Frontmäher Test 2020: Die besten Modelle im Vergleich

Mit einem Frontmäher mähen Sie das Gras mittel- bis sehr großer Rasenflächen bequem, schnell und zuverlässig. Ein solches Gerät zeichnet sich in erster Linie durch das an der Vorderachse befindliche Mähwerk aus - daher auch der Name. Das System ist mit vielen Vorteilen verbunden. Welche das sind, erfahren Sie in unserem Ratgeber. Hauptsächlich beschäftigen wir uns jedoch mit den Arten und wichtigsten Vergleichskriterien, um Ihnen die Kaufentscheidung zu erleichtern.

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Frontmäher gibt es mit Elektro- oder Benzinbetrieb

Arten von Frontmähern

Frontmäher lassen sich anhand mehrerer Punkte in verschiedene Arten unterteilen:

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Nach Resultat…

  • nur mit Mulchfunktion
  • zusätzlich mit Grasaufnahme (Fangkorb)

Nach Betriebsart…

  • mit Verbrennungsmotor
  • mit Akku

Wir stellen Ihnen die Typen nun etwas genauer vor.

Frontmäher mit oder ohne Grasaufnahme im Test und Vergleich

An und für sich gilt der Frontmäher als Mulchmäher. Unter einem Mulchmäher versteht man ein Gerät, das die Grashalme nicht aufnimmt, sondern extrem fein zerkleinert und daraufhin gleich wieder auswirft – als Mulch.(185,11€ bei Amazon*) Mittlerweile bieten einige Hersteller aber auch Aufsitzmäher mit frontal angebrachtem Mähwerk und Fangkorb am Heck an.

Nur mit Mulchfunktion

Ein „ursprünglicher“, klassischer Frontmäher ist ausschließlich mit einer Mulchfunktion ausgestattet. Er dreht die Grashalme so lange zwischen den rotierenden Messern, bis sie klein genug sind, um zwischen den Klingen hindurchzugleiten und sich auf dem Rasen zu sammeln. Andere reine Mulchmäher mit Frontmähwerk werfen das zerkleinerte Grasgut am Heck aus. Der Mulch dient in beiden Fällen als natürliches Düngemittel.

Die Vor- und Nachteile von Frontmähern (nur) mit Mulchfunktion im Überblick:

Vorteile
  • Einfaches und schnelles Mähen
  • Natürliches Düngemittel als Resultat
Nachteile
  • Nicht benötigter Mulch muss hinterher extra beseitigt werden

Zusätzlich mit Grasaufnahme

Verfügt ein Frontmäher über einen Auffangkorb, so sammelt sich das gemähte Gras darin. Durch ein Verbindungsrohr gelangt es von der Mäheinheit in den Behälter. Letzterer ist in aller Regel am Heck des Frontmähers befestigt. Den Korb müssen Sie nach jedem Einsatz leeren. Mitunter ist dieser Schritt auch schon während der jeweiligen Mähsession nötig – abhängig davon, welches Volumen der Fangkorb hat beziehungsweise wie viel Sie mähen.

Tipps

Ist der Fangkorb voll, kann kein weiterer Verschnitt mehr aufgenommen werden. Er sammelt sich dann in Form von kleinen Haufen auf der Rasenfläche und macht Ihnen so hinterher zusätzliche Arbeit. Deshalb sollten Sie den Behälter stets rechtzeitig leeren.

Gemeinhin ist ein Frontmäher mit Auffangkorb dennoch weiterhin auch als Mulchmäher einsetzbar. Sie können vor jedem Mähen via Schalter festlegen, ob Sie das Gras zu Mulch verarbeiten oder auffangen möchten.

Die Vor- und Nachteile von Frontmähern mit zusätzlicher Grasaufnahme im Überblick:

Vorteile
  • Flexibles Wechseln (Mulchen und Auffangen)
Nachteile
  • Fangkorb muss regelmäßig geleert werden

Frontmäher mit Verbrennungsmotor oder Akku im Test und Vergleich

Der Großteil der Frontmäher wird von einem Verbrennungsmotor (Benzin oder Diesel) angetrieben. Manche Ausführungen verfügen stattdessen über einen Akku. Wir nennen Ihnen kurz die wichtigsten Eigenschaften sowie die Vor- und Nachteile dieser beiden Varianten.

Mit Verbrennungsmotor

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Frontmäher mit Verbrennungsmotor sind praktisch für besonders große Rasenflächen

Frontmäher mit Verbrennungsmotor benötigen für den Antrieb Benzin oder Diesel. Im Vergleich zu akkubetriebenen Geräten sind sie wesentlich leistungsstärker – sie arbeiten kraftvoller und halten länger durch, ehe sie neue Energiezufuhr brauchen, der Tank also neuerlich aufgefüllt werden muss.

