Tamtam

Keimling
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Sep 14, 2020
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Hallo! Ich bin hier neu im Forum und generell auch absolut neu im Bereich Garten! Blutiger Anfänger.
Ich möchte ein bisschen weiter ausholen.


Im Februar habe ich ein Stück Land geerbt, ca. 1600m² Ackerland. Etwa 40 Minuten Fahrt von mir zu Hause, daher kann ich auch allerhöchstens 2x die Woche hin. Es gibt eine kleine Hütte und einige Bäume, das Land wurde nie für große Erträge genutzt, immer nur als Garten, ab und an wurde das ein oder andere Gemüse etc. angepflanzt, aber nie intensiv. Es ist sehr fruchtbar und direkt an einem Bach.

Nun waren wir zwischen März und Mai öfters dort, hatten mit der Sense begonnen, Unkraut zu kürzen. Seit Mai waren wir nicht da - vor einer Woche dann natürlich der Schock: Disteln, Brennnesseln, Dornsträucher, Schlingpflanzen usw. bis zu 3 Meter hoch. Ein einziger Urwald!
Ich möchte das Land wieder in Schuss bringen, erst mal begehbar machen, Rasen anlegen wäre wunderbar, vielleicht das ein oder andere anbauen - was im Rahmen möglich ist angesichts der Entfernung und mangels Wasser- und Stromanschluss!
Dieses Wochenende haben wir komplett damit verbracht, mit einem geliehenen Balkenmäher den ganzen Spaß niederzumähen. Ein bisschen was fehlt noch, aber man kann nun wieder laufen und überhaupt das Land überblicken. Diese Woche wollen wir fertig mähen, dann das ganze Gestrüpp auf einer Stelle auftürmen und die Reste mit dem Rasenmäher kleinheckseln, damit es zu Erde werden kann. Der Hang am Bach müsste mit dem Freischneider von Brombeerbüschen befreit werden, da versuche ich momentan noch, etwas aufzutreiben.

Nun aber zu meiner eigentlichen Frage.

Ich denke es wäre sinnvoll, das ganze Land umzugraben, da ich nächstes Jahr gerne das ein oder andere anpflanzen würde. Das Land ist teilweise sehr uneben, der Boden teils fest, größtenteils aber recht locker. Die Unebenheiten will ich unbedingt loswerden, ebenso wie das Unkraut - ich will nicht wieder einen Urwald haben! Es soll nicht direkt wieder nachwachsen. Ich weiß, dass mein Vater auf dem Grundstück die vergangenen 20 Jahre immer wieder mit Brennnesseln gekämpft hat. Wird man es wohl schaffen, das in Schacht zu halten? Ich habe mir fest vorgenommen, mich nun regelmäßig zu kümmern.
Ich habe eine kleine Motofräse/ Motorhacke dort liegen, von der Marke "Solo". Augenscheinlich gräbt diese nicht tiefer um als 15-20cm. Ich habe keine Ahnung, ob sie noch funktioniert bzw. reparabel ist, hoffe es inständig, ansonsten kann ich auch ein Gerät ausleihen.
Meine Frage ist: WANN sollte ich umgraben? Ist jetzt der richtige Zeitpunkt? Ich lese zum einen, dass man somit gut Wurzeln ausreißen und zerkleinern kann, damit Unkraut fern bleibt. Andererseits aber auch, dass man so alte Samen nach oben holt, die dann wiederum sprießen. Zu erwähnen ist vielleicht auch, dass wir durch das Disteln mähen eine ganze Heerschar von Samen aufgewirbelt haben. Das war wahrscheinlich nicht so schlau :22x22-emoji-u1f633: Aber ich wollte das Zeug unbedingt platt machen und anfangen. Wie gehe ich jetzt am besten vor? Gehen die Samen im Winter kaputt oder verteile ich die Disteln über die ganze Fläche, wenn ich jetzt umgrabe? Wie halte ich sie in Schach? Ich habe gehört, mit einer Plane abdecken sei auch eine Variante, aber ich habe hier keine 100m² sondern eben 1600m².
  • Wann sollte ich umgraben? (Jetzt? Im Frühling? Beides?)
  • Wie tief/ womit sollte ich umgraben?
  • Wie lange sollte ich den Boden danach regenerieren lassen/ ab wann kann ich anpflanzen?
  • Was ist die effektivste Methode, das Unkraut loszuwerden?
  • Weitere Tipps?
Ich bin um jeden Hinweis dankbar, da ich momentan wirklich noch keine Ahnung von gar nichts habe.

Liebe Grüße!
 

Heikeaustirol

Profigärtner
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Also, ich sage dir mal MEINE Meinung. Das Unkraut zu zerkleinern heißt bei vielen Pflanzen, sie zu vermehren. Das betrifft z. B. auch die Brennesseln. Mit einer Motorhacke wirst du also nichts erreichen. Die einfachste Möglichkeit wäre ein Pflug. Dort würde die Scholle gewendet und ein Teil der Unkräuter würde sich verabschieden. Das wäre im Spätherbst zu tun. Man stört dabei natürlich die Bodenfauna, da müßte man im nächsten Jahr etwas nachhelfen.
Wenn du diese Möglichkeit nicht hast, kannst du entweder die obere Schicht (ca.10 cm) komplett abnehmen und abgedeckt kompostieren. Über Jahre kompostieren. Ansonsten sind die Unkräuter gleich wieder da. Das stelle ich mir bei der Größe aber auch eher schwierig vor.
Oder, du mußt dir nach und nach das Land erobern. Mit Gabel lockern, Unkraut entfernen. Und währenddessen das restliche Land regelmäßig mähen.
Wenn du abdecken willst ( von der Größe mal abgesehen), müßtest du ein komplettes Jahr auf alles verzichten.
 

