen.
Lass Gelände, Erdarbeiten, Entwässerung und Standsicherheit fachlich beurteilen, bevor du die Lage der Mulde festlegst. Gestalterisch kann eine quer zum sichtbaren Gefälle angeordnete Pflanzfläche Ruhe schaffen; ihre technische Eignung ergibt sich daraus jedoch nicht automatisch.
Plane Wege eindeutig und halte zeitweise wasserführende Bereiche gut erkennbar. Trittplatten, offene Senken und Anschlüsse müssen zur Nutzung des Gartens passen; Tragfähigkeit und Verkehrssicherheit lässt du vor der Ausführung fachlich klären.
Prüfe Endgröße, bestehenden Wurzelraum, Feuchteverlauf und die Nähe zu Bauwerken. Lege Mulde, Rinne und Erdarbeiten so fest, dass vorhandene Wurzeln fachlich berücksichtigt werden. Neue kompakte Gehölze wählst du nach Sorte und tatsächlicher Wuchsgröße aus.
Plane klare Kanten und gut erreichbare Pflanzflächen. Wiederhole wenige, standortgerechte Gruppen, statt viele Einzelarten zu verteilen. Das kann Schneiden, Jäten und Kontrollgänge erleichtern; regelmäßige Pflege bleibt für ein dauerhaft ruhiges Pflanzbild notwendig.
