Meine japanische Wollmispel hat verkrüppelte Blätter

Stii

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#1
Hallo ihr Lieben,

ich habe vor ca. 5 Jahren meine erste japanische Wollmispel aus einem Kern gezogen. Sie ist jetzt ca 1,40 groß und treibt seit ein paar Monaten extrem oben aus. Bis jetzt hat sie immer schöne große, grüne gleichmäßige Blätter bekommen, aber seit Kurzem sind die neuen Blätter verkrüppelt. Es sieht aus als würde das Blatt an der Spitze einfach klein bleiben während der restliche Teil des Blattes normal weiter wächst.. Hat jemand eine Idee woher das kommen könnte? Sie steht bei mir im Wohnzimmer, welches ein großes Fenster (bis zum Boden) in Richtung Süd/Westen hat. Bei hohen Temperaturen ist allerdings die Jalousie geschlossen, so dass die Sonne nicht so sehr knallt, da wir im Dachgeschoss wohnen. Dafür sind dann nachts alle Fenster offen und auf Durchzug. Am Anfang habe ich die Mispel immer nur gegossen wenn sie die Blätter hat hängen lassen, dann habe ich im letzten Jahr probiert nach Mondkalender zu gießen, aber nun bin ich doch dazu übergegangen öfter zu gießen, da ich das Gefühl habe sie bekommt zu wenig Wasser wenn sie so viel austreibt. Düngen tue ich seit einigen Wochen mit Schachtelhalm Extrakt von Neudorff, vorher hatte ich nie gedüngt. Die Probleme sind allerdings vor dem düngen aufgetreten.
Zusätzlich zu den komischen Blattspitzen hat sie nun auch an ein paar Blättern braune Flecken bekommen, außen und mittig.
Ich bin über jede Hilfe von euch äußerst dankbar, da ich wirklich sehr an der Pflanze hänge..
Photos füge ich euch auch bei.
Liebe Grüße

Stii

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KaiG

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#2
Hallo Stii,
bin über die Fotos gestolpert und hab mich Deinetwegen extra bei diesem Forum eingetragen...
Ich bin zwar nicht mit Wollmispeln vertraut (hab nur Palmen und Euphorbien), aber das Schadbild gibts bei ziemlich allen Blattpflanzen... Hatte ich ganz massiv bei meinen 2 Saribus rotundifolius. Die kriegt man sonst in der Wohnung nie groß. Ich weiß jetzt auch wieso. Nach meiner Ansicht ist es mämlich ein massiver Kaliummangel. Symptome sind Malformation der jungen Blätter mit Krüppelwuchs und Blattrandnekrosen. (In die kaputten Stellen kommt denn auch gern mal ein Pilz. Buh..)
Die braunen Stellen können dann auch Mg-Mangel sein. Kommt bei übersäuertem ausgelaugten Boden gerne zusammen vor.
Was für ein Substrat hat das Mispelchen und wie lange stehts da schon drin?
Was für pH-Wert braucht sie denn, bzw. was ist die natürliche Umgebung, ihr Habitat in Freiheit?
Dann kann ich Dir Dünge- und Umsetztipps geben...
Muss aber bald sein, sie ist echt krank
LG Kai
 

Stii

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#3
Äääähhh.. Da fragst du mich was, ich habe ehrlich gesagt überhaupt keine Ahnung.. Ich hab sie bis vor Kurzem noch nie gedüngt und hab jetzt nur stinknormale Universal Erde zum umtopfen genommen. Ich weiß nur, dass sie natürlicherweise wohl nur in China und Japan vorkommt, aber gezüchtet wird in vielen südlichen Ländern, meine Kerne habe ich aus Spanien..
Da wo sie natürlich wächst ist es wohl im Sommer überwiegen feucht/heißes Klima und im Winter trocken aber nicht unter null.
Wie da jetzt allerdings die Bodenbeschaffenheit ist weiß ich leider nicht.
Du machst mir jetzt aber echt ein bisschen Angst, ich will auf keinen Fall, dass die Kleine eingeht :(
 
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KaiG

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#4
Alles klar, hab bisschen rumgegoogelt und diverse Fachseiten konsultiert...
Boden: Nimmt eigentlich alles, wie ein Obstbaum, kann leicht sauer sein. Aber guuuut drainiert. Wasser bei guter Drainage denn eher ordentlich geben.
Normale Blumenerde ist Gift für Kübelpflanzen, ich misch selber. Immer.
Alkalisch solls aber auf keine Fall werden, was man durch hartes Leitungswasser aber leider erreichen kann. Ich gieße "Alkalihasser" immer mit abgekochtem Wasser, zumindest aus der heissen Leitung, aber natürlich nicht überbrühen :)
Hier paar Quellen:
http://www.dotpointing.com.au/guide-to-growing-loquat
http://www.crfg.org/pubs/ff/loquat.html
Übrigens ist der Neudorff-Schachtelhalm eine instinktiv gute Wahl, ist kein(!!!) Volldünger, sondern 0,5-0,15-1,5 dazu Mg0,5 -- genau, was die Gute braucht! Massiv Kalium, dazu Magnesium. Wenn Du das als Einzeldünger nimmst, wirds wahrscheinlich auch bald alkalisch... Also einen 5-5-5er Dünger (wo alles gleich drin ist) und den Neudorff als Zusatz. Und Umtopfen (!!!) in handgemachten Boden. Dabei Wurzelballen besichtigen, ob matschig, Größe, Farbe, Geruch... Topfbreite ist wichtig, ist ein Flachwurzeler.
LG KaiG
 