Robert neumayer

Sämling
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Aug 11, 2020
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Hallo! Ich bin hier neu im Forum und generell auch absolut neu im Bereich Garten! Blutiger Anfänger.
Ich möchte ein bisschen weiter ausholen.


Im Februar habe ich ein Stück Land geerbt, ca. 1600m² Ackerland. Etwa 40 Minuten Fahrt von mir zu Hause, daher kann ich auch allerhöchstens 2x die Woche hin. Es gibt eine kleine Hütte und einige Bäume, das Land wurde nie für große Erträge genutzt, immer nur als Garten, ab und an wurde das ein oder andere Gemüse etc. angepflanzt, aber nie intensiv. Es ist sehr fruchtbar und direkt an einem Bach.

Nun waren wir zwischen März und Mai öfters dort, hatten mit der Sense begonnen, Unkraut zu kürzen. Seit Mai waren wir nicht da - vor einer Woche dann natürlich der Schock: Disteln, Brennnesseln, Dornsträucher, Schlingpflanzen usw. bis zu 3 Meter hoch. Ein einziger Urwald!
Ich möchte das Land wieder in Schuss bringen, erst mal begehbar machen, Rasen anlegen wäre wunderbar, vielleicht das ein oder andere anbauen - was im Rahmen möglich ist angesichts der Entfernung und mangels Wasser- und Stromanschluss!
Dieses Wochenende haben wir komplett damit verbracht, mit einem geliehenen Balkenmäher den ganzen Spaß niederzumähen. Ein bisschen was fehlt noch, aber man kann nun wieder laufen und überhaupt das Land überblicken. Diese Woche wollen wir fertig mähen, dann das ganze Gestrüpp auf einer Stelle auftürmen und die Reste mit dem Rasenmäher kleinheckseln, damit es zu Erde werden kann. Der Hang am Bach müsste mit dem Freischneider von Brombeerbüschen befreit werden, da versuche ich momentan noch, etwas aufzutreiben.

Nun aber zu meiner eigentlichen Frage.

Ich denke es wäre sinnvoll, das ganze Land umzugraben, da ich nächstes Jahr gerne das ein oder andere anpflanzen würde. Das Land ist teilweise sehr uneben, der Boden teils fest, größtenteils aber recht locker. Die Unebenheiten will ich unbedingt loswerden, ebenso wie das Unkraut - ich will nicht wieder einen Urwald haben! Es soll nicht direkt wieder nachwachsen. Ich weiß, dass mein Vater auf dem Grundstück die vergangenen 20 Jahre immer wieder mit Brennnesseln gekämpft hat. Wird man es wohl schaffen, das in Schacht zu halten? Ich habe mir fest vorgenommen, mich nun regelmäßig zu kümmern.
Ich habe eine kleine Motofräse/ Motorhacke dort liegen, von der Marke "Solo". Augenscheinlich gräbt diese nicht tiefer um als 15-20cm. Ich habe keine Ahnung, ob sie noch funktioniert bzw. reparabel ist, hoffe es inständig, ansonsten kann ich auch ein Gerät ausleihen.
Meine Frage ist: WANN sollte ich umgraben? Ist jetzt der richtige Zeitpunkt? Ich lese zum einen, dass man somit gut Wurzeln ausreißen und zerkleinern kann, damit Unkraut fern bleibt. Andererseits aber auch, dass man so alte Samen nach oben holt, die dann wiederum sprießen. Zu erwähnen ist vielleicht auch, dass wir durch das Disteln mähen eine ganze Heerschar von Samen aufgewirbelt haben. Das war wahrscheinlich nicht so schlau :22x22-emoji-u1f633: Aber ich wollte das Zeug unbedingt platt machen und anfangen. Wie gehe ich jetzt am besten vor? Gehen die Samen im Winter kaputt oder verteile ich die Disteln über die ganze Fläche, wenn ich jetzt umgrabe? Wie halte ich sie in Schach? Ich habe gehört, mit einer Plane abdecken sei auch eine Variante, aber ich habe hier keine 100m² sondern eben 1600m².
  • Wann sollte ich umgraben? (Jetzt? Im Frühling? Beides?)
  • Wie tief/ womit sollte ich umgraben?
  • Wie lange sollte ich den Boden danach regenerieren lassen/ ab wann kann ich anpflanzen?
  • Was ist die effektivste Methode, das Unkraut loszuwerden?
  • Weitere Tipps?
Ich bin um jeden Hinweis dankbar, da ich momentan wirklich noch keine Ahnung von gar nichts habe.

Liebe Grüße!


oh jeh, da hast du dir viel vorgenommen.
In der Landwirtschaft würden in diesem Fall sicher Herbizide eingesetzt, was du sicherlich nicht möchtest. Ich würde das Grundstück mit der Motorhacke umbrechen und dann regelmäßig neu austreibende Brennesseln und Disteln ausreißen. Brennesseln verbreiten sich hauptsächlich durch Wurzelausläufer, die du sorgfältig mitausreißen musst. Das gleiche gilt für viele andere Dauerunkräuter. Mit der eigentlichen Bepflanzung solltest du warten, bis keine Neuaustriebe mehr kommen. Also jetzt anfangen und hoffen, dass du Anfang 2022 mit der Bepflanzung loslegen kannst. Ich wünsche dir viel Erfolg und vor allen Dingen Geduld.
 

Tamtam

Keimling
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Sep 14, 2020
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Die einfachste Möglichkeit wäre ein Pflug. Dort würde die Scholle gewendet und ein Teil der Unkräuter würde sich verabschieden.
Hallo Heikeaustirol,
Ein Pflug wird schwierig, da ich dort viele Bäume habe und ein Traktor kaum über das Feld fahren können wird. Der macht, wie ich das sehe, das gleiche wie eine Fräse, nur deutlich tiefer - richtig? Es hilft also auch nicht, wenn ich mit der Fräse besonders gründlich bin?