Als Nachteil möchten wir die hohe Betriebslautstärke erwähnen (Ohrenschutz tragen!). Außerdem sind Frontmäher mit Verbrennungsmotor umweltschädlicher.

Die Vor- und Nachteile von Frontmähern mit Verbrennungsmotor im Überblick:

Vorteile
  • Extrem leistungsstark (viel Kraft und hohe Reichweite)
Nachteile
  • Sehr laut
  • Umweltbelastend
  • Teurer

Mit Akku

Akkubetriebene Frontmäher beziehen ihre Energie aus einem Akku, den Sie regelmäßig aufladen müssen. Die Reichweite ist normalerweise deutlich geringer als bei Geräten mit Verbrennungsmotor – sprich der Akku muss öfter geladen werden, als es den Tank eines benzin- oder dieselbetriebenen Frontmähers aufzufüllen gilt. Gleichzeitig schneiden die akkubetriebenen Modelle in puncto Kraft schlechter ab.

Die großen Vorteile eines Akku-Frontmähers sind die niedrige Betriebslautstärke und die Tatsache, dass er der Umwelt weit weniger schadet.

Die Vor- und Nachteile von Frontmähern mit Akku im Überblick:

Vorteile
  • Angenehm leise
  • Umweltfreundlicher
  • Günstiger
Nachteile
  • Weniger leistungsstark (geringere Reichweite und Kraft)

Zwischenfazit: Welche Variante eignet sich wann beziehungsweise für wen?

Verbrennungsmotor: sehr große Rasenflächen, keine Störung von Nachbarn zu befürchten
Akku: maximal mittelgroße Rasenflächen, Nachbarn könnten durch Lärm belästigt werden

Tipps

Ein weiteres Unterscheidungs- und Vergleichsmerkmal bei Frontmähern betrifft die genaue Antriebsart. Es gibt Geräte mit Heck- und Ausführungen mit Allradantrieb. Glücklicherweise werden die meisten Frontmäher mit Allradantrieb angeboten, bei dem die Antriebskraft alle bodenberührenden Räder des Geräts erreicht. Dies erhöht die Leistungsstärke und verbessert das (gleichmäßige) Fahrgefühl (Kontrolle, Stabilität und Fahrsicherheit) im Vergleich zu einem Frontmäher mit Heckantrieb, bei dem die Energie lediglich zu den hinteren Rädern gelangt.

Weitere Kaufkriterien

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Beim Kauf eines Frontmähers sind viele Dinge zu beachten

Abgesehen von der genauen Mähmethode (mit oder ohne Fangkorb) und dem Antrieb sollten Sie beim Kauf eines Frontmähers folgende Kriterien berücksichtigen:

  • Arbeitsbreite
  • Schnitthöhe
  • Einstellungen
  • Bedienung
  • Fangkorbgröße
  • Tankvolumen

Arbeits-/Schnittbreite

Legen Sie unbedingt Wert auf eine ausgeprägte Arbeitsbreite. Je breiter die Schnittfläche pro Durchgang ist, desto seltener müssen Sie die Rasenfläche abfahren, bis Sie mit dem Mähen fertig sind.

Schnitthöhe

Optimalerweise gewährt Ihnen der Frontmäher üppigen Spielraum, was die Schnitthöhe betrifft, damit Sie beim Mähen viel Flexibilität genießen.

Einstellungen

Bietet der Frontmäher mehrere Verstellungsmöglichkeiten, etwa in Bezug auf die Arbeits- und Schnittbreite sowie die Fahrgeschwindigkeit? Beispiel: Bei vielen Hindernissen auf der zu mähenden Rasenfläche sollte die Breite des Geräts an die Bedingungen anpassbar sein.

Bedienung

Im Idealfall lässt sich der Frontmäher einfach über gut erreichbare Schalter bedienen. Um herauszufinden, wie es um dieses Kriterium bestellt ist, schauen Sie sich am besten sowohl die Produktbeschreibungen der Hersteller als auch einige Kundenrezensionen an.

Fangkorbgröße

Wenn Sie sich für einen Frontmäher mit Fangkorb entscheiden, sollten Sie darauf achten, dass der Behälter möglichst groß ist, damit Sie ihn nicht schon während des Mähvorgangs zwischenzeitlich leeren müssen.

Tankvolumen

Bei einem Frontmäher mit Verbrennungsmotor spielt das Tankvolumen eine nicht ganz unwesentliche Rolle. Je größer es ausfällt, desto höher ist auch die Reichweite des Geräts.

Welche Marken gibt es?

Hier eine Übersicht zu vertrauenswürdigen Marken, die Frontmäher im Angebot haben:

  • Stiga
  • Viking
  • McCulloch
  • MTD
  • Cub Cadet
  • Cramer (Tourno)
  • Toro Ransomes
  • Castelgarden
  • EFCO
  • Etesia
  • Kubota
  • John Deere
  • Husqvarna
  • Iseki
  • WOLF-Garten

Frontmäher aller Art stehen Ihnen in gut sortierten Garten- und Baufachmärkten ebenso zur Verfügung wie in diversen Online-Versandhäusern wie Amazon, Otto et cetera.

