Fallrohrfilter – Ein kleiner Kaufratgeber

Mit einem Fallrohrfilter sorgen Sie dafür, dass Regenwasser effizient gefiltert und damit gesäubert in die oberirdische Regentonne oder die unterirdische Zisterne fließt. Wie ein solcher Regenwasserfilter konkret funktioniert, welche Typen es gibt und worauf Sie beim Kauf achten sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

fallrohrfilter
Ein Fallrohrfilter sorgt für sauberes Regenwasser

Unsere Empfehlungen

System klassisch (Regensammler)
Fallrohrgröße DN 100
Dachfläche 200 m²
Material Kunststoff, Edelstahl
Winterbetrieb ja
Farbe grau

Der Regendieb pro von Graf Garantia filtert Verschmutzungen aus dem Regenwasser, füllt den Regenspeicher automatisch und verhindert überdies ein Überlaufen des Tanks. Außerdem überzeugt das Modell mit dem Edelstahlsieb und der hohen Wasserausbeute von circa 95 Prozent. Weitere Vorteile: Der Abstand zwischen Wand und Fallrohr muss nur 16 Millimeter betragen und die Umstellung vom Sommer- auf den Winterbetrieb gelingt mühelos. Der Regensammler mit Fallrohrfilter harmoniert mit einer Fallrohrgröße von DN 100 und wird mit großen Dachflächen von bis zu 200 Quadratmetern fertig. Auch die flexiblen Anschlussmöglichkeiten begeistern. Die Rezensenten bei Amazon sind sehr zufrieden – sie beschreiben den Regendieb als simpel zu montieren und extrem funktionsstark.

System Laubabscheider
Fallrohrgröße DN 100
Dachfläche k.A.
Material Kunststoff
Winterbetrieb ja
Farbe graphitfarben

Der graphitfarbene Fallrohrfilter von Powermat funktioniert nach dem einfachen Laubabscheider-Prinzip. Er ist zur Gänze aus UV-beständigem und frostfestem Polypropylen hergestellt – dadurch kann das Utensil das gesamte Jahr über montiert bleiben, was den Aufwand minimiert. Die Rezensionen bei Amazon erlauben den Schluss, dass es sich hier um ein hochwertiges Produkt handelt, das seinen Zweck erfüllt. Auch das gute Preisleistungsverhältnis wird explizit gelobt.

System Laubabscheider
Fallrohrgröße DN 100/DN 80
Dachfläche k.A.
Material Kunststoff
Winterbetrieb ja
Farbe grau

Wie das zweitplatzierte Modell in unserem Vergleich fungiert auch die dritte Empfehlung – eine Ausführung von 3P – als Laubabscheider. Einer der Vorteile des grauen Fallrohrfilters ist die flexible Einsetzbarkeit – er harmoniert mit den Fallrohrgrößen DN 100 und DN 80. Dank des mitgelieferten Reduktionsstücks lässt sich der Filter rasch an die jeweiligen Gegebenheiten adaptieren. Für den Winterbetrieb muss man lediglich die Leitfläche entnehmen und den grünen Deckel schließen. Beim Lesen der Kundenrezensionen auf amazon.de kristallisiert sich der Eindruck heraus, dass der Laubabscheider „tut, was er soll“.

Kaufkriterien

Kompatibilität mit Fallrohr und Dach

Der Fallrohrfilter muss in das Fallrohr Ihres Daches passen und für die Größe des Letztgenannten ausgelegt sein. Achten Sie bei Ihrem Vergleich stets auf die Herstellerangaben zur Fallrohrgröße und zur Dachfläche. Praktisch: Einige Fallrohrfilter sind relativ flexibel einsetzbar, also in puncto Fallrohrgröße für ein breiteres Spektrum geeignet, beispielsweise für einen Durchmesser von DN 80 bis DN 100. Achtung: Fließt zu viel Regenwasser durch den Fallrohrfilter, so verringert sich die Wasserausbeute.

System

Klassischer Fallrohrfilter: Im Filterkörper ist ein zylindrisches Filtersieb eingebaut – entweder vertikal oder horizontal ausgerichtet. Aufgrund der natürlichen Adhäsionskraft fließt das Regenwasser durch das Sieb hindurch, um dann über ein Verbindungsstück in den Regenbehälter zu gelangen. Der im Sieb aufgehaltene Schmutz fällt durch das Fallrohr nach unten ab. Er wird in die Kanalisation eingeleitet. Dieser Typ heißt auch Regensammler oder Regendieb.

Laubabscheider: Er kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn sich ein Laubbaum in unmittelbarer Nähe der Dachfläche befindet und dadurch sehr viel Laub in das Fallrohr fällt. Wie beim klassischen Fallrohrfilter wird das Regenwasser durch ein Filtersieb geführt und nach unten abgeleitet, wo es in den Regenspeicher mündet. Laub und Schmutz wirft der Laubabscheider nach vorne aus.