Wenn du diese Möglichkeit nicht hast, kannst du entweder die obere Schicht (ca.10 cm) komplett abnehmen und abgedeckt kompostieren. Über Jahre kompostieren. Ansonsten sind die Unkräuter gleich wieder da.
Wie genau würde ich das anstellen? Mit dem Spaten abtragen, in die Schubkarre, und dann auftürmen?

Oder, du mußt dir nach und nach das Land erobern. Mit Gabel lockern, Unkraut entfernen. Und währenddessen das restliche Land regelmäßig mähen
Jetzt fräsen und dann regelmäßig jäten, sobald es wieder wächst? Oder gar nicht fräsen? Es ist halt auch sehr huckelig und ich hätte es gerne eben.

Ein ganzes Jahr abdecken ist für mich keine Option, zumal ich auch gar nicht wüsste, womit.
 

Heikeaustirol

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Nov 11, 2017
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Ein Pflug macht nicht das Gleiche wie eine Fräse. Er schneidet den Boden auf und wendet die Scholle, so daß das obere nach unten kommt. Ich bin da in der glücklichen Position, dies mit dem Pferd machen zu können. Da könnte man dann im Frühjahr mit der Egge drüber gehen. Versuch doch mal rauszubekommen, ob es vielleicht in eurer Gegend einen Pferdebesitzer gibt,der das kann. Wo wohnst du denn ? Vielleicht finde ich was raus ?
 

Tamtam

Keimling
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Sep 14, 2020
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Ein Pflug macht nicht das Gleiche wie eine Fräse. Er schneidet den Boden auf und wendet die Scholle, so daß das obere nach unten kommt. Ich bin da in der glücklichen Position, dies mit dem Pferd machen zu können. Da könnte man dann im Frühjahr mit der Egge drüber gehen. Versuch doch mal rauszubekommen, ob es vielleicht in eurer Gegend einen Pferdebesitzer gibt,der das kann. Wo wohnst du denn ? Vielleicht finde ich was raus ?

Das Grundstück liegt im Donnersbergkreis, in der Pfalz. Genauen Standort gebe ich ungerne raus. Die Option Pferd hatte ich so überhaupt nicht auf dem Schirm. Von der Balance zwischen Kraftaufwand, Effektivität und Fläche her wäre das wohl optimal. Allerdings klingt "Pferd" für mich immer direkt nach einem sehr teuren Unterfangen - Ich bin Student, mein Budget kreist daher meistens leider eher um die Null. Aber je nach dem ließe sich darüber nachdenken. Wäre schön, wenn du was herausfinden könntest - Pferdehöfe gibt es da im Gebiet massig, aber ich hätte nun keine Ahnung, wo ich konkret gucken sollte.
 

Heikeaustirol

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Das Grundstück liegt im Donnersbergkreis, in der Pfalz. Genauen Standort gebe ich ungerne raus. Die Option Pferd hatte ich so überhaupt nicht auf dem Schirm. Von der Balance zwischen Kraftaufwand, Effektivität und Fläche her wäre das wohl optimal. Allerdings klingt "Pferd" für mich immer direkt nach einem sehr teuren Unterfangen - Ich bin Student, mein Budget kreist daher meistens leider eher um die Null. Aber je nach dem ließe sich darüber nachdenken. Wäre schön, wenn du was herausfinden könntest - Pferdehöfe gibt es da im Gebiet massig, aber ich hätte nun keine Ahnung, wo ich konkret gucken sollte.
Ich versuche es. Manchmal geht es auch gegen Gegenleistung.
Ich hänge dir mal die Hengststationen für Kaltblüter in Reinland-Pfalz an. Schau mal, welche PLZ in deiner Nähe ist, dann klick den Hengst an und du bekommst Adresse usw. Die kennen ihre Züchter im Umkreis und können dir vielleicht helfen
 
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Fiducia

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Okt 29, 2019
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Genauen Standort gebe ich ungerne raus.
Nur als kleiner Hinweis : wenn du zu jemanden Kontakt aufnehmen willst, eventuell jemanden treffen, dann kann man sich auch erstmal per PN kontaktieren. Das liest dann nur die betreffende Person.
Zu deinem Grundstück schließe ich mich der Meinung von Heikeaustirol an.
Viel Arbeit wird es bestimmt, aber es ist auch schon was wunderbares, ein eigenes Stück Land zu haben.
Wenn der Boden denn später soweit bepflanzbar ist, sollte man es möglichst pflegeleicht anlegen. Sonst wird es viel Arbeit. Aber das ist möglich mit richtiger Pflanzenauswahl .
 

Stachelbär

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Hi TamTam und willkommen bei der "never ending Arbeit im Garten"

da hast Du eine Mamutaufgabe geerbt, wenn das so zugewachsen ist, wie du schilderst.

ISCH würde mir einen Plan machen, den ich abarbeite.
Das schlechteste, was Du machen kannst, ist Umfräsen :22x22-emoji-u1f616: - Die Auswirkungen & Nachteile, oft unterschätzt, hat Heike schon erklärt.
Mehr dazu - wenn Du oben in der weissen Zeile bei den Tags (Stichworten) auf wildwuchs wildkräuter roden klickst
Eine Motorhacke ist nur für das Zerkleinern der "vom Wildwuchs befreiten" Erdschollen und Brocken gedacht, um ein Beet pflanz- oder saatfähig vorzubereiten.

Alles Unerwünschte erstmal mit Balkenmäher oder Allmäher umzulegen, war schon mal der richtge Ansatz.

