Gartenkarre – Ein kleiner Kaufratgeber

Mit einem Gartenwagen erleichtern Sie sich die Gartenarbeit, da Sie die Karre prima als Transportmittel für alles mögliche benutzen können. Es gibt eine große Auswahl an Gartenkarren mit verschiedenen Funktionen und unterschiedlicher Traglast. Welcher Wagen für Ihre Zwecke passend ist und anhand welcher Kriterien Sie das richtige Modell herausfiltern, lesen Sie in unserem Ratgeber.

gartenkarre
Gartenkarren gibt es in ganz unterschiedlichen Ausführungen

Unsere Empfehlungen

Fassungsvermögen 75 Liter
max. Zuladung 250 Kilogramm
Räder 4, luftbereift und kugelgelagert
Maße 110 x 50,5 x 49,5 Zentimeter
Gewicht ca. 15 Kilogramm
Funktionen Kippfunktion

Der Markenhersteller Güde gehört zu den Markführern im Bereich der Gartenkarren. Warum das so ist, zeigt Güde mit diesem bei Amazon sehr beliebten und gut bewertetem Wagenmodell. Dieser Gartenwagen fasst bis zu 75 Liter oder kann mit einem maximalen Gewicht von bis zu 250 Kilogramm beladen werden. Soll die Kippfunktion bedient werden, empfiehlt der Hersteller eine maximale Zuladung von 120 Kilogramm. Die vier Räder sind luftbereift und kugelgelagert, sodass sie leicht laufen. Dank seines vergleichsweise geringen Gewichts lässt sich diese Karre gemäß den Angaben von Kunden und Kundinnen gut bewegen.

Fassungsvermögen k. A.
max. Zuladung ca. 80 Kilogramm
Räder 4 Kunststoffräder
Maße 80 x 45 x 26 Zentimeter
Gewicht ca. 10,5 Kilogramm
Funktionen klappbar, faltbar

Bei diesem Transportwagen handelt es sich um einen echten Allrounder, der nicht nur im Garten, sondern auch für Einkäufe oder bei Ausflügen genutzt werden kann. Der Bollerwagen fährt auf vier stabilen Kunststoffrädern, die gemäß Herstellerangaben auf nahezu jedem Untergrund laufen. Auf unebenem Grund erleichtern zudem die integrierten Bremsen das Fahren und Halten. Zudem lässt sich das Gefährt bei Nichtbenutzung platzsparend zusammenklappen und dadurch leicht im Gartenschuppen verstauen. Allerdings fasst dieser Wagen lediglich bis zu 80 Kilogramm Traglast und kann deshalb nicht für alle Zwecke im Garten eingesetzt werden. Dadür lässt sich der Stoffeinsatz herausnehmen und bei Bedarf waschen.

Fassungsvermögen 67 Liter
max. Zuladung bis 50 Kilogramm
Räder 2 Gummiräder, kugelgelagert
Maße 65 x 50 x 100 Zentimeter
Gewicht 4,6 Kilogramm
Funktionen Gartentrolley

Wer eine wendige Gartenkarre zum Transport von Kompost, Laub, Holz oder Gartengeräten sucht, ist mit diesem praktischen und handlichen Gartentrolley gut geraten. Bei Amazon zeigen die zahlreichen Rezensionen zufriedener Kunden und Kundinnen, dass dieses Modell im Garten unverzichtbar ist. Die Transportkarre besteht aus robustem, dickem Kunststoff und läuft auf zwei stabilen, kugelgelagerten Gummirädern, die auf fast jedem Untergrund laufen. Zudem ist der Wagen mit einem Eigengewicht von nur 4,6 Kilogramm sehr leicht und besitzt einen genau ausgerichteten Schwerpunkt, sodass Ihnen das Ziehen oder Schieben des Gefährts (beides ist möglich) leicht fällt. Leider darf sie nicht schwerer als bis 50 Kilogramm beladen werden, was als einziges Manko anzusehen ist.

Kaufkriterien

Form

Gartenkarren kommen in sehr vielfältigen Formen daher, die alle über ihre spezifischen Vor- und Nachteile verfügen.

Wagen: meist rechteckiger Wagen mit vier Rädern, der sich prima ziehen und häufig sehr schwer beladen lässt, viele Modelle mit praktischen Zusatzfunktionen wie etwa einer Kippfunktion

Bollerwagen: multifunktionales Gefährt, welches sich nicht nur für die Gartenarbeit, sondern auch für viele andere Zwecke im Freizeitbereich verwenden lässt, häufig klapp- bzw. faltbar und damit platzsparend, meist mit vier Rädern

Gartentrolley: ein eher längliches Gefährt, welches zumeist mit zwei Rädern bestückt ist und sowohl gezogen als auch geschoben werden kann, gut geeignet zum Transport von Gartengeräten und Säcken mit Pflanzerde oder Düngemitteln

Material

Gartenkarren bestehen, je nach Modell, aus unterschiedlichen Materialien. Klassische Wagen etwa sind aus Kunststoff oder auch Metall gefertigt, wobei metallene Modelle ein höheres Eigengewicht besitzen, häufig aber auch robuster sind. Bollerwagen hingegen bestehen fast immer aus einem Stahlgerüst mit herausnehmbarem Stoffeinsatz. Das hat den Vorteil, dass Sie diese Wagen leicht reinigen können, allerdings nicht so schwer beladen. Die zweirädrigen Gartenkarren hingegen bestehen in der Regel aus Kunststoff, der möglichst dick und robust sein sollte.

