Ergonomisches Gärtnern in Beet und Hochbeet

Ergonomische Gartengeräte unterstützen bei der Arbeit im Beet, Hochbeet und auf dem Balkon – und sind dabei rückenschonend. Mit der richtigen Körperhaltung steht einem langen Tag im Garten nichts mehr im Weg.

Ergonomisches Gärtner auf dem Balkon mit Hochbeeten
Hochbeete auf dem Balkon schonen den Rücken.

Ergonomisches Gärtnern im flachen Beet

Unter Ergonomie versteht man das Anpassen des Arbeitsumfeldes an den Menschen. In Büros sind heutzutage Stühle und Tische ergonomisch. Sie erlauben einen komfortablen Sitz, der langfristig nicht in Schmerzen mündet. Ergonomische Gartengeräte wiederum verringern den Kraftaufwand und verbessern die Haltung. Der flexible Rollsitz mit praktischen Ablagen ermöglicht zum Beispiel die Bearbeitung des Bodens sowie von niedrigen Büschen und Hecken. Durch die angenehme Sitzhöhe von 33 Zentimeter werden Rücken und Knie entlastet.

Manchmal kommt man nicht drumherum, sich weit über ein Beet zu beugen. Wenn die Reichweite des Rollsitzes nicht ausreicht, empfiehlt sich der Einsatz eines ergonomischen Kniekissens. Das preiswerte Kissen schützt nicht nur das Knie durch eine weiche Polsterung, sondern hält obendrein noch trocken und warm. Nach der Arbeit kann das Kissen einfach mit etwas Wasser abgespült und abgetrocknet werden. Das Premium-Kniekissen von Windhager erhalten Sie hier.

Beikrautregulierung

Beikraut beziehungsweise Unkraut zu entfernen, empfinden viele als lästige Arbeit. Dabei ist es sinnvoll, unerwünschte Pflanzen im Beet so früh wie möglich (2-Blatt-Stadium) und regelmäßig zu beseitigen. Denn sobald das Beikraut Samen bildet, verbreitet es sich schneller. Um das Wachstum von Beginn an zu begrenzen, kann Stroh, Rasenschnitt oder Kompost zum Mulchen eingesetzt werden. So dringt weniger Licht an die Beikrautsamen, wodurch der Wachstumsprozess verlangsamt wird.

Beikrautregulierung mit einem ergonomischem Unkrautstecher.

Der Fiskars Unkrautstecher ist ein Gartengerät, welches das Jäten in aufrechter Körperhaltung ermöglicht. Hierbei handelt es sich um einen 1 Meter langen Stiel, der vier rostfreie Stahlklingen am Ende aufweist. Diese werden etwa 4 Zentimeter in den Boden um das Unkraut herum gestochen. Mit dem Fuß wird das Pedal betätigt, wodurch die Klingen zupacken und das Unkraut fest umschließen. Ein leichter Zug mit den Händen am ergonomischen Griff genügt, um die Pflanze samt Wurzel zu entfernen.

Gießen

Eine störrische Gartenschlauchtrommel fällt gerne mal um, scharrt über den Boden und ist selten hübsch anzuschauen. Dass im Alltag der Schlauch knickt und verknotet, verringert die Haltbarkeit obendrein spürbar. Stressfreie Abhilfe schafft die Wand-Schlauchbox von Gardena. Im unauffälligen Design versteckt die Box den Schlauch komplett und schützt ihn vor Frost und UV-Strahlung. Nach der einfachen Montur an einer Wand kann der Schlauch problemlos rein- und herausgezogen werden – das Aufkurbeln geschieht automatisch. Die Box ist um 180 Grad schwenkbar, was maximale Flexibilität schafft.

Als Zusatz eignet sich der Gardena Premium Gießstab, der an das Ende des Schlauches aufgesteckt wird. Dank seiner knapp 90 Zentimeter Länge können große Beete ohne Ausstrecken des Armes mit Wasser versorgt werden. Das schont den Rücken und die erhöht die Stabilität. Außerdem ist der Gießstab vor Frost geschützt und lässt sich in drei Modi leicht verstellen: weicher Brausestrahl, Stechstrahl und Sprühnebel. Wenn Sie bequem Ihre Blumen gießen wollen, dann schauen Sie mal hier vorbei.

Ergonomisches Gärtnern im Hochbeet

Hochbeete sind mehr als ein Trend. Ihre Höhe ermöglicht es, im Stehen zu arbeiten. So werden Rücken und Knie weniger belastet. Darüber hinaus liefert ein Hochbeet weitere praktische Vorteile. Zum einen wachsen Pflanzen schneller und früher, da im Inneren der Konstruktion Wärme durch Zersetzung (Kompostieren) produziert wird. Zum anderen verringert sich der Einsatz vom Dünger, da das Hochbeet auf eigene Nährstoffe zurückgreifen kann. Zudem werden Hochbeete seltener von Schädlingen befallen, was ebenfalls Arbeit und Stress erspart.