Als nächstes gezielt vorgehen. Alles in absehbarer Zeit zu bearbeiten ist wahrscheinlich unmöglich. Überall "ein bißchen" ist im Garten fatal - es wächst schneller als man denkt.
Besser kleine Bereiche vollständig bearbeiten, wie gewünscht neu bepflanzen und abhaken :22x22-emoji-u1f600:

ISCH würde:
  • Das "Schnittgut", ohne es weiter zu zerkleinern und dabei eventuell Samen oder austriebsfähige Stücke in der Gegend zu verteilen, entlang der Grundstücksgrenze auf Halde setzen, dort kann es verrotten - Igel und andere Tiere finden Unterschlupf
  • Optional könnte auch aus dem Schnittgut eine Benjeshecke angelegt werden - mehr Info, wenn Du oben in der weissen Zeile bei den Tags (Stichworten) auf benjeshecke anlegen klickst.
  • Brombeeren sind nur durch totales Ausgraben zu beseitigen, aber erst mal abschneiden bringt Luft.
  • Prüfen, ob vielleicht ein Kleintraktor mit Pflug einsetzbar ist - die sind sehr wendig. Einachsschlepper mit 1-scharigem Pflug wäre auch möglich, aber mangels Gewicht und somit fehlender Vortriebskraft scheitern die auch mal an trockenen festen Böden.
  • Sind diese Geräte nicht einsetzbar, würde ich ich mir den Bereich vornehmen, der zuerst genutzt werden soll. Ob Liegewiese oder Kartoffelbeet - egal - diesen Bereich mit der Grabgabel umstechen und die Wildkräuter mit Wurzeln aufnehmen - es sollte schon eine geschmiedete Grabgabel sein (kein Baumarkt-Spielzeug) - Spaten ist ein NOGO - der zerteilt die Wurzel und vervielfälltigt so den Wildwuchs.
  • Bereiche, die nicht sofort ungestochen werden können, mit Bändchengewebe abdecken - mehr Info, wenn Du oben in der weissen Zeile bei den Tags (Stichworten) auf bändchengewebe klickst - Die GewebeFolien lassen sich viele Jahre wieder verwenden. Es ist also nicht notwendig, sofort viel zu investieren, um "alles" auf einmal abdecken zu wollen - Flächen, die erstmal nicht bearbeitet werden können, wachsen lassen. Blühen ist auch okay - nur nicht aussamen lassen - die verblühten Stände sofort abschneiden oder pflücken.
Dann mal viel Erfolg :22x22-emoji-u1f601:

Korrigiert
 
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Fiducia

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Bereiche, die nicht sofort ungestochen werden können, mit Bändchengewebe abdecken - mehr Info, wenn Du oben in der weissen Zeile bei den Tags (Stichworten) auf bändchengewebe klickst
Vielleicht gibt es in der Nähe Landwirte, die Silagefolien oder auch Bändchengewebe kostenlos angeben würden ? Ich hatte verwilderte Teilflächen mit Silagefolie abgedeckt. Die Landwirte brauchen ja jedesmal neue Folie, weil die wirklich luftdicht sein muss und die alte Folie muss dann entsorgt werden. da könnte man vielleicht etwas bekommen, Auch werden Silagen inzwischen wohl zum schutz gegen krähenvögeln mit Bändchengewebe abgedeckt. Wenn ein Landwirt davon etwas nicht mehr nutzen will, könnte man ja mal nachfragen. Manchmal haben auch Gärtnereien was übrig.Wenn neue Flächen angelegt werden, das alte dann entsorgt wird.
Stachelbär und Heike haben ja schon sehr ausführlich vieles erklärt.
Und ja , lieber einen Teilbereich erstmal ordentlich fertig machen. Alles auf einmal ist zuviel. Mir geht es da ähnlich, ich bearbeitet nach und nach das Grundstück meiner Mutter. das wurde einige Jahre vernachlässigt.
Also am besten in der Umgebung nachfragen, ob jemand was abgeben oder helfen kann, vielleicht bei den ebaykleinanzeigen inserieren. Regional suchen.
 

Tamtam

Keimling
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Sep 14, 2020
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Hallo Stachelbär.
Danke für deine ausführliche Antwort.

  • Optional könnte auch aus dem Schnittgut eine Benjeshecke angelegt werden - mehr Info, wenn Du oben in der weissen Zeile bei den Tags (Stichworten) auf benjeshecke anlegen klickst.
Interessant, das klingt durchaus ansprechend. Allerdings wird da wie ich sehe größtenteils gröberes Geäst verwendet. Die ganzen alten Brennnesselsträucher gehören da wohl nicht hinein, oder? Und Disteln? Grobes habe ich zwar auch, aber größtenteils ist es dann doch eher strohiger Kleinkram.

  • Bereiche, die nicht sofort ungestochen werden können, mit Bändchengewebe abdecken - mehr Info, wenn Du oben in der weissen Zeile bei den Tags (Stichworten) auf bändchengewebe klickst - Die GewebeFolien lassen sich viele Jahre wieder verwenden. Es ist also nicht notwendig, viel zu investieren um "alles" auf einmal abzudecken - Flächen, die erstmal nicht bearbeitet werden können, wachsen lassen. Blühen ist auch okay - nur nicht aussamen lassen - die verblühten Stände sofort abschneiden oder pflücken.
Abdecken klingt zwar nicht schlecht, aber diese Folie wird wohl nicht ins Budget passen, es sei denn ich finde etwas gebraucht und günstig. Wenn ich das denn für ein Stück machen sollte - abdecken für wie lange? Was mache ich danach?
Und wäre regelmäßiges Mähen nicht sinnvoller als wachsen lassen und erst nach der Blütezeit beseitigen? Ich weiß nicht, ob ich das gut erkennen kann, wann die ausgesamt sind, möchte es nicht unbedingt riskieren, zu spät für mähen. Ich habe auch gehört, dass viele Unkräuter (wie zB Brennesseln) eingehen, wenn sie regelmäßig gemäht werden.
Nur für's Protokoll - Löwenzahn, Gänseblümchen, Wegerich, Hirse, Klee und Co. sind mir ziemlich Piepe und dürften sich auf der Wiese fröhlich ausbreiten. So lange nichts davon dornig, brennend oder todgiftig ist und/oder manneshoch wächst, sollte es kein Problem sein. Brennesseln und Disteln will ich loswerden.

