Blumendünger – Ein kleiner Kaufratgeber

Mit dem richtigen Blumendünger liefern Sie Ihren Pflanzen alle Nährstoffe, die diese zu ihrem Lebensglück brauchen. Worauf Sie beim Kauf eines Düngers achten sollten und welche Produkte besonders zu empfehlen sind, erfahren Sie in unserem Ratgeber. Auch erklären wir, was es beim Düngen grundsätzlich zu berücksichtigen gilt.

blumenduenger
Wer sich lange an Blumen erfreuen will, muss sie gut "ernähren"

Unsere Empfehlungen

Art organisch
Konsistenz Pellets (fest)
Bio ja
Anteile NPK 2 % – 1,5 % – 5,5 %
Füllmenge 5 kg
Preis/kg ca. {PREIS/5} EUR

Die Rezensenten bei Amazon sind begeistert vom DÜNGME Bio-Universaldünger. Was die Qualität und Auswirkung auf die Pflanzen betrifft, gibt es ausschließlich Lob seitens der Käufer und Anwender des Produkts. Als besondere Vorzüge nennen diese überdies die plastikfreie Verpackung, das einfache Dosieren und den für die Wertigkeit günstigen Preis.

Art organisch-mineralisch
Konsistenz flüssig
Bio nein
Anteile NPK 4 % – 5 % – 6 %
Füllmenge 5 l
Preis/l ca. {PREIS/5} EUR

Mit dem organisch-mineralischen Blumendünger (12,99€ bei Amazon*) von COMPO sind Sie immer auf der sicheren Seite, wenn man den Amazon-Rezensenten trauen darf. Die sehr gleichmäßigen Anteile der Hauptelemente und die simple Anwendung sprechen für den Flüssigdünger. Und was das Wichtigste ist: Die Blumen gedeihen – Zitat – „prachtvoll“.

Art mineralisch
Konsistenz granuliert
Bio nein
Anteile NPK 15 % – 10 % – 10 %
Füllmenge 1 kg
Preis/kg ca. {PREIS/1} EUR

Beim Spezialdünger von Dehner beeindruckt die hohe NPK-Konzentration. Diese sorgt dafür, dass Blühpflanzen so schön blühen, wie es nur möglich ist. Viele Rezensenten bei Amazon bestätigen das. Zwar ist der Kilopreis deutlich höher als bei den anderen zwei Empfehlungen unseres Vergleichs, dafür hat der Blumendünger allerdings auch die mit Abstand beste Zusammensetzung. Aber: Da der Dünger mineralisch ist, sollten Sie ihn keinesfalls übermäßig einsetzen – dies könnte dem Boden/der Erde auf Dauer schaden.

Kaufkriterien

Art

Man unterscheidet

  • organische,
  • mineralische und
  • organisch-mineralische

Blumendünger.

Organische Blumendünger: Sie gelten als „natürliche Dünger“. Die Nährstoffe sind für die Pflanzen nicht sofort verwertbar, sondern müssen durch diese oder den Boden zunächst noch aus ihrer organischen Struktur herausgelöst werden. Erst dann stehen die Stoffe den Wurzeln zur Aufnahme zur Verfügung. An dem „Lösungsprozess“ sind viele chemische Reaktionen in der Erde beteiligt. Deshalb brauchen organische Dünger länger, bis sie wirken. Dafür hält die Wirkung auch länger an. Achtung: Bei einem akuten Nährstoffmangel sind organische Blumendünger nicht geeignet!

Mineralische Blumendünger: Bei diesen sind die Nährstoffe aus fossilen Lagerstätten abgebaut und dadurch bereits in ihrer „reinen“ Form enthalten. Das „Nährsalz“ wirkt schneller – das heißt, die Nährstoffe werden rascher freigesetzt. Weiterer Vorzug: Dieser Blumendüngertyp kostet meist weniger als organischer Blumendünger. Er ist gerade als Startdünger und bei akutem Nährstoffmangel sinnvoll. Die Nachteile dieser Düngerart: Gefahr der Überdüngung, nur kurzzeitige Wirkung, zum Teil giftig.

