Japanischer Ahorn atropurpureum hat trockene Blätter

kirschie

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Hallo Forum

Ich habe ende April einen japanischen Ahorn gekauft nun werden seit einiger Woche alle Blätter trocken.Ich stelle ihn meistens wen es windstill ist zur sonne.Hat er einen Sonnenbrand und kann man ihn noch retten.bzw Standort wechseln und Blätter abschneiden.
 

Luka

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Die japanischen Fächerahorne vertragen eigentlich keine Sonne.Die Blätter fallen von alleine ab. Wenn er in einem Topf steht, so stelle ihn einfach in den Schatten.
 

kirschie

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Hallo Luka

Der Standort ist auch eigentlich schatten.Meine frage kann ich ihn noch retten und bekommt er auch eine rote Herbstfärbung im schatten.
 

Luka

Keimling
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Ich denke, dass er sicher diese Herbstfärbung bekommt.
Mein Acer palmatum ‘Orange Dream‘, der wenig Sonne bekommt, sieht aus wie deiner, alle Blätter verwelkt. Es könnte eine Reaktion auf die extreme Hitze sein und evtl. zu wenig Wasser. Ich lasse ihn einfach in Ruhe. Er geht nicht ein.
 

kirschie

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okay schade eigentlich aber naja.Wegen umtopfen ich hätte halt noch ein langen Tomaten topf der eigentlich gut wäre.Soll ich ihn lieber umstellen also mehr in den schatten.Und wird er dort auch leuchtend rot im Herbst.
 

Luka

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Mit dem Topf kannst du verfahren, wie du möchtest. Halbschatten ginge auch, aber keine pralle Sonne. Ich denke, er wird dann im kommenden Jahr auch diese Herbstfärbung bekommen.
 

kirschie

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Ja aber das problem ist das ich auf den Balkon keinen Halbschatten platz mehr habe.Würde er auch im schatten eine rote Farbe bekommen.
 

Luka

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So sieht ‘Orange Dream’ aus, nachdem er mal Wasser bekam. Ein Zweig bekam wieder Blätter.
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Lillifea

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Hallo Kirschie,
die japanischen Fächerahorne sind ein bisschen empfindlich. Oft ist es der Fall, dass man diese bei einem bekannten deutschen Discounter erwirbt, weil sie dort für Zierahorne recht günstig sind. Diese Pflanzen werden im Treibhaus unter optimalsten Bedingungen recht schnell herangezogen, und wenn man sie dann zuhause nach draussen stellt, dann sind sie weder Wind noch Temperaturwechsel gewohnt, noch dass sie nicht minutiös ihr Wasser und Dünger bekommen. Ich hatte diesen Fall auch schon zweimal, beide haben dann ziemlich beleidigt vorzeitig erst ihre Blätter geschmissen, und im September noch ein paar neue bekommen. Habe mir dann gedacht, dass diese den bayrischen Winter draussen nicht überstehen, so wie sie im Moment beinander sind, und habe sie dann in der Garage überwintert. Im Frühjahr haben sie wieder ausgetrieben, ich hab sie langsam an den zugedachten Standort gewöhnt (Halbschatten, morgens Sonne bis etwa 13 Uhr) und hab es gewagt, ihn im Herbst auszupflanzen. Mal sehen, wie er den Winter übersteht. Sah dieses Jahr schon viel besser aus, kaum trockene Ränder und eine wunderschöne Herbstfärbung. Nur ein paar vertrocknete kleine Äste sind noch übrig, die nicht mehr ausgetrieben haben, die sollte man aber nicht abschneiden, da der Ahorn empfänglich ist für den Verticillium-Welke-Pilz, der an den Schnittstellen eindringen kann.
Der hohe Tomatentopf wird nichts bringen für den Ahorn. Ahorne sind Flachwurzler, also wäre ein grosses eher flaches Gefäss besser.
Gib dem Kleinen ein bisschen Zeit, sich an das echte Leben ausserhalb des Treibhauses zu gewöhnen! :)
Viele Grüsse
Lillifea
 

Stachelbär

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Ja aber das problem ist das ich auf den Balkon keinen Halbschatten platz mehr habe.Würde er auch im schatten eine rote Farbe bekommen.
Hallo Kirschie,

Für rotes Herbstlaub sind "Anthocyane" verantwortlich, das sind Farbstoffe, die z. Bs. auch Rotwein + Brombeeren Farbe geben.
"Anthocyane" werden, bei den Blatt abwerfenden Pflanzen, erst im Herbst neu gebildet. Von Art zu Art unterschiedlich viel.
Warum sich die Farbstoffe bilden, würde hier zu weit gehen.
Sicher ist, dass je stärker der Unterschied zwischen nächtlicher Kälte und Wärme (Sonnenstrahlung) tagsüber ausfällt,
um so stärker die rote Färbung der Blätter.
Da ab September die Sonne schon tief steht, kann man/frau getrost die Ahorn-Kübel in die Sonne stellen, ohne das dies den Blättern schadet.
Abgestorbene Zweige unbedingt spätestens nach dem Winter entfernen. Sonst finden "Rotpustelpilz" und "Kameraden" guten Nährboden.
Irgendwann bricht der Zweig eh ab, spätestens dann, wenn ein größerer Vogel drauf landet. Und wenn der Zweig schon ein paar Jahre abgestorben war und dann wegbricht, hat der Baum oft schon die Fähigkeit verloren, an dieser Stelle die Wunde zu schliessen.

Sieht man/frau in der Natur oft: Astreste faulen bis in den Stamm - was in der Natur wichtig ist für Baumhöhlen-Brüter - will niemand an seinem Bäumchen zuhaus...

Wer Angst hat, vor dem Verticillium-Pilz (dessen Sporen übrigens in der Luft und im Erdreich überall zu finden sind) der kann sofort nach dem Schnitt mit einem Wund-Verschlussmittel, einmal und dann nie mehr, abtupfen...
Wer wissen möchte, wann Wund-Verschlussmittel sinnvoll sind und wann nicht, möge mich bitte anschreiben.

Ganz wichtig bei Ahorn-Kübelpflanzen, wie hier auch schon oft genannt, keine Staunässe, also unbedingt Dränage im Kübel, aber niemals aus Marmorkies!
Schwarze Kübel unbedingt in einen hellen Übertopf (mit Loch) stellen, sonst heizen diese sich zu sehr auf. Tonkübel sind eh besser.
Und nie mit Nitrophoska (Blaukorn) düngen! - Gehört sowieso nicht in den Hausgarten!

Euch allen viel Erfolg
Stachelbär grüßt
 
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Stachelbär

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Hallo lilifea ich habe die trockenen Blätter abgeschnitten und hoffe das er nächstes Jahr wieder kommt
Blätter nicht abschneiden! Schafft unnötige Eintrittspforten für Pilze!
Auch aus scheinbar trockenem Laub zieht die Pflanze noch Stoffe ab und lagert diese in Stamm und Wurzel ein. Ist dieser Prozess abgeschlossen, so bildet der Zweig zum Blatt eine dünne Korkschicht und das Blatt fällt ab - wenn nicht - so dient es noch als Windschutz...
 
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kirschie das ist ein pilz, du solltest die ganzen blätter abnehmen und in die tonne werfen. den baum bitte dann in den schatten so das er sich ganz langsam erholen kann und so lange keine blätter da sind bitte nur mässig giesen
 

Tiogo

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Danke für das Update,
ich hab hier nur so mitgelesen ohne zu schreiben und finde es klasse wenn man am Schluss erfährt, daß die Tipps richtig sind und es der Pflanze wieder gut geht. Nur so kann man ja draus lernen.
 
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