Forsythie Rückschnitt
Ein regelmäßiger Rückschnitt verhindert ein Auswuchern der Forsythie

Forsythien richtig schneiden – So wird’s gemacht!

Forsythien sind sehr starkwüchsig. Das ist neben der hübschen Blüte im Frühjahr einer der Gründe, weswegen die Goldlöckchen so gern im Garten gezogen werden. Nur wenn Sie den Strauch regelmäßig richtig schneiden, verhindern Sie ein zu starkes Auswuchern der Forsythie.

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Wann ist das Zurückschneiden der Forsythie notwendig?

Wenn Sie die Forsythien gar nicht schneiden, entwickeln sich im Laufe der Zeit viele verholzte Äste, an denen kaum noch Blüten entstehen. Für eine reiche Blüte ist es deshalb wichtig, dass Sie mehrmals im Jahr zur Gartenschere greifen.

Es gibt verschiedene Zeitpunkte, an denen Sie die Forsythe beschneiden sollten. Dabei müssen Sie beachten, dass sich die Blüten an den Vorjahrstrieben entwickeln. Soll der Strauch kräftig blühen, schneiden Sie diese jungen Forsythienzweige möglichst sparsam.

  • Erhaltungsschnitt
  • Auslichtungsschnitt
  • Verjüngungsschnitt / Schnitt bei Erkrankungen
  • Pflegeschnitt

Erhaltungsschnitt

Der Erhaltungsschnitt dient der Erhaltung einer kompakten Wuchsform. Er wird vorzugsweise direkt nach der Blüte durchgeführt. Ein zweiter Schnitt kann im Spätsommer notwendig sein, wenn die Forsythie sehr stark wächst.

Sie schneiden dabei alle alten Triebe bis auf eine kräftige Knospe zurück. Dabei entfernen Sie gleichzeitig die Verzweigungen, an denen nur noch wenige Blüten entstehen.

Dem Forsythienstrauch macht ein starker Rückschnitt nichts aus. Allenfalls müssen Sie damit rechnen, dass er im Folgejahr wenig oder gar nicht blüht. Den Erhaltungsschnitt sollten Sie wenigstens alle drei Jahre durchführen. Damit verhindern Sie, dass der Strauch verkahlt und außer Form gerät.

Auslichtungsschnitt

Forsythien wachsen mesoton. Das bedeutet, dass die meisten neuen Triebe im Inneren des Strauches heranwachsen. Sie bekommen wenig Luft, weil sich die alten Äste stark über ihnen verzweigen. Ein Auslichtungsschnitt ist jedes Jahr notwendig, wenn Sie Wert auf eine reiche Blüte legen.

Beim Auslichtungsschnitt schneiden Sie vor allem alte Triebe herunter und achten darauf, dass Sie die jungen Triebe möglichst wenig schneiden, damit der Strauch im nächsten Jahr genügend Blüten entwickeln kann.

Entfernen Sie die starken Verästelungen in der Strauchkrone, damit die Jungtriebe Platz haben, in die Höhe zu wachsen.

Verjüngungsschnitt / Schnitt bei Erkrankungen

Im Laufe der Jahre droht die Forsythie zu verkahlen. Manchmal machen ihr auch Pilzkrankheiten zu schaffen. Das passiert vor allem an einem zu feuchten Standort.

Zur Verjüngung und bei Pilzbefall müssen Sie den Strauch soweit wie möglich zurückschneiden. Der beste Zeitpunkt für diese Maßnahme ist der Winter oder das Frühjahr vor dem Austrieb.

Bei diesem Schnitt schneiden Sie alle Zweige bis auf vier oder fünf sehr kräftige Triebe bis fast zur Basis zurück. Die verbliebenen Äste kürzen Sie so, dass sich daraus eine kompakte Krone entwickeln kann.

Pflegeschnitt

Verwelkte oder herausragende Forsythienzweige dürfen Sie fortlaufend verschneiden. Das betrifft vor allem Zweige, die Verbänderungen zeigen oder von Krankheiten und Schädlingen befallen sind.

Forsythie als Hochstamm schneiden

Forsythien kommen zunehmend als Hochstamm in Mode. Bei der Pflege gibt es einige Besonderheiten.

Seitentriebe, die auf der Unterlage, also dem Stamm, wachsen, schneiden Sie regelmäßig zurück. Bei einer Hochstamm-Forsythie ist eine kompakte Krone gewünscht. Diese müssen Sie laufend in Form schneiden. Überstehende Zweige sollten Sie möglichst umgehend beschneiden. Das geht allerdings häufig zulasten der Blüte.

Lichten Sie die Krone regelmäßig aus, damit sich neue Triebe im Inneren entwickeln können. Ein kräftiger Rückschnitt sollte mindestens alle drei Jahre erfolgen.

Schnitt bei Bonsai-Forsythien

Forsythien eignen sich wegen ihres kompakten Wuchses, der Blühfreudigkeit und der Möglichkeit, den Strauch häufig zurückzuschneiden, sehr gut als Bonsai-Baum.

Einen Bonsai richtig zu schneiden, ist eine Kunst für sich. Ein kräftiger Rückschnitt erfolgt Ende Mai nach der Blüte. Damit der Zwergstrauch die gewünschte Form erhält, müssen Sie ihn vor allem in den ersten Jahren kontinuierlich zurückschneiden.

Beim Beschneiden müssen Sie darauf achten, dass Sie nicht zu viele Blütenknospen entfernen. Aus diesen wachsen später die Blätter.

Forsythienhecken beschneiden

Mit dem Zurückschneiden einer dichten Forsythienhecke warten Sie bis Juli oder August. In den Hecken brüten häufig Vögel, die Sie beim Verschneiden der Sträucher stören würden.

Auch hier kürzen Sie ältere Triebe bis fast in Bodennähe. Zusätzlich müssen Sie die Zweige auch dort beschneiden, wo sie aus der Hecke herausragen. Bei natürlich gehaltenen Forsythienhecken darf der Rückschnitt weniger stark ausfallen.

Forsythien niemals im Herbst zurückschneiden

Für viele Gärtner gehört es dazu, dass sie im Herbst alle Sträucher kräftig beschneiden. Bei der Forsythie ist das nicht ratsam. Bei ihr führt ein starker Rückschnitt im Herbst dazu, dass die Blüte im nächsten Jahr nur sehr spärlich ausfällt oder ganz ausbleibt.

Tipps & Tricks

Bereits im Winter können Sie mit der Forsythie den Frühling ins Haus holen. Schneiden Sie am Barbaratag, das ist der 4. Dezember, einige Zweige von Ihrem Strauch und stellen Sie sie in die Vase. Zu Weihnachten überraschen die Forsythienzweige mit einer reichen Blüte.

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