Organisch-mineralischer Blumendünger: Diese setzen sich aus beiden Düngerarten zusammen und vereinen damit die Vorteile – die jeweiligen Nachteile zurückdrängend. Man könnte auch von der „goldenen Mitte“ sprechen.

Konsistenz

Blumendünger gibt es in flüssiger und fester (granulierter) Form.

Flüssigdünger: Diesen mischen Sie einfach ins Gießwasser und führen ihn so den jeweiligen Pflanzen zu. Vorteil: besonders simple Anwendung. Nachteil: relativ häufiges, kontinuierliches Düngen erforderlich.

Granulatdünger: Diesen arbeiten Sie direkt in die Pflanzenerde ein. Vorteil: Düngen lediglich alle sechs Monate nötig (Langzeitdünger). Nachteil: sorgfältige Dosierung und gründliches, gleichmäßiges Einarbeiten elementar.

Tipps

An festen Düngern finden sich auch noch Pulver- und Pellets-Varianten, die Sie oft einfach in Gießwasser auflösen können.

Bio-Qualität

Wir empfehlen, Blumendünger in Bio-Qualität zu kaufen. Dafür sprechen vor allem zwei Punkte: Zum einen können Sie bei Bio-Blumendüngern sicher sein, dass keine (gesundheits)schädlichen Stoffe enthalten sind; zum anderen haben etwaige Haustiere selbst dann nichts zu befürchten, wenn sie einmal am Blumendünger lecken sollten.

Zusammensetzung

Die für die Pflanzen wichtigsten Stoffe sind Stickstoff, Phosphor und Kalium. Der Handel hält Dünger mit unterschiedlichen Zusammensetzungen bereit. Grob differenziert man:

  • Volldünger (NPK-Dünger* – enthalten alle drei der oben erwähnten Stoffe)
  • Zweinährstoffdünger (enthalten zwei der oben erwähnten Stoffe)
  • Einnährstoffdünger (enthalten einen der oben erwähnten Stoffe)

* Die Buchstaben N, P und K stehen für Stickstoff (chemisches Elementsymbol = N), Phosphor (P) und Kalium (K).

Volldünger sind die besten und bevorzugt eingesetzten Blumendünger. Aber: Wenn eine Pflanze einen oder zwei der Stoffe nicht unbedingt extra braucht, kann der Gärtner auch auf einen Zweinährstoff- oder Einnährstoffdünger setzen. Letzterer ist sehr gefragt, wenn es einen akuten Nährstoffmangel zu bekämpfen gilt.

Die prozentuale Verteilung der drei Hauptbestandteile variiert von Dünger zu Dünger. Es müssen nicht zwingend sehr große Anteile sein. Der individuelle Nährstoffbedarf der einzelnen Pflanze entscheidet, wie viel von welchem Element enthalten sein sollte. Am besten prüfen Sie, ob der jeweilige Dünger explizit für Ihre Pflanzenart empfohlen wird.

Tipps:

  • Bei Granulatdüngern ist der Gehalt der drei genannten Stoffe stets höher als bei Flüssigdüngern. Dies liegt daran, dass sie seltener verabreicht werden.
  • Faustregel: stickstoffbetonte Dünger für Pflanzen, die gut wachsen sollen und bei denen die Laubblätter im Vordergrund stehen („Gründünger“); phosphorbetonte Dünger für Pflanzen, die blühen und fruchten sollen („Blühdünger“).

Füllmenge

Natürlich: Je mehr Blumendünger das jeweilige Behältnis fasst, desto länger kommen Sie damit aus. Zudem wird der Preis pro Liter häufig mit zunehmender Menge günstiger.

Aber: Entscheidend ist am Ende immer die Qualität des Düngers. Lieber weniger Blumendünger von hoher Qualität als viel Blumendünger von geringerer Qualität. Das bedeutet, dass Sie nicht den am prallsten gefüllten, sondern den am besten zusammengesetzten Dünger bevorzugen sollten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Blumendünger?

