Gartenharke – Ein kleiner Kaufratgeber

Über so manches angepriesene Gartenwerkzeug lässt sich streiten, nicht aber über die Harke. Im Garten ist die Harke ebenso vielseitig einsetzbar wie unverzichtbar, denn wie sonst könnten Sie den Boden lockern, Erdkrumen zerkleinern, Kompost in die Erde einarbeiten bzw. verteilen oder Unkraut und Laub entfernen? Worauf es beim Kauf einer guten Gartenharke ankommt, lesen Sie in unserem Ratgeber.

gartenharke
Eine Gartenharke aus Stahl hält so einiges aus

Unsere Empfehlungen

Material Karbonstahl
Zinkenanzahl 14
Arbeitsbreite 36 Zentimeter
Stiel ja
Gesamtlänge 154 Zentimeter
Stielmaterial Aluminium

Leicht und dennoch robust ist diese Gartenharke des Markenherstellers Fiskars, die als Komplettset mit Stiel verkauft wird und mit einem Gesamtgewicht von nur 700 Gramm besticht. Das Werkzeug eignet sich zum Harken, Glätten und Einebnen von weichen und auch etwas härteren Böden sowie zum Zusammenrechen von ausgezupftem Unkraut, Steinen, Gras oder kleinen Zweigen. Da die 14 spitzen und scharfen Zinken aus Karbonstahl lediglich einen Abstand von 2,5 Zentimeter zueinander aufweisen, rutschen derartige Materialien nicht so schnell hindurch. Die Gesamtlänge der Harke beträgt 154 Zentimeter, was eine schonende Arbeitsweise in gerader Rückenhaltung ermöglicht. Die Harke wird als besonders langlebig beschrieben.

Material Stahl, mit Duroplast beschichtet
Zinkenanzahl 16 Zinken
Arbeitsbreite 41 Zentimeter
Stiel nein
Gesamtlänge k. A.
Stielmaterial k. A.

Bei diesem Angebot erhalten Sie lediglich den Harkenkopf, jedoch keinen Stiel. Wenn Sie bereits einen Stiel aus dem modular aufgebauten Gardena Combisystem besitzen, können Sie ihn auch für diese Harke verwenden – der Aufsatz passt auf alle CS-Stiele, ganz gleich ob aus Aluminium oder Holz. Der Harkenkopf selbst besteht aus hochwertigem Stahl und ist zur besseren Vorbeugung gegen Korrosion mit Duroplast beschichtet. Das stabile, 41 Zentimeter breite Gartengerät eignet sich perfekt zum Auflockern und Einebnen des Gartenbodens, zum Entfernen von Unkraut, Verteilen und Einarbeiten von Kompost und vielem mehr.

Material Aluminium
Zinkenanzahl 16
Arbeitsbreite 60 Zentimeter
Stiel ja
Stiellänge 150 Zentimeter
Stielmaterial Holz

So mancher Gärtner arbeitet gern mit einer Holzharke, schließlich gilt dieses als besonders schonend für Pflanzen und Boden. Allerdings ist so ein Holzrechen nicht besonders lange haltbar. Wenn Sie nach einer geeigneten Alternative suchen, so könnte diese leichte Aluminiumharke von Polar das passende Werkzeug sein. Sie ist mit einem Gewicht von nur ca. 715 Gramm sehr leicht. Der Aufsatz verfügt über 16 Zinken aus Aluminium, die jeweils ca. sieben Zentimeter lang sind und recht weit auseinander stehen. So beträgt die Arbeitsbreite ganze 60 Zentimeter. Für eine höhere Stabilität ist die Stielhalterung verzinkt und pulverbeschichtet. Das Gerät mit dem extra langen Holzstiel ist ideal für Planierarbeiten.

Kaufkriterien

Verwendungszweck

Grundsätzlich gilt es, beim Angebot genau hinzuschauen: Fälschlicherweise werden Gartenharken oft auch als „Rechen“ bezeichnet, was jedoch nicht korrekt ist. Eine richtige Harke wie die hier vorgestellten Modelle sind perfekt für eher grobe Gartenarbeiten, beispielsweise zur Auflockerung des Bodens oder zum Einarbeiten von Kompost und anderen Düngern. Damit die Zinken in das Erdreich eindringen, sind sie häufig spitz zulaufend geformt und sehr stabil. Neben den großen Harken gibt es auch kleinere Handharken.

Material

Metall: Metallene Harkenköpfe können aus Stahl oder Aluminium bestehen. Stahlharken sind besonders robust und langlebig, während Modelle aus Aluminium zwar deutlich leichter, aber auch bruchanfälliger sind. Wählen Sie eine Metallharke, die gegen Korrosion geschützt ist, etwa ein Modell aus Edelstahl oder mit einer Beschichtung.

Holz: In früheren Zeiten bestanden Harken oft gänzlich aus Holz. Nicht nur der Stiel, auch der Aufsatz mitsamt Zinken war aus Holz gefertigt. Diese Holzharken gibt es heute noch, wenn sie auch selten geworden sind. Ein Beet bearbeiten Sie mit diesen Harken eher nicht, dafür eignen sie sich gut zum Aufrechen von Rasenflächen.

