Giftpflanzen im Garten

carlotta

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Gefahr für Kinder im eigenen Garten

Die perfekte Spielwiese für Kleinkinder und auch für die bereits etwas Größeren im Frühling und Sommer ist der eigene Garten, wo Mama und Papa die Nachkommenschaft gut im Auge behalten können.

Was vielen Eltern allerdings nicht bewußt ist, viele Pflanzen sind giftig und gehören nicht in den kindgerechten Garten.
Lt. dem Giftinformationszentrum Mainz vom Jahre 2011 steht der Garten hier auf Platz 2 (19,9%) aller Vorfälle. Nur die Küche liegt mit 23,2% noch vor dem heimischen Garten.

Nun liste ich die 14 Giftpflanzen auf, die im kindgerechten Garten nichts zu suchen haben!

Blauer Eisenhut
alle
Teile sind extrem giftig! Gift kann sogar durch die unverletzte Haut aufgenommen werden. Es ist kein Gegengift bekannt.

Eibe
hoch giftig in der Rinde, Nadeln und Samen.
In den Samen ist eine hohe Konzentration des Giftes Taxin.

Tollkirsche

besonders gefährlich für Kinder sind die Früchte, die an Kirschen erinnern. Nach Verzehr ist umgehend die nächste Klinik aufzusuchen.

Bilsenkraut
höchste Giftkonzentration
in den Samen. Bereits der Verzehr von 15 Samenkörnern kann für die Kinder eine tödliche Dosis sein.

Gefleckter Schierling
der giftigste Vertreter der Doldengewächse

Herbstzeitlose
besonders gefährlich.
Zum Verwechseln ähnlich mit dem essbaren Bärlauch - Blätter sind geruchsneutral - Bärlauchblätter duften nach Knoblauch.
Vergiftungssymptome treten erst nach 2 bis 6 Stunden auf.

Stechapfel
Blüten und Samen
sind für Kinder besonders gefährlich, bereits 15 Samen sind eine tödliche Dosis.

Seidelbast
Rinde
und Samen enthalten unterschiedliche Giftstoffe. In den roten Beeren befindet sich der hochgiftige Pflanzensamen, bereits 10 Beeren sind für Kinder tödlich. Das Gift kann auch über die Haut aufgenommen werden.

Engelstrompete
Alle Pflanzenteile
sind hochgiftig. Kinder werden von den prächtigen Blütenkelchen angelockt, geringe Mengen können starke Symptome wie Erbrechen, Halluzinationen, Herzbeschwerden hervorrufen. Nach Einnahme sofort nächste Klinik aufsuchen.

Wunderbaum
Die Schalen der Samen,
aus denen das Oel gewonnen wird, sind extrem giftig.

Riesen-Bärenklau

Besitzt Substanzen, die in Verbindung mit Sonnenlicht phototoxisch wirken, zu schmerzhaften Quaddeln, Blasen und nur schwer zu heilenden Verbrennungserscheinungen führen.
Alle Teile sind giftig, jedoch stellt der Saft eine besondere Gefährdung dar. Sollte das Kind in Kontakt mit dem Riesen-Bärenklau geraten, sind die betroffenen Stellen vor Sonnenlicht zu schützen, umgehend ärztliche Hilfe aufzusuchen. Nicht selten ist ein Aufenthalt im Krankenhaus erforderlich.

Goldregen
Alle Pflanzenteile
enthalten gefährliche Giftstoffe, höchste Konzentration im Spätherbst in den reifen Samen. 3 Schoten (ca. 15 Samen) können tödliche Dosis sein.

Fingerhut
hoch giftig, roter Fingerhut ist extrem giftig!!
Unbedingt aus dem Garten entfernen!

Maiglöckchen
Blätter
können mit denen des Bärlauchs verwechselt werden.
Alle Pflanzenteile enthalten gefährliche Gifstoffe. Die weißen Blüten und die roten Beeren sind die giftigsten Teile der Pflanze.
Bei Einnahme von Pflanzenteilen sofort Giftnotruf und einen Arzt kontaktieren.
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10 weitere Giftpflanzen, die man außerdem kennen sollte, werde ich in einem 2. Teil beschreiben.

Zum besseren Erkennen der Giftpflanzen werde ich nachstehend Fotos einstellen. Leider sind nur zum Hochladen 10 Fotos möglich, werde sehen, wo ich die 4 restlichen Fotos unterbringen kann.

Aber zunächst noch ein paar Worte:
Schützt Eure Kinder vor der Gefahr von Giftpflanzen!
  1. Entfernt sämtliche Giftpflanzen aus Eurem Garten, auch leicht giftige.
  2. Vor dem Kauf neuer Pflanzen sollte man sich über die Giftigkeit und die ungiftigen Alternativen informieren.
  3. Ist ein Entfernen der Giftpflanze im Garten nicht möglich, sollte dieser Bereich für das Kind unzugänglich gemacht werden.
  4. Dem Kind sollte frühzeitig beigebracht werden, welche Pflanzen es unbedingt meiden muss.
  5. Sollte das Kind bereits selbstständig zur Schule gehen, sollte man den Schulweg auf Giftpflanzen kontrollieren und diese melden.
Und nun zu den Fotos der Giftpflanzen
 

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