Die optimale Pflege für ein Blaues Lieschen

Das Blaue Lieschen (Exacum affine) wird umgangssprachlich oft auch als Indisches Veilchen bezeichnet, wobei es zu dem hierzulande heimischen Veilchen nur rein optische Ähnlichkeiten aufweist. Wird diese Pflanze richtig gepflegt, so kann sie im Sommer mit einer bis zu zehn Wochen andauernden Blütezeit begeistern.

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Das Blaue Veilchen ähnelt dem Echten Veilchen nur rein optisch

Wie oft sollte das Blaue Lieschen gegossen werden?

Das Blaue Lieschen sollte mit den Wurzeln zwar nicht direkt im Wasser stehen, zu große Trockenheit kann aber zu einem sehr raschen Abwurf sämtlicher Blüten führen. Optimale Voraussetzungen für ein gesundes Wachstum und Erscheinungsbild sind dann gegeben, wenn die oberste Erdschicht rund um die Pflanze zwar zwischen den Wassergaben etwas abtrocknen, aber niemals bis zu den Wurzeln hinab austrocknen kann. Mit mäßigem Gießen im Abstand von etwa drei Tagen schaffen Sie ideale Bedingungen für das Blaue Lieschen.

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Was ist beim Umtopfen oder Umpflanzen des Blauen Lieschens zu beachten?

Ähnlich wie bei der Tagetes und anderen Balkon- und Grabpflanzen handelt es sich beim Blauen Lieschen um eine eher kurzlebige (zweijährige) Pflanze, die in der Regel auch nur eine Saison lang gepflegt wird. Daher stellt sich die Frage nach einem Umtopfen für viele Pflanzenliebhaber beim Blauen Lieschen gar nicht. Exemplaren, die beim Kauf in besonders kleinen Pflanzgefäßen stecken, können Sie aber ohne Bedenken zu jedem Zeitpunkt in einen größeren Topf umpflanzen.

Kann ein Blaues Lieschen zurückgeschnitten werden?

In Gartenbaubetrieben wird das Blaue Lieschen nicht selten mit speziellen Wuchshemmern behandelt, damit es eine besonders kompakte und als ästhetisch empfundene Form ausbildet. Zu lange Triebe können Sie (außerhalb der heißen Hochsommerphase) unkompliziert einkürzen. Außerdem sollten Sie welke Blüten regelmäßig abzupfen.

Gibt es Schädlinge, die das Blaue Lieschen bevorzugt befallen?

Gelegentlich werden Kolonien von Blattläusen am Blauen Lieschen beobachtet. Ansonsten ist es aber keineswegs anfällig für Schädlingsbefall.

Welche Krankheiten oder Pflegefehler treten beim Blauen Lieschen häufig auf?

Nicht selten führen Standort- und Pflegefehler zu den folgenden Problemen:

  • Blüten fallen ab
  • Blätter werden welk
  • Bildung von Grauschimmel an der Substratoberfläche

Während die Blüten oftmals bei zu trockener Erde im Topf abfallen, können welkende Blätter auch auf einen zu sonnigen oder staunassen Standort hinweisen. Ein ausreichend belüfteter Standort bzw. ein Substrataustausch können vor Grauschimmelbefall schützen.

Sollte das Blaue Lieschen gedüngt werden?

Die Blumenerde von im Topf gekauften Blauen Lieschen ist in der Regel bereits vorgedüngt, sodass bei saisonaler Kultur der Pflanze eine Nachdüngung nicht unbedingt erforderlich ist. Werden Blaue Lieschen aber aus Stecklingen oder aus Samen gezogen, so sollte zwischen Frühjahr und Herbst im 14-tägigen Rhythmus mit einem Flüssigdünger im Gießwasser gedüngt werden.

Kann ein Blaues Lieschen im Freiland überwintert werden?

Das Blaue Lieschen gilt als sehr frostempfindlich, kann aber in einem hellen und kühlen Raum überwintert. Da die Pflanzen kurzlebig sind, lohnt eine Überwinterung nur mit dem Zweck, im Januar und Februar Stecklinge von den Mutterpflanzen zu schneiden.

Tipps

Ein Blaues Lieschen wächst zwar an einem hellen Standort besonders gut, verträgt aber während der Mittagszeit keine direkte Sonneneinstrahlung. Platzieren Sie es also besser im Halbschatten oder an einer Stelle mit Morgen- und Abendsonne.

Text: Alexander Hallsteiner
Artikelbild: Pacharawan/Shutterstock

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