Fleischfressende Pflanzen – Ein Steckbrief

Fleischfressende Pflanzen zu züchten, ist ein interessantes Hobby, das immer mehr Gartenfreunde begeistert. Es gibt zahlreiche Arten, die ganz unterschiedliche Bedingungen benötigen, um zu gedeihen. Auch die Fangvorrichtungen sind sehr unterschiedlich. Ein Steckbrief.

Fleischfressende Pflanzen Merkmale
Es gibt über 700 Arten Fleischfressender Pflanzen

Fleischfressende Pflanzen – Ein Steckbrief

  • Botanischer Name: abhängig von der Art
  • Arten: über 700 Arten
  • Gattungen: 19 bisher bekannt
  • Vorkommen: auf allen Erdteilen
  • Fangvorrichtungen: unterschiedlich je nach Art
  • Standorte: feucht, moorig, gelegentlich im Wasser
  • mehrjährig: ja
  • winterhart: heimische Arten ja, andere Arten nein
  • Blüte: unterschiedliche Blütenformen
  • Vermehrung: Samen, Teilen, Stecklinge
  • Verwendung: Zimmerpflanze, Moorbeetpflanze

Bekannte Arten der fleischfressenden Arten

  • Fettkraut (Pinguicula)
  • Sonnentau (Drosera)
  • Schlauchpflanzen (Sarracenia)
  • Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula)
  • Kannenpflanze (Nepenthes)

Bis auf die Venusfliegenfalle sind alle Karnivoren in unterschiedlichen Arten vertreten. Bei der Venusfliegenfalle handelt es sich um eine monotypische Art, die keine Unterarten hat.

Wo kommen fleischfressende Pflanzen vor?

Fleischfressende Pflanzen gibt es überall auf der Welt. Einige wachsen recht häufig, andere wie die Venusfliegenfalle oder der Zwergkrug kommen nur in bestimmten, sehr begrenzten Regionen vor.

In Deutschland sind fünf Arten heimisch:

  • Wasserschlauch (Utricularia)
  • Fettkraut (Pinguicula)
  • Sonnentau (Drosera)
  • Wasserfalle (Aldrovanda)
  • Schlauchpflanze (Sarracenia)

In Deutschland vorkommende fleischfressende Pflanzen sind winterhart und können im Freien gepflegt werden. Fast alle anderen Arten kommen aus Regenwäldern, tropischen und subtropischen Regionen. Sie werden ausschließlich im Zimmer kultiviert.

Fressen Karnivoren tatsächlich Fleisch?

Fleischfressende Pflanzen wachsen vornehmlich auf Standorten, die kaum Nährstoffe bieten. Die Pflanzen haben deshalb Fangvorrichtungen entwickelt, mit denen sie Insekten und kleine Spinnen fangen können. Diese werden anschließend durch zersetzt und die Nährstoffe ausgelöst.

Die Fangvorrichtungen können ganz unterschiedlich aussehen. Bei Sonnentau und Fettkraut bestehen sie aus Blättern, die mit einer klebrigen Flüssigkeit überzogen sind. Insekten bleiben darauf kleben und werden anschließend zersetzt.

Die Venusfliegenfalle verfügt über eine Klappfalle, die das Tier einschließt. Kannenpflanzen bilden Kannen, die mit Sekret gefüllt sind. Fliegen und andere Insekten fallen hinein und werden verdaut. Bei Schlauchpflanzen bilden die Blätter Trichter, die Insekten anlocken und einschließen.

Tipps

Auch wenn Karnivoren Fruchtfliegen, Mücken, Ameisen, Spinnen, Fliegen und Wespen verzehren, eignen sie sich doch nur bedingt für die Bekämpfung von Insekten.

Text: Sigrid Hestermann

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