Fugensand – Ein kleiner Kaufratgeber

Fugensand hält die Fugen zwischen Weg- oder Terrassensteinen unkrautfrei, auch gepflasterte Hofeinfahrten bleiben damit frei von Wildwuchs. Welche Produkte Sie zum Verfugen verwenden und wie Sie diese anwenden können, verraten wir Ihnen hier.

fugensand
Fugensand ist eine Option, Unkrautwachstum in Fugen zu verhindern

Unsere Empfehlungen

Material fein vermahlenes Silikatgestein
Körnung unterschiedlich, zwischen 0,3 und 0,8 Millimeter
Farbe grau (hell)
Gewicht / Abpackung 25 Kilogramm

Dieser feinkörnige Quarzsand (14,90€ bei Amazon*) ist genau richtig, um ihn in schmale Fugen – etwa zwischen Terrassen- oder Gehwegplatten – einzufegen. Gemäß Herstellerangaben benötigen Sie für 20 Quadratmeter etwa 25 Kilogramm, sofern die Fugen nicht breiter als drei bis fünf Millimeter und die Pflastersteine nicht höher als sechs Zentimeter sind. Viele Anwender loben in ihren Amazon-Produktrezensionen die unkomplizierte Anwendung dieses Fugensands: pflastern, Sand einfegen, einschlämmen – fertig!

Material Basalt
Körnung unterschiedlich, sehr fein
Farbe Basaltgrau (anthrazit)
Gewicht / Abpackung 25 Kilogramm

Auch dieser Fugensand eignet sich gut für schmale Fugen zwischen einem und zehn Millimetern Breite. Gemäß den mehrheitlich positiven Produktbewertungen auf Amazon ist die Fertigmischung einfach zu verarbeiten und eignet sich sowohl für Beton- als auch Natursteinpflaster. Am besten lässt sich der Polymer-Fugensand zur Verfugung von (überdachten) Terrassen und Gehwegen verwenden, aufgrund der Frostbeständigkeit können Sie ihn aber auch für Klinker- und Plattenflächen mit Fußgängerbelastung im Außenbereich nutzen.

Material Granit
Körnung unterschiedlich, eher fein
Farbe hell (weitere im Angebot)
Gewicht / Abpackung 20 Kilogramm

Dansand ist einer der bekanntesten Hersteller von hochwertigem Fugensand, dies bestätigen auch die zahlreichen zufriedenen Kundenrezensionen auf Amazon. Seien Sie nicht verwirrt, wenn das Produkt als Fugenmörtel gekennzeichnet ist, Sie aber augenscheinlich Sand erhalten. Sie schlämmen den Fugensand nach dem Einfegen in die Fugen mit reichlich Wasser ein und lassen ihn anschließend trocknen – innerhalb von 48 Stunden wird das Material wie Mörtel fest, bleibt aber trotzdem wasserdurchlässig.

Kaufkriterien

Verwendungszweck / Anwendungsbereich

Fugensand hat in erster Linie eine Aufgabe, nämlich die Lücken zwischen Pflastersteinen oder Platten zu füllen. Außerdem soll das Material dafür sorgen, dass möglichst kein Unkraut oder Moos mehr durchkommt und die befestigte Fläche frei von Bewuchs bleibt. Allerdings gibt es Unterschiede in der Belastungsfähigkeit, denn nicht jeden Fugensand können Sie für eine mit Autos befahrene Hofeinfahrt nehmen! Achten Sie daher immer auf Angaben des Herstellers, etwa „nur für Trittbelastung“ oder „für Fußbeläge“ etc.

Körnung

Bei der Auswahl des Fugensands sollten Sie zudem auf die Körnung achten: Für schmale Fugen verwenden Sie ein feines Granulat, damit dieses die Öffnungen vollständig ausfüllt und keine Lücken bleiben. Bei größeren Fugen eignet sich eine gröbere Körnung besser, wie sie etwa bei Granitsplitt vorliegt. Zudem ist es sinnvoll, eine Mischung verschiedener Körnungen anstelle einer einheitlichen Korngröße zu wählen. Brechsand mit eckigen Kanten verschließt Fugen nachhaltiger als Rundkorn, da er sich besser verkantet.

Sandarten / Inhaltsstoffe

Es gibt unterschiedliche Arten von Fugensand. Neben natürlichem Brechsand wie er beispielsweise bei Quarzsand, Gesteinsmehl (15,87€ bei Amazon*) oder Fugensplitt vorliegt, sind im Handel künstliche Polymer-Mischungen (teilweise mit Zement) erhältlich. Letztere werden auch unter der Bezeichnung „Fugenmörtel“ angeboten und sind preislich günstiger als gemahlener Naturstein. Die gewünschte Wirkung entsteht hier durch die Zugabe chemischer Komponenten, während es bei natürlichem Fugensand auf die Aufbereitung ankommt. Wählen Sie möglichst gereinigten und getrockneten Sand.

Farbe

Ein weiteres Auswahlkriterium für geeigneten Fugensand ist dessen Farbe. Wählen Sie den Ton passend zu den verlegten Platten bzw. Pflastersteinen, damit ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Die verschiedenen Fugensand-Arten gibt es in den Farbtönen hell, grau, anthrazit, schwarz und rot. Dabei kann das Material eingefärbt sein bzw. die Färbung entsteht durch die Verwendung eines bestimmten Ausgangsgesteins, etwa Granit für grau oder Basalt für anthrazit / schwarz.