Meine Überlegung, nach ein wenig Recherche, wäre nun Folgende: Ich mähe fertig und türme vorerst alles auf. Ich finde jemanden, der bei mir umpflügen kann, zwischen Oktober und Dezember (?). Habe da tatsächlich schon einen potenziellen Kandidaten gefunden. Ich ebene die Fläche mit Schaufel, Schubkarren und Rechen aus und walze oder trete den Boden leicht an.

Während Herbst und Winter, werde ich zwischendrin Unkraut jäten müssen, oder wird hier nichts wachsen? Was mache ich mit dem Laub, liegen lassen oder wegharken? Muss ich sonst etwas tun? Sollte ich mich, selbst wenn vorher umgepflügt wurde, daran machen, grobe Wurzen auszureißen, oder wird das dann nicht mehr nötig sein?

Im Frühling würde ich mir dann gerne ein paar Beete abstecken, wo ich etwas anpflanzen möchte. Überall sonst würde ich Rasen säen. Dann regelmäßig mähen und jäten.
Kann das gelingen? Ein Problem gibt es da noch: Ich habe weder Strom noch fließend Wasser. Bewässern ist kaum möglich. Ich habe nur den Bach, mit dem ich mal ein Gießkännchen schöpfen kann. Da bin ich beim Rasen bestimmt auf Regen zum richtigen Zeitpunkt angewiesen, vermute ich?

Bitte bewerft mich mit Einwänden. Ich erwarte auch gar nicht, dass es so einfach wird, wie es klingt! :)
 

Muhvie.de

Sämling
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Sep 15, 2020
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Leiningerland
Hallo! Ich bin hier neu im Forum und generell auch absolut neu im Bereich Garten! Blutiger Anfänger.
Ich möchte ein bisschen weiter ausholen.


Im Februar habe ich ein Stück Land geerbt, ca. 1600m² Ackerland. Etwa 40 Minuten Fahrt von mir zu Hause, daher kann ich auch allerhöchstens 2x die Woche hin. Es gibt eine kleine Hütte und einige Bäume, das Land wurde nie für große Erträge genutzt, immer nur als Garten, ab und an wurde das ein oder andere Gemüse etc. angepflanzt, aber nie intensiv. Es ist sehr fruchtbar und direkt an einem Bach.

Nun waren wir zwischen März und Mai öfters dort, hatten mit der Sense begonnen, Unkraut zu kürzen. Seit Mai waren wir nicht da - vor einer Woche dann natürlich der Schock: Disteln, Brennnesseln, Dornsträucher, Schlingpflanzen usw. bis zu 3 Meter hoch. Ein einziger Urwald!
Ich möchte das Land wieder in Schuss bringen, erst mal begehbar machen, Rasen anlegen wäre wunderbar, vielleicht das ein oder andere anbauen - was im Rahmen möglich ist angesichts der Entfernung und mangels Wasser- und Stromanschluss!
Dieses Wochenende haben wir komplett damit verbracht, mit einem geliehenen Balkenmäher den ganzen Spaß niederzumähen. Ein bisschen was fehlt noch, aber man kann nun wieder laufen und überhaupt das Land überblicken. Diese Woche wollen wir fertig mähen, dann das ganze Gestrüpp auf einer Stelle auftürmen und die Reste mit dem Rasenmäher kleinheckseln, damit es zu Erde werden kann. Der Hang am Bach müsste mit dem Freischneider von Brombeerbüschen befreit werden, da versuche ich momentan noch, etwas aufzutreiben.

Nun aber zu meiner eigentlichen Frage.

Ich denke es wäre sinnvoll, das ganze Land umzugraben, da ich nächstes Jahr gerne das ein oder andere anpflanzen würde. Das Land ist teilweise sehr uneben, der Boden teils fest, größtenteils aber recht locker. Die Unebenheiten will ich unbedingt loswerden, ebenso wie das Unkraut - ich will nicht wieder einen Urwald haben! Es soll nicht direkt wieder nachwachsen. Ich weiß, dass mein Vater auf dem Grundstück die vergangenen 20 Jahre immer wieder mit Brennnesseln gekämpft hat. Wird man es wohl schaffen, das in Schacht zu halten? Ich habe mir fest vorgenommen, mich nun regelmäßig zu kümmern.
Ich habe eine kleine Motofräse/ Motorhacke dort liegen, von der Marke "Solo". Augenscheinlich gräbt diese nicht tiefer um als 15-20cm. Ich habe keine Ahnung, ob sie noch funktioniert bzw. reparabel ist, hoffe es inständig, ansonsten kann ich auch ein Gerät ausleihen.
Meine Frage ist: WANN sollte ich umgraben? Ist jetzt der richtige Zeitpunkt? Ich lese zum einen, dass man somit gut Wurzeln ausreißen und zerkleinern kann, damit Unkraut fern bleibt. Andererseits aber auch, dass man so alte Samen nach oben holt, die dann wiederum sprießen. Zu erwähnen ist vielleicht auch, dass wir durch das Disteln mähen eine ganze Heerschar von Samen aufgewirbelt haben. Das war wahrscheinlich nicht so schlau :22x22-emoji-u1f633: Aber ich wollte das Zeug unbedingt platt machen und anfangen. Wie gehe ich jetzt am besten vor? Gehen die Samen im Winter kaputt oder verteile ich die Disteln über die ganze Fläche, wenn ich jetzt umgrabe? Wie halte ich sie in Schach? Ich habe gehört, mit einer Plane abdecken sei auch eine Variante, aber ich habe hier keine 100m² sondern eben 1600m².
  • Wann sollte ich umgraben? (Jetzt? Im Frühling? Beides?)
  • Wie tief/ womit sollte ich umgraben?
  • Wie lange sollte ich den Boden danach regenerieren lassen/ ab wann kann ich anpflanzen?
  • Was ist die effektivste Methode, das Unkraut loszuwerden?
  • Weitere Tipps?
Ich bin um jeden Hinweis dankbar, da ich momentan wirklich noch keine Ahnung von gar nichts habe.

