Ärgernis wilder Efeu

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#1
Dies Jahr war es ja sehr heiß,was dem einen Schweißperlen auf die Stirn treibt ,nutzt der andere zum wachsen :rolleyes:
Na jedenfalls ist der Efeu vom Nachbargrundstück explosionsartig in meinen Garten eingedrungen und hat sich ordentlich breit gemacht :(. und hat sogar den gemauerten Grill umwachsen.
Ich hab alles raus gezogen was ich finden konnte,aber meine Nachbarin von der anderen Seite meinte ich müsse jetzt das ganze stück Beet umgraben um auch die kleinsten Wurzel Reste zu entfernen ,sonst passiert das nächstes Jahr wieder :((
Gibt es denn auch andere Möglichkeiten dem vorzubeugen ?

Grüße vom moe
 
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#2
Bestell Dir beim GeheimBund "Gärtner-Nothilfe" 250 ml "Roundup" und klettere Nachts über den Zaun zu Deinem Nachbarn...;)

Nein ist nur Spaß!

Hallo moe,
Leider ist es ähnlich wie beim Girsch - Wurzelstücke von ca 7cm Länge sind in der Lage wieder auszutreiben - beim Girsch habe ich es schon mit 2cm-Stücken gesehen - darum auf keinen Fall Spaten... nur Grabgabel sonst vervielfälltigst Du die austriebsfähigen Wurzelstücke.

Vor einigen Jahren war ich es leid, dass immerwieder Girsch vom Nachbar in meinen Garten wuchs. Und das trotz 40 cm tiefen Betonfundament der Kantensteine, untendurch...
Habe dann auf meiner Gartenseite mit viel Aufwand ein Rhizomsperre eingebaut. 60 cm tief wie man es bei Bambus macht und auf gesamter Grenzlänge. Anschliesend fing ich an das Erdreich auf ganzer Länge 50cm tief und 100 cm breit auszuheben und durchzusieben. Weil mir das zu zeitaufwendig wurde, verbrachte ich den Aushub der oberen 30 cm in Container und lies ihn auf die Erd-Deponie bringen.
Hatte dann "nur" noch die unteren 20 cm gesiebt und die fehlende Erde durch neue ersetzt.

Jetzt musst Du entscheiden, hängt natürlich vom Befall ab... bei trockenem Boden bekommt man die Wurzeln recht gut mit einem 3-zinkigen Grubber (Kralle) heraus... ich mein ich hab noch Fotos, wenn ich die schnell finde, stell ich sie ein...

wünsch Dir viel Erfolg...die Notrufnr vom GeheimBund ist 0158-.........;)
Stachelbär

P.S.: der Grubber von SHW taugt was, geschmiedet mit konischem Auge - der Stiel kann in Arbeitsrichtung nicht rausgezogen werden!
 

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Hi Stachelbär
Na du kannst mir ja echt mut machen :oops: das zeug ist wie die pest ,jedesmal wenn ich denke jetzt habe ich alles weg,finde ich einen neuen trieb o_O.
Dies Jahr war ich 2 Wochen im Urlaub als ich zurück kam hatte sich der Efeu über die Geranien gelegt, wie ein Teppich

viele Grüße vom moe
 
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#4
Hi Stachelbär
Na du kannst mir ja echt mut machen :oops: das zeug ist wie die pest ,jedesmal wenn ich denke jetzt habe ich alles weg,finde ich einen neuen trieb o_O.
Dies Jahr war ich 2 Wochen im Urlaub als ich zurück kam hatte sich der Efeu über die Geranien gelegt, wie ein Teppich

viele Grüße vom moe
Ja, ich weiss - scheiß Arbeit, doch wenn Du alle 3 Monate was machst, bekommst Du es in den Griff :)
Wenn mein Beitrag für Dich hilfreich war, kannst Du mir ja einen "Daumen" geben ;)
 
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#5
Guten Abend :)

Wenn ich ehrlich sein soll habe ich insgeheim gehofft ,das jetzt mal langsam der Winter Einzug hält und das zeug vom Frost kaputt geht,aber bei +16 Grad kann ich wohl lange darauf warten :rolleyes:

Grüße moe
 
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#6
Guten Abend :)

Wenn ich ehrlich sein soll habe ich insgeheim gehofft ,das jetzt mal langsam der Winter Einzug hält und das zeug vom Frost kaputt geht,aber bei +16 Grad kann ich wohl lange darauf warten :rolleyes:

Grüße moe
Lieber Moe,
ich muss Dich wieder enttäuschen - normaler Efeu (Hedera helix) macht locker -18 Grad :( er hat aber was gegen Wärme... so ab 380° ;)
Grüße
 
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Tiogo

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#7
Hallo zusammen,

Wurzeln von Bäumen und Sträuchern (Efeu ist ein Gehölz und wächst als Halbstrauch, Strauch oder Baum) sollte man erst entfernen, wenn man dem Nachbarn zuvor eine Frist gesetzt und ihm Gelegenheit gegeben hat, sie selbst zu beseitigen. Hier greift das Nachbarrecht ! Gibt der Eigentümer eines Gartens dem Nachbarn keine Gelegenheit zur Abhilfe und beseitigt er den Überwuchs einfach, läuft er Gefahr, dem Nachbarn Schadensersatz für die beschädigte Pflanze zahlen zu müssen. Denkbar wäre auch, daß die Pflanze durch die Schnittmaßnahme mit Pilz oder Bakterien infiziert wird und eingeht...auch dann kann der Nachbar Schadenersatz verlangen (vorausgesetzt er kann es nachweisen)
Wird der Wert des eigenen Grundstücks gemindert oder Sachen in irgendeiner Form geschädigt, der Nachbar war nicht zur Abhilfe bereit oder diese Abhilfe nicht erfolgreich, kann man u.U. sogar einen Gärtner bestellen, der die übergewucherte Pflanze bzw. deren Wurzeln im eigenen Garten beseitigt oder andere Maßnahmen ergreift. Die Kosten trägt der Nachbar. In Kleingartenanlagen gilt das mittlerweile z.B. auch für Bambus, Schilf und anderes Großgras, das vom Nachbar rüberwuchert, weil der eine Rhizomsperre für unnötig hielt. Das geht dann meist nicht ohne Rechtsstreit ab und da die Gesetze von Bundesland zu Bundesland und von Komune zu Komune leicht unterschiedlich sind sollte man sich gut erkundigen. bevor man zur Schere greift.
 