Kunststoff: Von Harkenaufsätzen aus Kunststoff sollten Sie Abstand nehmen, da diese im Vergleich zu metallenen Modellen deutlich weniger robust und stabil sind – und das ist bei einer Harke wichtig, da Sie mit dem Gerät auch gelegentlich harten Boden bearbeiten.

Arbeitsbreite

Die klassische Gartenharke besitzt meist eine Arbeitsbreite zwischen 30 und 40 Zentimetern, wobei es auch Modelle mit schmaleren und breiteren Köpfen gibt. Welche Breite für Sie optimal ist, hängt zum Einen von der Größe des zu bearbeitenden Beetes sowie von dessen Bepflanzung ab. Am besten sollten Sie ohnehin Harken verschiedener Größen in Ihrem Werkzeugschuppen vorrätig haben, um auf jede Eventualität vorbereitet zu sein. Optimal sind eine kleine Handharke bis zehn Zentimeter Breite, eine „normalgroße“ und eine etwas breitere bis 60 Zentimeter Breite.

Stiel und Stiellänge

Nicht jede Gartenharke erhalten Sie zusammen mit einem dazu passenden Stiel: Manchmal müssen Sie einen solchen separat dazu kaufen. Die Stiele können aus Holz, Metall (meist Aluminium) oder Kunststoff gefertigt sein und sollten vor allem eins: zu Ihrer Körpergröße passen! Mit einem längenmäßig passenden Stiel können Sie bequem aufrecht stehend arbeiten und müssen sich dabei nicht bücken. Praktisch sind auch so genannte Teleskopstiele, die sich in ihrer Länge an den Nutzer anpassen lassen.

Gewicht

Auch das Gewicht ist ein wichtiges Kaufkriterium. So sollte die Harke möglichst weniger als ein Kilogramm Gesamtgewicht aufweisen, damit Sie gut mit dem Gerät arbeiten können. Ist es zu schwer, ermüden Sie schnell, müssen viele Pausen machen und brauchen daher für die Arbeit mehr Zeit. Rechnen Sie beim Kauf eines Harkenaufsatzes das Gewicht des Stiels hinzu, wobei Holzstiele in der Regel schwerer sind als welche aus Aluminium oder Kunststoff.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Gartenharke?

Bei der Harke handelt es sich um ein recht simples Gartengerät, welches aus zwei Teilen besteht: dem Aufsatz mit waagerecht abstehenden, meist spitz zulaufenden Zinken und einem geraden Stiel. Die Zinken befinden sich parallel zueinander, können sehr kurz, aber auch vergleichsweise lang sein und sind vornehmlich dazu gedacht, den Gartenboden zu bearbeiten.

Welche verschiedenen Formen von Gartenharken gibt es?

Neben der beschriebenen Langform der Harke, die man aufrecht stehend zur Bodenbearbeitung nutzt, gibt es noch so genannte Handharken. Diese haben nur bis zu fünf Zinken, weisen eine Breite von maximal zehn Zentimetern auf und besitzen zudem nur einen sehr kurzen Stiel. Sie eignen sich gut zur gezielten Bodenbearbeitung im Beet sowie fürs Hochbeet oder für Pflanzgefäße.

Wozu brauche ich eine Gartenharke?

Für gröbere Bodenarbeiten im Zier- und Nutzpflanzenbeet ist die Gartenharke unverzichtbar. Mit ihr lockern Sie die Erde auf und machen sie so durchlässiger für Wasser, zerkleinern grobe Erdkrumen, ebnen die Beetfläche ein, ziehen Unkraut aus dem Boden oder arbeiten Kompost und andere Dünger in die Erde ein.

Sind Harken und Rechen dasselbe?

Auch wenn Harken oft unter der Bezeichnung „Rechen“ verkauft werden: Es handelt sich trotzdem um zwei verschiedene Gartengeräte, die für unterschiedliche Zwecke verwendet werden. So eignet sich die Harke vornehmlich für grobe Bodenarbeiten, während Sie den größeren und flexibleren Rechen hauptsächlich zum Zusammenrechen von Laub, Rasenschnitt etc. nutzen. Hierfür eignet sich eine richtige Harke nämlich nicht.

Welche Hersteller bieten hochwertige Gartenharken an?

Zu den bekanntesten Herstellern für Harken und andere Gartengeräte gehören unter anderem die Marken Gardena, Fiskars und Wolf-Garten. Ihre Produkte gelten als hochwertig und langlebig, zudem zeichnen sie sich durch Kombisysteme aus, bei denen ein einziger Stiel für unterschiedliche Aufsätze genutzt werden kann. Aber auch der britische Hersteller Spear & Jackson genießt einen guten Ruf, ebenso wie die deutsche Marke Freund-Victoria.

Was kostet eine Gartenharke?

Wie viel Sie für Ihre neue Gartenharke ausgeben, hängt vom konkreten Modell ebenso wie von der Marke ab. Grundsätzlich sind Markenprodukte teurer als „No-Name“-Geräte, allerdings oft auch höherwertig und damit länger haltbar. So rentiert sich der höhere Anschaffungspreis nach einigen Jahren der Nutzung. In der Regel sind Harken in der Preisspanne zwischen ca. zehn und bis zu 70 EUR erhältlich.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: gpointstudio/Shutterstock

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