Liebe Grüße!
Hallo aus der Nachbarschaft, dem Leiningerland. Bin überhaupt das 1. x hier und seh die Fragen. Da habe ich mich mal angemeldet. :) Also ich würde mir das doch recht große Grundstück schrittweise erobern... 100 m2 jetzt und das gründlich. Den Rest hältst du mit dem Mäher kurz.
Für die 100 m2 gönnst du dir erstmal eine Grabegabel und holst damit alle Wurzeln des Wildwuchses heraus. Ist es dort uneben, dann kannst du das ja auch gleich erledigen. Ne Schaufel und Schubkarre dafür bei Freunden ausleihen. Gleichzeitig legst du dir in einer Ecke einen einfachen Komposter an. Da du aber ja "nur" grünes" Material hast... Es soll immer auch mit "braunem" Material gemischt sein. Sprich Schnittgut oder auch Stroh, etc. Hier kannst du dir mit einer gelegentlichen Lage Karton (natürlich ohne Klebestreifen) behelfen. Würde ich auch jetzt machen, da der hoffentlich zu erwartende Regen und die noch herrschenden Temperaturen dir bei der Arbeit mit dem Kompost helfen.
Wenn du noch etwas Gutes ausprobieren möchtest... am anderen Ende deiner Aufräumfläche jetzt noch Wildblumensamen auf vll auch 100 m2 ausbringen. Die zu erwartende Feuchtigkeit spielt dir da auch ohne Brunnen in die Karten.
Baumärkte haben jetzt Pflanzen reduziert. Vielleicht ist da ja was für dich dabei, dass du jetzt setzen kannst (dringendst aber gut alles angießen!) Was soll eigentlich drauf auf die Fläche, außer Rasen (der es schwer hat ohne Wasseranschluss)
Als Anfänger ohne Kenntnisse und Kohle wird alles andere schwierig. Und irgendwann gibst du sicher genervt und verzweifelt auf. Stück für Stück - wobei du noch was lernst - halte ich für praktikabler.
Hast du von dem Mehrgenerationengarten, der im Leiningerland von Ehrenamtlichen angelegt wurde (und eben bei Deutschland summt gewann)? 300 m2 reine Pflanz- und Wegfläche. Den habe ich geplant und auch in der Gruppe war das jede Menge Arbeit, obwohl ein Bauer die Rasenfläche für uns mit der Egge durchging.
 

Tamtam

Keimling
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Sep 14, 2020
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Hallo Muhvie.

Braunes Material habe ich auch genug :)
Ich hab mir noch keine Gedanken gemacht, was ich sonst anpflanzen will (und kann), ist ja alles neu für mich. Daher weiß ich gar nicht, was bei mir machbar ist. Hatte mich jetzt erst mal darauf konzentriert, es überhaupt wieder nutzbar zu machen.

Mal ganz frei raus, ein paar Nadelgewächse außen herum als Sichtschutz wären schön, ein paar Ecken mit Wildblumenmischungen (wie du ja auch sagtest), hauptsächlich Rasen (kein englischer Rasen sondern frei nach dem Motto "hauptsache grün und kurz"!) und ein oder zwei Beete mit "irgendeinem Gemüse". Kartoffeln vielleicht, Tomaten wenn möglich - dafür habe ich schon die Stäbe, die wuchsen letztes Jahr auch gut. Kräuter, die ich in der Küche verwenden kann? Aber da habe ich mich bisher nicht genau festgelegt mangels Wissen.
Die Idee wäre eben: Alles "sauber machen", umpflügen (will ich wirklich unbedingt irgendwie hinbekommen), und dann 90% Rasen und ein bisschen Beet. Rasen regelmäßig mähen und im Beet könnte ich vermehr darauf achten, Unkraut fernzuhalten und Wurzeln zu entfernen. Ich werde jetzt nicht anfangen, großflächig 50 Gemüsearten anzulegen ^^ Wenn es gut läuft, kann es ja im nächsten Jahr mehr werden. Mein Hauptziel ist aber im Grunde erst mal, dass es grün wird und flach und als Hundewiese und Grillplatz genutzt werden kann. (Momentan sitzt mein Hund immer nur bedeppert vorm Gartenhäuschen, da alles in den Pfoten zwickt.)

Und dann hab ich noch jegliche Bauprojekte im Kopf, wie man die Landschaft schöner gestalten könnte. Wege und Beeteinfassungen in irgendeiner Form (wenn mich die Gemeinde lässt!), Gartenmöbel. Was auch schön wäre, wären außerdem bunte Nistkästen, Futterhäuschen und ein Insektenhotel. Sowas könnte man ja im Winter bauen.
 