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#8
Meine Grüße ans Forum,

da nun auch die rechtliche Seite des Problems miteinbezogen wurde, möchte ich zu Tiogo's zutreffendem Beitrag ergänzen:

Wer juristisch auf der sicheren Seite stehen will geht wie folgend vor...

1. Mündlich um Abhilfe bitten - falls erfolglos >
2. Schriftlich Problem schildern und um Abhilfe bitten - hier gewährt der Gesetzgeber allgemein eine Frist von 4 Wochen - falls erfolglos >
3. Schriftlich (am besten Einschreiben oder Email, wichtig für Nachweis) abmahnen!
In diesem Schreiben nochmal eine Frist von 14 Tagen zur Abhilfe setzen (ist gesetzkonform).
Anführen, dass man/frau nach verstrichener Frist, das Problem kostenpflichtig durch einen Fachmann/frau beseitigen lässt und die Kosten beim Nachbarn einfordet. Das erste Schreiben nochmal beifügen.

Ist auch diese Frist (insgesamt mind. 6 Wochen) fruchtlos verstrichen...
Erst jetzt kann man/frau Hand anlegen, wer es selber macht, kann in Frage gestellt werden, ob es fachlich richtig war. Dabei ist immer darauf zu achten, dass der "Schaden" so gering wie möglich gehalten wird. Nennt sich Schadensminderungspflicht.

Unbedingt einige aussagefähige Fotos vor dem "Eingriff" machen und auch danach.
Habe erlebt, dass in einem ähnlichen Fall der "zur Abhilfe Aufgeforderte" anschliesend sein Baum verstümmelt hatte und versucht hatte dies (in dem Fall uns) anzuhängen. Dank Fotos & Zeugen wurde die Klage abgewiesen.

Ja, so sieht aus... da muss jeder selbst entscheiden, welche Vorgehensweise für sich selbst am wenigsten Stress bedeutet...
 
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Tiogo

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#9
Habe erlebt, dass in einem ähnlichen Fall der "zur Abhilfe Aufgeforderte" anschliesend sein Baum verstümmelt hatte und versucht hatte dies (in dem Fall uns) anzuhängen.
:eek: das ist echt dreist. Da fehlen mir schlicht die Worte. Ich hab schon mal die Empfehlung von einem Rechtsberater bekommen, gleich die 2.Mahnung (Anfordern eines Fachmannes und Kostenübernahme durch den Nachbar) von einem Anwalt schreiben zu lassen. Fand ich dann doch ein bißchen heftig (und war dann glücklicherweise auch nicht nötig), aber jetzt wundert es mich nicht mehr.
Schade, daß man manchmal zu solchen Maßnahmen greifen muß.

Danke jedenfalls für die detaillierte Aufstellung.
Allen einen schönen Sonntag!
 
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#10
Grüße in die Runde

meine Güte wenn sich das immer 6 Wochen hin zieht,dann ist das zeug über alles gewachsen :(

Was passiert eigentlich wenn man schon seid Jahren das selbe Problem immer wieder mit dem selben Nachbarn hat ?
gibt es denn da irgend eine Möglichkeit das Efeu Kasperle Theater abzukürzen ?o_O
 

Tiogo

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#11
was passiert eigentlich wenn man schon seid Jahren das selbe Problem immer wieder mit dem selben Nachbarn hat ?
In Baden-Württemberg verjährt der Anspruch auf Rodung nach fünf Jahren ab Pflanzung der störenden Pflanze, wenn man bis dahin keinen schriftlichen Einspruch erhoben hat. In wie weit man jemanden zum Rückschnitt verdonnern kann weiß ich nicht. mit Sicherheit dauert das aber lange.

Hast Du denn mit dem Nachbar mal gesprochen (das geht aus deinem Bericht nicht hervor) oder ärgerst du dich nur immer heimlich? Lade Ihn zum Kaffee oder auf ein Bier ein und versuche deine Lage zu erklären. Vielleicht bekommst Du ja auch ganz einfach seine Erlaubnis zum Rückschnitt auf deiner Seite. Ist ihm überhaupt bewußt, wie stark sein Efeu wuchert?

Und was die Wurzelstücke angeht: Abwarten, ob es überhaupt so schlimm wird und erst dann ärgern.
Leider weiß ich keine andere (legale) Möglichkeit wuchernden Efeu zurück zu drängen.
 
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#13
Moin Moin :)

Mein Nachbar behauptet steif und fest ,das er zum einen niemals Efeu gepflanzt zu haben,also könne das auch nicht sein Efeu sein ,was über die Grundstücks grenze in meinen Garten rein wächst :confused:.
Schaut also so aus als hätte ich die Torte im Auge :(

Ich danke euch trotzdem vielmals :)
 
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