Hochbeet mit Sitzkante

Hochbeet aus Holz mit Sitzkante

Am einfachsten gestaltet sich die Arbeit am Hochbeet mit einer Sitzkante. Dabei sollte die Konstruktion mindestens eine Länge von 1,5 Meter aufweisen, damit man beim Austausch der Erde nach einigen Jahren im Hochbeet stehen kann. Ansonsten muss man umständlich von außen mit der Schaufel die Erde ausheben. Die Beethöhe sollte zwischen 50 und 60 Zentimeter liegen, während die Breite etwas weniger als zwei Armlängen entspricht. Zwischen zwei Beeten muss ungefähr 80 Zentimeter Platz gelassen werden, sodass noch Schubkarren hindurch navigiert werden können.

Hochbeet zum Stehen

Die ideale Höhe für das Hochbeet zum Stehen ist von der eigenen Körpergröße abhängig. Die Höhe sollte zwischen 80 und 120 Zentimeter liegen. Für die Breite empfiehlt es sich ebenfalls, die doppelte Armlänge als Maßstab zu nehmen. So kann von beiden langen Seiten die Mitte erreicht werden. Und auch die Länge des Steh-Hochbeetes sollte mindestens 1,5 Meter betragen, darf aber je nach verfügbarem Platz durchaus größer ausfallen. Unser Tipp ist dieses Hochbeet von Habau.

Mit dem ergonomischen LUCKO Handjäter lassen sich Beikräuter bequem im Stehen entfernen. Das kleine Gartengerät liegt leicht in der Hand und hat zwei runde Drahtenden. Indem man den Draht in die Erde drückt und ihn durch das Beet zieht, lösen sich die Unkrautwurzeln und bleiben am Draht haften. Gleichzeitig wird die Erde aufgelockert, was die Nährstoffaufnahme verbessert. Da die zwei Drähte unterschiedlich geformt sind, kann sehr genau um die Nutzpflanzen herum gearbeitet werden.

Rückenschonendes Gärtnern auf dem Balkon

Rolluntersetzer für Blumentöpfe

Große Blumentöpfe auf einem Balkon
Auf dem Balkon steht in der Regel weniger Arbeit an als im Freilandgarten. Dennoch können schwere Töpfe und das Schleppen von Erde in hohe Stockwerke ähnliche körperliche Beschwerden hervorrufen. Dabei ist es ganz einfach, den grünen Balkondschungel zu bändigen. Unhandliche Kübel werden zum Beispiel auf Rollen gestellt, damit sie auf Wunsch einfach und sicher umgestellt werden können. Feste Bremsen sorgen für einen sicheren Halt am bevorzugten Standort.

Es ist sehr wichtig, dass die Rollen die Last des Topfes aushalten. Eine große Zimmerlinde mit entsprechend viel Erde wiegt an die 100 Kilogramm und mehr! Billige Rollbretter knicken da schon weg, was Unfälle nach sich ziehen kann. Der Linkax Pflanzenroller ist mit einer Tragkraft von bis zu 150 Kilogramm nicht nur robust, sondern in seinem Durchmesser auch variabel. Zwischen 40 und 58 Zentimeter können frei gewählt werden, sodass jeder Topf exakt passt.

Pflanztisch

Eintopfen von Pflanzen auf einem Pflanztisch
Auf dem Balkon ist in den meisten Fällen wenig Platz für Umtopfen, Pikieren und Co. In der Wohnung will man diese Arbeiten allerdings auch nicht angehen, da es sich nicht um die sauberste Angelegenheit handelt. Abhilfe schafft ein praktischer Pflanztisch, der im Stehen gut zu erreichen ist, wenig Platz wegnimmt und gleichzeitig wichtige Ablagen für Töpfe, Gießkanne und Gartengeräte liefert.

Der Pflanztisch von Merschbrock ist mit einer Zinkplatte ausgestattet. Auf dieser robusten Arbeitsfläche lässt sich entspannt umpflanzen und einsäen. Das massive Kiefernholz ist imprägniert und übersteht so Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit. An den praktischen Hakenleisten können Blumenkellen und Handschuhe gehangen werden. Mit einer Länge von 76 Zentimeter, einer Höhe von 89 Zentimeter und einer Tiefe von 37 Zentimeter passt der Pflanztisch in fast jede Ecke und ermöglicht aufrechtes Arbeiten.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbilder: Ashley-Belle Burns/Shutterstock, Jari Hindstroem/Shutterstock, Gardens by Design/Shutterstock, Ania K/Shutterstock, encierro/Shutterstock

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