Stii

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#5
Oh wow, vielen lieben Dank für die Mühe! Aber was genau meinst du mit handgemachtem Boden? Bekommt man sowas in der Gärtnerei oder so? Oder kaufe ich verschiedene und mische die selber? Der Wurzelballen war ziemlich groß und trocken, auf den Rest habe ich nicht geachtet mus sich gestehen. Roch aber jetzt nicht aufällig, nur nach Erde soweit ich mich erinnere.. Der Topf den ich jetzt habe ist 45cm im Durchmesser und 37cm in der Höhe. Die Pflanze ist wie schon erwähnt 1,40 groß. Meinst du ich sollte lieber einen breiteren nehmen der nicht so hoch ist? War leider schon nicht allzu leicht einen so großen zu finden der dann mit Baum drin auch noch zu tragen ist..

Lg Stii
 

KaiG

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#6
Also... Ich kauf mir die Anteile selber... Pflanzerde (gucken ob nach Pilz oder Müllhaufen stinkt und als Batzen glänzend zusammenklebt - die nicht, aber kann ruhig auch ne billige sein), Torf (ich weiß - Umweltsünde, darum lieber meist das Nächste:) ALDI-Kokosbriketts (muss nicht ALDI, gibts aber 1x/Jahr billig, hamstern eben), Blähton (gebrochen!, keine optisch glatten für Hydrokultur-Zierpflanzen, sondern zB. nimm Lamstedt oder "Blähton gebrochen"), Sand (gewaschener Spielsand, darum salzfrei!!!). Für Pflanzen mit Wurzelfäulegefahr aber wasserbedürftig mach ich noch Spezialmischungen mit Klinoptilolith/Zeolith, aber nicht das Pulver aus dem Shop für die Alternativen, sondern Kies (Filter für Aquarien sls Sackware) 3...5mm etwa. Geht mit Sand, Kokoshum oder Torf und Blähton gut für Kakteen.
Je nach Bedürfnissen der Pflanzen die Anteile variieren.
Bei speziellen Palmen noch Basaltsplitt u/o. Lavamulch.
Magere Mischungen (Orchideen, Fleischfresser, Epiphyten) kriegen noch massig kleinen Pinienschredder rein.
Und dann in die Maurerbalje und rühren. Rühren. Rühren... Gibt Muckis... Die meisten machen das Rührgefäß zu klein.
Für Dich kommen Gartenerde, Torf u/o. Kokoshum und dazu Splitt, besser Mulch bzw. Lamstedt als Basiszutaten in Frage.
Platz für das Zeugs? Mietwohnung oder Latifundien?

Topf: 45cm ist für eine Art Baum arg klein... Das ist ein Baum!!!!!
Meine Bäume stehn in runden Maurerbaljen (unten Schicht Blähton 5cm und das Loch nicht vergessen!!) bzw. die Tiefwurzler in Gartenkiepen oder 3 davon (Phoenix canariense und Howea forsteriana) sogar in 305-Liter-Gartenwassertanks. Die kann man aber nicht mal mehr mit Gurtgriffen mehr schleppen :mad:, mit Wasser und Palme drin geschätzt 350...400kg:confused:.

LG KaiG
 

Stii

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#7
Ähm.. Mietwohnung.. 3.Stock..
Und der Topf jetzt ist schon sehr viel größer als der letzte.. Also es müsste schon noch tragbar sein, das letzte Mal hatte ich noch einen Tontopf, das war schon fast die Grenze, war verdammt schwer.
Puuh, das hört sich alles relativ kompliziert an, da muss ich mich wohl mal durchgooglen wa! Auf jeden Fall tausend Dank für deine Hilfe! :)
Lg Stii
 

KaiG

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#8
Tontopf ist bei Baumgrößen Wahnsinn vom Gewicht her. Echte Palmkübel aus Plaste kann kein Mensch bezahlen...

Im Bild "tragbare" Vorschläge, die der Umzugsunternehmer oder man selber auch wieder die Treppe runterbekommt. Der grüne Henkelgartenkübel aus den "team"-Baumarkt ist der genialere, weil er Griffe hat.

Bei Fragen jederzeit melden

LG KaiG
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KaiG

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#10
Durchmesser 60. Aber Pflanze ist nicht soooo hoch, nur 30cm Stamm.
Die höheren brauchen dann mehr. Und die Phoenix hebt schon raus. D.h., der Wurzelballen wird zu groß und drückt die Palme oben raus. Da weiß ich auch noch nichts zu...
Danach wirds nämlich megaunhandlich (0.70×0.70m|0.80 hoch):
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Stii

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#11
Uff.. Okay, dann muss ich wohl so oder so nochmal in den Baumarkt.. Ich hoffe da finde ich was passendes. Ansonsten muss das Internet herhalten.
 
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