Reinigungsaufwand

Klassische Fallrohrfilter mit vertikal ausgerichtetem Filtersieb gelten als besonders pflegeleicht. Sie werden auch als „selbstreinigend“ definiert, da im und am Sieb kaum Schmutz hängen bleibt. Demgegenüber sind Fallrohrfilter mit horizontal ausgerichtetem Filtersieb je nach Hersteller aufwändiger in der Pflege, müssen also häufiger gereinigt werden. Überlegen Sie sich vorab, wie wichtig Ihnen ein geringer Pflegeaufwand ist.

Material

Die meisten Fallrohrfilter sind komplett aus Kunststoff hergestellt. Daneben gibt es auch Ausführungen, die einzelne Bestandteile aus Zink, Kupfer oder Edelstahl mitbringen. Dabei sind Modelle mit Edelstahlsieb besonders hochwertig, weil robust, stabil und korrosionsbeständig. Fallrohrfilter, bei denen nicht nur das Filtergehäuse, sondern auch der gesamte Innenbereich aus Kunststoff besteht, kosten normalerweise am wenigsten, halten dafür jedoch gemeinhin nicht so lange wie Ausführungen mit metallenen oder stählernen Elementen und sind überdies nicht ganz so funktionsstark.

Winterbetrieb

Manche Fallrohrfilter kommen auch für den Winterbetrieb in Betracht. Dazu müssen sie in erster Linie frostbeständig sein. Ist ein solcher Filter im Wintermodus, so fließt das Regenwasser nicht in die Regenwasserzisterne, sondern direkt in die Kanalisation. Um diesen Modus zu aktivieren, gilt es bei den meisten Modellen einfach nur ein Ventil zu verschließen. Lesen Sie sich bei Bedarf einfach die Bedienungsanleitung des jeweiligen Herstellers durch, um sich genauer über die exakte Vorgehensweise zu informieren.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Fallrohrfilter und wozu dient er?

Bei einem Fallrohrfilter handelt es sich um einen Vorfilter, den Sie in das Fallrohr einsetzen, um das Regenwasser, das von den Dachflächen herab in Richtung Regentonne oder Zisterne fließt, von Verschmutzungen zu befreien. Fallrohrfilter eignen sich für die Regenwassernutzung im Garten sowie die Verwendung des Wassers für WC und Waschmaschine im Haus.

Wie funktioniert ein Fallrohrfilter?

Die genaue Funktionsweise hängt vom Typ des Fallrohrfilters ab. Allen Varianten ist jedoch gemeinsam, dass Regenwasser vom Dach in den Filter fließt, wo das eingebaute Filtersieb Verunreinigungen auffängt und/oder „auswirft“. Das auf diese Weise gefilterte und gesäuberte Wasser fließt weiter in die Regentonne oder Zisterne – der Filter ist mit dem jeweiligen Regenauffangbehälter verbunden.

Wie reinige ich einen Fallrohrfilter?

Nehmen Sie das Filtersieb heraus und spritzen Sie es mit Ihrem Gartenschlauch oder – im Falle von hartnäckigeren Verschmutzungen – einem Hochdruckreiniger (189,00€ bei Amazon*) ab. Durch regelmäßiges Reinigen stellen Sie eine konstant hohe Wasserausbeute sicher. Bei klassischen Fallrohrfiltern genügt es, die Maßnahme alle paar Monate durchzuführen; bei anderen Modellen empfehlen wir kürzere Reinigungsintervalle.

Wo kaufe ich einen Fallrohrfilter am besten?

Fallrohrfilter stehen Ihnen normalerweise in allen gut sortierten Baumärkten und Gartencentern zur Verfügung. Eine große Auswahl an Modellen bietet Ihnen überdies amazon.de. Dort profitieren Sie zudem von einem rundum angenehmen Einkaufserlebnis. Das Bestellen geht leicht von der Hand – und auch die Rückgabe von Artikeln, die Sie nicht zufriedenstellen, ist in der Regel problemlos möglich.

Wie viel kostet ein Fallrohrfilter?

Reine Fallrohrfilter ohne Regensammler (auch Regendieb genannt) sind bereits ab etwa sechs Euro erhältlich. Der Großteil der Ausführungen kostet nicht mehr als ungefähr 20 Euro. Sets mit einem Regensammler, der zum Teil aus Metall oder Stahl gefertigt ist und eventuell auch noch als Überlaufstopp für die Regentonne fungiert, schlagen gemeinhin mit circa 60 Euro aufwärts zu Buche.

Text: Natascha Mussger
Artikelbild: ROXART AGENCY/Shutterstock

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