Fassungsvermögen

Welches Fassungsvermögen die Gartenkarre besitzen muss, hängt davon ab, was Sie damit machen wollen. Soll etwa Herbstlaub, Pflanzerde und Rindenmulch damit transportiert werden, wäre ein hohes Fassungsvermögen von Vorteil, da diese Materialien recht voluminös sind. Viel wichtiger als das konkrete Fassungsvermögen ist allerdings die maximal mögliche Beladung, die, je nach Modell, von 50 bis 600 Kilogramm reichen kann. Ein Gartenwagen sollte keinesfalls überladen werden, damit die Konstruktion nicht bricht und Sie lange Freude an dem neuen Gartenhelfer haben.

Räder

Gartenkarren sind, abhängig vom gewählten Modell, mit zwei oder vier Rädern erhältlich. Zweirädrige Wagen lassen sich entweder ziehen oder schieben, wohingegen die vierrädrigen Modelle nur zum Ziehen gedacht sind. Die Räder sollten für einen leichteren Lauf kugelgelagert sein. Luftbereifte Karren fahren zudem besser über unterschiedliche, auch unebene, Untergründe, können jedoch auch schneller Luft lassen und damit unbrauchbar sein – ein spitzes Steinchen genügt, welches sich in den Reifen bohrt, genügt. Mit Hartgummi- oder Kunststoffreifen kann Ihnen das nicht passieren.

Zusatzfunktionen

Auch auf bestimmte Zusatzfunktionen sollten Sie ein Augenmerk legen, sofern Ihnen diese wichtig sind. So können Gartenkarren etwa über eine Kippfunktion verfügen, was von Vorteil ist, wenn Sie des Öfteren schweres, rieselfähiges Material (z. B. Sand, Kompost, Laub) transportieren müssen. Bollerwagen wiederum lassen sich zusammenklappen und bei Nichtgebrauch platzsparend verstauen, während Gartenkarren ohne diese Funktion doch recht viel Platz wegnehmen. Manche Modelle lassen sich zudem auch zum Anhänger an den Pkw oder das Fahrrad umfunktionieren.

Zusammenbau

Im Internet bestellte Gartenkarren werden fast immer zerlegt und in Einzelteilen geliefert, die Sie anhand einer beigefügten Anleitung dann selbst zusammensetzen müssen. Lesen Sie vor dem Kauf ganz genau die Kundenrezensionen, weil sich in diesen häufig Hinweise darauf verbergen, ob der Zusammenbau unkompliziert oder schwer gestaltet. Holen Sie sich bei Bedarf handwerklich versierte Hilfe, zumal manchmal auch der Einsatz bestimmter Werkzeuge notwendig ist.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Gartenkarre?

Bei der Gartenkarre handelt es sich um einen zwei- oder vierrädrigen Wagen, den Sie ziehen oder schieben können. Ein solches Gefährt ist sinnvoll, um schwere und / oder unhandliche Materialien, Geräte und Gegenstände im Garten transportieren zu können. Hierzu gehören beispielsweise Kompost, Düngemittel, Pflanzerde, (Jung)Pflanzen, Abgeerntetes, Feuerholz, Gartengerätschaften und vieles mehr.

Sind Gartentrolley und Gartenkarre dasselbe?

Der Begriff „Gartenkarre“ ist im Prinzip eine übergeordnete Bezeichnung für alle zwei- und vierrädrigen Transportwagen, die im Garten zum Einsatz kommen können. Beim „Gartentrolley“ wiederum handelt es sich um eine spezielle Form der Gartenkarre, die – wie das gleichnahmige Reisegepäck – auf zwei Rädern und zumeist zum Schieben daherkommt. Gartenkarren gibt es in vielen verschiedenen Formen und Größen, die sich für unterschiedliche Zwecke besonders gut eignen.

Gibt es Alternativen zur Gartenkarre?

Die beste Alternative zur Gartenkarre, welcher Art und Form auch immer, ist die gute, alte Schubkarre. Wer dieses Gartengerät bislang verschmäht hat, weil es zu schwer und unhandlich ist, dem sei versichert, dass es mittlerweile auch leichtere und besser zu handhabende Modelle aus Kunststoff gibt – sowie spezielle Schubkarren, die auf die Körpergröße und -kraft von Frauen abgestimmt sind.

Welche Hersteller bieten hochwertige Gartenkarren an?

Es gibt viele Hersteller von hochwertigen und empfehlenswerten Gartenwagen, weshalb an dieser Stelle nur die wichtigsten aufgeführt werden können. Gute vierrädrige Wagen erhalten Sie beispielsweise von Kreher, Deuba, Fuxtec, Keter oder Kesser. Bei den zweirädrigen Modellen empfehlen sich vor allem die Hersteller Kreher und Keter, die auch hier mit verschiedenen Modellen punkten.

Was kostet eine gute Gartenkarre?

Wie viel Sie für Ihren neuen Gartenwagen ausgeben, hängt vor allem vom Hersteller sowie von der Größe und der möglichen Beladung des Gefährts ab. In der Regel kosten diese Gefährte zwischen 80 und 100 Euro, wobei es natürlich auch günstigere und erheblich teurere Angebote gibt – hier können die Preise durchaus zwischen 130 und 250 Euro reichen. Gartentrolleys sind mit durchschnittlich 30 bis 40 Euro deutlich günstiger.

Zubehör

Schubkarre

Eine Schubkarre darf in keinem Garten fehlen, ist sie doch für den Transport von Schütt- und anderen Gütern unverzichtbar. Zudem sind Schubkarren vielseitig einsetzbar und kommen etwa auch bei Bauarbeiten, beim Stallausmisten und anderen Arbeiten zum Einsatz. Zudem sind Schubkarren sehr robust, belastbar und lassen sich durch Hochstellen platzsparend im Gartenschuppen verstauen.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Bruno Bleu/Shutterstock

Jetzt für unseren Newsletter anmelden

Erhalten Sie den monatlichen Newsletter von Gartenjournal in Ihr
E-Mail-Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.