Fruchtfolge bei der Mischkultur?

Susn_g

Sämling
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Hallo zusammen,
ich habe mich schon intensiv mit der Mischkultur beschäftigt und möchte meinen Garten danach bewirtschaften. Und auch was Fruchtfolge bedeutet habe ich inzwischen verstanden ;-).

Eine Frage auf die ich noch keine Antwort gefunden habe: muss man auch bei der Mischkultur die Fruchtfolge beachten?

Man kombiniert ja bei der Mischkultur Pflanzen unterschiedlicher Pflanzenfamilien mit unterschiedlichen Nährstoffansprüchen in einem Beet. Muss man dabei gleichzeitig noch darauf achten, die Beete zu rotieren und bestimmte Pflanzen nicht im Folgejahr nach einer anderen zu pflanzen? Das klingt für mich bei dem gemischten Anbau sehr kompliziert und kaum realisierbar. Für Tipps oder weiterführende Links wäre ich sehr dankbar.
Viele Grüße, Susanne
 

Heikeaustirol

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Hallo Susanne !
Auch bei der Mischkultur ist es von Vorteil, eine Fruchtfolge einzuhalten, wenn man auf hohe Erträge aus ist. Lediglich Rhabarber, Tomaten und Erdbeeren bleiben mehrere Jahre auf dem gleichen Standort, wobei man bei Erdbeeren nach 3 Jahren die Pflanzen ohnehin tauscht und dabei auch das Beet tauschen kann.
Ist es dir, wie mir z.B., nicht so wichtig maximale Erträge zu erwirtschaften, kannst du das außer acht lassen. Ansonsten ist es am Besten, deinen Garten in drei zu teilen. Jeweils ein Drittel Starkzehrer, ein Drittel Mittelzehrer und ein Drittel Schwachzehrer und diese jährlich reihum zu wechseln.
 

Susn_g

Sämling
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Liebe Heike (wo denn aus Tirol?),
mein Dilemma bleibt leider bestehen. Das was du im zweiten Absatz beschreibst ist ja quasi eine reine Fruchtfolge, die würde ich mit meinem Garten (in 6 Beete aufgeteilt die ich gut rotieren kann) auch problemlos hinbekommen.
Wenn ich aber ja zusätzlich zu den wandernden Beeten Mischkultur machen möchte, also z.B. Grünkohl als Starkzehrer mit Buschbohnen als Schwachzehrer in einem Beet kombinieren möchte, oder Karotten als Mittelzehrer mit Lauch als Starkzehrer, und es außerdem immer heißt, man soll keine Pflanzen aus der selben Pflanzenfamilie nacheinander im selben Beet anpflanzen.... - dann weiß ich nicht wie ich zu einem praktikablen Pflanzplan kommen soll.
Hast du (oder jemand anders der das liest) die Lösung auf die ich von selbst nicht komme?

Viele Grüße,

eine ziemlich verwirrte Hobbygärtnerin
 

Heikeaustirol

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Hallo Susanne ! Leider kann ich dir da auch keinen Mehrjahresplan liefern. Ich selbst mach das, wie gesagt, nicht, weil wir zwei nicht mal schaffen das aufzuessen, was ohne System wächst. Außerdem sät sich bei mir immer soviel selbst aus (Grünkohl ist da ein starker Kandidat), daß ich dauernd umpflanzen müßte, um da ein System reinzubekommen. Außerdem haben wir Pferde, so daß ich immer überall Starkzehrer haben könnte.
Ich denke, daß sich der Pflanzplan nach den Starkzehrern richtet. Wenn du dich nur nach denen richtest, sollte es auch machbar sein, auf Kreuzblütler nicht wieder solche usw. zu pflanzen.
Ich hoffe, jemand anders ist da besser im Organisieren als ich.
Liebe Grüße aus dem Brixental! Heike
 

Tea

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Versuche folgende Variante
Grünkohl als Starkzehrer mit Buschbohnen als Schwachzehrer - Schwach- und Mittelzehrer
Karotten als Mittelzehrer mit Lauch als Starkzehrer - Schwach- und Mittelzehrer,

In der Regel sollte auf Stark- der Schwachzehrer erfolgen; auf Schwach- der Mittelzehrer, auf Mittel- der Starkzeher

D.h. wenn du einen Starkzehrer in der Mischkultur hast, benötigst du immer einen Schwachzehrer. oder du machst eine Ruhepause für das Beet z.B. mit Gründung oder Ringelblumen - hilft dem Boden zu entspannen
 
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