Muhvie.de

Sämling
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Sep 15, 2020
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Leiningerland
Hi! Ok. Dann plüge mal und schau, wie das läuft. Eine Parrzelle würde ich trotzdem gleich richtig säubern. Beispielsweise für deine Kräuterecke. Definitiv kommen die Mediterranen mit dem anstehenden Wassermangel (im Sommer) gut zurecht und alle werden von Nektarsammlern besucht. Sprich Rosmarin (blüht im Spätwinter oft schon), Thymian in den verschiedenen Sorten, Oregano, Salbei. Die dann zeitnah noch dieses Jahr setzen, würde dem Einwachsen massiv helfen und der nächste Sommer kann kommen. Ebenso wie die Wildblumenwiese. Bei Letzterer kannst du beispielsweise im Internet nach regionaltypischen schauen. Und "nadelige" Sträucher gibt es einige, die sehr gut für Vögel und Insekten sind. Schau da mal nach insektenfreundlichen/vogelfreundlichen Sträuchern, Wildrosen (schnellwüchsig bei entsprechender Sorte) inklusive. Da mein Finanzspartipp: Schau mal in der kalten Jahreszeit (ab Oktober) nach wurzelnackten Sträuchern. Weil ich für das kommunale Gartenprojekt im Frühjahr erst welche bestellt bestellt habe... Bei Baumschule Horstmann (einer der besten Versender) habe ich für 5 wurzelnackte Wildrosen 15, 16 Euro bezahlt. Je nach Exemplar sind die schon 1 m hoch und werden 2, 3 m breit/hoch in ganz kurzer Zeit.
 

Heikeaustirol

Profigärtner
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Nov 11, 2017
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Frag doch den, der dir pflügt, ob er dir nicht auch mit der Egge ebnen kann im Frühjahr. Wirklich walzen würde ich nur das, was Rasen werden soll.
 

Fiducia

Obergärtner
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Okt 29, 2019
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Was soll eigentlich drauf auf die Fläche, außer Rasen
So eine große Fläche als Rasen würde aber auch viel Arbeit machen.Der muss zeitweise ja auch wöchentlich gemäht werden, oder man braucht Balkenmäher, die aber auch nicht so günstig sind.
Ich versuche, die Grasflächen zu reduzieren. Lege Beete an, die ich auch mulche.Das macht weniger Arbeit.
Es kommt ja immer drauf an, wie viel Zeit man tatsächlich hat.
Jetzt wird das Gras kaum noch trocken, ist manchmal schwierig da noch einen Termin zu finden, um vernünftig mähen zu können. Außerdem ist Rasenschnitt ein Problem zu kompostieren. man darf nur kleine Mengen zum gröberen Kompost dazu mischen, sonst fault oder schimmelt es. Ich hatte gestern 6 große Schubkarren voll Grasschnitt, habe 2 Stunden lang gemäht,verteile es auf drei Komposthaufen und mulche auch etwas damit.
Bei wenig Zeit bin ich eher dafür, Bodendecker zu pflanzen. es gibt ja manches, was den Boden gut bedeckt, dass so gut wie kein Unkraut durch kommt.
Flächen abdecken mit Folie oder Bändchengewebe : ich hatte z. B. das Problem, dass einige Flächen ein paar Jahre nicht gemäht wurden, alles verflizt, da konnte ich mit dem normalen kleinen Rasenmäher nicht durch kommen. Vielleicht wäre es mit Balkenmäher noch möglich gewesen. Und da stehen auch Bäume, also konnte ich da auch nicht jemanden mit einem Pflug durch schicken. Daher hab ich einige Flächen im Herbst mit Folie zugedeckt. Zum Frühjahr war das Gras abgestorben, ich konnte es leicht umgraben und habe dort Blumenwiesen eingesät.
Wo pflügen möglich ist, da braucht man natürlich nicht zudecken.
 

Stachelbär

Gartenguru
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Okt 23, 2018
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Im Gadde mit Ebbelwoi & Flaschebier
Tamtam :
Hallo Stachelbär.
Danke für deine ausführliche Antwort.
Allerdings wird da wie ich sehe größtenteils gröberes Geäst verwendet. Die ganzen alten Brennnesselsträucher gehören da wohl nicht hinein, oder? Und Disteln? Grobes habe ich zwar auch, aber größtenteils ist es dann doch eher strohiger Kleinkram.
Das stimmt - krautiges Schnittgut sollte nicht mehr als zu 30% auf die Benjeshecke.
Abdecken klingt zwar nicht schlecht, aber diese Folie wird wohl nicht ins Budget passen, es sei denn ich finde etwas gebraucht und günstig. Wenn ich das denn für ein Stück machen sollte - abdecken für wie lange? Was mache ich danach?
Das hängt von den Pflanzen darunter ab - manche sind sehr zäh - bis zum März würde ich es lassen - Zwischenkontrollen vorbehalten.
Vielleicht testest Du diese Bekämpfungsart mal auf 20 - 50 m2 :22x22-13:
Und wäre regelmäßiges Mähen nicht sinnvoller als wachsen lassen und erst nach der Blütezeit beseitigen? Ich weiß nicht, ob ich das gut erkennen kann, wann die ausgesamt sind,
Nicht auf's Aussamen warten! Wenn die Wildblüten abgängig sind, diese abschneiden/pflücken oder mähen.
Habe schon auf einem Rasen (halb Wiese) den Löwenzahn für die Bienen stehen lassen und dann mit einem Accusauger die Samen abgesaugt, bevor sie davon flogen - hat gut geklappt und die Nachbarn protestierten nun nicht mehr
;)
möchte es nicht unbedingt riskieren, zu spät für mähen.
Mir wäre regelmäßig Mähen zu aufwendig - und wie Fiducia schreibt, irgend wo muss der ganze Schnitt ja hin...
Ich habe auch gehört, dass viele Unkräuter (wie zB Brennesseln) eingehen, wenn sie regelmäßig gemäht werden.
Brennnesseln überdauern auf Grund ihres Wurzel-Rhizom-Geflechts sehr lange!
Meine Überlegung, nach ein wenig Recherche, wäre nun Folgende: Ich mähe fertig und türme vorerst alles auf. Ich finde jemanden, der bei mir umpflügen kann, zwischen Oktober und Dezember (?). Habe da tatsächlich schon einen potenziellen Kandidaten gefunden. Ich ebene die Fläche mit Schaufel, Schubkarren und Rechen aus und walze oder trete den Boden leicht an.
Nur für Rasenflächen den Boden etwas verdichten. Ausserdem nimmt der unverdichtete Boden mehr Wasser auf.
Während Herbst und Winter, werde ich zwischendrin Unkraut jäten müssen, oder wird hier nichts wachsen?
Allgemein findet Wurzelwachstum bis zu einer Bodentempertur von +1° Grad statt, auch wenn sich über der Erde nichts sichtbar tut...
Was mache ich mit dem Laub, liegen lassen oder wegharken? Muss ich sonst etwas tun? Sollte ich mich, selbst wenn vorher umgepflügt wurde, daran machen, grobe Wurzen auszureißen, oder wird das dann nicht mehr nötig sein?
Laub sollte von Rasenflächen entfernt werden, sonst fault darunter das Gras. Auf anderen Flächen ist es als Mulch nützlich.
Ea gibt zahlreiche Pflanzen, die noch aus Wurzelhorsten, sogar aus Wurzelstücken noch austreiben - Aufzählen bringt nix, wenn sie nicht erkannt werden - Und die nicht austreiben, verrotten in der Erde äusserst langsam.
Junggärtnern rate ich deshalb... alles raus!

