Wander- und Ausflugstipp: Der Neuenburger Urwald

Studien belegen: Wer sich in der Natur aufhält, der tut Körper und Geist Gutes. Für viele Menschen sind insbesondere Wälder wertvolle Orte der Erholung. Zu den letzten, nahezu unberührten und deshalb besonders eindrucksvollen Waldgebieten zählt der Neuenburger Urwald, in den wir Sie auf unserer heutigen Wanderung entführen möchten.

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Der Neuenburger Urwald bietet seinen Besuchern Obhut vor dem Stress des Alltags

Besucherinformationen

ArtInformation
Adresse:Urwaldstraße 55, 26340 Zetel-Neuenburg
Öffnungszeiten:ganzjährig begehbar
Eintrittspreis:kostenfrei

Bitte bleiben Sie zum Schutz der Pflanzen- und Tierwelt auf den ausgewiesenen Wegen und führen Sie Ihren Hund an der Leine. Beachten Sie, dass einige Pfade dieses Naturwaldes nur auf eigene Gefahr betreten werden dürfen.

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Lage

Das Naturschutzgebiet liegt inmitten der Friesischen Wehde (=Wald) und wird von den Ortschaften Neuenburg, Zetel und Bockhorn begrenzt. Der Neuenburger Urwald ist das Herzstück des 660 Hektar großen Landschaftsschutzgebietes „Neuenburger Holz“.

Beschreibung

Bei diesem größten historischen Waldgebiet Frieslands handelt es sich um einen sogenannten Hudewald, der einstmals als Waldweide für das Vieh diente. Er besticht durch den sehr alten Baumbestand mit Totholz, in dessen Verrottung schon lange niemand mehr eingreift.

Hierdurch konnten sich verschlungene Dickichte und bizarre Holzformationen entwickeln. Dieser Naturwald präsentiert dem Besucher deshalb ein immer wieder neues Bild und stellt gleichzeitig ein einzigartiges Umfeld für Pflanzen und Tiere dar.

Die dominierenden Gehölze dieses Waldes sind:

  • Stieleiche,
  • Rotbuche,
  • Hainbuche,
  • Stechpalme.

Unzählige, teils gefährdete Tierarten haben hier einen geschützten Lebensraum gefunden. Hierzu zählen höhlenbrütende Vogelarten, verschiedenste Insekten, Amphibien und Fledermäuse.

Den Neuenburger Urwald entdecken

Der gesamte Naturwald ist von einem dichten Wegenetz durchzogen. Diese sind in Form eines Knotenpunktsystems angelegt, wodurch es Ihnen ermöglicht wird, bereits beim ersten Besuch Ihre ganz eigene Route zu planen. Zahlreiche Tafeln liefern wertvolle Informationen über die Entstehungsgeschichte, Fauna und Flora dieses einzigartigen Waldgebietes.

Auf Ihrem Weg durch den Naturwald müssen Sie gelegentlich ausweichen, da umgestürzte Bäume den Weg versperren. Im Neuenburger Urwald hat die Natur Vorrang und der Mensch muss sich ihr unterordnen. Rasten können Sie unweit des Eingangs in der Jagdhütte oder in einer der kleinen Schutzhütten.

Tipps

Gegenüber der Jagdhütte stand bis zum Jahr 2014 eine 850 Jahre alte Eiche, die als ältester Baum des Waldes galt. Da der Baumriese nicht beiseite geräumt wurde, können Sie nun den Verfall, der bis zu 50 Jahre dauern kann, beobachten.

Text: Michaela Kaiser

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