Blumendünger bezeichnet ein flüssiges oder granuliertes Mittel, das Pflanzen genau die Nährstoffe liefert, die sie brauchen.

Neben Universaldüngern gibt es auch Spezialdünger, die auf die spezifischen Bedürfnisse bestimmter Pflanzen(gruppen) ausgerichtet sind: beispielsweise Orchideendünger, Rosendünger,(11,50€ bei Amazon*) Rhododendrendünger et cetera.

Aus welchen Stoffen besteht Blumendünger?

Die Hauptbestandteile von Blumendünger sind Stickstoff, Phosphor und Kalium. Deren wesentlichste Aufgaben im Überblick:

  • Stickstoff: fördert das Wachstum der Pflanzen
  • Phosphor: wichtig für die Wurzel-, Spross-, Blüten- und Fruchtbildung, erhöht die Dürreresistenz und Winterhärte der Pflanzen
  • Kalium: stärkt die Zellwände, macht die Pflanzen weniger krankheitsanfällig, forciert solide Wasserbalance

Zusätzlich enthält Blumendünger Kalzium, Magnesium, Schwefel, teilweise Eisen sowie Spurenelemente.

Für welche Pflanzen ist Blumendünger geeignet?

Prinzipiell können Sie Blumendünger für jede Ihrer Zimmer-, Balkon- und Beetpflanzen verwenden. Je nach spezifischer Zusammensetzung sind sie für manche Pflanzen besser, für andere hingegen weniger gut geeignet. Berücksichtigen Sie immer auch die Angaben/Empfehlungen des Herstellers.

Wie oft muss ich meine Pflanzen mit Blumendünger versorgen?

Dies hängt einerseits vom Düngertyp und andererseits von den Pflanzen ab. Die meisten Hersteller von Flüssigdüngern empfehlen, diese alle ein bis vier Wochen anzuwenden. Demgegenüber wird Granulatdünger im Normalfall nur halbjährlich eingearbeitet, da es sich bei ihm um einen Langzeitblumendünger handelt.

Wichtig: Grundsätzlich sollten Sie Ihre Pflanzen nur innerhalb beziehungsweise während der Vegetationsperiode düngen (von März bis September).

Youtube

Woran erkenne ich Nährstoffmängel an meinen Pflanzen?

Je nach konkretem Mangel treten unterschiedliche Erkennungsmerkmale auf:

Pflanze wächst extrem langsam? Sie hat sehr kleine, hellere und vielleicht auch gelblich verfärbte Blätter? Vertrocknen die Blätter und fallen ab? Ist die Fruchtbildung sichtbar eingeschränkt (was auch den Ertrag und die Fruchtqualität negativ beeinflusst)? In all diesen Fällen liegt vermutlich ein Stickstoffmangel vor.

Bleibt die Pflanze scheinbar dauerhaft klein? Verfärben sich die Blätter? Dann kann ein Phosphormangel dafür verantwortlich zeichnen.

Entdecken Sie braune Blattränder und -spitzen? Kränkelt die Pflanze? Eventuell liegt ein Kaliummangel vor.

Tipps

Kristallisiert sich heraus, dass Ihre Pflanze an einem bestimmten Mangel leidet, sollten Sie diesen gezielt mit einem entsprechenden Einzeldünger behandeln.

Vorsicht: Man kann Pflanzen auch überdüngen. Also nicht übertreiben, denn zu viel des Guten schadet auch!

Welche Marken bieten hochwertige Blumendünger?

Viele namhafte Marken stellen hochwertige Blumendünger her. Dazu zählen etwa:

  • COMPO
  • Substral
  • Dehner
  • DÜNGME

Wo kaufe ich Blumendünger am besten?

Hochwertige Blumendünger finden Sie in Gartenfachcentern, Blumengeschäften und Baumärkten. Die größte Auswahl haben Sie jedoch bei Amazon.

Wie viel kostet Blumendünger?

Je nach Art, Konsistenz, Zusammensetzung, Qualität, Füllmenge und Hersteller kostet Blumendünger gemeinhin zwischen fünf und zehn Euro pro Liter.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Photographee.eu/Shutterstock

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