Rechtschreibung
 
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Tamtam

Keimling
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So eine große Fläche als Rasen würde aber auch viel Arbeit machen.Der muss zeitweise ja auch wöchentlich gemäht werden, oder man braucht Balkenmäher, die aber auch nicht so günstig sind.

Hallo Fiducia, einen Balkenmäher habe ich ja, den kann ich regelmäßig ausleihen ohne Gebühr - ohne hätte ich den Urwald gar nicht erst bekämpfen können :) Bei angemessener Länge sollte mein Rasenmäher doch aber ausreichen.
Viel Arbeit, ja. Zu Beginn bestimmt. Dann stellt sich mir aber die Frage - was wird denn für öffentliche Grünflächen verwendet, die nicht so oft gepflegt werden? Vielleicht ist "Rasen" gar nicht das richtige Wort und "Wiese" träfe es besser. Bei uns hinter den Mehrfamilienhäusern ist eine große Grünfläche. Die besteht zu ähnlichen Anteilen aus Gras und allen möglichen anderen Gewächsen, welche wohl als "Unkraut" definiert werden würden - Löwenzahn, Klee, Gänseblümchen und allerlei anderes kleines Gestrüpp, welches ich nicht bennen kann, auch mal eine Distel (im Sinne von "dornigem Löwenzahn" - ja ich bin Experte man sieht es! - , also niedrig, und nicht wie auf meinem Acker im Sinne von 3 meter hohen Stauden mit dicken Stängeln, die man teilweise für Bäumchen halten könnte). Der Rasen hat einen Haufen Löcher, ist nach dem Sommer braun, steht auch mal 30cm hoch (also bestimmte Halme), wird also definitiv nicht sehr oft gemäht, locker auch mal zwei Monate nicht, wir hören das ja. Trotzdem wird er jeden Frühling wieder grün und wird nicht zu menschenfeindlichem Urwald. So ein Gemisch würde mir völlig ausreichen. Nur bezweifle ich jetzt mal, dass ich den "löchrigen Unkrautwiesen-Mix" im Gartenshop kaufen kann Solche Grünflächen dieser Art sieht man doch überall. Spielplätze, Feldwege, usw. Worunter fällt das denn und was säht man da?
Alles was ich möchte, ist ja ein grüner Grund, auf dem ich laufen kann, der mir im Winter und Hochsommer nicht verreckt, der sich aber vor allem auch nicht innerhalb eines Monats in einen stacheligen Dschungel zurückverwandelt. Was ja passieren wird, wenn ich jetzt nichts mache.

Mulchen ist wohl weniger Arbeit, klingt aber nicht besonders grün, dafür eher sehr teuer. Oder?
 

Robert neumayer

Sämling
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hallo tamtam, wahrscheinlich ist es am einfachsten und sichersten für dich, wenn du erstmal mit einem sogenannten Wiesenmäher (Dreirad) regelmäßig im Abstand von zwei Wochen mähst. Dann kannst du entscheiden, ob du die Mähabstände verlängern kannst. Nimm dir nicht zuviel auf einmal vor, damit du nicht die Freude an deinem Garten verlierst. Liebe Grüße
 

Stachelbär

Gartenguru
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Worunter fällt das denn und was säht man da?
Alles was ich möchte, ist ja ein grüner Grund, auf dem ich laufen kann, der mir im Winter und Hochsommer nicht verreckt, der sich aber vor allem auch nicht innerhalb eines Monats in einen stacheligen Dschungel zurückverwandelt. Was ja passieren wird, wenn ich jetzt nichts mache.
Am häufigsten wird in den öffentlichen Anlagen ein strapazierfähiger Sport-und Gebrauchsrasen (hieß früher Sport-und Spielrasen) ausgesät.
Für einen grünen Grund muss nicht zwingend vorher umgegraben werden, doch ohne Fotos kann ich dazu nicht mehr sagen.
Mulchen ist wohl weniger Arbeit, klingt aber nicht besonders grün, dafür eher sehr teuer. Oder?
eingefügt Absatz "Am häufigsten..."
 
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