Verarbeitbarkeit

Im Allgemeinen ist die Verarbeitung von Fugensand, ganz gleich welcher Art und Sorte, denkbar einfach: Sie verlegen das Pflaster oder reinigen bei schon vorliegender Bepflasterung die Fugen, fegen den Sand ein und verschlämmen ihn anschließend mit Wasser. Dabei sollte für mehrere Tage eine trockene Witterung vorherrschen, damit sich das Material setzen und verfestigen kann. Achten Sie darauf, dass manche Fugensand-Arten sich nicht für alle Untergründe eignen – etwa für einen Kiesunterbau.

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Häufig gestellte Fragen

Wie funktioniert Fugensand?

Fugensand unterdrückt das Wachstum von Unkraut und Moos, weil es wachstumsfeindliche Bedingungen schafft: So hat das Material einen natürlich hohen pH-Wert und ist zudem arm an Nährstoffen.

Unkraut kommt durch, taugt Fugensand nichts?

Dennoch kann gelegentlich noch Bewuchs durchkommen, schließlich handelt es sich bei Unkraut um besonders robuste und widerstandsfähige Pflanzen. Zudem verschließt Fugensand die Lücken zwischen Pflastersteinen nicht vollständig, sondern bleibt idealerweise zumindest für Sickerwasser durchlässig. Manchmal liegt die Ursache auch darin, dass die Fugensand-Schicht nicht dick genug ist oder der Untergrund ungeeignet.

Wie verarbeitet man Fugensand?

Fugensand sollte nur dann verarbeitet werden, wenn die Pflasteroberseiten sowie die Fugen vollständig trocken sind. Viele Hersteller geben als Richtlinie an, dass es 48 Stunden zuvor nicht geregnet haben sollte. Streuen Sie nun den Fugensand in die Fugen ein, kehren Sie ihn anschließend erst gerade, dann diagonal in die Lücken ein. Überschüssigen Fugensand entfernen Sie mit einem weichem Besen.

Welchen Fugensand für mit Autos befahrene Auffahrt?

Vor allem bei mit Autos befahrenen Auffahrten ist es wichtig, einen geeigneten Fugensand zu wählen. Dieser soll verhindern, dass sich der Belag durch die Belastung verschiebt. Verwenden Sie hierzu am besten druckstabiles Material, etwa Quarz- oder Granitsand. Auch anderer Bruch- bzw. Quetschsand eignet sich für diesen Zweck.

Wie viel Fugensand?

Wie viel Fugensand Sie brauchen, hängt von der Körnung des gewünschten Produktes sowie von der Höhe und Breite der Pflasterfugen ab. Hohe Steine mit breiten Lücken verbrauchen natürlich mehr Fugensand als niedrigere Pflaster mit schmalen Fugen. Im Allgemeinen können Sie jedoch mit einem 25-Kilogramm-Sack pro zehn Quadratmeter Fläche rechnen.

Unterschied zwischen Fugensand oder Fugensplitt?

Fugensand ist ein je nach Körnung mehr oder weniger feines Gesteinsmehl, welches immer lose bleibt. Fugensplitt bezeichnet eine gröbere Körnung. Wer die Nachteile dieses Materials (etwa das Verwehen aus den Fugen) vermeiden möchte, wählt ein Produkt mit Bindemittel. Dieses wird starr, lässt aber bei Feuchtigkeit trotzdem Sickerwasser durch.

Was ist Fugenmörtel?

Bei Fugenmörtel handelt es sich um einen Fugensand, der sich beispielsweise durch eine besondere Zusammensetzung und / oder die Zugabe von Bindemitteln verhärtet. Hierbei haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Sorten: Kunstharz-Fugensand (starre Fugen auch bei Feuchtigkeit), Zement-Fugensand (für dünnes Verlegematerial) und Polymer-Fugensand (sehr feiner Sand mit Bindemittel).

Zubehör

Fugen- und Pflasterversiegelung

Das Problem bei natürlichem Fugensand ist, dass das feine Granulat leicht ausgespült oder verweht werden kann. Eine Fugen- und Pflasterversiegelung verhindert dies, indem das Mittel die Fugen verfestigt. Gießen Sie die Flüssigkeit einfach über Steine und Fugen und ziehen Sie sie anschließend mit einem Gummiabzieher ab.

Fugenkratzer

Dieser praktische Helfer ist ein wichtiges Arbeitsgerät, um Fugen vor dem Versiegeln von Unkraut, Moos oder Gras zu befreien. Dieses Modell können Sie mit einem passenden Stiel verlängern und so rückenschonend arbeiten.

Reinigung

Ältere Pfaster und Platten sind häufig von einem grünlichen Belag bedeckt und sehen nicht mehr schön aus. Diesem Belag – es handelt sich um Algen, Flechten oder Pilze – rücken Sie mit einem speziellen Entferner zu Leibe.

Steinpflege

Damit die frisch verlegten Pflastersteine oder Terrassenplatten noch lange wie neu aussehen und Schmutz nicht an ihnen anhaftet, können Sie eine Stein-Imprägnierung verwenden. Diese ist nach der Aushärtung unsichtbar, weist aber sowohl Wasser als auch Schmutz zuverlässig ab.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Leoniek van der Vliet/Shutterstock

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