Wie pflege ich einen Frontmäher?

Lassen Sie Ihren Frontmäher jährlich professionell warten. Wenn Sie selbst vom Fach sind, können Sie diese Aufgabe selbstverständlich auch in Eigenregie erledigen.

Überdies sollten Sie das Gerät regelmäßig reinigen. Um das Mähdeck effizient zu säubern, gehen Sie am besten wie folgt vor:

  1. Mähdeck anheben.
  2. Wasserschlauch mit Wasseranschluss im Deck verbinden.
  3. Rotation der Messerklingen aktivieren.

Bedeutsam ist natürlich auch, dass die Messerklingen bei Bedarf geschmiert und geschärft werden, damit sie konstant leistungsstark bleiben.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Frontmäher?

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Beim klassischen Aufsitzmäher befindet sich das Mähwerk unter dem Sitz

Ein Frontmäher ist eine spezielle Form des Aufsitzmähers. Wie der Name schon andeutet, befindet sich das Mähwerk hier nicht unter dem Sitz (wie beim klassischen Aufsitzmäher), sondern an der Vorderachse, ergänzt durch zwei Stützräder. Der Vorteil dieses Aufbaus ist, dass Sie das Gelände besser bearbeiten können. Mit einem Frontmäher gelingt es Ihnen sogar, unter Gebüschen zu mähen. Dank der Stützräder folgt das Deck immer präzise den Konturen der Rasenfläche. Zudem ist der Wendekreis bei einem Frontmäher enger als bei einem herkömmlichen Aufsitzmäher oder Rasentraktor. Das bedeutet, dass Sie besonders kleine Radien fahren und sich das lästige Nachbessern mit einem Rasenkantenschneider meist sparen können.

Wichtig: Prinzipiell handelt es sich bei einem Frontmäher um einen Mulchmäher, der auf die Grasaufnahme verzichtet (also keinen Fangkorb aufweist, sondern das gemähte Gras zerkleinert und als Mulch wieder auswirft). Allerdings gibt es inzwischen auch eine Reihe von Aufsitzmähern, die mit frontalem Mähwerk und Fangkorb ausgestattet sind.

Wie funktioniert ein Frontmäher?

Frontmäher funktionieren im Großen und Ganzen wie andere Aufsitzmäher. In der Regel verfügen sie über einen leistungsstarken Verbrennungsmotor. Manche Modelle werden stattdessen mit Akkubetrieb angeboten. Die jeweilige „Quelle“ erzeugt Energie für

  • das Fahren (die Räder) und
  • die Rotation der Messerklingen.

Praktischerweise können Sie die Geschwindigkeiten des Antriebs und der Messerrotation unabhängig voneinander steuern.

Je nach Arbeitsprinzip nimmt der Frontmäher das geschnittene Gras über ein Rohr in den Auffangkorb auf oder dreht die Grashalme erst winzig klein und leitet sie dann gleich aus dem Mähdeck auf die Erde (Fangkorb versus Mulchfunktion).

Wer profitiert von einem Frontmäher?

Frontmäher empfehlen sich insbesondere für

  • Privatpersonen mit sehr großem Garten,
  • Landwirte und
  • Pfleger von Parkanlagen, Golf- und anderen Sportplätzen.

Grundsätzlich ermöglicht ein Frontmäher bequemes und rückenschonendes Rasenmähen. Bei der Rasenpflege müssen Sie nicht hinter dem Mäher herlaufen; Sie sitzen darauf und herrschen von oben sowohl über das Gerät als auch über den Rasen.

Wie viel kostet ein Frontmäher?

Für solide Einstiegsmodelle bezahlen Sie ab etwa 1.900 Euro. Mindestens 2.500 Euro fallen für hochwertige Mittelklassegeräte an. Premium-Frontmäher kosten ab circa 5.000 Euro. Die Preisspanne reicht bis ungefähr 12.000 Euro.

Was macht einen Premium-Frontmäher so besonders und teuer?

Premium-Frontmäher zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

  • Allradantrieb für hervorragende Traktion auf allen Geländen und bei jeder Witterung
  • Servolenkung und mittige Knicklenkung für exzellente Manövrierbarkeit des Geräts
  • individuell einstellbare Schnittbreite bis 125 Zentimeter
  • extrem leistungsstarker Verbrennungsmotor
  • Geschwindigkeiten von bis zu 14 Kilometern pro Stunde
  • minimierte Vibration am Lenkrad für ein angenehmeres Fahrgefühl
Text: Gartenjournal.net
Artikelbilder: ND700/Shutterstock, danymages/Shutterstock, Varavin88/Shutterstock

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